Wenn ich abends Milch holen ging,
musste ich durch ein Wäldchen.
Wenn Pfeifen nicht mehr half,
die Buschgespenster zu vertreiben,
schleuderte ich die Henkelkanne
einem Propeller gleich um mich herum.
Keines der Monster wagte es mehr
mich anzugreifen, denn die Spritzer
hätten es sichtbar gemacht.
Angst schüttet Milch aus
Re: Angst schüttet Milch aus
Hi Perry,
also von der Idee und Situation her betrachtet, finde ich das Gedicht sehr gut.
Allerdings bin ich der Meinung, dass du aus der Idee mehr herausholen könntest!
Die Beschreibung wirkt gefiltert durch die abgeschlossene Vergangenheitsform ("ging", "musste"), die konditionale Satzkonstruktion ("Wenn...") und den relativierenden Konjunktiv ("hätten") auf den Leser sehr distanziert/zeitlich entfernt.
Ein paar konstruktive Vorschläge:
Kennst du bestimmt. Das soll jetzt natürlich nicht als Maßstab dienen, das wäre Quatsch. Aber vielleicht ziehst du daraus ja doch die eine oder andere Inspiration für einen "Directors Cut".
Noch ein Tipp für die Headline: Nie die Pointe verraten!
MfG,
[) i r k
also von der Idee und Situation her betrachtet, finde ich das Gedicht sehr gut.
Allerdings bin ich der Meinung, dass du aus der Idee mehr herausholen könntest!
Die Beschreibung wirkt gefiltert durch die abgeschlossene Vergangenheitsform ("ging", "musste"), die konditionale Satzkonstruktion ("Wenn...") und den relativierenden Konjunktiv ("hätten") auf den Leser sehr distanziert/zeitlich entfernt.
Ein paar konstruktive Vorschläge:
- Beschreib es doch in der Gegenwartsform ("Wer reitet so spät durch Nacht und Wind..."
) - Beschreib es aus der Perspektive des Kindes, das wirklich glaubt, dass da Gespenster sind (und nicht aus dem relativierend-nüchternen Blick des Erwachsenen).
- Beschreib es ausführlicher, detailierter, anschaulicher, dass der Leser in die Situation wirklich hineingezogen wird und sich mit dem lyrischen Ich identifiziert. Gib den Eindrücken und Ängsten deines lyrischen Ichs mehr Raum.
- Gib dem ganzen noch etwas mehr Tempo, durch eine "Steigerung" oder einen kleinen Spannungsbogen (etwas, das ich ja immer wieder gern an deinen Gedichten bekrittele, ich weiß).
Kennst du bestimmt. Das soll jetzt natürlich nicht als Maßstab dienen, das wäre Quatsch. Aber vielleicht ziehst du daraus ja doch die eine oder andere Inspiration für einen "Directors Cut".

Noch ein Tipp für die Headline: Nie die Pointe verraten!
MfG,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Angst schüttet Milch aus
Hallo Dirk,
du hast vermutlich mit vielem Recht, aber dies ist kein "Profilierungstext", sondern stammt aus einer Reihe von Kindheitserinnerungen. Das soll natürlich jetzt keine Ausrede sein, aber vielleicht verstehst du nun, warum ich daraus nicht mehr machen wollte.
Danke für die Anregungen und LG
Perry
du hast vermutlich mit vielem Recht, aber dies ist kein "Profilierungstext", sondern stammt aus einer Reihe von Kindheitserinnerungen. Das soll natürlich jetzt keine Ausrede sein, aber vielleicht verstehst du nun, warum ich daraus nicht mehr machen wollte.
Danke für die Anregungen und LG
Perry
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