maunzer grübler rippenstessa

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riemsche
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zum sterben schön

Beitragvon riemsche » 02.01.2020, 23:34

denk s Dir als Beweis tiefer Zuneigung mal 5 Milliarden:

// Messungen an der Nesselzelle einer Hydra mit einer Zeitauflösung von 700 Nanosekunden (1,4 Millionen Bilder pro Sekunde) ergaben für die Dauer des Ausstoßens ein bis zwei Bilder (nicht in allen Sequenzen war ein Zwischenzustand abgebildet). Zusammen mit der beobachteten Distanz von 13 Mikrometern ergibt sich eine mittlere Geschwindigkeit 9,3 bis 18,6 Metern pro Sekunde – die maximale muss größer sein – und entspricht einem Minimalwert an Beschleunigung von 1,4 bis 5,4 Millionen G //

dann schießt auf d Spontane mit keiner Würfelqualle n Selfie.
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komplex

Beitragvon riemsche » 02.02.2020, 20:23

Als Tannenhäher und somit dem Clan der Rabenvögel, den Corvidae, wegen berühmt berüchtigt Schlauheit zu entsprechend Beweis verpflichtet, bist speziell gefordert. Drum betreibt man s ganze Jahr über Gehirnjogging, ist aufgrund dessen in der Lage, sich nicht nur bis zu 6.000 Verstecke zu merken, sondern auch was in jedem einzelnen an Vorrat drin ist - inklusive dessen Haltbarkeit, Verfallsdatum, um sich bei Bedarf im passend Zeitfenster zu bedienen. Um in Übung zu bleiben, perfektioniert er s Hide&Seek-Szenario den Sommer über mit verschieden Steinchen, vergräbt diese _wie sonst für gewöhnlich Nüsschen aus den Arvenzapfen_ unter Wurzelwerk, in Moospolstern, an scheinbar unauffälligen Stellen im Boden.

Hinsichtlich Trefferquote_ laut Langzeitbeobachter: im Schnitt um die 80% _ne Ausbeute, von der s Eichhörnchen nur zu träumen wagt. Und das, obwohl dem Häher im Winter wegen weißer Deckfarbe so einiges an optisch Eselsbrücke und rein oberflächlich Anhaltspunkt verloren geht, er sich zu tief verschneit Depots nen punktgenau Zugang schippen muss. Wie ihm dieses Bravourstück gelingt, ist bis heute schleierhaft. Dennoch_ nobody s perfect – zum Glück für n künftig Jungwald und jene, die sich um d Zacken in ihrer Krone Sorgen machen.
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bastelstund

Beitragvon riemsche » 19.02.2020, 21:36

Am 18.10.2019 fand _veranstaltet von der Johns Hopkins-University in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum, der Bill & Melinda Gates Foundation und Johnson & Johnson_ unter der Bezeichnung Event 201 http://www.centerforhealthsecurity.org/event201/ für hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik in New York eine Pandemie-Übung statt. Dabei wurde der Ausbruch eines Corona-Virus, dessen Verbreitung und je nach Vorgehensweise zu erwartende Konsequenzen bei einer Laufzeit bis Sommer 2021 simuliert. http://www.centerforhealthsecurity.org/ ... nt201.html

Die aktuelle Situation in China und zwei Dutzend anderer Länder einschließlich der USA gleicht zudem einem Szenario namens
Lock Step. Dieses wurde 2010 als eines von vier unter dem Studien-Titel Scenarios for the Future of Technology and International Development von der Rockefeller Foundation in Zusammenarbeit mit dem Global Business Network entwickelt und beschreibt eine Pandemie, die sich als Anlass für ein deutlich Mehr an polizei/staatlicher Kontrolle in individuellen Bereichen einer entsprechend verängstigten Gesellschaft zugunsten wirtschaftlicher und politischer Interessen eignet_ detaillierte Beschreibung siehe Link Seite 18 https://ia802609.us.archive.org/12/item ... opment.pdf

Gleichfalls am _ein Schelm, wer Böses dabei denkt_ 18.10.2019 um 20 Uhr erklärte Xi Jinping, seines Zeichens chinesischer Staatspräsident, Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und Vorsitzender der Zentralen Militärkommission (ZMK), die 7th Military World Games _derzeit das weltweit führende Multisport-Event für militärisches Personal_ im Sports Center der Stadt Wuhan in Zentralchina für eröffnet. In den darauf folgenden zehn Tagen nahmen dabei insgesamt 9.308 Soldaten aus 109 Ländern an 329 Wettbewerben in 27 Sportarten teil_ Rekord.

Die chinesische Mission bezüglich bevorstehend Heimspiel war eine Vorhersehbare: Der ganzen Welt _sofern empfänglich zugeschaltet_ die Überlegenheit der eigenen Armee beweisen. Das funktioniert bei sportlichen Großanlässen am besten über den Medaillenspiegel. Zum Auftakt s ausverkaufte Haus, bombastisch Aufmarsch der üblich Verdächtigen, dosiert tosend Beifall, der starke Mann am Wort und s beispielhaft kulturell Showprogramm unterstrich die immense Wichtigkeit dieses Vorhabens.

Für dessen Umsetzung sorgten dann zum Beispiel beim Orientierungslauf Tipps ortskundiger Zuschauer, speziell präparierte Schleichwege, unauffällige Markierungen_ hatte laut den Organisatoren zumindest ein Team der Gastgeber seinen moralischen Kompass unterwegs verloren. Konkurrenten beobachteten, wie einheimische Athleten _kaum im Wald angekommen_ für mehr Bewegungsfreiheit sorgten, dem Reglement entsprechend Pfadfinder in den Sack steckten, um schneller rennen zu können. Ein Test des finnischen Disziplinen-Verantwortlichen bei lächelnd Siegertypen nach dem Zieleinlauf ergab, dass man vom Kartenlesen schlicht null Ahnung, die an sich bis zum Start geheim gehaltene Strecke somit bewiesenermaßen intus, bereits im Vorfeld unzählige Male abgelaufen hatte.

Nach Jury Entscheidung, verhängter Disqualifikation kam von wo?oben die entrüstet Weisung, dass man s in der Form nicht verstanden wissen will. In Folge distanzierte sich der Verband von sämtlichen internationalen Medienberichten, die in dem Zusammenhang betrügerische Absicht vermeldeten. Die betroffenen Laufwunder zogen sich offiziell vom Wettkampf zurück, tauchen in frisiert Statistik nirgendwo mehr als Teilnehmer auf_ als hätte es sie nie gegeben.

Zu guter Letzt erfüllten die chinesischen Militärsportler den gestreng Auftrag auf ihre Weise dennoch perfekt, wurden mit 239 Medaillen Gesamtsieger, dahinter mächtig Abstand, dann Russland (161) und Brasilien (88). Deutschland belegte mit 10 Gold 15 Silber und 20 Bronzemedaillen den sechsten_ Österreich mit dreimal Silber und einmal Bronze hinter den USA den 36. Platz_ angesichts der erklecklich Anzahl an Kontrahenten eine sagenhafte Leistung - TVMedien hierzulande üben, bilden eine Schweigemauer.
https://en.wikipedia.org/wiki/2019_Mili ... ng_nations
_____

10. Februar 2020 - China reagiert unverzüglich, passt auch das Patent- und Markenrecht dem momentan herrschend Szenario an. Wer in China in Bezug auf Patente Marken Gebrauchs- und Geschmacksmuster die Fristen aufgrund des Coronavirus verpassen würde, kann beim dort dafür zuständigen Amt (CNIPA) die umfassende Wiederherstellung seiner Rechte beantragen. Dies gilt jedoch nicht für chinesische Marken. Was man im Reich der Mitte mittels fortgeschrittener Kopiertechnik zu kompensieren wissen wird_ you`re welcome …...
_____

schweriner Nachtrag zu Nebenwirkungen und Nutzniesser, die innert Katastrophenstimmung gern dem Vergessen anheim fallen
https://www.svz.de/deutschland-welt/pan ... ?nojs=true
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10.03.2020 - welche Maske, die aktuell als must.have unter Bevölkerung Verbreitung findet, hält diesem Test stand?
https://www.elektroniknet.de/markt-tech ... 74318.html
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16.03.2020 - was beschleunigt dringend Diagnose - passend Beziehung, genügend Budget oder s voneinander Lernen ?
https://deutsch.rt.com/russland/99312-r ... den-markt/
https://asia.nikkei.com/Spotlight/Coron ... virus-test
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https://www.zukunftsinstitut.de/fileadm ... stitut.pdf
zwei opti_ und zwei pessimistische Szenarien bezüglich Wirkung und Begleiterscheinung
https://www.sonnenseite.com/de/zukunft/ ... orona.html
Versuch einer möglichst realistischen Regnose von Franz und Bigi Alt_ apropos ich hoffe beide (siehe Impressum) sind wohlauf
https://www.sonnenseite.com/de/zukunft/ ... effen.html
vor kurzem noch s polarisierend Metathema - momentan blendet s Bildberichterstattung zugunsten Schulterschluss aus
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https://www.dw.com/de/wie-japan-covid-1 ... -xml-media
traditionell gesund Verhaltensmuster in urbanem Ballungsraum - Betreff siehe Link_ mehr ist dazu nicht zu sagen ...
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Zukunft meldet sich zu Wort

Beitragvon riemsche » 17.03.2020, 00:00

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wo wir die Sehnsucht nach
dem Zustand süßer Unschuld pflegen
ist Vorsicht geboten
gibt man doch im Allgemeinen
eher der süßen Sünde den Vorzug
junge Leute wissen sehr wohl Bescheid
wer mit ihnen ins Gespräch kommt
erfährt keineswegs Naivität
auch wenn diese durchaus
ihren Beitrag leisten könnte
etwas rascher Lösungen zu finden

erwachsen Kritik in Form von
_ah wohlstandsverwahrlost Kids
auf Apokalypse.Trip_ verfängt nicht
Nachwuchs zeigt sich
ernüchternd illusionsfrei ist
pragmatisch an Ergebnissen interessiert
der Lärm sich zuspitzender Positionen
täuscht_ trifft auf differenzierte
sich selbst in Frage stellend Einschätzung

mit Blick auf d künftig Neuwahl
entscheidend demographische
Gewichtsverteilung zeigt sich_
ohne Verständigung zwischen Generationen
geht es sich weder für Kindergärtner
noch für im besten Fall Weise aus
der Fortbestand von Demokratie
für ein gutes Miteinander
und damit einer möglichst offenen
und freien Gesellschaft hängt davon ab
ob diese fortlaufend erneuert
und deren Mechanismen soziokulturellen
Bedingungen spezifischen Herausforderungen
der jeweiligen Zeit angepasst werden

was kommt nach dem Wachstum?
Erwachsene sind sich der Verschiebung
primär wegen fortschreitend Überalterung
durchaus bewusst was dazu führt
dass sie ihre Herangehensweise zunehmend
ans Engagement junger Menschen knüpfen
Maßnahmen wie die Herabsetzung
des Wahlalters auf sechzehn Jahre
geht mit einem erhöht Bedarf
an Aufklärung politischer Bildung einher
konkret muss Jugend Raum und Zeit
zur Verfügung gestellt werden
um sich in gemeinsam Bestreben zu finden
zu erproben_ wirksam zu werden

Schutz und Unterstützung_ mental gesunden
kreativ Unterricht für d Freude am Lernen
mehr Mitsprache eigen Mitwirkung erwünscht
ungeachtet der jeweilig Staatsbürgerschaft
zukünftig Freitag wird sich anhand
funktionierender Netzwerke entscheiden
die trotz mannigfach Fehlermeldung
bereits jetzt im Alltag gelebt werden
Regierung NGOs setzen auf Kooperation
Appelle_ der jeweilig Andere
möge es gefälligst richten
führen ins Leere
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du mEine Güte

Beitragvon riemsche » 26.03.2020, 13:08

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ob aggressiver Virus grausam Gewalttat
oder politisches Minenfeld
wer Nachrichten folgt findet sich sehr
schnell in einer bedrohlichen Welt wieder
Medien springen nur all zu leicht
und viel zu schnell über Stöckchen
die ihnen netterweise hingehalten werden
siehe 3K_ Kriege Krisen Katastrophen
only bad news are good news
sie verbreiten sich schneller gewinnen
dank verstärkt Aufmerksamkeit an Wert
Angstmache verkauft sich nun mal gut
kein noch so unabhängig Journalist
ist vor diesem Phänomen völlig gefeit
wünscht er sich im Prinzip ja nur
dass sein Artikel gelesen wird

Angst_ auf ihr Narrativ
sehr stark anzuspringen scheint zum
Beispiel der Angry White Man welcher
sein Fell wegen mehr Gleichberechtigung
und den rasant Aufstieg ihm fremder
Mächte von dannen schwimmen sieht
Nicht zu vergessen überängstlich
Eltern die ihre Schulkinder am liebsten
auf Händen bis vor die Tafel tragen
und _aus Sorge es könnt den Kleinen
in der Pause was passieren
dort gerne wieder abholen würden
Wie auch immer wäre es sinnvoll
erst zu denken bevor man überreagiert
auf alles schießt was sich bewegt
käme man doch recht schnell dahinter
wem Thematisierung nützt
wer schlussendlich davon profitiert

nur nicht wie der pawlowsche Hund
zu sabbern anfangen sobald
wer brüllt_ Gefahr im Anzug
Warum es selbst in prekären Situationen
Sinn macht einen kühlen Kopf zu bewahren
erklärt vielleicht s Gedankenspiel
Wenn ich auf s Bodenlose zusteuere
und mir fünf Sinne signalisieren
dass wahrscheinlich Unheil droht
mag es nur gut und richtig sein
nen Moment die Füße still zu halten
So ist es womöglich auch bei Ängsten
die einen Fluchtimpuls hervorrufen
nicht so verkehrt erst einmal
stehen zu bleiben sich umzusehen
Fortsetzung gründlich zu überlegen

im Zusammenhang mit Medien+Politik
wo Ängste sehr oft manipulativ
eingesetzt werden erkennt man dann
unter Umständen dass es absolut
keinen Grund gibt durchzudrehen
Niemand ist damit geholfen
wenn alle völlig aus dem Häuschen
gackernd durch die Gegend rennen
außer professionellen Erregern
die daraus immense Vorteile ziehen
Gesellschaft sollte nicht auseinander
stieben sobald es brenzlig wird
vielmehr der Situation Herr werden
und sei s auf Abstand_ zusammenhalten

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Beitragvon riemsche » 28.03.2020, 08:42

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es ist bequem, kritik an bestehenden wirtschaftssystemen und deren bedenklich wachstumsorientierung auf ein sogenanntes system abzuwälzen, weil man dann selbst keine verantwortung übernehmen muss.

für einen maßvollen klimakonformen lifestyle bedarf es vorab veränderter versorgungsmuster. dies können unternehmen unterstützen, aktiv dazu beitragen, dass wir mit weniger nachfrage auskommen - etwa durch langlebige reparable produkte, die einbeziehung von konsumenten feedback in die laufende produktion und ein sauberes recycling gebrauchter güter. wer da pragmatisch meint, der verzicht des einzelnen sei in dem zusammenhang ein sinnlos unterfangen, irrt. wenn uns weiterhin misslingt, den auf stetig wachstum beruhenden wohlstand von ökologischen schäden zu entkoppeln, bleibt nur die möglichkeit, materielle ansprüche zu senken. jede sich nachhaltig nennend politik _wenn sie denn wirken soll_ ist mit einer einschränkung von mobilität und konsum verbunden. ganz gleich, ob wir freiwillig einlenken oder eine regierung wählen die uns dazu bringt, läuft es im endeffekt immer aufs dasselbe hinaus_ selbstdisziplin, reduktion.

aber wie soll man solch sparprogramm in einer parlamentarischen demokratie umsetzen, wenn nicht wenigstens eine minderheit entsprechende daseinsformen praktiziert und damit den beweis erbringt, dass es geht. wer unilateral oder - noch weitaus wirksamer und zugleich leichter - in gruppen eine ökologisch verantwortbare lebensweise umsetzt, wirkt als kommunizierendes instrument. damit wird die gesellschaft nicht nur ihrer ausrede beraubt, dass keine alternative existiert, sondern auch in ihren öko~suizidalen handlungsweisen delegitimiert, zur plötzlich rechtfertigung gezwungen. die sogenannte kritische masse ist definitiv dann erreicht, wenn die anzahl jener, die eine neuerung übernommen haben hoch genug ist, so viele andere zu deren übernahme zu bewegen, dass der wandel zum selbstläufer wird. tatsächlich wird das nicht nötig sein, weil die politik vor erreichen dieser kritisch mehrheit tätig wird - verlöre sie doch sonst ihre daseinsberechtigung. krisen und besondere ereignisse beschleunigen den prozess.

wenn ich mit mir hinsichtlich meines ökologischen fußabdrucks im großen und ganzen im reinen bin heißt das nicht, dass ich nicht noch verbesserungspotentiale hätte, geschweige dass ich mir darauf etwas einbilden kann. zudem gilt es, das bemüht beispiel entsprechend vorzuleben - weil ich als jemand, der primär bei anderen den rotstift zückt, andernfalls ein heuchler wäre. wer den entzug empfehlen möchte, der schon im selbstversuch kläglich scheitert, sollte besser den mund halten. erst wenn s zufrieden leben nach dem zuviel an wachstum in hinreichend umfang glaubwürdig praktiziert wurde kann politik es wagen, derlei tendenzen durch entsprechende rahmenbedingungen zu flankieren - ohne allzu viel an vorzugsstimmen einzubüßen. nicht länger darauf warten, bis entweder die einsicht in notwendigkeit oder eben krisen dazu führen, dass die aktuelle orientierung keine option mehr darstellt.

studien weisen darauf hin, dass der persönliche energieverbrauch stark mit der höhe des einkommens und dem bildungsstand steigt_ mehr geld mehr emmisionen. womit wir bei der unangenehmsten botschaft wären_ gleichzeitig reich sein und nachhaltig leben_ ist derzeit nicht drin. besagte studien zeigen außerdem, dass der energieverbrauch von menschen mit verbreitet positiver umwelteinstellung überdurchschnittlich hoch ist. studiert und weltoffen grüne verdienen ihr geld nu mal nicht auf dem acker oder am hochofen, sondern mittels wissensintensiver tätigkeiten, die mit einem kosmopolitischen lifestyle und hohem technisierungsgrad einhergehen. um die unangenehm diskrepanz zwischen dem eigenen umweltbewusstsein und tatsächlicher lebenspraxis zu therapieren, bleibt so manch betucht gutmensch oft nur die möglichkeit, wenigstens die gesinnungsethisch korrekte partei zu wählen, ökofairen kaffee zu trinken oder ein e-bike sein eigen zu nennnen.

der unterschied zum mittelalterlichen ablass besteht darin, dass es seinerzeit die ungebildeten waren, die sich an eine lebenslüge klammerten - heute sind es zum teil intellektuelle eliten. wie auch immer_ nicht selten laufen menschen, ganz gleich ob einzeln oder kollektiv, dann zu hochform auf wenn druck von weiß nicht wo sie dazu zwingt_ und an zwang und hochdruck herrscht in naher zukunft sicherlich kein mangel.
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meint n Architekt_

Beitragvon riemsche » 01.04.2020, 21:34

_oft bauen sich Menschen ein Haus
das sie in dieser Größe nicht brauchen
um Geld das sie nicht haben und
vielfach auf Kosten einer Beziehung
die in Folge kaputt geht

in der Regel lohnt sich ein Eigenheim
wenn s wirtschaftlich Fundament passt
meist hat man da schon Kinder
die s in etwa zehn Jahre bewohnen
dann ziehen sie aus

jetzt ist das Haus erneut zu groß
irgendwann stirbt ein Partner
und man stellt fest_ hab keinen Lift
komm nimmer ins Obergeschoss zudem
fehlt Umgebung Einkaufsmöglichkeit

plötzlich erinnert sich die Bank
dass sie auf s fertig Haus
nen relevant Kredit vergeben hat
es aber äquivalent null Interessenten
für ein Objekt in dieser Form gibt

tja in der City hat s Einfamilienhaus
so gesehen keine Zukunft drum
streuen Sie dessen Mehrzahl bitte
weiterhin auf ihre Art und Weise
Blumen Herr Hundertwasser
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Nebeltrinker

Beitragvon riemsche » 02.04.2020, 18:53

Eine Wüste ist per Definition ne Gegend, wo pro Jahr weniger als 150 Millimeter Regen fallen. Eine der extremsten ist die Namib in Südwestafrika, die sich als 100 Kilometer schmales Band 2000 Kilometer entlang der gesamten Atlantikküste von Namibia erstreckt. Parallel zur Küste fließt von der Antarktis her in Richtung Äquator der Benguela-Strom. Sein kaltes Wasser verhindert, dass vom Meer her Wolken ins Land ziehen. Da Namibia ohnehin im südlichen Hochdruckgürtel liegt, ist somit extreme Trockenheit programmiert.

Im trockensten Teil der Wüste Namib regnet es vielleicht einmal in zehn Jahren. Im Schnitt misst man dort weniger als 20 Millimeter an Niederschlag pro Jahr_ ein Ort also, wo sich s Leben in der Regel schwer tut. Trotzdem wimmelt es in der Dünenlandschaft von kleinem Getier, wobei dem _aufgrund dessen geduckt unterwegs_ Besucher vor allem die vielen Schwarzkäfer auffallen, die dank genügend Bodenfreiheit trotz brütend Hitze über den roten Sand flitzen. Wie schaffen sie die klimatische Hürde, holen sich die lebensnotwendige Erfrischung? Die Namib ist vermutlich um die zwanzig Millionen Jahre alt_ Zeit genug für Flora und Fauna, sich so einiges für das Überleben in einer extremen Umwelt einfallen zu lassen. Heute ist dort eine Vielzahl endemischer Pflanzen-und Tierarten heimisch, hochspezialisierte Organismen und Lebewesen, die ausschließlich an diesem Ort vorkommen.

Wüstenbiologen haben es besonders auf die gegen hundert verschiedenen Schwarzkäfer der Tenebrioniden-Familie abgesehen_ diese scheinen sämtliche Tricks gegen Hitze und Trockenheit zu kennen. Ihre wohl wichtigste Strategie ist der Sparmodus. Nur wer die Wasserverdunstung des eigenen Körpers extrem gering halten kann, hat eine Chance, der raschen Dehydrierung zu entgehen. Der Körper der Minimalisten ist ein Wunderwerk an Anpassung. Die beiden Vorderflügel sind bei diesen Käfern zu einer harten, geschlossenen Deckschale verwachsen. Damit wird das Körperinnere vor übermäßiger Verdunstung geschützt. Allerdings kann der Käfer nun nicht mehr fliegen - eine Aktivität, die mit ihrem hohen Bedarf an Energie und Kühlung bei dieser Hitze ohnehin ein Luxus wäre.

Viel Wasser geht bei Lebewesen üblicherweise auch mit der ausgeatmeten Luft verloren. Dagegen sind die tollen Käfer der Namib gefeit. Die über den Hinterleib verteilten Atemlöcher münden in einen feuchten Hohlraum unter dem Rückenpanzer, der gesamte Luftaustausch mit der trockenen Außenwelt erfolgt nur über ein kleines Loch am Körperende. Sie atmen außerdem nur dann regelmäßig, wenn sie aktiv sind. Sobald sie ruhen wird gespart, das heißt sie holen wenn möglich nur noch jede Stunde einmal Luft. In besonders trockenen Gegenden oder harten Zeiten legen sie sich als zusätzlichen Schutz noch einen Wachsmantel zu_ Mikroporen im Chitinpanzer sondern Wachsfäden ab, die sich wie ein Haarschopf um den Körper legen und so die Verdunstung weiter reduzieren. Das von den feinen Fäden gebrochene Sonnenlicht lässt dann den Panzer der Käfer in prächtigem Dunkelblau schillern.

Trotzdem_ irgendwie müssen auch die ausgefuchsten Durstkünstler mal zu Wasser kommen. Viele der größeren Wüstentiere bewerkstelligen dies, indem sie Pflanzen und kleinere Lebewesen fressen. Den Pflanzen selber und manchem Winzling steht diese indirekte Bezugsquelle jedoch nicht zur Verfügung. Ihnen hilft ein Geschenk der Wüstennacht_ während zu Mittag die Luft auf über 40 Grad Celsius und den Sand auf bis zu 70 Grad aufheizt, wird s nach Sonnenuntergang rasch eiskalt. Der nächtliche Temperatursturz bis um die null Grad entzieht selbst sehr trockener Luft noch Feuchtigkeit_ am Boden bildet sich Tau. Dieser ist für viele Wüstenpflanzen das einzige Nass, das sie in der Trockenperiode bekommen. Käfer, Spinnen und andere kleinere Tiere profitieren davon, indem sie die den Tau von Pflanzen, Steinen und ihrem eigenen Körper lecken, wie es auch Schlangen und Geckos tun.

Nahe der Küste trägt eine weitere Laune der Natur zur Wasserversorgung bei. Wenn feuchtwarme Atlantikluft mit dem Westwind Richtung namibische Küste zieht, kondensiert sie über dem kalten Benguela-Strom und wabert in Folge als Bodennebel bis weit ins Wüsteninnere. Dies geschieht je nach Gegend in 40-200 Nächten pro Jahr. Dann ist Eile geboten, denn geht die Sonne auf, verdampft die ganze Herrlichkeit innert Minuten. Manche der küstennahen Namib-Lebewesen nutzen den Nebel als Quelle, indem sie ihn wie Tau vom Boden lecken. Wie jedoch der Schwarzkäfer Onymacris unguicularis mit dem Fog der Namib umzugehen weiß, ist derart speziell, dass 1976 die renommiertesten Wissenschaftsjournale der Welt über die von W. Hamilton und M. Seely gemachte Entdeckung berichteten.

Besagter Fog basking Beetle lebt in den steilen, windabgewandten Rutschhängen der mächtigen Namib-Sanddünen. Dort taucht er nach Sonnenaufgang aus dem losen Flugsand auf, sucht bis etwa zehn Uhr Nahrung und entflieht dann der Mörderhitze, indem er sich wieder einbuddelt. Erst am späteren Nachmittag, wenn ein kühleres Lüfterl weht, taucht der zwei Zentimeter große Käfer wieder auf. Der Wind bringt ihm Nahrung_ kompostiert Pflanzenmaterial, Samen und tierischen Abfall wie Kot und Kadaverpartikel. Diese organischen Überreste sammeln sich an der windgeschützten Seite von Dünen und sind für manche Käfer und Silberfischchen das einzige, was es an Futter gibt.

Bei Anbruch der Nacht verduftet Tok Tokkie _wie der kleine Tausendsassa in Namibia genannt wird_ wieder unter die Oberfläche. Nur in Nebelnächten krabbelt er im Dunkeln seine Düne bis zu ihrem Kamm empor. Dort reckt er kopfunter sein Hinterteil in einem Winkel von etwa 20 Grad gegen den Wind und nimmt bis zum Morgengrauen ein Dunstbad. Die feinen Wassertröpfchen schlagen sich auf seinem Rückenpanzer nieder, verschmelzen zu größeren Tropfen und kullern schließlich über spezielle Längsrinnen in Richtung Mundöffnung. Messungen haben ergeben, dass der Käfer in einer einzigen Nebelnacht bis zu 34 Prozent seines Abendgewichts trinken kann_ ein Flüssigkeitskonsum, der bei einem 70 Kilogramm schweren Menschen 24 Liter entsprechen würde. Damit unser Cloudfisher diesen Riesenschluck überhaupt bei sich behalten kann, füllt er mit dem immer praller werdenden Leib zusätzlich den sonst für die Atmung reservierten Hohlraum unter seinem Panzer.

Nun_ wie versorgt sich das Tier mit Wasser, bevor es zum Käfer herangewachsen ist, also im wurmähnlichen Larvenstadium? Untersuchungen an verschiedenen Arten der Gattung Onymacris brachten eine weitere erstaunliche Eigenschaft zu Tage_ die Larven süffeln den Nebel mit ihrem After. In der Wand ihres Mastdarms sitzen spezielle Zellen, die dank extrem hoher Salzkonzentration den Wasserdampf der Luft per Osmose förmlich durch die Zellwand einsaugen. Zugleich entziehen diese hygroskopischen Zellen am Darmende auch Fäkalien die Flüssigkeit, damit s kostbare Nass nicht mit dem Kot wieder ausgeschieden wird.

Der Überraschungen noch nicht genug, haben wiederum Hamilton und Seely bei den Tenebrioniden der verwandten Gattung Lepidochora ein einzigartiges Verhaltensmuster entdeckt. Gezielte Beackerung des Wüstenbodens führt zu einer Steigerung der Nebelernte_ die mit ihrem abgeplatteten Panzer wie kleine fliegende Untertassen über den Sand huschenden Schwarzkäfer ziehen in solchen Nächten auf dem entsprechend Hang der Düne quer zur Windrichtung lange Gräben. In diesen Vertiefungen mit ihren steilen Rändern bleiben mehr Tröpfchen hängen als im umliegend flacheren Sand. Wenn die Käfer am Ende der Bauarbeiten wieder entlang der Gräben zurückwandern, können sie das Ergebnis ihrer Bemühungen mit dem Mundwerkzeug ernten und auf diese Art ihren Wasserbedarf decken.

https://www.transforming-cities.de/bion ... adenfarbe/
s käfer 1x1 zugunsten struktureller maler+anstreicher
https://www.ditf.de/de/index/aktuelles/ ... ingen.html
dank käfer.knowhow nimmer so schnell am verdursten
_____
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Heptapods

Beitragvon riemsche » 06.04.2020, 20:22

_____

Überdeutlich sicht_ und hörbar
hinterlassen sie dennoch keine Spuren
besteht keinerlei Zusammenhang
zwischen dem was sie sagen
und was sie schreiben

ihre Schrift ist logografisch
vermittelt eine Bedeutung
repräsentiert keine Sprache_
vermutlich halten sie unsere
angesichts säuberlich Schriftbild für
ne nicht genutzt Gelegenheit
kommunikative Möglichkeiten
auf ihr Potential hin auszuschöpfen

Anders als die Sprache
ist ein Logogramm zeitlos
bei ihrer modularen Schreibweise
gibt es kein Vorwärts oder Rückwärts
in der Linguistik spricht man von
einer nicht linearen Orthographie
damit stellt sich die Frage_
Denken sie auch so?

Um dies herauszufinden
gilt es einen Satz zu visualisieren
den ich mit beiden Händen
an beiden Seiten zugleich beginne
dazu bereits vorab weiß
wie jedes Wort lautet und
wie viel an Raum es einnimmt
alles in allem_ natürlich leserlich

so n Heptapod schreibt einen Satz
der übersetzt gespeichert Layout sprengt
in zwei Sekunden_ völlig mühelos
unsereins würd Wochen brauchen
um die einfachste Antwort zu formulieren
_____
heptapods.jpg
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dEr typ spoiler, welcher _obwohl s ins detail geht_ an cinema nur minimal vorwegnimmt
https://worldbuilding.stackexchange.com ... he-arrival
2x primär was mit linguistik_ sprachen lernen_ wann wenn nicht jetzt
https://www.tor.com/2019/07/09/linguist ... near-time/
https://www.languageconnections.com/blo ... eptapod-b/
zur ausgezeichnet novelle, auf die der film mal sieben fusst
https://en.wikipedia.org/wiki/Story_of_Your_Life

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trocken Übung

Beitragvon riemsche » 08.04.2020, 21:36

Gefangen genommene Stadttauben _weil die außer reinlich Denkmalschützer und Leute über65 kaum wer vermisst und man alternativ einer Jungensterblichkeit von bis zu 90% entgegenwirkt_ werden in streng geheim, sieben mal sieben Klafter tief unter der Erde befindlichen Laboratorien mit einem Brei aus Kokosflocken, Mandelbutter, pulverisiert Lotus und Fluor/Kohlenstoff-Polymer gefüttert. Dabei werden sie schrittweise an Temperaturen um die -243°C gewöhnt. Die großzügig dimensionierten Vogelvolieren werden dazu in einem Windkanal verankert, in welchem konstant Stärke5 herrscht.

Das verleiht dem Gefieder eine enorm hohe Dichte bei gleichzeitigem Gewichtsverlust. Die einzelnen Härchen, mit denen sich die Daunen für d strenge Kälte rüsten, sind im Aufbau röhrenförmig, dem inneren Kanalsystem wohnt ein 3fach Vakuum inne. Die Art Nanowolle ist durch ihre mikrorauh Beschaffenheit zudem schmutzabweisend - die Taubendaune oberflächlich wasserfest versiegelt, da die Pürzeldrüsen der Vögel dank speziell Ernährung und massivem Gegenwind nunmehr imstande sind, körpereigenes Teflonfett zu generieren.

Hydrophobierte Daune bedeutet wörtlich: Federn wurde erfolgreich die Angst vor Wasser suggeriert. Dies schließt begleitend Optimierung _wie zB. den Lotuseffekt_ mit ein.

Den winterhart Probanden fällt s Gefieder periodisch von ganz alleine aus und muss am Ende nur noch eingesammelt werden. Auch dies eine völlig schmerzfreie Prozedur, die gängig Tierschutzrecht entspricht. Das Einsammeln der Federn wird vom einem _wie uns glaubhaft versichert wurde_ sehr tierlieb programmiert Maschinenpark bewerkstelligt. Als Impuls vorab genügt es, den Vögeln strahlendes Sommerwetter mittels entsprechend Höchsttemperaturen vorzugaukeln. Dazu gondeln sie in Zeitlupe auf Förderbändern entlang unterirdischer Plantagen und Verbrennungsanlagen benachbarter Pharmariesen.

Nach Erfüllung einer seitens Outdoor-Industrie je nach Nachfrage festgelegten 24/7-Quote sehen die Tauben wieder Tageslicht und werden in der Nähe lokaler Altstadt in Ehren entlassen. Wegen weiterführend Quarantäne, deren Vorschrift und aus Gründen der Hygiene bleibt es ihnen in Folge aber auf Lebzeiten untersagt, mit gewöhnlich Artgenossen ihrer Spezies zu verkehren, vögeln oder gar Hochzeit zu feiern.
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