Hm, ich bin tatsächlich nicht auf die Idee gekommen, dass Eigentumsrechte in diesem Zusammenhang von Bedeutung sein können, aber jetzt wo du es erwähnst, natürlich. Das ist ein Unterschied.
Wobei ja am Ende der Liebe Geschenke oft zurückgefordert werden. Was kann man schon in der Liebe wirklich an Eigentum anhäufen? Wenn der Geliebte das Herz entzieht, verlieren alle Geschenke ihren Wert. Aber um ein Ende der Liebe geht es ja nicht.
Das bringt mich aber auf einen anderen interessanten Aspekt: Die Darstellung von Liebe als Substanz in verschiedenen Aggregatszuständen suggeriert dass Liebe notwendigerweise immer in irgendeiner Form in einem Kreislauf vorhanden sein muss, so wie Wasser. Die Abwesenheit von Liebe - ein Ende der Liebe gäbe es nicht, selbst wenn sie sich hässlich in Mord und Totschlag äussert. Zumindest nicht in einer Beziehung, in der einmal Liebe da war. Das ist eine schöne Vorstellung. Aber ist sie realistisch?
Ich glaube schon, dass immer etwas bleiben wird, wo einmal Liebe war - aber dieser oft geisterhafte Rest findet sich eigentlich nicht in deiner lebensstrotzdenden Aufzählung. Vielleicht fehlt dir noch ein Aggregatszustand?
wo ist hier die rubrik esoterisches gedicht? ;-)
Re: wo ist hier die rubrik esoterisches gedicht? ;-)
Man müsste das System seiner Widersprüche finden, indem man ruhig wird. Wenn man die Gitterstäbe _sähe_, hätte man den Himmel dazwischen gewonnen. (Elias Canetti)
Re: wo ist hier die rubrik esoterisches gedicht? ;-)
Wobei ja am Ende der Liebe Geschenke oft zurückgefordert werden. Was kann man schon in der Liebe wirklich an Eigentum anhäufen? Wenn der Geliebte das Herz entzieht, verlieren alle Geschenke ihren Wert.
für manchen vielleicht, aber nicht für mich. wer mir was geschenkt hat, und sei es nur zeit - der hat mir diese zeit auch für immer geschenkt.
als wir uns in HH unterhielten, im café - da hast du mir und ich dir zeit geschenkt; aufmerksamkeit ... das bleibt von meiner seite auch so geschenkt
"herz entziehen", das gibt es für mich gar nicht (mehr).
vermutlich interpretiere ich dich aber verkehrt ... du meist was anderes, oder?
"Die Abwesenheit von Liebe - ein Ende der Liebe gäbe es nicht, selbst wenn sie sich hässlich in Mord und Totschlag äussert."
Das ist eine sehr spannende Interpretation. Die lässt mich selbst ein bisschen ... mhm ... schaudern
"Ich glaube schon, dass immer etwas bleiben wird, wo einmal Liebe war - aber dieser oft geisterhafte Rest findet sich eigentlich nicht in deiner lebensstrotzdenden Aufzählung. Vielleicht fehlt dir noch ein Aggregatszustand?"
Ja, hier verstehe ich dich besser ... vielleicht meinst du das oben ... also sind wir der gleichen Meinung, etwas bleibt immer ... nun, Liebe würde ich ja auch als etwas Elementares begreifen, das man hat, und manchmal gibt man sie überwiegend einem, ein andermal streut man sie auf ganz viele Leute ... oder Dinge ...
allerdings, in meinem leben gabs schon phasen, wo die meiste liebe in mir selbst blieb ... narzissmus
lg
tolya
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: Baidu [Spider] und 6 Gäste