Meine weißbefleckte Leinwand

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yume
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Meine weißbefleckte Leinwand

Beitragvon yume » 14.05.2007, 21:29

Meine weißbefleckte Leinwand

weiß, und zart
ruht sie
atmet sanft
in diesen raum
macht ihn zu etwas besonderem; sie
wartet darauf, dass
ich wohl bedacht
an ihr
meine arbeit
verrichte, und vollende.
koto ri-ga

riemsche
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Re: Meine weißbefleckte Leinwand

Beitragvon riemsche » 14.05.2007, 23:45

think positiv (muss mir dazu jedoch den tiel entweder weg oder anders denken):
ein kalligraphiegepinseltes Ja bis zum "ihr" - dann weiß ich, was du meinst, formuliere es jedoch für mich um. "verrichten" ist für meinen begriff zu sehr mit alltäglichen dingen der routine verbandelt.
"arbeite und vollende" hat zwar was von ora et labora - vermittelt mir jedoch in diesem zusammenhang die ausübung alter kunst auf neuem untergrund viel intensiver.

denk schlechtes (wobei dies unter remember marty feldmann auf die situationskomische zu sehen ist):
ich nehme den titel zu wörtlich und sehe - ein bettlaken. den rest überlasse ich der fantasie des(r) einzelnen ;-) . dass dieselben worte -das finale "passt" dann- auch diese interpretation zulassen, halte ich nochmal extra für denkwürdig. schreit nach einem extrathread über lyrische schubladen mit doppeltem boden :-D

gute nacht
kasparov
„To hell with circumstances; I create opportunities.“ – Bruce Lee

yume
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Re: Meine weißbefleckte Leinwand

Beitragvon yume » 15.05.2007, 12:14

Hallo Kasparov,

danke für das Kaligrafie Ja .)
Ich denke, die Kritik ist durchaus berechtig. Das habe ich auch schon von anderen gehört.

Beim "verrichten und vollenden" überlege ich selbst schon seit einiger Zeit. Da das Gedicht aber in meiner Rembrandt-Phase entstanden ist, und der ja bekanntlicht, manchmal recht grob war an seiner Leinwand ( und im nächsten Moment wieder sehr zart und feinfühlig mit dem Pinselstrich) habe ich mich damals für die "harte" Variante entschieden. Unter anderem auch, weil mir kein feines Wort für das beendenen einer Arbeit, einfiel. Word gab da nicht so viel her ;-)
Aber ich komme von dem "verrichte und vollende" nur sehr schwer los.
Du meintest "arbeite und vollende" wäre intensiver? Hm..Ich kann ja mal an den letzten drei Zeilen rumprobieren - möglist ohne dabei das Werk zu zerstören :-D

Nun ja, die meisten Leinwände, die ich kenne, sind leicht cremig, sodass weiße Farbe doch schon auffällt. Ja, das hat etwas von Doppeldeutigkeit *geheimnisvollzwinker

Liebe Grüße,
yume
koto ri-ga

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Re: Meine weißbefleckte Leinwand

Beitragvon riemsche » 17.05.2007, 18:34

hallo yume,
das problem, das ich mit dem "verrichten" habe ist, dass sich dieses wort auch ans grosse geschäft anhängen lässt :-D

die idee, die mir so vorschwebte war:

wartet darauf, dass
ich wohl bedacht
an ihr arbeite und
vollende.

dürfte nichts zerstören, oder?

liebe grüsse
kasparov
„To hell with circumstances; I create opportunities.“ – Bruce Lee


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