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riemsche
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im Verhältnis

Beitragvon riemsche » 10.10.2021, 21:54

_____

Sowohl Tiere als auch Menschen
erstellen im Kopf Karten
die ihnen helfen s Geschehen
in der Welt um sich herum
zu verstehen und richtig einzuordnen
Dieses innere Modell wird gefestigt indem
s Gehirn in Ruhezeiten s aktuell Regelwerk
wiederholt im Zeitraffer durchspielt
Neurowissenschaftler nennen s Neural_Replay

Bei an Schizophrenie Erkrankten scheint
beschrieben Vorgang ein veränderter zu sein
Verglichen mit für gesund Befundenen
haben sie mehrheitlich Schwierigkeiten
die in Folge logischen Schlüsse zu ziehen
Zugleich zeigen Messungen
dass in verordnet Pausen in ihrem Gehirn
weniger neuronale Wiederholungen
ab jetzt gültiger Gegebenheiten stattfinden
Aufgrund dessen ne verzerrte Wahrnehmung haben
logisch Folge oder Trugschluss Außenstehender
Fragezeichen

Kortikale Säulen verarbeiten Input parallel
allerdings aus jeweils einem etwas anderen
Blickwinkel_ zum Beispiel s Fingerspitzengefühl
ein integriert Koordinatensystem berücksichtigt
die relative Zeitverschiebung_ in jeder Säule
läuft nun eine Vorhersage darüber ab
wie sich der nächst folgend Sinneseindruck anfühlt
Miteinander verbunden bilden s dann ne Art Konsens
Ein globales Modell der Welt entsteht

Das ähnelt in etwa einer GLOM-Theorie
des Deep-Learning-Urgesteins Geoffrey Hinton
Für beide Denkansätze gibt s bis dato so gut
wie keine experimentellen Belege
(...)Wie kann ich dann so sicher sein
dass meine Theorie richtig ist? (...)
zweifelt in anderem Zusammenhang selbst Hawkins
(...) Das ist wie bei nem Kreuzworträtsel_ es gibt
mehrere Wörter die nur auf einen Hinweis passen
Wenn s Wort, das Sie im Auge haben
auf alle bereits vorhandenen Buchstaben passt
ist die Chance dass es falsch ist minimal (...)

Bis auf d imaginär Dunkelziffer
zu einem Prozent aller Menschen erkranken
im Lauf ihres Lebens an Schizophrenie
Symptome dafür sind komplex machen individuell
unterschiedlich auf sich aufmerksam
In psychotischen Phasen
entwickeln Betroffene Halluzinationen
Wahn_und Wahrnehmungsstörungen
Auch ihr Denken in Stimmung sein und s
Bewegungsmuster können beeinträchtigt sein

Behandlung beschränkt sich normalerweise
auf die Verabreichung von Antipsychotika
dosiert Tendenz gleichbleibend
Schätzungen legen nahe
dass die Krankheit bei etwa einem Drittel
dank entsprechend Pflege Anstalt
nach einer psychotischen Episode ausheilt
bei einem Drittel immer wieder auftritt und
bei einem weiteren Drittel der Fälle
nen chronisch schweren Verlauf nimmt
Besseres Verständnis wird _so hoffen Forscher
dazu beitragen künftig effektiver zu gesunden
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riemsche
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über.informiert

Beitragvon riemsche » 15.10.2021, 12:22

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Sind Teenager offline am Grübeln, wessen Behauptungen sie vertrauen oder anzweifeln sollten, orientieren sie sich in aller Regel an ihrem sozialen Umfeld. Jahrelange gemeinsame Erfahrungen prägen Entscheidungen_ auf welche Familienmitglieder, Freunde und Kameraden ist beim Bild dir deine Meinung Verlass? Wie gilt es aktuelle Informationen zu bewerten? Das kollektive Wissen einer Gemeinschaft trägt offline womöglich mehr zur Beurteilung bei, welchen Aussagen man vertrauen kann, als die Person, die besagt Behauptung aufstellt. Sich _obwohl zuweilen aus Zusammenhang gerissen_ unbedingt mit ihr zu identifizieren, ist verlockend.

Soziale Medien begünstigen, dass man eher Solisten traut. Dadurch gewinnen Influencer an Autorität. Allein, weil sie wie ihre Follower aussehen und sprechen, vertraut man ihren Aussagen auch bei Themen, von denen sie wenig oder keine Ahnung haben. Laut ner Umfrage von Common Sense Media führen sich sechzig Prozent der Teenager, um aktuelle Ereignisse zu verfolgen, auf YouTube eher passend Influencer als tagtäglich Nachrichten zu Gemüte. So werden Behauptungen von selfmade Meinungsmachern zu Fakten, während Leute vom Fach und waschecht Experten ihre liebe Mühe haben, gehört zu werden.

Da d heutig Jugend immer häufiger online an politischen Diskussionen teilnimmt, ist davon auszugehen, dass Personen öffentlichen Interesses, die ihr Profil auf diese Weise mundgerecht kultiviert haben, de facto zu Anführern einer Glaubensgemeinschaft werden. Sie ziehen Gleichgesinnte an, lenken gezielt deren Konversation. Randgruppen jubeln_ Verstärkung naht – und mit ihr Gefahr, dass sich Fehlinformationen verbreiten. Menschen, die Ihresgleichen suchen, sind anfällig für Gerüchte. Besonders dann, wenn diese gruppiert Zusammenhalt aufs Korn nehmen.

Welche Möglichkeiten gibt es, dem entgegenzusteuern? Plattformen könnten Algorithmen implementieren, die Beiträge mit größerer Meinungsvielfalt empfehlen, zum Beispiel, indem sie Diskurs über Clickbaiting stellen. Journalisten müssen akzeptieren, dass viele Leser ihre Nachrichten aus Social-Media-Beiträgen beziehen und sich dabei gerne mit dem jeweilig Überbringer identifizieren, Informationen dem entsprechend weiterverbreiten. Politische Entscheidungsträger sollten ihre Versprechungen, gegen Hetze Hass Rassismus und FakeNews vorzugehen, endlich in Gesetze gießen. Bereits in der Grundschule lernen, wie man die Glaubwürdigkeit von Quellen und deren Behauptungen hinterfragt, wäre förderlich.

Es wird nicht einfach werden, die Dynamik des Online-Dialogs auf d Positive zu verändern. Aber mannigfach Gefahren, die durch Falschinformationen drohen und die Hoffnung auf wieder bessere Diskurse zwingen uns, es zu versuchen.
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aware parenting

Beitragvon riemsche » 19.10.2021, 20:18

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Erziehungstipps für wohlgefälliges Benehmen
no way_ brav sein ist keine Kategorie
heißt üblicherweise ja nur dass sich s Kind
gemäß unseren Erwartungen verhält
eigene Bedürfnisse und Gefühle unterdrückt
Darum geht es nicht _betont Hanna
ebenso verhält es sich mit dem vielzitierten
konsequent sein_ einer im Grunde
verniedlicht Form von Bestrafung
Eine völlig neue Einstellung
gegenüber starken Gefühlsausbrüchen
wie dem Schreien und Wüten war angesagt
der liebevolle Blick
hinter s vordergründig Unliebsame

in Büchern wie auch im Gespräch mit anderen
primär widersprüchliche Ratschläge
der klassische Weg wie man mit Kindern umgeht
war nicht stimmig für mich
und meinen Partner_ dieses vorgefertigte Bild
dass sie nach unseren Vorstellungen
erzogen werden hat uns nicht gefallen
viel zu viel Methode
statt ner Haltung_ gilt es doch so einiges
auszuhalten und gleichzeitig
für gewisse Rahmenbedingungen zu sorgen
Kinder in der Bewältigung von Stress
zu unterstützen_ sie also einen Anfall
von Tobsucht ausleben zu lassen
ihrem Weinen zuzuhören gleichzeitig präsent
einfach für sie da zu sein
und nicht auf schnelle Erfolgsrezepte
wie Belohnung und Bestrafung zurückzugreifen

Aber verstärken wir damit nicht eher
jenes aufreibende Gebaren
das wir doch eigentlich verhindern wollen
Hanna winkt entschieden ab
Kinder haben die Fähigkeit sich durch Weinen
Trotzen und Spielen zu entlasten
sich selbst von Traumata zu heilen
wenn wir Erwachsene dies zulassen
unterstützen wir sie dabei sich angenommen
und sicher verbunden zu fühlen
mein Sohn hat dankbar darauf reagiert
sich spürbar entspannt
sodass ich meine zwei Töchter von Anfang an
in dieser Haltung begleitet habe
der Unterschied war ein unglaublicher
wenn sich Kinder von Geburt an
von Stress lösen können
entlastet das die familiäre Grundstimmung

sinnvolle Unterstützung ist gefragt
beim Weinen erst mal unterscheiden lernen
ob s Ausdruck eines Grundbedürfnisses
wie Durst Hunger Müdigkeit ist
oder sich s Kind von Stress Überreizung
zu befreien versucht_ trifft letzteres zu
setzt Weinen Eltern unter Druck
weil partout nichts fruchtet was wir tun
um s Kind zu beruhigen_ in Hausaufgaben
wie diese gilt s langsam hineinzuwachsen
Gefühle zu akzeptieren
statt s Weinen stoppen wollen
für ein Baby immerhin die einzig Sprache
um Gefühle authentisch auszudrücken
gleiches gilt im Prinzip auch für jene
die bereits der Sprache mächtig sind

In solchen Situationen s Kind
bitte nicht alleine lassen es halten
mit ganzem Herzen präsent sein
sich selbst mittels Atmung und Körperübung
beruhigen_ dem Weinen seine Zeit geben
natürlich triggert uns das
aber je öfter man sich darauf einlässt
desto größer das Vertrauen dass es klappt
wieder Weinen lernen
wird gesellschaftlich gesehen s Wüten
ja noch immer tabuisiert
Eltern nur zu schnell unterstellt
ihre Kinder nicht im Griff zu haben
wenn sie sich tobend Luft verschaffen

oft zeigt schon Quengeln an
dass etwas Grundsätzliches nicht passt
das mögen für unsereins Lappalien sein
der Becher hat die falsche Farbe
die Lieblingshose ist in der Wäsche
das Kind bestellt ne Limonade und will
dann demonstrativ was anderes_ alles Zeichen
dass es sich bereits im Stressmodus befindet
wie ein Gefäß das bis obenhin voll ist
ein Tropfen mehr und es läuft über
der:die Kleine flippt aus_ ist offline
verbale Besänftigung kommt nimmer an

statt großer Worte ist nun physische
und seelische Verbundenheit vonnöten
wenn s wie wild wütet_ Sparring_ Schläge
mittels Polster absorbieren und keine Angst
dass der Sprössling diese Verhaltensweise
auch über das Kindesalter hinaus beibehält
Wenn der geschützte Rahmen gegeben ist
s Kind lernt dass seine Gefühle okay sind
es sie auf diese Weise rauslassen
zum Ausdruck bringen darf
dann nimmt s Bedürfnis auf Dauer ab
Schlagen und Treten hat in dem Zusammenhang
nichts mit Aggression zu tun
sondern mit der fehlenden Erfahrung
wie solche Gefühle ausgelebt werden können
zur Erinnerung_ echtes Lachen hat in etwa
denselben Effekt wie s Weinen und Wüten

wichtig dabei_ das Kind gibt den Impuls
wir kitzeln es zum Beispiel nicht
um s reflexartig in Laune zu versetzen
lernen seine Einladung erkennen dem Lachen
zu folgen wenn es sich spielerisch ergibt
ein Turm umfällt und s Kind lacht
dann sorgst dafür dass er erneut purzelt
verstärkst damit was es lustig findet
Kissenschlachten oder s Fangen
und Versteckspiel sind weiterhin der Renner
eigentlich laden Kinder uns unermüdlich ein
zu spielen_ übrigens auch für Erwachsende
eine nährend und heilsam Beschäftigung
Spiel als verbindend Therapeutikum
straffrei friedlich Konflikte lösen
sich dabei nicht vergessen
und im besten Fall selber jemanden haben
dem man seine Gefühle zeigen darf
Hanna lächelt_ Herz was willst du mehr
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gesagt getan

Beitragvon riemsche » 02.11.2021, 21:56

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mögest du in interessanten zeiten leben
besagt der chinesische fluch
und verschweigt im gleichen atemzug
die ausgestaltung des bedrohlichen wunsches
verrät nichts über die zahllosen
möglichkeiten der unruhe
verspricht einem nur dass sie kommt

die letzten wochen standen demnach
nicht unter dem stern der langeweile
und die tage hatten für wendungen
die sie beherbergen mussten
kaum genug stunden zur verfügung
für etliche augenblicke versagten
alle prophezeiungen_ so verstörend
schien die situation im land zu sein
jede vorhersage überholte sich selbst
oder verwandelte sich_ kaum aus
gesprochen ins glatte gegenteil

die politik war in aufruhr
und mit ihr die menschen_ beides
zu recht und aus verständlichen gründen
die nichts gutes über die welt sagten
gewesen sein wollt s aber niemand
und so meinte man das schlachtfeld
vor lauter opfern nicht zu sehen
weil sich aber keiner fürchten muss
es würde von zu wenigen zu wenig berichtet
und man uns mit analysen empörungen
und rechtfertigungen förmlich überhäuft
probier ich mich bei solchen ereignissen
und krisen auf gewisse einzelheiten
die mir intuitiv ins auge stechen
zu konzentrieren_ was mir auffiel war

dass protagonisten in ihren wortmeldungen
gerne den begriff respekt bemühen
nur wurd die mühe der bedeutung nie gerecht
die einen sagten_ bei allem respekt
brachten damit hauptsächlich zum ausdruck
dass ihnen meinung fakten ihres gegenüber
generell am allerwertesten vorbeigingen
die anderen sprachen diversen leuten
für zum teil unfreiwillig unrühmliche
entscheidungen ihren größten respekt aus
und man hatte mehr und mehr das gefühl
via multimedia zeuge einer gänzlich
verkehrten welt zu werden

auch wenn s kein hundertprozentig bild
beispiel einer goldrichtigen gibt
träume ich jenseits jeder ideologie
immer noch hartnäckig von zuständen
in denen man s wort anders gebraucht
sowohl für unverbogen stärke ernsthafte
und ernst zu nehmende außergewöhnliche
leistungen dinge die man gut gemacht hat
als auch für d aufrichtige entschuldigung
weil s schlecht ausging respekt empfindet
und nicht für notorisch unbeirrbarkeit
zur schau getragen hybris oder deckung
und rechtfertigung extremer grobheit

tagtäglich versuchung ist ne immense
möcht mich dennoch nicht an d wert
verschiebung lieb gewonnener begriffe
an die ungenauigkeit des ausdrucks
routiniert täuschung innert floskel
gewöhnen_ nehm s dazu viel zu ernst
zieh wenn nötig s wörterbuch zurate
vertrau beschreibung die s in sich hat
will mich auf alle_ speziell die schönen
worte weiterhin verlassen können
auf dass sie als signale entsprechungen
haltegriffe im universum gelten
und keine stolpersteine falltür sind
durch die man laufend purzelt

das hält die welt in mehr und
weniger interessanten zeiten bewohnbar
welche zone man bevorzugt behaust
und s gern für selbstverständlich hält
hängt nebs zufall baujahr davon ab
was für n typ mensch du bist
und wer zu deinen freunden zählt
_____
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spacy

Beitragvon riemsche » 16.11.2021, 14:09

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Forscher*innen des Nasa Jet Propulsion Laboratory (JPL) und der Universität von New Mexico stießen bei ihrer Suche nach außerirdischen Lebensformen auf einen für d eventuell Migration potentiell geeignet Exoplaneten und tauften ihn TOI-1231 b. Er umkreist nen Zwergstern des Typs M_ kein gelber, so wie unsere Sonne, sondern ein roter welcher.

Nachdem Entdeckungen dieser Art bisher meist nur fortlaufend nummeriert wurden, ist es nun nach Charakterisierung des entsprechenden Zwergsterns möglich, einzelne Planeten und deren Atmosphäre genauer zu untersuchen, Radius Masse und Dichte zu bestimmen, sowie sich hypothetisch mit einer wahrscheinlich vorhandenen Atmosphäre zu beschäftigen.

Name: TOI-1231 b
Typ: Neptun-ähnlich
Jahr der Entdeckung: 2021
Masse: 15,4 Erden
Dauer des Orbits: 24,2 Tage
Quelle: Exoplanets.nasa.gov

Besagter Planet ist kleiner als Neptun, größer als die Erde und achtmal näher an seinem roten Zwergstern, als es die Erde zur Sonne ist. Da der Stern jedoch schwächer ist, sind die Temperaturen auf dem Planeten den unseren relativ ähnlich. Um die 57 Grad Celsius sollen es maximal sein. Wem das definitiv zu heiß ist, der sei beruhigt - aufgrund der Atmosphäre von 330 Kelvin ist TOI-1231 b noch einer der kühleren, kleinen Exo_ten, der bisher für Studien genutzt werden konnte. Und in seiner Atmosphäre gibt s Wolken, die _weil er nem Exoplanet namens K2-18b gleicht, bei dem es erstmals gelang Wasserdampf nachzuweisen_ für uns lebenswichtig H²O beinhalten könnten.

Vielleicht besteht s Interesse ja beiderseits_ drum erstellten Astronomen eine Liste von nahe gelegenen Sternensystemen, in denen neugierige Bewohner auf umkreisenden Planeten in der Lage wären, vorhanden Leben auf der Erde zu entdecken. Sie identifizierten deren 1715 Murmeln in unserer kosmischen Nachbarschaft, von wo aus uns außerirdische Beobachter in den vergangenen fünf Millennien auf dem Schirm gehabt haben könnten. Darunter 46 Systeme, die in der Lage und nahe genug sind, um selbst bei Desinteresse ein deutliches Signal menschlicher Existenz aufzuschnappen. Forscher schätzen, dass sich derzeit 29 potenziell bewohnbare Planeten in der optimalen Position befinden, uns genauer in Betracht zu ziehen und Radio- und Fernsehübertragungen zu belauschen. Ob s hiesig Programmangebot eine weiter fortgeschrittene Zivilisation zu ner Kontaktaufnahme animieren würde, sei allerdings fraglich. Zudem seien Möglichkeiten, Planeten zu finden, indem man zum Beispiel einen Teil des Lichts seines eigenen Wirtsterns blockiert, selbst für nicht überdurchschnittlich Intelligente schlichtweg ne Zumutung.

Um herauszufinden, welche nahe gelegenen Sternsysteme sich hervorragend dafür eignen würden, einen Erdtransit zu observieren, griffen Astrophysiker*innen am American Museum of Natural History auf den Gaia-Katalog der europäischen Weltraumorganisation zurück. Dieser enthält Positionen und Bewegungen von Sternen. Damit identifizierten sie 2034 Systeme im Umkreis von 100 Parsec =326 Lichtjahre, welche die vergangenen 5000 und weitere 5000 Jahre in der Zukunft dazu locker in der Lage wären.

Wenn man als praktizierender Astronom eines lernt_ dann ist es Bescheidenheit. Sind wir doch Akteure, die _ohne zu wissen, wovon s Stück eigentlich handelt_ eine universelle Bühne betraten, die um den Faktor 10 hoch 26 größer ist als unser Körperbau. Zudem fand unser Auftritt gegen Ende eines Stücks statt, das bereits 13,8 Milliarden Jahre am Laufen war. Eine Tatsache, die nicht nur in diesem Zusammenhang so mancher nicht in vollem Umfang versteht. Deshalb ist einigermaßen nachvollziehbar, dass wir ums Verrecken nicht checken, dass wir keine Hauptrolle spielen, auch wenn wir gern geneigt sind, das zu glauben. Auch unsere Sonne ist n Spätstarter_ die meisten Sterne sind Milliarden Jahre vor ihr entstanden und dank dem Satelliten Kepler wissen wir, dass die Hälfte der sonnenähnlichen Sterne Exoplaneten besitzt. Viele davon sind etwa so groß wie die Erde und bewegen sich ungefähr im gleichen Abstand um ihre Sonne.

Angesichts dessen sind wir keineswegs so ungemein speziell, einzigartig, privilegiert oder auch nur besonders interessant. Gehen wir also davon aus, dass es vor Milliarden Jahren Millionen von Zivilisationen wie die unsere gegeben hat, die um ihren eigenen Stern kreisten. Nehmen wir weiter an, dass sie _so wie wir_ Gerätschaften ins All befördert haben und stellen uns in dem Zusammenhang unser eigenes Raumfahrzeug Voyager in einer Milliarde Jahre vor. Es wird nicht mehr funktionieren, unsere irdische Zivilisation nicht mehr existent sein, weil sich bis dahin alle Ozeane der Erde in heiße Luft auflösen. Also werden wir im interstellaren Raum für gewöhnlich Objekte finden, die nicht nur Milliarden Jahre alt sind, sondern auch von Zivilisationen erbaut wurden, die s höchstwahrscheinlich nimmer gibt und deren hoch entwickelt Technik sicher nicht dazu gedacht war, uns auszuspähen.

Schon die Annahme, wir seien für Außerirdische relevant, ist ziemlich anmaßend. Haben wir doch erst in den letzten hundert Jahren Technologien entwickelt, die für sie eventuell interessant sein_ beweisen könnten, dass auch wir ne intelligente Lebensform repräsentieren, die einen Besuch wert wäre. Andererseits liefert die gesamte Geschichte der Menschheit Beispiele, wie wir beim Versuch, uns gegenüber anderen überlegen zu fühlen, jede Menge an Lebensformen und Ressourcen für zerstörerische Aktionen vergeudeten - anstatt von Prinzipien der Wissenschaft geleitet, evidenzbasiertes Wissen zu teilen und zugunsten einer besseren Zukunft zusammenzuarbeiten. Drum müssen Wir nach wem oder was auch immer da draußen Ausschau halten und nicht umgekehrt. Wenn man außerordentliche Beweise fordert, ehe man willens ist, sich auf eine Diskussion über die Möglichkeit intelligenten Lebens abseits der Erde einzulassen, und gleichzeitig die Bereitschaft fehlt, dafür notwendige Forschung zu finanzieren, ist das so, als würde man auf den Boden stampfen und sagen_ Schau, da wächst nichts.

Jene, die sich generell der Frage verweigern, ob es anderswo intelligentes Leben gibt, dünkt das so oder so zu spekulativ. Andererseits gibt es eine ganze Gemeinde theoretischer Physiker, die sich mit hypothetischen Vorstellungen wie Extradimensionen, dem Multiversum oder der Stringtheorie beschäftigen. Man verleiht einander regelmäßig Auszeichnungen und Ehrungen, obwohl im Grunde nichts weiter betrieben wird, als mathematische Turnübungen in Hinblick auf Vorstellungen zu vollführen, für die es keine experimentelle Verifizierung gibt. Beide Seiten plädieren dafür, der Evidenz keine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, können auf der Basis _wir beweisen dass wir clever sind vs. interessiert uns nicht die Bohne_ kulturell nebeneinander existieren.

2007 beobachteten Astronomen ein merkwürdiges Objekt. Es passierte die Sonne und verschwand dann wieder. Man gab ihm den Namen Oumuamua_ im Hawaiischen heißt das Kundschafter. Die meisten beschrieben es als seltsamen Gesteinsbrocken. Es handelte sich um das erste interstellare Objekt, das wir in unserem Hinterhof entdeckten_ war also nicht an unsere Sonne gebunden und wies sechs Anomalien auf. Dass sich die Summe an reflektiertem Sonnenlicht, während es sich alle acht Stunden um seine eigene Achse drehte, um den Faktor 10 änderte, ist eine davon. Dieser Umstand entspricht nämlich am ehesten einem flachen Objekt von der Art eines Pfannkuchens. Außerdem hatte es den Anschein, als würde seine Bewegung durch eine Kraft beeinflusst, die nicht auf die Gravitation der Sonne zurückzuführen war_ keine dampfenden Gase, kein Kometenschweif waren erkennbar. Für eine uns plausible Erklärung dieses Effekts müsste das Objekt so dünn wie ein Lichtsegel sein, eine Technologie, die wir derzeit für die Erkundung des tiefen Weltraums weiterentwickeln. So weit, so gut.

Radio_ und Funksignalen von fernen Zivilisationen hinterher zu jagen ähnelt dem Versuch, Ortsgespräche mit Hochkulturen zu führen, die s auf Erden nicht mehr gibt. Wesentlich interessanter wird s, wenn man hinterlassen Überreste findet und studiert - und vielleicht müssen wir dafür gar nicht mal so hoch hinaus_ uns daheim den Tick genauer umzuschauen tut s womöglich auch.
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..... sitcom .....

Beitragvon riemsche » 24.11.2021, 20:50

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geht s nur mir so
sonst keinem s polit
latein gewaltig auf den geist
am ende des tages
was soll das heißen
dann isses zappenduster
relativ spät für n vorhaben
tagt vor m letzt unter
ausschuss s jüngst gericht
hm_ wir schauen uns das
sicher noch genauer an
und dumm aus der wäsche
weil s wem aufgefallen ist
bedeutet s ergebnis
liegt irgendwann vor
wird in kürze nichts
an traurig zuständ ändern
s licht am ende des tunnels
ist keins das jenen leuchtet
die zum glück noch am leben
danach ausschau halten
s wort _mensch_ wiederholt
als ne art selbstbeschwörung
in larifari satzbau schustern
macht nen besorgt vorsitz
der s meist an hippokratisch
eid parteiinteressen opfert
nicht den deut sozialer
nen pathetisch auftritt
mit so schmankerl wie
wieviel tote müssen noch sterben
ad absurdum führen
auch nicht aber d versammelt
mehrheit findet s später komisch

von wegen witz des tages
dass sich nach nem lapsus linguae
wie vorab beschrieben keiner
der angeblich unabhängig presse
an d stirn tippt nachfragt
ob s wortwörtlich so gemeint
versuch ne antwort zu kriegen
solang repetiert bis
sich präpariert büttenredner*in
entlarvt vom acker macht_ schad
herrscht anwesenheitspflicht
steht s gros an bericht
erstatter unter posthypnose
legt wenn wer aufzeigt
der nächst souffleur vom dienst
wem der nicht weiß wie
die passend hymne in den mund
ich_wir habe_n das ja
schon immer gesagt
ändert nichts an der tatsache
dass sich null getan hat
warum hat niemand den mumm
verlässt weil er sich nimmer
für dumm verkaufen lassen möcht
demonstrativ s testgelände
ne mehr wie seltsam konferenz
die wenn sie nen zweck erfüllt
dann den dass zeit vergeht
die wir im grund nicht haben
betroffene vor m weltempfänger
sukzessive resignieren
weil egal wer derzeit
s hören_sagen hat mist baut
als gäb s kein morgen
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Hokuspokus

Beitragvon riemsche » 01.02.2022, 22:48

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Irreführung ist, wenn man die kleine Lüge dazu verwendet, um die große zu verkaufen, meint der Zauberkünstler Jamy Ian Swiss im Dokumentarfilm Merchants of Doubt. Die große Lüge, das sei der Mechanismus mit der Stange, welche die Dame für eine der klassisch trickreich Illusionen auf seiner Bühne zum Schweben bringe. Die kleine Lüge hingegen der Reifen. Ein Mensch in Schwebe schürt Skepsis_ der Reifen dient dazu, dahingehende Überlegungen zu beseitigen. Der Magier lässt die Dame durch ihn schweben, und das von Kopf bis Fuß. Das Publikum schaut hin und schließt daraus_ kein Draht, keine Kette, keine Fäden - übersieht dabei, dass die Stange, welche wen in der Luft hält, in einer raffinierten S-Form verläuft und der Zauberkünstler seine Choreografie in Sachen Bewegungsablauf darauf abstimmt. Es gehe nicht einmal darum, von der großen Lüge an sich abzulenken, sondern jemand zu animieren, seine ungeteilte Aufmerksamkeit auf etwas zu richten, das im Detail fesselt. Und plötzlich sieht man genau das, was man momentan soll und nichts anderes mehr. Reden wir also nicht über Medizin und kontern deren Experten und Ratschläge nach eigen Gutdünken. Behalten wir lieber primär die Freiheit _speziell die, selbst zu entscheiden_ im Fokus.
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stichhaltig Beweis

Beitragvon riemsche » 02.02.2022, 13:00

Der schwer vergoldet Dolch, mit dem Gottkönig Tutanchamun bestattet wurde, ist zum Teil nicht von dieser Welt. Namhafte Wissenschaftler bestätigten im Journal of Meteoritics & Planetary Science, dass dessen Klinge von einem Meteoriten stammt_ die original?Grabbeigabe ist derzeit im Museum in Kairo zu bestaunen.

Nun_ die Vermutung, dass das Metall der Klinge aus dem All stammt, ist nicht neu und lag nahe, da die Ägypter auch für die Fertigung anderer wertvoller Objekte Meteoritengestein sammelten. Dennoch war es erst vor kurzem möglich, besagten Fund genauer zu untersuchen, ohne ihn dabei zu beschädigen. Iron from outer space erkennt man am hohen Anteil von Nickel und Kobalt_ so enthält das Metall dieser Klinge über elf Prozent und entspricht in Beschaffenheit somit der Frühzeit unseres Sonnensystems, als sich Planeten bildeten. In Folge untersuchte man alle uns im Umfeld bekannten Meteoriteneinschläge dieser Epoche. Nur einer _Kharga_ kam laut Vorgabe dafür in Frage. Ein Teil des kosmischen Körpers wurde anno 2000 auf einem Plateau in der Nähe von Mersa Matruh, etwa zweihundert Kilometer westlich von Alexandria, gefunden.

Für die alten Ägypter hatte Metall per se vor allem eine religiöse Bedeutung. Meteoriten galten als Botschaften der Götter und der Besitz von Eisen als umso bemerkenswerter, da sie es vor Ort weder abbauen noch verhütten konnten. Funde wie diese waren also ihre einzigen Quellen_ das reichte für kultische Zwecke, eine praktische oder wirtschaftliche Bedeutung war, was Wertschätzung anlangt, nie Teil der Überlegung - wurde das Geheimnis, Eisen zu verhütten und härten, ja offiziell erst von den Hethitern gelüftet.

Der Dolch ist zudem nicht das einzige Objekt außerirdischen Ursprungs im Grab Tutanchamuns. Ein darin gefunden Skarabäus besteht aus Glas, das beim Schmelzen von Wüstensand entsteht, wenn ein Meteorit einschlägt_ oder n flügge Sonnengott landet (:-)~
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revisit

Beitragvon riemsche » 07.02.2022, 16:16

Inselstaaten sind vom Klimawandel besonders betroffen, obwohl sie kaum etwas dazu beitragen. Es bräuchte eine Begrenzung der Erderwärmung und Ausgleichszahlungen von reicheren Ländern, um die Folgen der Krise abzufedern. Ein Klimagipfel in Glasgow sollte diese Ungerechtigkeit eigentlich adressieren, war aber eine echte Enttäuschung und wirft die Frage auf, ob Afrika abseits permanent Rohstoffmangel und Tourismus auf internationaler Ebene überhaupt jemanden interessiert. Aktuelle Nachforschungen ergaben, dass 30 Prozent an internationaler Hilfe für Spesen wie Autovermietung und Beraterhonorare draufgehen. Steuerzahler und Spender aus dem globalen Norden möchten aber, dass die von ihnen finanzierte Hilfe direkt denjenigen zugutekommt, die in der alten Welt unter dieser Situation leiden. Selber hinfahren und ernsthaft nach dem Rechten schauen tut sich allerdings weiterhin so gut wie kein Mensch an.
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mach dir beine

Beitragvon riemsche » 09.02.2022, 15:52

Eumillipes persephone nannte das Team um Paul Marek von der Virgina Tech in Blacksburg, USA, die neu entdeckte Art. Das »Eu-« steht für »echt«, (der bisherige Rekordhalter hatte, was die Anzahl der Beinchen angeht, lediglich deren 750 Stück vorzuweisen) das »millipes« für Tausendfüßer, und die griechische Göttin der Unterwelt Persephone stand Pate, weil der fraktale Bodensurrer in einem dementsprechenden Lebensraum beheimatet ist. Rund zehn Zentimeter lang und fadenartig dünn brachte es ein Weibchen auf stolze 330 Körpersegmente und Artgenossen im Schnitt auf 1306 Beinchen. Tausendfüßer werden mit vier Segmenten geboren und fügen im Laufe ihres Lebens immer wieder neue hinzu_ bei Eumillipes persephone scheint dieser Vorgang kein Ende zu nehmen. Diese Spezies lebt im erzreichen Untergrund der östlichen Goldfields-Provinz in Westaustralien. Die Temperaturen an der Oberfläche erreichen mitunter mehr als 46 Grad Celsius, zudem ist die Region extrem trocken. Dagegen bleibt es in den Grundwasser führenden tiefen Schichten immer unter maximal 22 Grad_ ein über Jahrmillionen stabiles Klima, das Arten ein Zuhause bot, denen es weiter oben auf dem Kontinent auf Dauer zu ungemütlich wurde.
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wäh _____

Beitragvon riemsche » 10.02.2022, 19:05

Wer unter Misophonie leidet, verspürt beim Hören von bestimmten menschengemachten Geräuschen starkes Unbehagen, Ärger oder Ekel. Typische Auslöser sind Kauen, Schlucken, Schlürfen, auch Räuspern, Husten oder sogar hörbares Atmen_ von Furzen ist in besagt Studie warum auch immer keine Rede. Ursachenforschung vermutete bislang eine Störung in der Verarbeitung solcher Laute. Jetzt hat man herausgefunden, dass die Hörrinde und motorische Kontrollzentren für Gesicht und Mund auf d besonders Übersensible miteinander verknüpft sind. Man vermutet, dass infolge dessen neuronale Zellen aktiv werden, die normalerweise angesichts von Bewegungen anderer Menschen eine Aktivität ähnlich der spiegeln, die dem eigenen Muster entspricht. Manche Betroffene mildern auftretend Symptome, indem sie Bewegungen anderer nachahmen, bekommen womöglich dadurch ein gewisses Gefühl von Kontrolle vermittelt. Schenkt man aktueller Pressemitteilung Glauben, leiden grob geschätzt zwischen 6 und 20 Prozent von uns unter irgend einer Form von Misophonie. Bei einem schweren Verlauf gehe das so weit, dass man die Gegenwart anderer Menschen inklusive der eigenen Verwandtschaft nimmer erträgt, in Folge nicht mehr in d Kinderkrippe, zur Schule oder arbeiten gehen kann. Warum mich das momentan beschäftigt? Nu_ s erinnert mich an zig Mutante, stinksauer Zuständ, die derzeit unser aller Leben dominieren.
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riemsche
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öffentlich Anhörung

Beitragvon riemsche » 17.02.2022, 18:49

Der kanadische Psychologe David Feinberg spielte Studierenden Aufnahmen ehemaliger US-Präsidenten vor – bislang durchwegs Männer. Deren Stimmen manipulierte er dabei so, dass sie teils in einer tieferen, teils in einer höheren Version zu hören waren. Die meisten Versuchspersonen hielten die Kandidaten mit tieferer Stimme für dominanter, intelligenter, attraktiver und _hätten sie die Wahl_ eher ihres Vertrauens würdig. Ging es allerdings darum, Subventionen zu verteilen, vertrauten weibliche Versuchspersonen eher einer höheren Stimme. Offenbar assoziierten sie eine tiefe Stimme mit Führungsstärke, aber nicht mit kooperativem Verhalten. Tritt wahlweise ein Mann gegen eine weibliche Kandidatin an, ist er demnach mit einer Lautsprache im gehobenen Frequenzbereich in Summe erfolgreicher. Speziell vorteilhaft sei _was ausschließlich Männer angeht_ eine tiefe Artikulation mit häufiger Variation der Stimmlage. Damit klinge ein Sprecher nicht nur kompetent, sondern auch freundlich und enthusiastisch. Lauscht man Politdebatten und aktueller Berichterstattung, hat sich s geschult herumgesprochen.
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zum Dritten

Beitragvon riemsche » 20.02.2022, 14:29

Ein Anlass jagt den anderen_ und wer dazu im Internet nach beliebten Geschenken sucht, könnte es schwer haben. Denn zurzeit treiben sogenannte Grinch-Bots ihr Unwesen, sind_ wie schon ihr Nick suggeriert _darauf programmiert, menschlichen Käufern Produkte wegzuschnappen. Hinter dem Geschenkeklau steckt nicht einfach Missgunst, sondern ein Geschäftsmodell. Die Bots kaufen so lange spezielle Trendprodukte in Massen zum Originalpreis ein, bis diese nicht verfügbar sind. Dann wird die Ware überteuert wieder ins Netz gestellt. Grinch-Bots arbeiten mit K.I. ahmen menschliches Verhalten wie Mausbewegungen und Tastenanschläge nach und verwenden mittlerweile hochwertige, private IPs. Diese werden von Firewalls der Onlineshops mehrheitlich als sicher erachtet. Darüber hinaus wechseln diese Schlingel bei Bestellungen regelmäßig ihre IP_ so fällt Händlern keine wegen besonders vieler Anfragen auf.

Das Konzept selbst gibt es seit ewig_ nennt sich Schwarzmarkt. Digitale Helferlein, die automatische Bestellungen in Onlineshops tätigen, sind auch nichts Neues. Früher nannte man sie Scalping-Bots. Deren Vorgehensweise ist simpel und nahm ihren Anfang auf dem Sneaker-Markt, wo exklusive Markenware aufgekauft und im Anschluss aufgrund steigender Nachfrage für das X-fache weiter verscherbelt wurde. Käufer, die nicht gern Schlange stehen, waren aufgrund der Prominenz bestimmter Artikel gerne bereit, für das Objekt ihrer Begierde jeden Preis zu zahlen. Hinter Machenschaften wie diesen steckt zum Teil kriminelle Energie_ so werden z.B. online Produkte an Fake-Adressen bestellt und in Folge nicht bezahlt.

Grinch-Bots an sich sind jedoch keineswegs illegal. Denn für die Ware fließt auf normalem Wege pünktlich Geld. Das Problem_ diese Bots sind viel schneller auf Zack und können mehr Ware auf einmal ordern - sehr zum Ärger echter Kundschaft und gewisser Händler. Vorstöße, solche Praktiken rechtlich zu unterbinden, sehe man bis dato im Allgemeinen kritisch. Immerhin kann man sich mittlerweile alternativ dagegen schützen, Grinch-Bots als solche identifizieren. Professionelle Dienstleister bieten dafür geeignete Programme an.
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zirp

Beitragvon riemsche » 23.02.2022, 21:31

Schau an, da kommen sie hervorgekrochen, verpuppen sich, gehen die Bäume hoch, warten auf die erstbeste Gelegenheit, sich zu paaren. Männchen machen Rabatz, locken Weibchen an, sorgen wochenlang Hintern an Hintern für Nachwuchs. Die nächste Generation verkrümelt sich wieder unter die Erdoberfläche, ernährt sich von Wurzelsäften – wartet, bis die Zeit reif ist, krabbelt ans Tageslicht, und es geht wieder von vorne los. Wie Millionen Larven checken, dass der Moment für ihr synchrones Comingout gekommen ist, bleibt bis heute ein Rätsel. Denn einige Bruten lassen sich siebzehn Jahre Zeit, andere dreizehn. Dass es sich immer um Primzahlen handelt, könnt Zufall sein oder man schlägt mit der Taktik Fressfeinden ein Schnippchen_ wer weiß. Klar ist, verschobene Zyklen und Territorien, die sich nur geringfügig überlappen haben den Vorteil, das man sich unterirdisch nicht ins Gehege kommt. Selbst wenn eine Larve in der Nähe einer vier Jahre älteren existiert, reicht dieser Unterschied, kommt keinerlei Rivalität auf. Überhaupt scheint die Vier bei Zikaden eine wichtige Rolle zu spielen. Manchen spielt die innere Uhr einen Streich, sie tauchen zu früh oder zu spät auf, aber beileibe nicht irgendwann - meist kommen die 13-jährigen vier Jahre zu spät und die 17-jährigen vier Jahre zu früh, passen sich somit dem Rhythmus der jeweils anderen Brut an. Zudem ist das der längste, uns aus der Insektenwelt geläufig Zyklus und in Summe ein Phänomen, welches primär Bewohner Nord-Ostamerikas nicht zur Ruhe kommen lässt.

Die Störenfriede sind an sich harmlos, werden zuweilen mit Heuschrecken verwechselt. Im Gegensatz zu diesen fressen sie jedoch nicht alles kahl und keine Bange_ stechen tun sie auch nicht. Manchmal halten sie Anwohner vom Schlaf ab, besonders wenn sie vermehrt ne Stadt beehren. 2021 suchten sie fünfzehn Gliedstaaten heim, wählten als Epizentrum des Spektakels Washington, DC. In großen Schwärmen können s Zikaden in Sachen Dezibel locker mit ner startenden Harley Davidson aufnehmen; zudem handelt es sich in Tonart um eine fiese Frequenz. Betroffene berichten, dass sie am Morgen auf der Terrasse oder dem Vorplatz knöcheltief durch eine Masse aus übelriechenden Larven waten. Manchmal verfangen sich die Tierchen in den Haaren, klopfen wem auf d Schulter, wollen auf dir landen. Kinder oder Insektophobiker sind dann schon mal einem Schreikrampf nahe aber_ die Krabbler mit den großen roten Augen sind ungefährlich. Sie zu vergraulen oder ihnen gut zureden hilft übrigens auch nichts – Zikaden sind nämlich praktisch hirnlos.

Faszinierend sind sie trotzdem und seit mehr als 300 Jahren Objekte der Entomologie_ sprich Insektenkunde. Auf Lateinisch taufte man sie Magicicada septendecim_ und an Zauberei dachten wohl auch jene Beobachter, die auf den Flügeln das arttypische, merkwürdige W erkannten und _der englischen Sprache mächtig_ deshalb glaubten, ihr extremes Aufkommen deute auf baldigen Krieg hin.

Andere Tiere wie zum Beispiel Vögel oder Eichhörnchen betrachten Zikaden primär als Festschmaus. Aber auch so mancher Hund habe laut Besitzer zuweilen so viele dieser Proteinhappen verschlungen, dass ihm danach zum Kotzen zumute war. Ein neueres Phänomen dürfte sein, dass inzwischen auch wir Menschen langsam auf den Geschmack gekommen sind. Mancherorts werden sogenannte Zikadenbarbecues veranstaltet. Ein Artikel in der Washington Post gab allerdings zu bedenken, dass jemand, der auf Meeresfrüchte allergisch reagiert, lieber die Finger von derart Food lassen sollte.

Forscher haben berechnet, dass an die 44 Prozent dieser Gattung zerstampft, gefressen oder eben auch gegessen werden. Das ist ne ganze Menge_ angesichts des massenhaften Auftretens jedoch auch wieder nicht, kriechen doch mancherorts an die 3,5 Millionen Zikaden pro Hektar aus der Erde. Man nimmt an, dass dieses Safety in Numbers-Prinzip ein evolutionärer Überlebenstrick ist. Begegnet man gemeinsam in Massen einem Fressfeind, ist _auch wenn Hunderttausende ums Leben kommen_ das Überleben der Art trotzdem nicht gefährdet. Diesen Mechanismus nennt man predator satiation =Räubersättigung, weil das gleichzeitige Erscheinen von Milliarden den Appetit nimmersatter Jäger definitiv übersteigt.

Im Erdreich haben sich die Zikaden bereits mehrere Male gehäutet. Sobald 17 Jahre vergangen sind und der Boden eine Temperatur von knapp 18 Grad erreicht, kriechen sie hervor und den nächsten Baumstamm hoch. Steht keiner vor Ort zur Verfügung, darf s auch ein alternativ vorhanden vertikal Anhaltspunkt sein_ jede Stange ist willkommen. Irgendwann hält die Zikade inne und häutet sich zum letzten Mal, lässt das Außenskelett zurück und flattert in die Krone_ respektive aufs nächst gelegen Verkehrsschild. Während der Verpuppung und in den folgenden Stunden ist sie noch butterweich und sehr verletzlich. Potentielle Fressfeinde nutzen dieses Stadium und schlagen sich die Bäuche voll, bevor sich das Nahrungsangebot ins Blattwerk verkrümelt. Denn dort härtet s Äußere der Zikaden aus und nimmt in variabel Erdtönung seine typische Tarnfarbe an.

Nach einigen Tagen legen die Männchen los, aktivieren ihre vibrierende Membran und zirpen was das Zeug hält. Damit schinden sie bei den Weibchen offenbar mächtig Eindruck, die in Folge dessen mit einem schnalzenden Geräusch antworten, das sie mit ihren Flügeln erzeugen. Nach der Paarung legt jedes von ihnen in luftiger Höhe an die 500 Eier, daraus geschlüpfte Nymphen lassen sich zu Boden fallen, wo sie im Untergrund verschwinden. Party over, Mission erfüllt. Die Eltern, deren Leben an der Oberfläche im Vergleich zur vorab Existenz im Verborgenen sehr kurz _sprich nur ein paar Wochen_ dauert, sterben.

Als wäre das nicht schon seltsam genug, erscheinen laufend Artikel mit beunruhigenden Titeln. Zum Beispiel >Wie ein Zombiepilz Zikaden in Horrorfilm-Sexboten verwandelt< im Scientific American oder >Ein psychedelischer Pilz macht Zikaden sexverrückt, während ihre Genitalien abfallen< im Independent. Die Rede ist von Massospora cicadina_ einem Parasiten, der Zikaden befallen kann, wenn sie aus der Erde kriechen. Er zerstört die Genitalien der Männchen, heizt jedoch zugleich deren Sexualtrieb an. Die Pilz-infizierten Männchen paaren sich wie verrückt, können zwar die Eier der Weibchen nicht mehr befruchten, aber geben die Sporen weiter. Zudem gebärden sie sich wie Weibchen, schnalzen mit den Flügeln und locken so andere Männchen an, die sich beim schier verzweifelt vergeblichen Versuch mit ihnen zu paaren ebenfalls anstecken.

Der Parasit enthält einen Stoff, der dem Psilocybin, einem Wirkstoff in psychedelischen Pilzen, ähnelt. Offenbar gibt es Konsumenten, die Zikaden wegen der bewusstseinsverändernden Wirkung futtern. Matt Kasson, ein Experte an der West-Virginia-Universität, warnt allerdings davor, weil man noch sehr wenig darüber wisse, was sich sonst noch so alles in den infizierten Tierchen befinde, die etwa 5 Prozent der Population ausmachen. Zudem müsste man Hunderte dieser Insekten essen, bis man eine psychische Wirkung verspüre. Da Zikaden auch für Menschen an sich giftige Elemente enthalten, würde man vermutlich eher erbrechen oder erkranken, bevor man davon high wird. Sei s drum_ laut Kasson enthalten die Befallenen welchen neben den Halluzinogenen auch noch Amphetamine. Genauer gesagt handelt es sich um Cathinon, ein natürlich vorkommendes Aufputschmittel, das auch in Khat-Blättern vorkommt, einer Droge, die speziell am Horn von Afrika und auf der Arabischen Halbinsel konsumiert wird. Synthetisiert findet es Verwendung in illegalen Drogen wie dem berüchtigten Badesalz. Cathinon drosselt den Appetit, ist schmerzlindernd und führt dazu, dass man sich konzentriert bis obsessiv auf etwas Bestimmtes fokussiert. Im Fall der Zikaden wäre das die Kopulation. Forscher vermuten, dass es diese Kombination aus Cathinon und Psilocybin-ähnlichen Halluzinogen ist, die Zikaden zu Sexzombies mutieren lässt. Obwohl durch den Pilzbefall etwa ein Drittel des Körpers abfällt, lebten sie weiter, als ob nichts passiert wäre_ sogar noch intensiver. Offenbar empfinden sie keinen Schmerz und genießen jede Sekunde ihres Daseins, bevor sie vorzeitig ihr Leben lassen.

Zikaden haben ihre Spuren auch in populärer Musik hinterlassen. Bob Dylan besingt sie in Day of the Locusts. Locusts bedeutet zwar Heuschrecken, aber die Dylan-Forschung _die es an Aufwand locker mit der für Insekten aufnimmt_ kam 2021 zu dem Schluss, dass es sich in Wirklichkeit um Zikaden handeln muss. Ihren Ausführungen zufolge zog Dylan deshalb Heuschrecken vor, weil sie mehr Assoziationen wecken, insbesondere biblische, die der Singe-Songwriter ja generell liebt. Besagtes Lied erschien 1970 auf dem Album New Morning und handelt von der Verleihung eines Ehrendoktors an den Künstler. Die entsprechende Zeremonie wurde am 9. Juni 1970 an der Universität von Princeton abgehalten, mit anderen Worten vor dreimal 17 Jahren ab Forschungsergebnis_ also in einem Zikadenjahr. Die feierliche Übergabe fand im Freien statt und offenbar war das Zirpen so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstand. Im Refrain betont Dylan nachdrücklich, die Insekten hätten nur für ihn konzertiert_ was entweder von mangelndem zoologischem Wissen oder nem nobelpreisverdächtig Ego zeugt.
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nur die Ruhe Mann

Beitragvon riemsche » 26.02.2022, 12:40

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was will Wladimir
Respekt und Sicherheit
was hingegen Putin nicht
Bedrohung von außen
jetzt im Anmarsch
sein orchestriert Feldversuch
mit der dringend Botschaft
bitte nehmt mich endlich ernst
zeitnah Kriegserklärung
wenn alle Gespräche scheitern
noch ist Raum für Diplomatie
bleibt zu hoffen er wird genutzt
ein verzweifelt Bär
ist ein gefährlich welcher_ tönt
nach entschleunigt Ferndiagnose

mal ehrlich Leute_ wer hat schon
gern Raketen vor der Nase
J.F. Kennedy damals in Kuba
auch nicht_ da hieß es
auf die Unmissverständliche
bis hierher und nicht weiter
im Spiel der Kräfte über Jahrzehnte
mehrfach darauf hingewiesen
legte man sich im Gegenzug
unbeeindruckt militant ins Zeug
rückt die Nato weiter gen Osten vor
stünd bei günstig Beitritt
vierhundert Kilometer vor Moskau

Putinversteher_ mitnichten
bin s als Unternehmer nur gewohnt
mein Gegenüber zu begreifen
sonst nie und nimmer in der Lage
seine Motive zu verstehen
weil s Lösungen an Ansatz mangelt
zudem gerät der günstig Umstand
dass es in Europa Weise gibt
Insider mit neutralem Background
sehr wohl dazu imstande
mit ihrem alten Wissen
und militärischer Zurückhaltung
Probleme zu beseitigen
in der Hitze des Gefechts
vorschnell in Vergessenheit

Martti Ahtisaari
ein finnischer ex-Präsident
und Friedensnobelpreisträger
warum zieht man beispielsweise
ihn nicht als Vermittler heran
nimmt Putin beim Wort_ sagt
Sie haben nicht unrecht
und wir verstehen
dass sie sich bedroht fühlen
wollen jetzt wirklich etwas tun
ums Szenario zu entschärfen
aber im Gegenzug
natürlich auch was von ihnen
eine international garantierte
Unabhängigkeit der Ukraine
ist momentan das mindeste

Hau drauf und Schluss nach
Hinhalt_Taktik bis zum Abwinken
stop # eher zu befürchten ist
dass wir uns außerstande sehen
den Konflikt an der Wurzel zu packen
s fehlt an gegenseitig Respekt
braucht ne emanzipiert Ukraine
ein kooperierend Europa
Worst Case versus Wunschdenken
nochmal zur Erinnerung
Russland ist unser Nachbar
ergo Friede machbar

nicht auf Kosten von irgendjemandem
sondern unter Wahrung aller Interessen
sind wir doch in Wirtschaft Kultur
und Geschichte miteinander verbunden
die Amerikaner weit weg
eine erzwungen Allianz mit China
Trump Punkt Zwei im Weißen Haus
und uneinig Europäer
als zu vernachlässigend Restgröße
möchte man der nächsten Generation
nicht antun geschweige hinterlassen

statt wem gleich was vorschreiben
einer gewählt Führung zubilligen
selbst Entscheidungen zu treffen
Wege in d Selbstständigkeit vermitteln
da_nach_Denkprozess_ Fragezeichen
Spekulationen sind eher dazu angetan
wem ad hoc potentiellen Vertragsbruch
aus politischen Motiven unterzujubeln
was vorab nirgends gut ankommt

Sanktionen sind selten
hilfreich wenn s im Endeffekt gilt
damit verbundene Ziele zu erreichen
im Vor_und Nachhinein meist schädlich
haben Konflikte vertieft
nicht gelöst
treffen die s betrifft meist zuletzt
das schimpft sich kontrolliert Dynamik
wenn s hart auf hart kommt
ist es für Autokraten natürlich
von Vorteil nen quasi Kaiser
in unmittelbarer Nähe zu wissen
der sich mit Handkuss alles an blockiert
Rubel Energie und Export einverleibt

s gibt so selbstverliebt Naive
wie ex-Kanzler Wolfgang Schüssel
der mit Wladimir Putin und Karl Schranz
gemeinsam am Schlepplift posiert
emsig um d Hauswirtschaft Besorgte
wie Christoph Leitl und Heinz Fischer
die lauthals in Gelächter ausbrechen
als Putin Leitls lange Amtszeit
als gute Diktatur bezeichnet
und den tiefen Knicks von Karin Kneissl
bevor n Patron auf ihrer Hochzeit tanzt
jetzt tanzt sie auf seiner
eine ehemalige Bundesministerin
für Europa Integration und Äußeres
heute Aufsichtsrätin bei Rosneft
einem russischen Ölkonzern
mit einem Mindestjahresgehalt
von 5oo.ooo USD inklusive gratis
Auftritt in hochnotpeinlich Propaganda

Bilder wie diese und das im Anhang
wo man zugunsten blutrot Großmacht
ein im Verhältnis klitzekleines
Österreich im Graubereich versteckt
führen Meinungsmacher ad absurdum
angeblich werden ja Aussagen
ehemaliger Politselbstdarsteller
auf diplomatischer Ebene
nicht weiter ernst genommen
bleibt s primär bei Erbgut Vertrautheit
unter vormals benachbart Imperien
wenn uns die Sonne scheint
erweitert s den Gestaltungsspielraum
entstehen schwerwiegende Konflikte
ist s mit dem Zaungast sein
und bei Bedarf nach Lust und Laune
in d passend Richtung schauen vorbei
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