Rote Erdbeeren
Wie du so daliegst, ganz entspannt und ohne Reue. Hemmungslos nascht du Erdbeeren aus meiner Schale. Grade frisch gepflückt und direkt ins Wasserbad. So schwimmen und schwelgen sie, tanzen und warten auf Zucker.
Nasch, nasch.
Es sind wieder zwei weniger in der Schale. Hör auf, sonst hast du Abend keine mehr!
Nasch, nasch.
Unermüdlich kämpfe ich mich durch das Erdbeerbeet. Zupfe an den roten Früchten. Die grünen bleiben hängen, die rosafarbenen fallen ins das kühle Nass. Komm, mach den Mund auf. Ich schupse eine kleine Kugel auf deine Zunge. Du lässt sie dir schmecken, drehst dich genüsslich um. Wie ein Frosch schaust du zwischen den Pflanzen hervor. Ich lasse mich nicht stören. Eine Beere, noch eine und zwei weitere, alle leuchtend rot, gleiten gemeinsam in die Schale. Langsam wird sie voller. Nascht du gar nicht mehr? Die letzte Staude und die letzten drei kleinen Beeren. Ich dreh mich um und hebe lächelnd die Schale. Ausgestreckt zwischen den Erdbeerpflanzen, mit roten Fingern und einer roten Schnute: die Augen geschlossen liegst du dösend da
Rote Erdbeeren
Rote Erdbeeren
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.
Re: Rote Erdbeeren
Hallo Vögelchen.
Es ist Erdbeerzeit ... da passt das gut. Yamm.
Dieser Text ist ... seltsam. Das ist das erste, was ich dazu gedacht habe. Ist schon ein paar Tage her. Irgendwann ist mir dann ein- und aufgefallen, dass er mir vom Stil wie ein Haiku vorkommt. Nur eben ein 170-Silben-Haiku. Ich kann nicht genau sagen, warum. Das Schöne an dem Text ist seine symbolische Dimension - für mich schwingt da etwas mit, dass man stark auf (verschiedene und verschiedenartige) Beziehungen übertragen kann. Und er hat auch etwas märchenhaftes - hier die arbeitsame Prinzessin und dort der gefrässige Froschkönig (Küssen bringt da auch nichts) - im adaptiven Rollentausch.
Schön, mal wieder was von dir zu lesen. Und habe ich schon gesagt, dass ich Erdbeeren mag?
MfG,
[) i r k
Es ist Erdbeerzeit ... da passt das gut. Yamm.
Dieser Text ist ... seltsam. Das ist das erste, was ich dazu gedacht habe. Ist schon ein paar Tage her. Irgendwann ist mir dann ein- und aufgefallen, dass er mir vom Stil wie ein Haiku vorkommt. Nur eben ein 170-Silben-Haiku. Ich kann nicht genau sagen, warum. Das Schöne an dem Text ist seine symbolische Dimension - für mich schwingt da etwas mit, dass man stark auf (verschiedene und verschiedenartige) Beziehungen übertragen kann. Und er hat auch etwas märchenhaftes - hier die arbeitsame Prinzessin und dort der gefrässige Froschkönig (Küssen bringt da auch nichts) - im adaptiven Rollentausch.
Schön, mal wieder was von dir zu lesen. Und habe ich schon gesagt, dass ich Erdbeeren mag?
MfG,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Rote Erdbeeren
Danke, es freut mich, dass der Text dir...seltsam vorkommt
Die Idee kam mir übrigens als ich über die heimische Erdbeerplantage gerobbt bin..Inzwischen habe ich aber alle Beeren gepflückt und es sind nur noch Reste dran..
Eine arbeitsame Prinzessin...
Nein, hast du noch nie erwähnt
Ich finde sie auch arg lecker.
Die Idee kam mir übrigens als ich über die heimische Erdbeerplantage gerobbt bin..Inzwischen habe ich aber alle Beeren gepflückt und es sind nur noch Reste dran..
Eine arbeitsame Prinzessin...
Und habe ich schon gesagt, dass ich Erdbeeren mag?
Nein, hast du noch nie erwähnt
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.
Re: Rote Erdbeeren
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Rote Erdbeeren
Die Vögel wollen sie verzehren,
Ja, das stimmt
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.
Re: Rote Erdbeeren
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
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