maunzer grübler rippenstessa

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riemsche
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 21.10.2016, 21:49

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mein aus m fundus von spickzetteln gezogen suchbegriff für heute lautete: ganesh trinkt mit dem rüssel süsse kokosmilch was bedeutet das lernen hat kein ende

eins der mir daraufhin angebotenen ergebnisse fiel mir negativ auf. klang dem auszug draus nach so, als hätt da wer beim bloßen anblick vom hindu.volks.gott schon gewaltig grund zu lästern. der legitimierend beipackzettel ganz zu anfang ist n eignes thema. hab mich von der in folge klar gegliedert einleitung samt dem s vorhaben beschreibend noblen ansatz /....die geographische Wissenschaft zu fördern und das Interesse für dieselbe zu beleben..../ verführen lassen, mich ins zunehmend verschärft altbakken formuliert sachbuch behutsam eingelesen. recht zeitig lieferten sich dabei steigend widerwillen, mich damit an nem lauschig abend weiter zu beschäftigen und _sonst wärst nicht auf der suche_ blanke neugier s rennen. nu_ widerwillen hats mit deutlich vorsprung gemacht. bin kurz nach m verriss vom subkontinent und abwertend klassifizierung seiner bewohner ausgestiegen. würd _wär ich doktor_ jetzt nach beunruhigend lehrreich lektüre mit nem, dem auf den ersten blick ersichtlich inhalt entsprechend, bitter nachgeschmack im nicht nur vor lauter wissensdurst ohne tee aufm tisch staubtrocken schlund, auf d spontane diagnostizieren:

fast jeder passage wohnt nach meinem empfinden mehr oder minder versteckt s mir wird vorm vorurteil gleich übel inne, haftet _sich auf d damalig erziehung rausreden lass ich als einwand schon lang nimmer gelten_ dem umfangreichen schriftstück und dessen vorzeigeuropäer von verfasser an wie n hartnäckig mief. entlarvt selbst ne an sich bieder geografische gesellschaft auf studienreise an der schwelle zum 19. jahrhundert als möglich brutstätte einer in europäisch windungen schlummernd, allem fremden gegenüber primär abwertend bis feindlich gleichschaltend gesinnung. wobei s honorig drübersteher im namen der wissenschaft schon damals verstanden, manch so genannt guten ratschlag inklusive auf blumig gehübscht verächtlich schlussfolgerung auf den eigenen vorteil bedacht für nachahmer verlockend auszuschmücken. leider standen zweifelhaft prachtexemplare wie dieses soviel ich weiß nie auf m index der verbotenen bücher. und wenn ja - hätt sich bei irgendwem der früher oder später angepeilt empfänger solcher nachricht oder an bedenklich jetztzeit grundlegendes geändert? ich weiß nicht. stimmt_ da wären wir wieder. fast am anfang. s lernen hat kein ende ......

https://archive.org/stream/mitteilungen ... g_djvu.txt
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riemsche
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 18.11.2016, 21:09

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Die anhaltende Diskussion um das Verhältnis Kirche und Staat sowie die laufenden Auseinandersetzungen betreffend das vom Landtag verabschiedete Partnerschaftsgesetz als auch die Initiative "Hilfe statt Strafe"(= Fristenlösung) veranlassen mich, die Verbindung von Heiliger Messe und Staatsakt nicht nur in Frage zu stellen, sondern auch als unehrliches Zeichen gegenüber der Öffentlichkeit zu betrachten. Soweit die erzbischöfliche Begründung, warum in Liechtenstein seit 2011 eine Feldmesse weniger gelesen wird. Nun denn - wie wär´s damit, dieses Hochlicht an kreuzbrav vorgetragen Standpunkt von fürstentümlich Probelauf auf passend Größenordnung umzulegen? Oder darf sich s global intrigierend Who is Who an Polittheater weiterhin bei publikum_und medienwirksam aufbereitet Adaptionen vom letzten Abendmahl vor m nächsten Rückfall in Sachen Anstiftung zu programmiertem Massenmord von dosiert kritisch Kirchenfürsten vor den Augen ihrer seit Kindesbeinen Opferlämmer und Wirtskörper den pauschal gültig Ablass holen? Sich tags zuvor für d peinlich Pflichtparade krank melden, aber bei nächster Gelegenheit frohlockend nem päpstlich Konvoi huldigen, geht unter Untertanen mancherorts bös ins Aug - birgt dort unter anderem s Risiko, sich in Halleluja Stimmung von vormals gut Nachbarschaft angeschwärzt und daraufhin überraschend heftig mitgenommen in von Pisse Kotze und Angstschweiss gesäuert Räumlichkeiten wiederzufinden, die oft nur nen Steinwurf vom spirituell bis sportiv Hotspot entfernt auf Optimisten warten, die -sei s zwecks Erleuchtung oder für s momentan geringere Übel- gründlich observiert Spalier stehen für ne gelungene Wende halten.
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 30.11.2016, 22:07

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Ein Zug vom uniformiert Schutztrupp hielt zu vertrauten Klängen akustisch verstärkter WC-Spülgeräusche im Gänsemarsch Einzug. Die Formation stockte jäh, sichtlich Verwirrung, Augen unterm gestrengen Schirm geradeaus: innert grell ausgeleuchtet Örtlichkeit zerrten angeblich Kreative an Klarsichtfolie, entwickelten nen ansehnlich weiblich Akt von glasklar Synthetic, schoben ihn ruckweise derb diagonal über d ehrwürdig Bretter, die _so hört und liest man_ die Welt bedeuten. In Folge was soll s - der erste wurd zum letzten Akt, letzte Szene, das wars dann mit m Spektakel. Denn bieder Feuerlöscher hinter den Kulissen besannen sich, nachdem die Actrice entblösst Verpackungsmaterial entstiegen und sich in heisse Unterwäsche hüllte, wieder aufs Haare raufen, unkten Katastrophe. Zur Hilfe geeilt Hüter stellten alsbald vermeintlich Ordnung wieder her, indem sie avantgardistisch Hokuspokus Zahn und Stecker zogen. Dabei hatte alles so viel versprechend säuberlich begonnen - Adabei s wateten durch knöcheltief zerschnipselt Latexschaum über ne Desinfektionsmatte auf ihre Plätze, bekamen eine _sagt man_ Stimmung stimulierend, in Folie verschweißt Pille verabreicht, machten auf knisternd steril verpackten Gelegenheiten brav Sitz, waren ihrer so zahlreich und verflixt schnell auf m Weg, dass sie s Personal überrannten, Gänge Stufen und Teile der Showbühne besetzten - s kritisch Aug ob spiegelnd Vorhänge geblendet, von holder Weiblichkeit versprühter Duft betäubte, s Tabletterl schien für zusätzlich Heiterkeit zu sorgen, ein weissblond Mannequin, mit Wasser gefüllt transparent Wegwerf-Fingerlingen dürftig behängt, hätt erregen sollen – zumindest abiz Anstoß... aber es kam wie s kommen muss - nämlich anders.

Beschränkte man sich seitens studiert Drahtzieher in Sachen künstlerisch Output bisher darauf, fürs Schnäppchen kopiert Plastik zum Riechen, Anfassen, Spielen in Serie auf den Markt zu werfen, ging s nun der auf maskulin gestrickt Schaubude an die Wäsche. Da sollte sich kein dramatischer Knoten schnüren, es keinen Anfang geben, der sich folgerichtig auf s Ende zu bewegt, seitens Regie nicht vorherbestimmt sein, wer bis zum letzten Vorhang im Mülleimer rechts Zwieback knabbert, kein Zuschauer, Protagonist - ja nicht einmal der geistig Urheber während Aufführung wissen, welch isolierte Banalität in der nächsten Sekunde an fassungslos Erstaunen kratzt. Doch zur Revolution bedarf es nu mal des neuen Menschen. Das wusste Marx, die hier körperlich anwesend Kunstwelt wahrscheinlich absichtlich nicht. Keiner ahnte, dass im Dienst der Kultur ergraut Beleuchter zu hoffnungslosen Dilettanten hinterm Scheinwerfer werden, wenn s keinen exakten Schaltplan gibt. Dass Technik streikt, weil deren Bedienung wissen möcht, wann d vertraglich zugesichert Leberkäs-Pause ist. Dass Freiwillige im Solde schöner Künste überfallsartig zu Ereignis-Stürmern werden, wenn da Unvorhergesehenes geschehen soll. So musste Intuition und s Spontane unter anderem fortlaufend darauf verwendet werden, die Löschmannschaft von der Ungefährlichkeit sich überstürzender Ereignisse zu überzeugen - was im günstigen Fall an die verzögernden fünf, bei solchen mit garantiert überspringend Funken wegen befürchtet worstCase-Szenario bis zu stressig fünfzehn Minuten an Disput im Background bedurfte.

Da half kein vorab publikumswirksam Placebo, eins nachlegen auch nicht, so wie s den Anschein hatte nur noch abgehoben Bürgerwehr. Auf Konter programmiert, sorgte sie in Folge für d Demontage vom antörnend Happening. Zart besaitet Intellektuelle vergriffen sich am dekorativen Überbau, zerstörten verbissen Kulissen, kurzsichtige Leseratten krochen enthemmt auf allen Vieren entkleideten Darstellerinnen nach, hübsch verzogen Kinder gutbürgerlicher Eltern kompensierten Rohrstock-Pädagogik, pinkelten genüsslich quiekend auf erleuchtet Bühne. Verklemmte Provos nützten die Gunst der Stunde, provozierten, machten über d verschroben Metaphysik vorübergehend Miese, fanden ne dafür passend Eingebung - zB. dass solch Revolte zwar ganz und gar nicht die ihre sei aber wegen Heimvorteil für gewaltig Krawall sorgen sollt. Das durchwegs blutjung Publikum eiferte, spielte begeistert mit - ne spiessig Volksfront ward flugs geschmiedet, Abonnementen lachten sich öffentlich eins.

Wär d Polizeieieiei nicht gekommen, hätt sich ein Herz genommen, – wer weiß? So bereitete sie der künstlich Geschmackssache ein sanftes Ende ohne Schrecken, ließ bei gedämpftem Licht spätpubertär Protest in Langeweile versickern, zog mit zünftig Pfeifkonzert wie einst zu Hameln enttäuscht Rebellenjugend hinter sich her. Fürwahr, ein relativ friedliches Ende fürs Warum einfach wenns kompliziert nach Kunst ausschaut Ereignis - differenzierte Betrachtungsweise tut not hm ne.. lass stecken.
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 06.12.2016, 21:28

Die Wartehäuschen die ich in Österreich kenne sind mit Brandflecken übersät und vollgekritzelt mit obszönitäten von Jugendlichen. Ursprünglich schön geplant, aber daran gescheitert das wohl so einige Österreicher ihre Kinder nicht ordentlich erziehen können http://forum.spiegel.de/showthread.php? ... st13986072

hui. auf sicherer durchreise UND schlecht drauf. na da hat sich aber _was befremdlich ordentlich erziehung anlangt_ jemand vor lauter entrüstung vermutlich höchstwahrscheinlich selbst n ei gelegt. mir n dankbar anreiz geliefert, mich in nächster zeit unter artwork abiz eingehender mit dem eigentümlichen wesen hiesiger haltestellen für öffentliche verkehrsmittel zu beschäftigen.
viewtopic.php?f=32&t=7497

spieglein_gruss vom österreicher
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 02.02.2017, 23:33

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Leut gibt s – putzen sich am Morgen d Beisser mit oralem Schnickschnack auf Grinsekatz_Naturweiss, gurgeln für d Spülung bis Luft wegbleibt die gutturale Stimmerkennung rauf und runter, spucken schlechten Nachgeschmack in d städtisch Rohrpost, sind im Anschluss sozusagen zahnfrisch am Weg und dennoch - bei der erstbesten Gelegenheit steckt man sich an der Frischluft zur Feier des Tages nen Stinker mit Filter ins Gesicht, frühstückt s RedBulLeberkäsMaschinensemmel Starterpaket, rückt einem _wennst auf was wartest, an Suchtpotential saugend auf die Pelle und Augen zu glaubst, du stehst nebs der Müllabfuhr. Schaust dir d Ursach für d Geruchsbelästigung an denkst dir hEy_ wenns d diE von Weitem siehst wärst der Meinung yO hübsch gewachsen fesch beinand und anscheinend eine, deren für n Werktag übertrieben Manikürten nicht mit m selbstredend Knochen verwachsen sind. Al Pacino beschwörend, die Subjektiven geschlossen, bist gespannt auf den Duft, entwickelst n Wunschdenken das sich innert Sekunden in dicke Luft auflöst. Denkst plötzlich an d Anna_ das ist die Tochter von nem Freund von mir. Die hat mal bei ner körperbetont VertschüssiRunde wen tunlichst ausgelassen - s war noch dazu n ziemlich Attraktiver. Auf d Fangfrag, weshalb sich grad dEr s doppeltbis3fachBussi schenken konnt, bekam ich d Erklärung wie s bei uns Brauch ist auf d möglichst Unmissverständliche verklickert: weißt Riemsche_ ich kÜss keine kalten Aschenbecher.

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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 03.02.2017, 22:54

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War gestern mit Kollegen unterwegs, auf m Weg wohin auf nen Sprung bei wem daheim wen abholen. Nen mir bis dahin Unbekannten, dem Hörensagen nach allzeit bereit d Welt zu verbessern und _wie man hinter Vorgehaltner munkelte_ aufs entsprechend Stichwort n unterhaltsam nacherzählend Informant. Nun war der gute Mann, dem d Love&Peace Bewegung laut plakativem Bilderreigen in solider PatchworkLoft echt n Anliegen zu sein schien, so wie s spielerisch den Anschein hatte wegen unfreiwillig Zuschauer noch ne ganze Weile damit beschäftigt, s lautstark Level vom EgoShooter mit ner akzeptablen Serie an Kills zu beenden. Hatte also noch Zeit, mich alternativ umzuschauen - sah s Save the Rainforest Manifest im Rahmen, schräg gegenüber den Wohnzimmerverhau in Mahagoni, die in der Küch ums angebissen Stück Geburtstagkuchen kreisend Fruchtfliegen und s blitzsaubere Katzenklo im matt Spiegelkabinett. Dass einem d übergewichtig Mieze _die scheinbar nur dann s Geschäft verrichten kann wenn da bereits ein unter Druck stehend Beisitzer vorort_ beim nicht geplant Stuhlgang observierend auf d Finger schaut, war mir dann doch s Animal zuviel. Dass d Seife aus m Spender nach Rosen und s feucht Handtuch nach Hab mich davor weiß der Teufel wO gewaschen roch auch. Fühlte mich unbehaglich, innert derart widersprüchlich markiert Revier schlicht fehl am Platz, blies zum geordnet Rückzug. Wartete lieber an der Frischluft_ in dem Fall draußen.

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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 23.04.2017, 21:46

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Wenn da wer mit vorn und hint ner 88 durch d Gegend fährt_ meine Güte. Ich für meinen Teil würd _wenn schon die 8_ dann wenigstens ne liegend welche auf m Wunschkennzeichen haben wollen, sei s um programmiert Materialermüdung s bisUnendlich entgegen zu setzen.Find s für n fremdenfeindlich Outing als gängig Code, weil s nem nicht Analphabeten HH deuten soll, in Sachen polizeilich Intelligenztest eher lachhaft_ haha. Politik hat seit je her n Fable für Symbole, offensichtliche oder geheime, querbeet durchs radikal bis gemäßigt Spektrum. Und zuweilen ist s Anschauungssache, obs n Problem darstellt oder nicht. Und da wär ja noch der Kontext. Ob jemand als Fan im Stadion oder beim Aufmarsch der HaudraufundSchluss-Fraktion Flagge zeigt, macht n gewaltig Unterschied. Wem s jetzt schon kompliziert dünkt, s wird noch gefinkelter. Migranten bringen nämlich ihre ganz eigene Symbolsprache mit – eine, die einfach für ihre Heimat, den sichtbar Wunsch nach Frieden und Gemeinschaft stehen könnt - aber ebenso _weil wir s zum Glück noch nicht am eignen Leib erfahren mussten_ hierzulande weitgehend unbekannte Formen von Extremismus öffentlich unverblümt zur Schau stellen kann. Nu_ genug g.mutmaßt. Hier einige Zeichen, die uns zur Zeit auf manch haushoch Pinwand ums Eck ins Aug springen.
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Jed Jahr am letzten Freitag des Fastenmonats Ramadan gehen weltweit Islamisten auf die Straße, zeigen sich solidarisch mit Palästinensern und demonstrieren gegen Israel. 1979 rief Ayatollah Khomeini 1979 nach der islamischen Revolution im Iran den Al-Ouds-Tag aus. Seither finden diese antisemitischen Kundgebungen statt - s iranische Regime im Background sorgt auf d Initiative für Zündstoff. Al-Quds ist der arabische Name für Jerusalem, die Hauptstadt Israels, auf die auch die Palästinenser Anspruch erheben. Die Demos sind unverhohlen vernichtend Drohgebärden gegen Israel, ein wie geschaffen Umfeld fürs martialische Symbol_ der grünen Faust, die eine Kalaschnikow in d Höhe hält. Hinter m Logo verbirgt sich die militant schiitische Organisation Hisbollah, die in Israel Anschläge verbricht und mit der radikalen Theokratie im Iran liebäugelt. Der Berliner Senat hat zwar irgendwann sämtliche Hisbollah-Symbole bei Al-Quds-Demos verboten - aufmarschieren durften die gehässig Teilnehmer sehr zur Sorge der jüdischen Gemeinde dennoch.

Hier heimisch Führerlose schmieren s Hakenkreuz an d Wand, kroatische sinngemäß ein U mit nem Kreuz. Das Symbol erinnert an den Ustaša-Geheimbund, ne Bewegung kroatischer Nationalisten, die während des 2.Weltkriegs an die Macht gelangten und den Deutschen bis Kriegsende treu Verbündete blieben. Die Ustaša herrschten totalitär, töteten politische Gegner und erließen wie s kranke deutsche Vorbild Rassengesetze, insbesondere gegen die serbische Minderheit im Land. Als in den 90er-Jahren der Vielvölkerstaat Jugoslawien zerfiel, erlebte ihre adaptiert Symbolik eine zweifelhafte Renaissance. Im jungen, wieder unabhängig gewordenen Kroatien verklärten Politiker auf Stimmenfang die faschistische Ustaša-Bewegung, nannten sie Vorkämpfer für s völkisch Recht auf Selbstbestimmung – sahen über deren Gräueltaten großzügig hinweg. Für viele Serben eine offene Provokation. Das U ist ne stark vereinfachte Form des ursprünglichen Symbols - dieses beinhaltete statt des einfachen Kreuzes ne gezündete Granate – unmissverständlich Sinnbild, dass man im Grunde auch vor Gewaltanwendung keineswegs zurückschreckt.

Den Sichelmond kennt man von der türkischen Flagge. Taucht er aber im Dreierpack auf_ aufgepasst denn dann handelt es sich nämlich um nen Code türkischer Ultranationalisten. Seinen Ursprung dürft der dreifach Sichelmond im Osmanischen Reich haben. Dort zierten sie ne Kriegsflagge, standen symbolisch für die drei Kontinente Asien, Afrika und Europa - jene welche, auf die man auf Vormarsch war um den Islam zu verbreiten. Die türkisch Rechten sind auch als Graue Wölfe bekannt. Der Wolf spielt in der regionalen Mythologie ne wichtige Rolle, er soll dieses Volk in diese unsere Welt geführt haben. Jetzt ist er vor allem ein Zeichen der Extremisten - siehe Wolfsgruß, bei dem die Hand zu besagtem Kopf geformt wird. Mit ihm geben sich Ultranationalisten als solche zu erkennen – oder sie provozieren damit Kurden, die sich aufgrund perfide am Köcheln gehaltener Identitätskrisen ihr eigen autonomes Habitat wünschen. Immer wieder gibt s aktuell Zündstoff, gewaltsam Zoff zwischen extremen Türken und PKK-nah Kurden. Verfassungsschützer gehen von zigtausend Anhängern der Grauen Wölfe allein in Deutschland aus. Ihr primär Verein nennt sich dort Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland e.V. - präsentiert sich mit Vorliebe als Wohltäter, organisiert zum Beispiel Kultur+Sportveranstaltungen für türkische Jugendliche oder betreibt Gebetsräume. Das Logo wirkt auf den ersten Blick durch d orientale Blume unverfänglich: Es zeigt ne rote Moschee mit zwei Minaretten innert einer Ellipse und nen weißen Halbmond auf blassblauem Grund.

In serbischen Communities ein beliebt Tattoo-Motiv_ s Kreuz mit dem Buchstaben C in den vier Winkeln. Manchmal baumelt s als Aufhänger an der Kette, ziert als Gravur nen Ring. Ein vierfach kyrillisches C _das dem lateinischen S entspricht_ soll den serbischen Wahlspruch kürzen: Samo sloga Srbina spasava ... zu Deutsch: Nur Eintracht rettet den Serben. Ursprünglich sollte der Kringel in jedem Kreuzeck aber keinen Buchstaben darstellen, sondern s Feuereisen, ein gebogen Stück Metall, welches man vor der Erfindung vom Streichholz gegen Steine schlug, um Funken zu erzeugen. Das Kreuz findet sich auf der serbischen Landesflagge – hat also einen durchaus hoch offiziellen Charakter. Zum Teil wird es aber auch als rein nationalistisches Symbol interpretiert und ebenso verstanden. Vor allem Angehörige anderer Volksgruppen Ex-Jugoslawiens sehen es spätestens seit den Balkankriegen hauptsächlich als groß.serbisches Machtsymbol.

Als syrische Flüchtlinge in Jena auf die Straße gingen, um gegen die Belagerung der Stadt Madaya bei Damaskus zu demonstrieren, hielten sie die Flagge ihrer Heimat hoch. Bei genauerer Betrachtung stellt man fest, dass sie auf ihren Fahnen die Farben Rot und Grün vertauschten. In der offiziellen Staatsflagge Syriens ist der obere Streifen rot, die zwei Sterne in der Mitte grün, nicht umgekehrt - und auf ihr findet sich ein Stern mehr. Warum? Als der Krieg ausbrach, hat die Opposition eine ältere Version der Landesflagge _die mit grünem Streif und roten Sternchen_ zu ihrem Symbol erklärt. Die Fahne, unter der die so genannte Freie Syrische Armee gegen Machthaber vom Typ Baschar al-Assad kämpft, war die erste Nationalflagge vom _wer s glaubt_ unabhängig Syrien und galt mit Unterbrechung bis 1963 – zum Staatsstreich der Baath-Partei, der auch Assad angehört.

Über wie viele Sympathisanten die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK mittlerweile in Westeuropa verfügt, ist und bleibt ne immens hoch Dunkelziffer. Ihr System ist für Non-Insider aus gutem Grund ein scheinbar wirres, immer wieder tauchen neue Namen auf, kommen diverse Neben- und Splittergruppen hinzu. Der sogenannte Kongra-Gel =Volkskongress Kurdistans verfolgt nach Einschätzung hiesiger Geheimdienste ne Doppelstrategie, versucht einerseits mit intensiver Propagandaarbeit auf Demos, Kundgebungen, Festivals oder über Kampagnen überwiegend gewaltfrei spendable Anhänger zu gewinnen. Laut Verfassungsschutz fand aber auch da in letzter Zeit ne grundlegend Umstrukturierung statt - gibt es nun so genannte Eyalets, die ihrerseits nachgeordnet fremd Einzugsgebiet organisatorisch einen sollen. Befehl und Gehorsam lautet das Prinzip, nach dem ihre konspirativ verordnet Strategien umzusetzen sind. Andererseits kämpft der bewaffnete Arm, der sich seit 2000 Volksverteidigungskräfte =HPG tauft, weiterhin unerbittlich für einen eigenen Staat, zumindest aber für mehr kulturelle und politische Autonomie, geht dabei seit eh und je über Leichen. Entsprechend mehrdeutig ist ihre Symbolsprache. Das aktuell am häufigsten sichtbar Emblem ist der rote fünfzackige Stern auf gelbem Grund im grünen Kreis - nicht zu verwechseln mit der Flagge Kurdistans, die eine rot-weiß-grün gestreifte ist und ne Sonne in der Mitte zeigt.

Einen speziell perfiden Gesten-Import meinen findige Journalisten entdeckt zu haben - den erhobenen Zeigefinger, den die Boulevardpresse kurzerhand zum IS-Gruß erklärte. Andere Medien argwöhnten, das sei ne Art Heil_Dschihadist. Tatsächlich sieht man Terroristen des so genannten Islamischen Staates auf Bildmaterial in letzter Zeit auffallend häufig den Zeigefinger in die Höhe strecken. Auch auf hiesigen Salafisten-Demos begegnet man diesem typisch Fingerzeig. Allerdings kann man dieselbe Geste auch bei durchwegs herzensgut Muslimen während des Gebets beobachten. Der erhobene Finger symbolisiert an sich schlichtweg bloß das islamische Glaubensbekenntnis, wonach es nur einen Gott gibt. Terroristen, die sich beim Töten solchermaßen provokant auf den Islam berufen, haben diese Geste lediglich böswillig übernommen, beziehungsweise aufs denkbar Schändlichste missbraucht. Mit dem Islam hat der _mit oder ohne sogenannt: Name erwähnt = Propaganda_ IS nur insofern zu tun, als er diesen politisch instrumentalisiert und _wenn überhaupt_ eine extrem orthodoxe Zuspitzung dieser Religion darstellt – in radikaler Abgrenzung nicht nur von Ungläubigen, sondern auch von der Mehrheit aller gläubigen Muslime.

Viele Symbole dienen der gewollt individuellen Abgrenzung. Aber manchmal verschmelzen sie auch zu was Positivem, können so zB zu einem Zeichen gelungener Integration werden. So wie bei der DeuTuerk-Flagge, die den türkischen Halbmond samt Stern mit m deutschen Schwarz-Rot-Gold fusionierte. Erfunden haben soll sie ein aus der Türkei stammender Friseur aus Hamburg anlässlich der Fußball-WM 2006. So konnten Fans der deutschen Mannschaft zujubeln und gleichzeitig einer immer noch bestehend Verbundenheit mit ihrer alten Heimat Ausdruck verleihen. Besonders praktisch und medienwirksam, wenn denn beide Länder kampfbetont in direkt Wettstreit treten - was sich bei besagtem Bewerb in der Form sportiv beispielgebend leider nicht spielte.
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 16.05.2017, 21:09

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Anfang des Jahrtausends sammelten sich Terroristen unter dem Namen Jama’at al-Tawhid wa-Jihad (JTJ), was so viel wie Organisation für Monotheismus und Dschihad bedeutet und ab 2004 de facto ein Zweig von Al Qaida im Irak war. 2006 ging diese Organisation zusammen mit anderen Gruppen von sunnitischen Aufständischen im Dachverband des Mujahideen Shura Council (MSC) auf, bevor dieser selbst ernannt Rat der heiligen Kämpfer Mitte Oktober 2006 den Islamischen Staat im Irak (ISI) ausrief. Die Milizen hatten ihre Aktivitäten bereits auf den syrischen Bürgerkrieg ausgeweitet, als sie sich am 8. April 2013 erneut umbenannten_ in Islamischer Staat im Irak und in Syrien (ISIS) beziehungsweise Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL). Ende Juni 2014 schließlich rief der Milizenführer Abu Bakr al-Baghdadi ein weltweites Kalifat aus – ein Querverweis auf jene Einheit aus politischer und religiöser Regierung in der Nachfolge des Propheten, die offiziell erst 1924 mit dem endgültigen Untergang des Osmanischen Reiches zu Ende gegangen ist. In allen offiziellen Botschaften war von nun an nur noch von einem Islamischen Staat (IS) als Reich aller Reingläubigen die Rede.

Wie man sieht hat das, was sich heute so nennt, in der Vergangenheit sehr oft seinen Namen geändert, ihn laufend politischen Bedürfnissen angepasst, diese als Steigbügel zu nutzen gewusst, um jeweilig verfügbar Anspruch Geltung zu verschaffen. Wer s Kürzel IS benutzt, ist der terroristischen Propaganda bereits auf den Leim gegangen. Ein Grund für dies Dilemma ist unsere liebe Gewohnheit aus friedlicheren Zeiten, Organisationen und Marken bei dEm Namen zu nennen, den sie sich selbst geben. Nun fordert dieses Konstrukt die Gefolgschaft der kompletten und in sich höchst fragmentierten muslimischen Weltgemeinschaft ein. Tatsächlich aber folgen seinem Ruf – neben professionellen Gotteskriegern aus anderen Kriegsgebieten – vor allem verwirrte junge Menschen, auch aus westlichen Ländern.

In einem Gespräch mit der FAZ vermutet Politologe Asiem El Difraoui hinter m plötzlich Zulauf psychologische und familiäre Probleme. Jungen Menschen gehe es seiner Meinung nach gar nicht darum, Muslim zu werden und sich in der Spiritualität des Islams auf Sinnsuche zu begeben. Lieber wird man gleich Dschihadist. Diese Abkürzung in den Radikalismus entbinde sie demnach von der Mühe, sich ernsthaft mit dem metaphysischen System der Religion an sich auseinander zu setzen. Laut El Difraoui kommen die Verführer speziell orientierungslosen Jugendlichen extrem entgegen, weil sie ihrer todbringend Ideologie hippe Elemente europäischer Jugendkultur beimischen. Das können Schlachtrufe sein, ein martialisch Schick oder einfach nur s Gefühl, für die ihrer Meinung nach richtige Sache zu kämpfen. Eine radikalere Opposition zu Leistungs_und Konformitätsdruck westlicher Gesellschaften ist vom Ansatz her kaum denkbar.

Gerade angesichts der entsetzlichen Taten des IS sollten hiesig Medien sich bemühen, objektiv zu bleiben. Zumal die Welt ohnehin hauptsächlich nur das erfährt, was dieser sie über seine Kommunikationskanäle wissen lässt. In einer Rede auf der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes erklärte Experte und Journalist Yassin Musharbash (Die Zeit)_ Wir sind Berichterstatter. Haben also eigentlich wirklich Besseres zu tun, als uns fortwährend mit für+gegen-Erzählungen, Propaganda zu beschäftigen.

Mag ja sein, dass der religiöse Wahn für die eigentlichen Befehlsgeber und Drahtzieher ein für ihre Begriffe authenter ist. Trotzdem_ unser Zugeständnis, sie handelten im Namen Allahs, haben sie sich damit nicht verdient. Im Gegenteil. Schon s Wort islamistischer Terrorist ist an sich kein brauchbar Kürzel, sondern eine irreführende Verlängerung und somit Vernebelung des Sachverhalts - zumal damit immer noch umgangssprachlich bequem ein Bogen zum Islam geschlagen wird. Terrorist_ reicht völlig, jedes weitere Wort wäre geschmeichelt. Es handelt sich schlicht um Verbrecher mit radikalen Methoden und Zielsetzungen. Wer ihre Taten im Einklang mit den Geboten des Islam sieht, folgt damit bereits brav dem rhetorischen Programm des IS.

Auch sollt einem in dem Zusammenhang das Wort _Staat_ stutzig machen. Der IS hat auf seinem Territorium das, was man ein Volk nennt, acht Millionen Menschen sollen es sein. Und obgleich sein Gebiet einem Stückwerk gleicht, erhebt er dort Steuern, sorgt für Strom und volle Märkte, gewährleistet ein Gesundheitswesen, spricht Urteile, fördert und verkauft Rohstoffe, raubt und verhökert Kulturgut und Kunstschätze an skrupellose Sammler sowie Stellvertreter_kriegserfahren Verteidigungsminister und Waffenlieferanten. Politologen wie V. Perthes sprechen dem IS die Staatlichkeit nicht gänzlich ab, von einem dschihadistischen Staatsbildungsprojekt, einem totalitären Staat im Entstehen, der primär auf Expansion angelegt ist. Eine zentrale Stelle in seiner Ideologie nimmt, noch vor der angestrebten Weltherrschaft, die Apokalypse ein – der heilige, endzeitliche Krieg. Ob ein solch Gebilde trotz einiger Parallelen zum modernen weltlichen Staatsgebilde deshalb Staat zu nennen ist, darf allerdings bezweifelt werden. Wie also mit der Zumutung sprachlich umgehen? Ist s ein sogenannt islamischer sogenannter Staat? Fest steht, dass wir ihm einen Gefallen tun, wenn wir ihn weiter IS nennen – mit oder ohne sOgenannt, niedlich Gänsefüßchen. Man würde die Mörderbande ja auch nicht LFFM nennen, taufte sie sich morgen in Liga für Freiheit und Menschenrechte um.

Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime in Deutschland hält _weil s ein Hohn sei, was da im Namen des Staates und Islam betrieben wird_ die Bezeichnung Antimuslimischer Staat für angebracht. Eine wesentlich treffendere Lösung könnt jedoch s Wort Daesh (sprich Da-esh) sein. Es geht auf die Übersetzung von ISIL (Al-Daula al-Islamija fi-l-Irak wa-l-Scham) zurück und erinnert an die arabische Umschreibung von_ Zwietracht säen. Im Herrschaftsbereich der Milizen ist es streng verboten, von Daesh zu sprechen. Wer es dennoch tut, dem wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press die Zunge abgeschnitten. Einer Karriere dieses Namens stand bisher eigentlich nur die Trägheit westlicher Medien im Weg. Nach den Anschlägen von Paris änderte sich das - seitdem verwenden die französische Regierung und US-Behörden für d verbale Offensive nur noch _Daesh_ um unbescholtene Anhänger des Islam nicht automatisch mit zu verurteilen. Und um die Extremisten dort zu treffen, wo es sie wirklich wahrhaft schmerzt_ in ihrem Selbstverständnis.
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 15.10.2017, 00:44

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zit.// Ende der Zwanziger Jahre gab es, einer damaligen Mode entsprechend, in den Zeitungen immer wieder Umfragen unter Intellektuellen und Künstlern zu allen möglichen Themen, so wie heute bei News, dem "Magazin der Neunziger Jahre". Von der Frankfurter Allgemeine Zeitung wurden damals Statements eingeholt zu der Frage: "Was soll dereinst auf Ihrem Grabstein stehen?"

Die beiden Antworten, die mir am besten gefallen, sind die von Bert Brecht und Karl Kraus, nicht zuletzt auch wegen des Mentalitätsunterschiedes, der in diesen Antworten deutlich wird:

Brecht: "Auf meinem Grabstein soll stehen: Ich habe Vorschläge gemacht. Ihr habt sie angenommen. - Dadurch wären wir alle geehrt."

Kraus: "Auf meinem Grabstein soll stehen: Hier liegt Karl Kraus noch immer nicht!"

Ich mache den Vorschlag, diese Regierung endlich abzuwählen. Ihr nehmt diesen Vorschlag nicht an. Damit kann ich leben. //zit.ende


soweit Robert Menasse der mir trotz listenplatz auf m austria
haus flohmarkt beim mich in d literaturlandschaft sprich neutral
pappkartons vertiefen für n teuro preiswert in d hände fiel

1999 Sonderzahl Verlag
>> Dummheit ist machbar <<
Begleitende Essays zum Stillstand der Republik

schlug s 160 starke buch für n stichhaltig wort zum sonntag
wie s der zufall oder teufel wollt bei seite vierzig auf_ aujA

13. Schluss
Oder: Kein Ende

mit was erfährst nach der hochrechnung
steck morgen trotzdem s idiotensicher kürzel
für _die auswahl kann mich kreuzweise_ in d urne
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