Für Sibylle Berg

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Für Sibylle Berg

Beitragvon DerBaum » 23.12.2011, 22:02

ein alter gedanke sitzt auf einem stuhl
sitzt auf ihm als wäre er noch ganz klein

damals als er es war dachte er
wenn ich groß bin
sitzt der stuhl sicher in einem ofen und
wartet auf das glück

ein mann sitzt neben einer frau
die frau hat ein radio in der hand
sie schaut den mann
sie schaut das radio
sie stellt das radio ein

sie sitzt am meer
sie schweigt
sie könnte auch nicht schweigen
in ihren augen brennt das unglück der welt gerade durch
und kommt
was für ein glück
immer wieder zurück
DerBaum
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Re: Für Sibylle Berg

Beitragvon riemsche » 23.12.2011, 23:22

in passage eins check ich die sitzhaltung nicht. füsse nicht auf dem boden geht klar. aber sonst. definitiv GANZ klein reicht mE für den generationenwechsel. brauchts das /noch/ unbedingt? passage zwei und drei mag ich. wort für wort. das mit dem ofen und dem alten_hörspiel - fast wie im märchen (:->)) in der letzten passage irritiert mich und dann wieder nicht die widersprüchliche folgezeile /sie könnte auch nicht schweigen/ als hättest du einen zwischenruf ausgelassen. tja und dann verließ dich was. keine ahnung was. aber was mir in der langen zeile zuviel an schlimmer wie schlimm auf die drüse drückt, dünkt mich an schleifenlösung mit dem tatusch_reim am end zu wenig. selbst wenn du /zurück/ raus nimmst, denk ich mir das wort beim lesen automatisch dazu. oder gehts da nur mir so?

demBaum ein frohes fest!! und vorrrrrsicht mit den kerzen :-)
lG schneeRiemsche
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