Frau mit vogelkäfigkatze

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Näherungsweise
Thaleia
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Frau mit vogelkäfigkatze

Beitragvon Näherungsweise » 11.02.2010, 20:25

Frau einen vogel in sich tragend
über ihre augen sein gefieder
breitend über ihrer vagina seine
schwingen schützend in ihrer
traurigkeit seine krallen haltend
brütend über ihrem herz

Vogel einen käfig in sich tragend
mit quietschenden scharnieren und
gitterstäben schwarz und nüchtern
wie die nacht und darin sitzend
eine katze mit augen brennend
grün nach vogelfleisch lüsternd

Katze einen guppy in sich tragend
schwebend im süßwasser.
Besuch mich mal... in meinem kleinen Blog-Haus

hginsomnia
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Re: Frau mit vogelkäfigkatze

Beitragvon hginsomnia » 23.03.2010, 01:58

Hallo näherungsweise,

eine interessante Idee der Perspektivverlagerung von innen nach außen, eigentlich, um genau zu sein, von außen nach innen nach außen. Die Spiegel sind hier gut aufgestellt.

Mir ist lediglich das ein oder andere Partizip zuviel gesetzt.
Ich schneide also mal etwas am Text herum.


Frau einen vogel in sich tragend
über ihre augen sein gefieder
über ihre vagina seine schwingen
schützend breitend in ihr
seine krallen haltend
brütend über ihrem herz

Vogel einen käfig in sich tragend
mit quietschenden scharnieren
gitterstäben schwarz und nüchtern
wie die nacht und darin sitzend (gefällt mir übrigens ausgesprochen gut)
eine katze mit augen brennend
grün nach vogelfleisch

Katze eine guppy in sich tragend
schwebend im süßwasser. (finde ich auch sehr schön)


Nur ein Vorschlag meinerseits!

lg
hginsomnia

Näherungsweise
Thaleia
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Re: Frau mit vogelkäfigkatze

Beitragvon Näherungsweise » 26.05.2010, 00:43

Hallo und danke für's Lesen und deinen Rat. :-)

Mir ist lediglich das ein oder andere Partizip zuviel gesetzt.


Ich glaube, du hast Recht... aber dennoch fällt es mir schwer, an dem Gedicht etwas zu ändern.

Die Häufigkeit der Partizipien ist allerdings kein Zufall. Sie sollen formal die Passivität und das Gefangensein auf der inhaltlichen Ebene spiegeln.

Herzlichen Gruß,
nw.
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