maunzer grübler rippenstessa

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riemsche
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 16.11.2022, 20:27

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Kennen Sie Richard Sales? Nein? Kein Problem
spricht nämlich im Grunde eigentlich für Sie
Der gute Herr aus London/Essex ist Video-Creator
und hey_ digital öffnen sich ständig schmucke
Schiebetüren wenn sich wo Portale schließen
Handwerk das einstmals goldnen Boden hatte
macht sich unter blumig Pseudonym zum Affen
zahlreiche Spuren auf der Datenautobahn
stellen sicher dass dies weiterhin so bleibt
Nicht dass Sie jetzt meinen der anfangs Genannte
strengt sich auf d Kreative dementsprechend an
produziert aufwendige Kurzfilme oder dergleichen
Nichts da_ er verdient sein Geld schlicht damit
dass er Videos anderer kommentiert und dabei
auf geteiltem Bildschirm übertrieben präsent ist
limitiert Wortschatz Grimassen die er schneidet
und Töne die er zusehends von sich gibt haben s
in Sachen _bescheuerter geht s nimmer_ in sich
Ein Mechaniker flüsterte mir kürzlich Folgendes
>bled deafst sei. zu helfn muassta wissn.<
Stimmt_ damit bist online an der richtigen Adresse
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 17.11.2022, 12:55

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im Umgang mit den dunkelsten
Stunden unserer jüngsten Geschichte
hat sich in letzter Zeit einiges getan
ältere Mitbürger mögen die Ansicht
vertreten dies sei zu viel des Guten
liegen damit leider völlig falsch
denn angesichts erneuter Gräueltaten
kann man keinen Schlussstrich ziehen
statt s unangenehm Ungeheuerliche
unter n Teppich kehren ist es eminent
wichtig sich der Historie zu stellen
das sind wir den Opfern schuldig
dass Österreich in der Vergangenheit
mehrfach falsch abgebogen ist
ist unserer heranwachsenden Jugend
vorab nicht bekannt deshalb besteht
die Verpflichtung zur fortwährenden
und intensiven Auseinandersetzung
dass das nicht noch einmal passiert
den Verfasser der Nürnberger
Rassengesetze immer noch als Träger
höchster nationaler Ehrenzeichen
zu listen kommt Bestreben ungelegen
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 19.11.2022, 23:42

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die Hoffnung kommt eigentlich immer von innen
ist in erster Linie eine Frage der Entscheidung
konzentriere ich mich auf das was mir Angst macht
oder auf d Freundlichkeit die mir tagtäglich begegnet
auf ne nahe Zukunft mit der es nicht zum Besten steht
oder betrachte ich mich als Part einer Menschheit
die vieles geschafft hat und Schönes zustande brachte
bin ich Teil der Katastrophe oder Teil der Lösung
denn je nachdem wofür ich mich auch entscheide
erscheinen Erfahrungen in einem anderen Licht
obwohl in der Gegenwart zuhause kann ich bereits
jetzt ein Teil der Zukunft sein wir stecken in enormen
Schwierigkeiten wegschauen ist somit keine Option
wer Taten folgen lassen will ist vorab darauf
angewiesen Umstände realistisch einzuschätzen
uns Entwicklung zuzutrauen und das zu stärken
was künftig an Gutem und Schönem wachsen soll
weil man sonst nicht angemessen helfen kann
die Gratwanderung_ sich sowohl der Krise als auch
vorhandenem Potenzial gleichzeitig bewusst zu sein
hat zur Folge dass wenn s funktioniert das meiste an
Energie dorthin fließt wo definitiv Bedarf besteht
sich in der Betrachtung einer üblen Lage zu erschöpfen
lässt nichts mehr an Bestreben übrig um zu helfen
da die Regeneration von Planeten nicht in Jahren
sondern Jahrtausenden gemessen wird werden wir
den Stab derjenigen die sich um uns Sorgen machten
noch einigen Generationen weitergeben nur ist das
nichts Negatives sondern vielmehr eine Lebensaufgabe
der Chemiker Michael Braungart und der Architekt
und Designer William McDonough entwickelten in den
1990ern die Idee des cradle to cradle also sinngemäß
vom Ursprung zum Ursprung dabei sollte jedes Produkt
so beschaffen sein dass es nach Ablauf maximaler
Nutzungsdauer wieder komplett in den Rohstoffkreislauf
von Mutter Erde zurückgeführt wird bereits 1944 wurde
in Deutschland s dahingehend Gesetz verabschiedet
darin steht_ Abfälle sind in erster Linie zu vermeiden
ein kluger Schachzug der damaligen Regierung um
künftigen Generationen dieselben Chancen zu eröffnen
dummerweise haben wir s Verlangen Dinge wie
coffee.to.go zu importieren infolgedessen so viel
Müll produziert wie nie zuvor zeitgleich fahren wir fort
mit dem übermäßigen Konsum von Wegwerfprodukten
d Wirtschaft anzukurbeln vielleicht braucht s den Druck
von Rohstoffmangel Geldentwertung Wetterkapriolen
um zu begreifen dass der Planet nicht uns gehört
langfristig kann ja niemand wissen was aus jetzigen
Katastrophen wachsen wird vielleicht sind s behilflich
um das sensible Spannungsverhältnis von individuellen
Bedürfnissen und kollektiver Verantwortung besser
zu verstehen_ übrigens eine der Ideen die momentan
öffentlich sichtbarer werden obwohl sie natürlich
dauernd existent war Gemeinsinn als Schlüssel
des 21.Jahrhunderts praktisch Anschauungsunterricht
geben uns Kinder und Jugendliche sie verfügen
über einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und
den Wert von Gemeinschaft auch die Liebe zu Tieren
und s Wissen dass sich alle Lebewesen ähnlich sind
gehört zu ihren ganz großen Stärken daran erinnern
sie uns permanent Social Media Smartphones oder
fortschreitende Digitalisierung sind nicht s Problem
problematisch ist lediglich dass wir uns von Techniken
mehrheitlich benutzen lassen statt sie aktiv zu nutzen
nur deshalb haben sie Suchtcharakter während wir
glauben wir wären User sind wir in Wahrheit s träge
Produkt mit dem gehandelt wird andere Geld verdienen
das geht mittels Benutzeroberflächen vonstatten
die wir geschaffen haben und nicht unsere Kinder
was wir ihnen beibringen sollten ist somit genau das
was wir selbst nicht können das ist ein echtes Dilemma
und ein Grund mehr uns auf wesentliche Fragen
zu fokussieren zum Beispiel für welche Kleinigkeiten
bin ich heute dankbar worin bestand mein Beitrag
to make the world a better place Antworten darauf
gewinnen an Gewicht wenn wir sie mit anderen
teilen und seien s nur ein paar Minuten am besten
mit jemandem den wir nicht so gut kennen drum außer
einer Antwort nichts erwarten womöglich kommst so
der Lösung näher was ein Mensch zu sein bedeutet
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 23.11.2022, 19:35

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auf einem aktuell zirkulierendem
Foto des russischen Außenministers Lavrov
trägt dieser ein grünes T-Shirt
mit einem Motiv des 1988 verstorbenen
Malers Jean-Michel Basquiat_ und ja
das ist der mit dem Rahmen der dann
doch nicht von ihm sondern einem
hiesig Tausendsassa gezimmert wurde
dem s nicht an überhöhtem Selbstbewusstsein
und Chuzpe gebricht Basquiat wäre es
wahrscheinlich egal ob er von wem gefälscht
oder getragen wird nur dass just einer
der erklärten Feinde des Westens
mit einem der Säulenheiligen westlicher Kunst
Brust raus Bauch rein herumspaziert
sorgt taktisch brillant für Verwirrung in Folge
dafür dass sich d objektiv Betrachtungsweise
angesichts Subjekt nur mehr auf das was
wer gerade an statt an sich vorhat konzentriert
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 25.11.2022, 22:23

Der starke Mann fasziniert_ er packt zu, gilt primär kraft seiner Taten als fähig. Um diesem Idealbild zu entsprechen, versteckt man in gewissen Kreisen Mängel gerne hinter einer manipulativ verlogen Fassade. Im Zuge dessen erweisen sich Systeme autoritärer Länder bei näherer Betrachtung als äußerst fragil. Demokratien sind daher gut beraten, ihre Errungenschaften stolz ins rechte Licht zu rücken. Denn Autokraten lügen mitunter gern, wenn es um Wachstum geht. In beiden politischen Systemen gibt es den Anreiz, sich besser darzustellen. Nur ist dies In Autokratien viel leichter möglich, da eine Kontrolle durch die Öffentlichkeit und freie Medien fehlt. Und weil auch Untergebene dank schlechtem Beispiel zu unfairen Mitteln greifen, um Vorgaben zu erfüllen. Autokratien neigen beispielsweise in der Regel dazu, ihr jährliches Wirtschaftswachstum im Vergleich zu Demokratien um etwa ein Drittel aufzuhübschen. Auffällig ist auch, dass Autokraten in dem Zusammenhang nur dann korrekte Zahlen liefern, wenn ihr Land in zu fördernd Hinsicht sowieso unter einer bestimmten Schwelle liegt, lukrativ Grenzwert nicht übersteigt und deshalb Entwicklungsgelder fließen. Dies wirft ein neues Licht auf hitzig geführte Diskussionen darüber, wie ungemein erfolgreich nicht demokratische Länder sind. Stehen doch beinah jeder schnell gewachsenen Autokratie zig ideologisch Verwandte gegenüber, die an verlautet Wunschprogramm scheiterten. Dem Vernehmen nach sind die meisten reichen Staaten Demokratien. Sollte der Wohlstand jedoch vorrangig auf Bodenschätzen beruhen, ist gern auch das Gegenteil der Fall. Demokratisch regierte Länder investieren mehr in Bildung und Gesundheitswesen, sind besser darin, langfristig für Stabilität zu sorgen. So die Annahme_ leider hat s den Anschein, dass ihnen sogar Vorzüge wie diese sukzessive abhanden kommen.
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Re: maunzer grübler rippenstessa

Beitragvon riemsche » 26.11.2022, 15:04

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ne relativ hurtig vonstatten gehende Verschiebung
der Lebensbedingungen verändert Weltvorstellung
Diskontinuität oder brüchig geworden Geschichte
Entwicklung die einen Kippeffekt in Gang setzt
Zeitenwende_ ein epochal geschwollen Begriff

vom Gefühl her drängt sich der Kontrast
zwischen dem gegenwärtig Empfinden einer Krise
zur in Vergangenheit vorwiegend praktizierten
Selbstüberschätzung auf_ ab den 1990ern
brach das Sowjetimperium zusammen
Ende der Teilung Europas EU Schengen Euro
Westeuropa war im letzten Dreivierteljahrhundert
im Allgemeinen aus dem Gröbsten raus
mit Ausnahme der Balkankriege herrschte
Frieden Freiheit Wohlstand Sicherheit
in einem historisch unvorstellbaren Ausmaß

jenseits des Atlantiks wurden laufend Vorhaben
zur Befriedung Demokratisierung und
Sicherung der Menschenrechte versemmelt
man tut sich leicht derlei Versuche ein Regime
zu wechseln als imperialistische Überheblichkeit
zu kritisieren aber das beantwortet nicht
die Frage ob westliche Länder hinfort
jedem Genozid eines souveränen Staates
im Fernsehen zuschauen und jede Eroberung
mit besorgter Untätigkeit hinnehmen sollen
wie manche die das dann Pazifismus nennen
neuerdings unablässig suggerieren

vom Jammern auf hohem Niveau
ist der empfunden Absturz umso tiefer
wenn nunmehr Probleme wie d Epidemie
Klima Energie Inflation Migration und Krieg
gleichzeitig eskalieren_ die Hybris am Ende
die Welt in Unordnung Ernüchterung kehrt ein

getragen von der Illusion
alles an Luxus sei irgendwie normal
hat sich binnen weniger Jahrzehnte
die Selbstverständlichkeit etabliert
dass es ist wie es ist nicht anders sein kann
was genau macht sich momentan daran
in einer multipolaren Welt alles zu zerfleddern
wie sehr schädigt Selbstentfaltung
im Nachhinein die Selbsterhaltung
man muss sich sorgen zu verhindern wissen
eine längst überfällige Transformation
mit Absichtserklärungen zuzuschütten

das bisherige Maß an Überschaubarkeit
und Beständigkeit gibt es nicht mehr
es gilt mit Liquidität Ambivalenz plus dem
was das amtlich Vokabular sonst noch
an Bezeichnendem auf Lager hat
und Elementen die s bisherige Wertempfinden
auf den Kopf stellen leben zu lernen
man hat das Eine übersehen s Andere
falsch gedeutet s Dritte wie üblich verdrängt
die Stimmung wird ne düstere wenn
sich mehrere Krisen wechselseitig verschärfen
wirtschaftlich politisch militärisch und kulturell

dazu s nervig Gerede von wegen Identität
strategisch produzierte Angst Aufmerksamkeit
Kollaps katastrophales Management
Krise war immer s kommt auf die Dosis an
und die ist auf d Multiple aktuell ne satte
zudem sind zig grundlegende Paradigmen
antiquiert Montag-oder Auslaufmodelle
wir dazu angehalten neue zu erarbeiten
einfach gesagt wird s um keinen Deut leichter
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