Vergänglich

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
gelbsucht
Pegasos
Beiträge: 1105
Registriert: 25.04.2002, 20:55
Wohnort: Das Dorf der Dussel an der Düssel

Vergänglich

Beitragvon gelbsucht » 16.06.2002, 18:41

Vergänglich
(alkäische Ode)

Oh, stille Stunde, laß ihn vorüberziehn,
  Den Lügenmund, der mir in den Ohren liegt,
    Um mit betörend falschen Lippen
      Seine Versprechen hineinzuträufeln.

Wenn nicht ein Wind sich regt, nicht ein Vogel singt,
  Beschleicht der Schmeichler mich und verführerisch
    Und lüstern schlingt sich dann das Echo
      Seines Gesanges durch meinen Schädel.

Dann ist der Himmel mir nicht mehr hoch genug.
  Ach, Daimon, laß doch ab von dem Törichten,
    Der nichts als Spuren hinterläßt im
      Sand, wo sie Wetter und Wind verwehen!
"Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung." (Heinrich Heine)

Zurück zu „Gedichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 29 Gäste