Herzbund Leseproben

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Lady Shakespeare
Medusa
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Herzbund Leseproben

Beitragvon Lady Shakespeare » 07.10.2009, 15:24

Ich schreibe gerade handschriftlich ein Buch und habe ein Paar Stichproben abgetippt um sie hier reinzustellen. Verzeiht eventuelle Tippfehler oder die Textform, darin bin ich noch ne ziemliche Niete. Achtet bitte vor allem auf Inhalt und Schreibart.
Erst zwei Prophezeiungen:

Wenn Feuer sich mit Erde vereint,
Und auf der lichtenen beider Seiten erscheint,
Wird ein Gesandter der Dunkelheit aufbegehren,
Das verlor´ne Licht wird im Schatten wiederkehren.

Eine Schlacht zwischen beiden wird entbrennen,
Den Helfer wird man bis zum Ende nicht erkennnen,
Doch wenn dies geschieht, so nehmt euch in Acht,
Entfesselt wird nun die dunkle Macht.

Menschlicher Körper, dämonischer Geist,
Von beiden siegt der Tod zumeist,
Nun ist der Anführer endlich befreit,
Die Legionen des Lichts nur schwer noch gefeit.

Ein Verräter ist in eigener Reih,
Sein Hez ist sich sicher, sein Geist ist nicht frei,
Und nur wenn zwei beabsichtigt gehn ins Licht,
Verliert diese Seite den wicht´gen Kampf nicht.

Wenn ihr den vermeintlichen Feind verschont,
Wird es euch lebensrettend gelohnt,
Denn nur zwei Auferstandene können es schaffen,
Aus Dunkelheit wieder Licht zu machen.

Aber sollte Verständigerblut vergossen sein,
Wäscht das Licht diesen Frevel nicht mehr rein,
Bedenkt: Hass ist der Finsternis ein wichtiger Steg,
So begebt euch nie auf den dunklen Weg.

Tötet man die, die ist noch rein,
Kann das Opfer noch gültig sein,
Dann werden die schwarzen Armeen erwachen
Und alles Helle zunichte machen.

Sollte der Darbringer ein Verräter sein,
Endet er selbst auf dem Opferstein,
Denn ist man nur auf das Eine besinnt,
Wird man für das Wichtige blind.



Das Feuer entflammt in ewiger Nacht,
Die sich uns´re Welt zueigen gemacht.

Bei den legiones draconis wird der Funken überspringen,
Die Lohen entzünden und den Frieden bringen.

Doch sollte der Mut in Hass ertrinken,
Wird Menadria in Dunkelheit versinken.



So und nun Textauszüge.
Vorab aber:
Post= Post Dornoch Wyrm, europäischer Drache
draconis tenebrae= lat. Drachen der Finsternis
draconis lucem= Drachen des Lichts



Der kleine Drache krallte sich mit allen Vieren in die Rinde des Astes, auf dem er saß. Er konnte noch immer nicht fliegen und die Höhe war schwindelerregend. Er hatte geglaubt, dass er etwas zu Essen finden würde. Der Brust korb des Kleinen hob und senkte sich. Die einzelnen Rippen zeichneten sich deutlich ab und stießen bei jedem Atemzug gegen die Unebenheiten des Holzes. Er jagte nie. Das hatte er sich geschworen. Und wer hätte es ihm auch beigebracht? Er reckte den Kopf. Keine Nahrung. Nirgends. Der Drache legte das Kinn aufs Ende des Zweiges. Der Weg hinauf war mühsam gewesen. Die Blätter der Fichte waren mehr stacheln als alles andere. Und er wusste nicht, wie er zum Boden zurückkam. Er ließ den Kopf hängen und seufzte. Dann sah er sie. Orangene Beeren an einem Strauch mit runden, glatten Blättern, der den Stamm heraufwucherte. Die Augen des Jungreptils funkelten. "Essen." hauchte er. Seine Stimme hörte sich eingerostet an. Nicht, dass er nicht sprechen konnte, er tat es einfach nur selten, weil niemand da war, dem er hätte berichten können. Er streckte die Klaue nach einer Beere aus und pflückte sie behutsam, als wäre sie der größte Schatz auf Erden. Er sah sie fast ehrfürchtig an, ehe er das Maul öffnete, um sie hineinzuschieben. Ein weißes Huschen und seine Mahlzeit war nicht mehr zwischen seinen Krallen. Er sah verwundert auf. Der Übeltäter saß eine Sekunde unmittelbar vor ihm. Mit ausgebreiteten, schneefarbenen Flügeln, genau wie seine Schuppen und die Mähne, die sein Rückgrat säumte. Aber seine Augen waren rot. Ein Albino. Als der Kleine seinen Artgenossen sah, besiegte die Freude zum ersten Mal im Leben einem anderen Drachen gegenüberzustehen die Empörung über den Diebstahl. Die Worte, die es in der Einsamkeit auszusprechen sinnlos gewesen wäre, sprudelten fast schon zu hastig aus ihm heraus, drängelten und überholten sich zuweilen, doch der kleine drache hatte es schnell im Griff: " Sei gegrüßt, ich hoffe, ich wirke nicht zu verwildert auf dich, ich habe länger kein Bad mehr genossen, und ich bin auch etwas hager , man könnte fast sagen ich sähe räudig aus, aber egal, ich habe mich hier verirrt und nun äh ich bin ganz allein, weil Menschen meine Familie"- ein schmerzhafter Stich tief in der Brust- " ermordet heben und ich suchte Nahrung, da bin ich hier heraufgeklettert, aber ich komme nicht mehr hinunter- " Der Jungdrache zwang den Redeschwall zu versiegen und holte tief Luft. Sein Herz schlug schnell von der Aufregung. "Wer bist du? " Bis zu dieser Frage hatte der Albino aufmerksam zugehört, nur ein Ohr oder Schweif hatten ab und zu gezuckt. Doch nun stellte er sich auf alle vier Pfoten und während er das Wort aussprach, sträubte sich sein Körper von der Nase bis zur Schwanzspitze: "Brrrommbärre. " Sein Gegenüber legte den Kopf schief und wunderte sich. "Brombeere? Das ist dein Name? " stutzte er. Der Albino wiederholte: "Brrrommbärre." Der kleine Drache war zwar noch wenig überzeugt von dieser Namensgebung, doch er schrieb es den Gebräuchen des Clans, dem der Albino sicher angehörte, zu, dass er so merkwürdig hieß und die merkwürdige Aussprache war gewiss nur ein Akzent... " Und kannst du mir vielleicht zeigen, wie ich hier herunterkomme? " fragte der Jungdrache dann langsam und deutlich, falls seine Sätze für den Albino eine Fremdsprache darstellten. Aber alles, was er zur Antwort bekam, war wieder dieses Wort: "Brrrommbärre." Als der Kleine begriff, ließ er die Ohren hängen. "Du verstehst mich nicht, oder? " fragte er betrübt und der Albino ließ die Zunge aus dem Maul hängen und hechelte. Er verstand ihn nicht. Und er konnte nicht sprechen. Aufeinmal wurde der kleine Drache traurig. Der Albino war dumm (er dachte nicht abfällig davon ) - und vielleicht gab es gar keine anderen Drachen außer ihm, die redeten und über Dinge nachdachten. Und war es überhaupt schön, ein Leben in solcher Einfältigkeit zu verbringen? Er konnte sich nicht vorstellen, wie es wäre, nie zu überlegen und nie eine Meinung zu haben, nur zu fressen und zu schlafen... es musste doch schrecklich sein. Wehmütig ließ er den Kopf wieder auf den Ast sinken. Auch als der Albino seine Beere fortwarf- eine Vogelbeere, natürlich gifig, sogar hochgradig... wie hatte er es nur übersehen können? Wie hatte sein Magen ihn so blind machen können?- und ihm pralle, saftig-süße Brombeeren brachte, hatte er keinen Hunger mehr, obwohl sein leerer Magen schmerzte. Der Albino blieb ein wenig bei ihm, streichelte ihn manchmal, als wolle er seine bedrückte Stimmung verjagen; es schien als bedaure er ihn. Von diesem Tag an sprach der Jungdrache jeden Abend mit sich selbst, philosophierte über die Welt und alles, was ihm in den Sinn kam, als habe er Angst sein wissen, seinen Intellekt zu verlieren. Doch er hätte all das eingetauscht, für nur eine Sache. Der Albino hatte es vielleicht gehabt. Der Jungdrache wünschte sich nur eins: Eine Familie.




Lindas Schwert löste sich aus dem Körper des draconus tenebrae, der sie ein letztes Mal flehend ansah, ehe sich das Seelenschwarz, das ihn umgab zersteute und der Herzbund sah ohne Mitleid zurück, ehe sich ihr eigenes Seelenschwarz zurückzog; es würde wiederkommen. Post keuchte. Sie waren erschöpft, aber zumindest nicht schwer verwundet. Das Bundpaar war oft im Lazaret gewesen und hatte sich bei der Hilfestellung selbst geheilt, obwohl es für die meisten draconis lucem zu spät gekommen war. Sie mussten kämpfen, obwohl es falsch war, denn würden sie es nicht tun, würden die Schattendrachen sie wehrlos abschlachten. Sie mussten alle kämpfen und jene, die es ohne Gewissensbisse taten waren besser dran. Aber Linda und Post konnten es nicht, obgleich das unaufhörliche Niedermetzeln es sie hätte lehren müssen. Sie konnten ohne eine Gefühlsregung töten, dank ihres Seelenschwarz, doch dann ließ es sie allein, weil ein Teil ihres Ichs noch nicht nachgeben wollte, ein Teil, der litt, doch sie wollten leiden, weil sie nur noch dadurch wussten, dass es noch einen winzigen Funken Menschlichkeit in ihnen gab.
Es gab böse draconis tenebrae, wahrhaft böse, deren Hass und Rachegelüste nicht erzwungen waren, doch wenn der Herzbund mordete sahen sie nicht das Wesen, den Charakter, böse oder gut, sie sahen das Leben, das sie nahmen. Sie sahen, dass sie etwas Wertvolles unwiederbringlich von der Welt tilgten, nur um ihrem eigenen Leben eine Gnadenfrist zu verschaffen. Doch was war das Leben? Lediglich eine Sache mit Eigenwert, an die man sich verzweifelt klammerte, obwohl man sie irgendwann sowieso verlor. Was war das Leben, dass man andere auslöschte um das eigene zu retten? Was war das Leben, dass man den Tod so fürchtete? Längst hatten sie vergessen, wozu es sich zu Leben lohnte. Vor ihnen die Kämpfenden. Die Sterbenden. Dies war eine ungerechte, grausame Welt und sie verstanden nicht mehr, warum man für ein Leben, das nicht mehr war als eine Quelle des Schmerzes, des Leides und des Hasses, auf ihr kämpfte und mordete. Was war es, dass man den Tod so sehr fürchtete? Der Schmerz, der mit ihm einherging konnte nichts sein gegen den, den man sein ganzes Dasein lang weiterlitt. Alles was sie vom Freitod abhielt war ihr Seelenschwarz, das es liebte weiterzutöten. Und sie litten darunter, doch sie hatten nicht die Schwäche- oder wäre es etwa Stärke gewesen? - ihrer Moral zu entsagen. Unerträgliche Qualen duch Wochen und Wochen und sie fragten sich oft ob dieser Preis nicht zu hoch war. Wer würde sonst alle Schutzlosen verteidigen, wenn alle das taten, was richtig war? Ließ man ihnen allen eine Wahl? Ja, aber es war eine grausame Wahl sich dazwischen zu entscheiden die eigenen Prinzipien und seine Empfindungen zu verraten oder dabei zuzusehen wie die, die einem nahestanden getötet wurden. Was war das für eine Welt, die sie vor eine solche Wahl stellte? Es waren so viele Fragen die nicht hätten aufkommen dürfen. Es durfte diese Wahl nicht geben, so vieles durfte nicht geschehen ... Aber es geschah!!!
So oft verloren sie die Hoffnung; Linda und Post wanderlte nur auf einem schmalen Grad zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn ( War dazwischen in diesen Zeiten überhaupt ein Unterschied? ). Immer wieder brach ihre Psyche fast zusammen und- es war schrecklich ironisch- nur im Gefecht vergaßen sie, in diesen erlösenden Minuten, in denen sie sich ihrer inneren dunkelheit hingaben, sodass sie sich in Momenten, in denen sich Begierde und Abscheu mischten, fragten, warum sie dieser Gefühlsdüsternis ihr Herz nicht vollkommen öffneten. Die Minuten wechselten und sie schwankten darin, dass es doch keinen Unterschied dazwischen gab, ob sie, von sich selbst gepeinigt, töteten oder es zuließen, dass das Seelenschwarz nicht mehr wich und es gab Minuten, in denen ihnen klar war, dass es schon frevelhaft war diesen Unterschied nicht zu erkennen. Und zwischen all diesem inneren Chaos standen- obwohl es schwer war ihnen Gefühle zu zeigen, die durch den dunklen Schleier um ihr Herz dumpf wirkten- Florian und Aveloca. Sie waren bei Linda und Post, versuchten sie zu trösten, gaben ihnen Hlat und verhinderten, dass sie gänzlich in die Finsternis abrutschten. Sie liebten sie wie zuvor, vielleicht sogar stärker, weil sie sahen, dass Linda und Post sie nun mehr brauchten denn je, auch wenn die beiden diese Emotionen kaum erwiedern konnten; es war so viel schwerer in diesen Zeiten. Florian versuchte nicht mehr Linda zu küssen und sie verstand selbst nich wieso, aber es tat ihr gut. Vielleicht hatte sie Angst ihm wehzutun, ihm das Herz zu brechen, weil das Seelenschwarz ihr etwas nahm, es mit Blutgier ersetzte und verhinderte, dass Linda intensiv dasselbe fühlte wie Florian, vielleicht ließ es sie gar umgekehrt danach gieren ihn zu verletzen. Sie hätte gelogen, hätte sie behauptet es zu wissen. Vielleicht waren Aveloca und Florian ein kleines Licht in der Dunkelheit, das ihren Wandel aufhielt und gegen die schwarze Aura des menadrischen Mondes ankam, auch wenn Linda und Post es nicht als soches erkannten und es sie dennoch wärmte. War es möglich, dass sie das Gute nicht mehr sahen, weil ihr Böses zu weit fortgeschritten war? Oder gab es tatsächlich nichts Gutes in diesem Pfuhl von Gewalt und Ungerechtigkeit? Die leeren Augen des fallenden Drachen bejahten. Da war nichts Gutes, während sein Körper am boden zerschellte, seine Knochen splitterten und er verkrümmt liegen blieb. Linda und Post sahen ihm nach. So oft hatten ihre Augen dies gesehen. Sie waren fünfzehn, waren Kinder.
Man darf nicht schlagen, man darf nicht mit Messern spielen. Sagten Eltern das nicht?
Das weiße Schwert in Lindas Hand war blutbefleckt, genauso wie ihre Seelen. Posta Gebiss troff vor Blut und es klebte an seinen Krallen. Es roch verbrannt, nach Ruß, Schweiß und Verwesung.
Und dann wurde man in den Krieg geschickt.
Die siedende Hitze im Herzbund verebbte. Sie sahen zum Himmel und das freudlose, halbe Lächeln, das das Seelenschwarz auf ihre Lippen gemalt hatte, erstarb. Es war Abend. Die Schlacht war Zeitlos für sie, aber am Abend, in der Nacht, war die dunkle Macht am stärksten. Doch nun war der dunkle Mond verhangen, alles wirkte grauer, düsterer, weil die Leichtigkeit an dem, was sie tun mussten, verloschen war. Wieder lag etwas Elektrisierendes in der Luft, wie damals am allerersten, verfluchten Tag dieses Krieges. Die Wolken waren dunkel und grau. Er blitzte und der weiß zuckende Lichtstrahl zerriss den himmel und erhellte das Schlachtfelt grell. Ein lautes Grollen ertönte; der Donner war direkt über ihnen. Und mit dem Gewitter kam der Regen, feiner dürchnässend kalter Regen. Linda und Post begannen zu frieren, übernatürliche Kälte kroch in ihre Glieder und gleichzeitig war jede Faser, jeder Muskel ihres Körpers zum Reißen gespannt. Sie spürten den Schmerz; etwas geschah.Es war nicht die lockend wispernde Stimme, die ihnen dies sagte, dieses zerstörerische Verlangen kam wie Ebbe und Flut und wie diese Naturgewalten wurde es gesteuert vom Mond; aber der Mond war verhangen. Es war ihr Bundinstinkt. Niemand griff den Herzbund an, etwas lag in der Luft, unerklärlich unsichtbar und doch für jeden zu spüren, das Wissen, dass sich etwas Großes ereignen würde und Linda und Post dachten an die Prophezeiung. Niemand griff den Herzbund an und sie begannen wieder zu denken... Denken war nicht gut, das machte meist alles schwerer. Alles schien ruhig um sie, dabei kämpften alle, sie waren wie losgelöst vom Geschehen, als ob etwas auf sie warten würde.
Ihre Bestimmung. Oder zumindest ein Teil davon.
Alles rückte in den Hintergrund und sie sahen nur noch den draconus tenebrae, der auf sie zuflog. Ein einzelner Dämonendrache. Er wurde geritten.




Sie flogen gen Westen. Silicia trug Leona und lief mit Lung Wei, auf dessen Rücken Kai und seine Eltern saßen, flink unter ihnen her. Aveloca und Post flogen ganz nah beieinander. Seine Flügel berührten ihre Handschwingen. Die Federn der Amphiterin raschelten in der leichten, warmen Brise, Lindas rote Haare wurden aufgeweht. Sie spürte die Bewegungen ihres Bundpartners und zum ersten Mal seit langem fühlte der Herzbund sich wieder grenzenlos frei beim Fliegen.Der Wind strich ihr über die wangen, als sie zum Horizont blickte. Ein heller, goldener Streifen zwischen dem roten Himmel und dem Löwenzahnfeld, auf dem sie mit Florian gelegen hatte, Seite an Seite, ganz nah. " Ich habe noch ein Geburtstagsgeschenk für dich." hörte sie Florians Stimme. Mitten in der Schlacht, zwischen Blut und Tod und Finsternis, war sie sechzehn geworden. Sie sah ihn an, in die grasgrünen, tiefen Augen, so ausdrucksvoll, so zärtlich, und er sah in ihre kastanienbraunen. Etwas Elektriesierendes war in dem Raum zwischen ihnen, der immer kleiner wurde, als sie sich näherkamen. Lindas Arme legten sich um seinen Hals und Florians Hand lag in ihrem Haar, sie wallten wie züngelndes Feuer über seine Finger und verbrannten ihn nicht. Linda spürte Florians Lippen auf ihren, sie berührten sich wie die untergehende Sonne den Horizont. Es schmeckte süß und ihr wurde leidenschaftlich heiß, die Euphorie durchfloss ihren ganzen Körper, jede Ader- ihr Herz. Es pochte rasend schnell, doch diesmal fühlte es sich erhebend an. Linda schaudete angenehm. Es war pure Ekstase. Eine Woge der Liebestrunkenheit überkam sie und über dem Paar lag der intensive Duft von Löwenzahn. Es war eine liebevolle, berauschende Berührung, so sanft, eine reine und ehrliche Emotion. Linda schloss die Augen und gab sich Florians Kuss hin.Der Moment war unendlich selig. Alles war perfekt.
Vielleicht hatte Nex Recht und diese Welt würde untergehen, doch allein für einen solchen Moment aufrichtiger Liebe hätte es sich gelohnt, denn kurzes Glück wie dieses war mehr Paradies als ewiges Glück je sein konnte...


Danke fürs Lesen. Ich hoffe es gefällt euch. Ich dachte ich könnte irgendwann mal alles abtippen lassen (denn ich bin viel zu lahm. Zweifinger-system :) und will man fragen ob es sich lohnen würde.

Kagarn
Erinye
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Registriert: 30.09.2009, 20:43

Re: Herzbund Leseproben

Beitragvon Kagarn » 19.10.2009, 18:07

Die Geschichte finde ich gut.
Was mir vor allem gefällt ist dein schöner ausgeschmückter Stil, ich selbst bin leider kein Fan von Drachengeschichten.
Mit deinem Stil, wäre eine Fantasygeschichte, im Stil von "Der Hexer" oder "Die Zwerge" echt super.
Doch nicht desto trotz werde ich deine Geschichte mit Spannung weiterverfolgen.
Was ich aber nicht verstanden habe ist dein Statement zuletzt, du meintest du bräuchtest jemanden zum abschreiben, meinst du damit dass du deine ganze Geschichte mit Hand geschrieben hast? :P Wäre mir zu viel arbeit.

Esgibt ein gutes lern Programm womit du gut das Schreiben mit 10 Fingern lernen kannst.
Ich selbst verwende eine eigene Technick, irgendwie abwechselnd, so mit 4-6 Fingern.

Lady Shakespeare
Medusa
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Registriert: 07.10.2009, 10:51

Re: Herzbund Leseproben

Beitragvon Lady Shakespeare » 21.10.2009, 12:33

Ja, habe alles per Hand geschrieben. Abtippen dauert bei mir eine Ewigkeit. :-D

[) i r k
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Wohnort: Düsseldorf

Re: Herzbund Leseproben

Beitragvon [) i r k » 21.10.2009, 19:11

Lady Shakespeare hat geschrieben:Abtippen dauert bei mir eine Ewigkeit. :-D

Kleiner Tipp am Rande:
http://www.tipp10.de/

Wirklich sehr gutes und einfaches Programm, mit dem man das 10-Finger-System erlernen kann. Und ich denke, dass 10-Finger-System für jeden Autor ein Muss ist.

;-)
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)


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