Der Anfang des Himmels

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Surjaninov
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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon Surjaninov » 09.02.2005, 23:00

@ Lene

Aber der "Reiterhof" lässt schon aufhorchen. Mich zumindest. Es ist halt dieses Junge-Mädchen-Reiten-Klischee. Das gibt es doch?!? Und dann kommt da noch die Allergie...

@ Tolya

Das du die Fackel nicht als "angezündet" beschreibst ist mir gar nicht aufgefallen. Das denkt sich der Leser schon.
Zum Anfang, da würde ich den zweiten nehmen. Und dann das mit der Fackel dahinter irgendwo einbauen.

Am besten schweigen wir ab jetzt, das schafft Lektorenarbeitsplätze... :-p :-D

Wann geht es weiter?

lg an euch 2
Surja

Glaukos
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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon Glaukos » 09.02.2005, 23:19

Hehe, Surja+Lene,

Reiten oder nicht Reiten, das ist die Frage ... mein Biolehrer meinte mal mit süffisanten Grinsen, die Reitlust der 12jährigen Mädchen hätte durchaus physiologischen Ursprung - Grund genug für die holde Männlichkeit, einen eigenen Damensitz zu konstruieren, um den Frauen das Leben wieder mal schwerer zu machen ... (das Christenmädchen hier ist allerdings schon 20 ;-) )

"Heuschnupfen" hingegen las ich in einer psychosomatisch-psychologischen Deutung interpretiert als eine Sublimierung der ersten Liebesenttäuschung: Weil früher die meisten Liebesromanzen im Heuschober stattfanden, wurde dann dieses Heu nach der Enttäuschung mit den Tränen verkoppelt: Der Heuschnupfen (der ja gerne erst in der Pubertät auftritt) wäre demnach die unbewusste Erinnerung der Nasenschleimhaut|Psyche an ein nicht vollständig bearbeitetes Liebesleid.


Das als zwei verschrobene Anmerkungen aus dem Reich der Biologie|Psychologie ;-)


Aber Klischee hin oder her. Es gibt nun leider Gottes auch Christenmädchen, die auf Reiterhöfen in ihrer Freizeit arbeiten, und ich hoffe nicht, dass sie sich selbst als fleischgewordenes Klischee begreifen ;-)


Die Fortsetzung, meine lieben Mitlektoren, folgt vermutlich schon morgen.

Gute Nacht wünscht
Tolya

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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon SMID » 10.02.2005, 17:37

Das Diktiergeraet ist eine feine Sache. Ich stelle mir gerade vor, wie ich in der Ubahn impulsive Selbstgespraeche mit meinem Diktierfritz fuehre und zur Seite schiele, wenn Sicherheitsbeamte an mir vorbeigehen...

Ich hatte auch schon mal daran gedacht, aber das klappt nicht. Die Batterien sind immer dann leer, wenn man was sagen will. Ich habe einen Kritzelblock. Das ist studentischer. Unauffaelliger. Aber langsamer, das stimmt.

Ausserdem gibt es Stilbrueche beim Aufschreiben. Man kann ja schlecht einen ganzen Roman von Anfang bis Ende runtersprechen. Vieles passiert doch bei der muehsamen Flickenteppich-Arbeit im Nachhinein. Dann aendert sich der Sprechfluss.

Trotzdem, ich weiss von Gao Xingjian, dem chinesischen Exilnobelpreistraeger, dass er seine Romane im Liegestuhl ausspinnt waehrend das Tonband laeuft. Er meinte, er spricht manchmal ganze Abende und Naechte hindurch. Immer im Selbstgespraech, oder manchmal auch mit seiner Frau.

In seinem Roman /Lingshan/, Seelenberg(? schlecht zu uebersetzen) sind das Ich, das Du und die Dritten Personen er/sie nur andere Zustaende und Seiten seines eigenen Erzaehlerichs. Das ganze ist demnach ein Monolog, wobei alle Personen nur unterschiedliche Rede- und Bewusstseinsperspektiven darstellen und einnehmen.

Fuer mich wirkt das sehr langatmig. Beim Lesen werden Ablaeufe und Beschreibungen mit einer sonderbaren Intesivitaet und Geschwindigkeit entfaltet, die beim handgeschriebenen Text nicht unbedingt in dieser Art vorzufinden sind.

Wie auch immer, ich bin auf weiteres gespannt.

SMID

Glaukos
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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon Glaukos » 14.02.2005, 22:22

Sorry, es hat eine Weile gedauert mit den Korrekturen.

Ich will diesmal noch ein paar Worte zu der Struktur des Romans voranschicken, denn sonst ist das 3. Kapitel schwerer zu verstehen.


Der Roman ist in drei Teile gegliedert.

Der erste Teil umfasst etwa 25 Prozent des Textumfangs, er wird vorwiegend aus der Perspektive von Luca erzählt. Er besteht aus 30 Unterkapiteln.

Der zweite Teil umfasst etwa 30 Prozent des Textumfangs, er wird vorwiegend aus der Perspektive von Rebecca erzählt. Auch er besteht aus 30 Unterkapiteln.

Der dritte Teil umfasst etwa 45 Prozent des Textumfangs, und er wird vorwiegend aus der Perspektive von Laura erzählt. Er besteht aus 60 Unterkapiteln.

Jeder der drei Teile enthält zusätzlich drei Kapitel, die sich vom Rest abheben: Die Vorstellungen-Kapitel. Hierin werden Lucas, Lauras und Rebeccas Vorstellungen zum Leben, zur Liebe und zur Freundschaft geschildert. Sie sind in Kursivschrift gesetzt und wählen eine Außenperspektive.



3

Rebeccas Vorstellung von der Liebe: Die Telepathie


Ihr erstes Handy bekam Rebecca zu ihrem achten Geburtstag geschenkt. Ihre Mitschülerinnen waren neidisch und verspotteten sie als ein fernsteuerbares Mündel, das sich an der Kandare seiner kontrollsüchtigen Eltern herumführen ließ. Rebecca aber ließ sich nicht beirren.

Und die Zeit spielte in ihre Hände. In den nächsten Jahren bekam sie oft Gelegenheit, die Handymuffel zu belächeln, die nach und nach zu der wachsenden Gemeinschaft der Handynutzer konvertierten. Irgendwann schlossen sich selbst die härtesten Gegner an, obwohl sie vorher mit bunten Spottshirts herumgelaufen waren:
Ich bin wichtig, gebt mir ein Handy.

An Rebeccas Liebe zum Handy aber reichte keiner heran. Sie musste immer das neueste Gerät haben, und ihre Eltern kauften es ihr, ganz gleich was es kostete. Rebeccas Kult ging so weit, dass sie jedem Gerät einen Namen gab. Während andere Mädchen Stofftiere aufreihten, gruppierte Rebecca ihre Handschmeichler nebeneinander. Und jedem von ihnen gab sie ein Geschlecht, ja sie erfand ihm sogar eine eigene Biografie.

Zu jedem Geburtstag kam ein neues Gerät hinzu. Außerdem ging sie über die Trödelmärkte der Stadt und kaufte ausgediente Exemplare, die ein interessantes Design hatten. Die Verträge liefen über ihre Eltern, denen es an Geld nicht mangelte. Und als Rebecca ihr Abitur bestanden hatte und in Potsdam zu studieren begann, versprachen sie ihr, neben der Wohnungsmiete auch die Handyrechnungen zu begleichen.

Rebeccas Vater stammte aus Palästina und hatte in Beirut studiert, wo er eine deutsche Studentin kennen lernte und schließlich auch heiratete. Rebeccas Mutter war in Uelzen aufgewachsen. Nach drei Jahren in Beirut und sieben Jahren in Kairo hatte die Mutter genug vom Ausland: Die junge Familie ließ sich in der Lüneburger Heide nieder.

Ihr Vater verbrachte viel Zeit auf Reisen. Er war ein erfolgreicher Herzchirurg, den seine Patienten einen Herzkünstler nannten. Er arbeitete oft im Ausland und hielt Gastvorlesungen an fernen Universitäten. Weshalb die Telekommunikation die einzige Möglichkeit war, um seiner Tochter nahe zu sein. Dank dem Handy entwickelten sie ein Verhältnis, das inniger war als zuvor. Rebecca durfte ihn jederzeit anrufen, und sofern er sich nicht gerade im Hörsaal oder im Operationssaal aufhielt, nahm er sich immer Zeit für eine kurze Plauderei.

Eigentlich hätte Rebeccas Mutter neidisch werden müssen. Sobald ihr Vater eine schwierige Entscheidung zu treffen hatte, rief er Rebecca an. Zwar konnte sie ihm nur selten weiterhelfen, aber sie hörte ihm zu. Und sie konnte wunderbar zuhören, es funktionierte noch besser als Magie: Schon während er ihr sein Problem schilderte, kam er selbst auf die Lösung.

Rebeccas Mutter hingegen war eine Schweigekünstlerin. Sie hatte nicht nur Schwierigkeiten mit dem Reden, sie konnte auch nicht zuhören. Sie hatte das Naturell eines eingefleischten Tatmenschen, und deshalb verlangte sie von ihren Mitmenschen ebenfalls Taten anstelle von Worten. Ihre liebsten Sprüche waren: Papier ist geduldig. Und: Worte sind Schall und Rauch.

Rebecca respektierte ihre Mutter, aber eine echte Nähe wie zu ihrem Vater entwickelte sich nie. Mochten sich seine Auslandsaufenthalte oft über Monate erstrecken, er war ihr dennoch näher als ihre Mutter. Und wenn sie bereits im Bett lag und er anrief, wenn sie die Augen schloss und ganz Ohr für seine sanfte Stimme wurde, meinte sie seine Nähe so zu spüren, als hätte man eine Direktleitung zwischen ihren Gehirnen verlegt.

Rebecca sah in dieser Technologie eine übersinnliche Fähigkeit verwirklicht: Die Telepathie. Man konnte die Gehirne direkt vernetzen – und vielleicht sogar die Herzen.

Welches war das wichtigste Sinnesorgan? Rebecca hätte sich sofort für das Ohr entschieden. Und die Evolutionsbiologen gaben ihr Recht: Das Ohr sei als erstes Sinnesorgan entstanden, das Auge hingegen werde überschätzt. Rebecca maß dem Aussehen nur wenig Bedeutung bei, obwohl sie selbst als schön galt und einige Jahre lang sogar der Klassenschwarm gewesen war. Sie achtete bei ihren Mitmenschen viel mehr auf die Stimme. Und wenn sich eine Stimme nicht gut anhörte, dann
stimmte auch mit dem ganzen Menschen etwas nicht.

Als die SMS in Mode kam, gewöhnte sie sich einen neuen Spleen an. Die Kurznachrichten nahmen ihr zwar das Vergnügen, eine Stimme zu hören, aber sie hatten auch einen entscheidenden Vorteil: Jetzt konnte sie jedem, an den sie auf ungewöhnliche Weise dachte, sofort ihre Gedanken mitteilen. Davor hatte sie angerufen, aber den eigentlichen Anlass – ein ungewöhnlicher Gedanke oder ein Gefühl – blieb dann in der Regel unkommuniziert. Beim Schreiben hingegen konnte sie diese Intimitäten endlich preisgeben: Sie kommunizierte nicht mehr nur Gefühle (da die Stimme die Stimmungen trug). Die Worte waren Geständnisse.

Am allerliebsten nutzte sie ihr Handy von dem Bett aus. Vielleicht war es nur eine Angewohnheit, oder das Handy war im Laufe der Jahre tatsächlich zu ihrem sprechenden Kuscheltier geworden. Kaum eine Nacht verging, dass sie nicht mit ihm in der Hand einschlief; bis seine Weckmelodie sie am nächsten Morgen aufweckte.

Ihre erste Jugendliebe Richard hatte einmal sein Handy auf ihres gelegt, Display auf Display. Die beiden Geräte sahen aus wie ein Liebespaar. Sie scherzten. Begannen mit ihnen zu spielen, wie mit Puppen. Sie alberten herum. Schließlich malten sie sogar einen Comic, in dem zwei Handies die Hauptrolle spielten. Sie hießen A und B, und sie lernten sich kennen, weil Herr A sich in Frau B verliebte. Erst wurden sie Zeugen von deren Liebschaft, und dann auch Zeugen von deren Streitigkeiten. Und dann, als sich Herr A von Frau B trennte, begannen sie ein heimliches Verhältnis. In jeder freien Minute riefen sie sich an, um schließlich den Entschluss zu fassen, ihren Besitzern auszubüchsen. Um sich nahe zu sein, und um die Geschichte von Herrn A und Frau B an deren Stelle zum Erfolg zu führen ...

Als auch bei Rebecca und Richard die Phase der Abstoßung begann, erinnerten sie sich an den Comic und schrieben sich solch indirekte Nachrichten von Handy A zu Handy B. Die Geräte versuchten, zwischen ihren Besitzern zu vermitteln, was eine Zeitlang sogar funktionierte: So konnten sie sich das sagen, wofür es auf direktem Weg keine Worte gab. Irgendwann half auch das nicht mehr. Und als Rebecca schließlich in Potsdam studierte, schickten sie sich nur noch diese Art von Nachrichten. Jetzt wünschte das Handy A dem Handy B alles Gute zum Geburtstag oder schöne Weihnachten.

Als Rebecca sich mit Laura anfreundete, war das Handy erneut von zentraler Bedeutung. Sie lebten mehrere Autostunden voneinander entfernt. Es verging kein Tag, an dem sie sich nicht miteinander austauschten. Sie schufen eine Nähe, die sich sensationell anfühlte, obwohl sie sich manchmal für ganze Monate nicht sahen. Irgendwo dort draußen schwebte jemand im Äther und sandte seine telepathischen Botschaften. Rebecca entwickelte eine sentimentale Vorstellung: Laura hatte ihre Welt mit einem gigantischen Satellitennetz überwoben.

Diese telepathische Nähe reichte tiefer als Verbundenheit. Diese Nähe entsprach ihrer Vorstellung vom Lieben und Geliebtwerden – weil es hier keine Grenzen mehr gab. Der Geist war flexibler als der Körper. Rebecca war irritiert, dass in dieser Liebe die Sexualität keine Rolle spielte. Diese Liebe berührte an eine sensible Stelle, die auf keinem anderen Weg berührt werden konnte. Sie meinte, diese Stelle sei die Mitte ihres Wesens.

Ja, es war Liebe.

Eigenartig nur, dass die Jungs, in die sie sich verliebte, für diese sensible Stelle nur wenig Interesse aufbrachten. Sie schienen auf die geheimen Stellen ihres Körpers fixiert zu sein, betrieben bloß ihren verzweifelten Kult um die Innigkeit der Schleimhäute. Auch Rebecca konnte das Fleisch lieben. Auch Rebeccas Gedanken waren von diesem Thema oft geradezu besessen. Aber mit der Lust eines Mannes konnte sie dennoch nicht konkurrieren. Sie benötigte auch das Andere. Das, was in die anderen Höhlungen eindringt. Das Fluidum, den Äther, den Geist. Vielleicht war sie noch zu jung, um zu akzeptieren, dass jeder, der von einem einzigen Menschen alles haben wollte – sein Glück, seine Liebe, seine Erfüllung, Alles – die Götter herausforderte. Und eine solche Gnade wurde nur den wenigsten gewährt.

Rebecca meinte, dass man diese geistige Intimität nur dann entwickeln konnte, wenn der Eros nicht den Weg verstellte. Wie hatte es sie entsetzt, wenn ihre Geliebten sich beklagten, dass sie ihr Handy nachts im Bett nutzte. Das kam ein andermal doch auch ihnen zu Gute? Warum wollten sie ihr das nehmen? Wollten sie ihre Gedanken beherrschen, nur weil sie gerade neben ihr lagen? Es war schon peinlich genug, wenn sie fragten: A penny for your thoughts. Und jetzt hätten sie am liebsten ihre Kurznachrichten mitgelesen!

Rebecca ließ sich nicht einschränken. Wenn jemand an sie dachte, wollte sie es wissen.

Sofort.

Gut möglich, dass sie ihrer Zeit voraus war. Gut möglich, dass auch die anderen eines Tages diese Sinnlichkeit und Liebe dieses Mediums empfinden lernten. Gut möglich, dass sie sich in Geduld üben musste.

Als Rebeccas Bruder Ismael starb, erschloss das Handy noch eine weitere übersinnliche Funktion: Jetzt diente es sogar der Geisterbeschwörung. Da Rebecca in Potsdam studierte, würde sie sein Grab in Uelzen nur selten besuchen können. Weshalb sie ihren Vater zu einer ganz besonderen Grabbeigabe überredete. Und so kam es, dass Ismael ein riesiges Handy mit einem Spezialakku in den Sarg gelegt wurde. So konnte der Verblichene auch unter der Erde Anrufe empfangen.

Aber wem Rebecca auch davon erzählte, jeder fand diese Idee geschmacklos und morbide. Nein, direkt in das Ohr eines verwesenden Leichnams zu sprechen, das konnte sich keiner vorstellen. Und so blieb es Rebecca vorbehalten, Ismael anzurufen.

Und sie tat es oft. Immer, wenn sie etwas tief bewegte, wählte sie Ismaels Nummer und erzählte ihm ihren neuesten Tratsch oder ihren quälendsten Kummer.


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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon Surjaninov » 14.02.2005, 23:03

hej hej

Optisch stört das ganze ein wenig, diese Gleichheit. Da sieht es so aus als ob alles in einigermaßen gleichgroße Absätze aufgeteilt wurde. Vielleicht liegt es aber auch nur am Medium?

"Handschmeichler"

- Ist ein Handy ein Handschmeichler? Da kann ich mir aber besseres vorstellen...

"Am allerliebsten nutzte sie ihr Handy von der Bett aus"

- Bettkante? Aus dem Bett heraus? ;-)

"Auch Rebecca konnte das Fleisch lieben."

- hört sich sehr sehr drastisch an...

Die Geschichte mit Handy A und B ist gut - das gefällt mir. Obwohl? - wofür braucht man Handys? Um im Grab anrufen zu können?
Da spricht sie also in:

"das Ohr eines verwesenden Leichnams"

- Nur, dabei hört sie ständig ein Piepen? Woher es nur kommt? Achja der Tote kann ja das Gespräch nicht annehmen. Und so redet sie, und es piept.

"Uelzen"

- Ein trister Ort! Wie ein großer Friedhof. Alle die können, fahren mit dem Zug schnell durch. Da liegt er also begraben.

"eines Tages diese Sinnlichkeit und Liebe dieses Mediums empfinden lernten"

- Dan werde ich wohl ein Ewiggestriger (schreibt man das so?) sein. Denn ich kann da keine Sinnlichkeit enddecken. ABer ich muss mir das Ganze sowieso nochmal durchlesen. Denn von Liebe war nicht viel zu spüren.
Die Liebe eines Handys?
Die Verbundenheit die es schenkt?
---

Soweit von mir. Ich muss`s nochmal durchlesen.
lg
Surja

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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon Glaukos » 14.02.2005, 23:29

Lieber Surja,

merci, das ging ja flott!

Ich habe nur ein paar Pausezeichen reingehakt, dass es sich etwas besser liest. Auf meinem Bildschirm nämlich ist das eine schlimme Bleiwüste, weil der Bildschirm so breit ist ...

"der Bett" - ja huch. wird geändert ;-)

"Auch Rebecca konnte das Fleisch lieben."
- hört sich sehr sehr drastisch an...

Hast du einen niedlicheren Vorschlag?



"das Ohr eines verwesenden Leichnams"
Ob es piept? Ich denke, es ist so konstruiert, dass es automatisch durchschaltet. Der Tote kann ja nun nicht abheben. Dafür müsste man aber mal den Erfinder fragen. Das gibt es nämlich wirklich, ging vor Kurzem durch die Presse.

"Uelzen - ein trister Ort! Wie ein großer Friedhof. Alle die können, fahren mit dem Zug schnell durch. Da liegt er also begraben."

Es hat einen schönen Bahnhof, den Hundertwasserbahnhof. Der Rest ist wirklich nicht erwähnenswert ;-)


"Denn von Liebe war nicht viel zu spüren.
Die Liebe eines Handys? Die Verbundenheit die es schenkt?"

Tja, das fällt mir auch schwer zu beschreiben. Ja, ich meinte die Verbundenheit. Dass Gefühl, dass IMMER jemand da ist (bzw. solange der Akku voll ist).
Vielleicht sollte ich das mit der Telepathie noch etwas mehr herausarbeiten ...


Beste Grüße
Tolya

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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon SMID » 18.02.2005, 19:13

Mensch Tolya,

wie breit isser denn jetzt, der Bildschirm? Das muss ja ein ganz boeses Monstrums sein, so breit wie du ihn beschreibst... eine Bleiwueste? Mein Gott, mein Gott, das laeuft ja alles zu, voller Bleisand, und dann keine Fanta weit und breit, Tolya im Dauerstress! :-D

der schmale SMID muss sich den Guertel enger schnallen

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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon Glaukos » 18.02.2005, 19:31

Mensch Tolya,

wie breit isser denn jetzt, der Bildschirm? Das muss ja ein ganz boeses Monstrums sein, so breit wie du ihn beschreibst... eine Bleiwueste? Mein Gott, mein Gott, das laeuft ja alles zu, voller Bleisand, und dann keine Fanta weit und breit, Tolya im Dauerstress! :supergrinsen:

der schmale SMID muss sich den Guertel enger schnallen


Ja, läster nur ;-)
Ich habe einen neuen Bildschirm gekauft, und seither bin ich schockiert, wie hässlich viele Webseiten gemacht sind (diese hier nicht, wohl aber manche meiner eigenen Seiten), endlich zeigt mir der Schirm mal das ganze Elend der Welt in seiner reinen Wahrheit an ...
Und breit ist er ... nicht ich ... der Bildschirm ... herrje ;-)

Nun, ich werde diesen Thread hier auch bald umziehen lassen auf eine eigene Seite. Kann schließlich nicht den ganzen Roman hier einfach so ins Netz stellen. Wen es aber wirklich interessiert, und wer wirklich ein bisschen mäkeln will (sollt ihr!), den werde ich gerne als Testleser einladen: Lene, Surja und Smid - und wer sonst noch wollte, sagt mir Bescheid ;-)

Schönes Wochenende euch
Tolya

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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon SMID » 18.02.2005, 19:44

Testleser?

Testleser, das hoert sich gefaehrlich an.

Kriegt man dann Bananen und eine Urkunde geschenkt, wenn man den Test ueberlebt hat?

Und wohin muss ich dann wieder umziehen? Tolya, du machst es dem Testleser aber auch nicht einfach. Verlinke uns doch bitte mal anstaendig, damit der Test auch nicht in die Hose geht. Und dann sag endlich wann es losgeht, kann es naemlich kaum noch aushalten, diesen Psycho, den du da wieder machst. :-D

SMID fettisch fix und fanta

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Re: Der Anfang des Himmels

Beitragvon Glaukos » 18.02.2005, 20:23

Kriegt man dann Bananen und eine Urkunde geschenkt, wenn man den Test ueberlebt hat?


Bananen ... du mit deinen Bananen. Erst soll eine Banane aufs Cover, dann soll eine Banane nach Taiwan ... wo nichtmal Bücher auf deine herrliche Insel gelangen. (Habe übrigens einen Nachforschungsantrag bei der Post gestellt ... das ist ein Spaß! ... ich frage mich, wo die da was nachforschen wollen ...)

Links gibts später. Privat. Ich hoffe, SMID, du bist in konspirativen Aktionen ein sicherer Kantonist.

Habe die Ehre,
Tolya


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