realität

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Näherungsweise
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realität

Beitragvon Näherungsweise » 06.11.2011, 23:10

ringt die form mit lichteinfall
existiert ein intervall
ach dem glauben was man sieht
lügt das auge unterschied

ist aus wandelbaren schemen
treues schema zu entnehmen
äffen sinne systematisch
trotz ich ihnen mathematisch
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Perry
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Re: realität

Beitragvon Perry » 07.11.2011, 11:58

Hallo n.w.,
ja der Blick lässt sich schon mal täuschen durch Licht- oder Perspektivenwechsel (da gibt es ja einige schöne Bilder dazu).
Die Aufbereitung dieser Thematik ist dir gut gelungen,
auch wenn ich mit Passagen wie

"aber glaube was man sieht"

nicht glücklich bin. Nicht nur wegen des lyrisch unschönen "man" sondern auch wegen der Grammatik. Ich möchte da eher ein
"aber glaubt man was man sieht", was natürlich noch unschöner wäre. ;-)

In der zweiten Strophe stellt sich mir die Frage: Was ist ein "treues" Schema? Da gäbe es doch sicher treffender Adjektive.
Gut hier dann der persönliche Bezug, mit dem "ich", den ich mir auch in der ersten Strophe gewünscht hätte, denn diese Effekte sind ja doch eher subjektiv.

LG
Perry

Näherungsweise
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Re: realität

Beitragvon Näherungsweise » 07.11.2011, 14:09

Zeile drei habe ich mal überarbeitet. Bin da zugegeben auch nicht ganz glücklich mit.
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riemsche
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Re: realität

Beitragvon riemsche » 08.11.2011, 22:15

schöne matrix. gefällt mir sehr gut.
zu den beiden von perry schon angesprochenen passagen ´n denkanstoss vielleicht
.... aber glauben den man sieht
man stört mich nicht so. und treu ist doch sowas wie´n wunsch für immer. in folge dessen da vielleicht
.... immer schema zu entnehmen

aber _denkt riemsche jetzt realistisch? (:->))_ du machst das schon.
lGr

Näherungsweise
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Re: realität

Beitragvon Näherungsweise » 09.11.2011, 01:20

riemsche hat geschrieben:schöne matrix. gefällt mir sehr gut.

Yes, und danke.

.... aber glauben den man sieht

Das klingt besser, trifft aber grammatikalisch nicht das, was ich sagen will: Das Auge lügt dem Glauben (ans Augenscheinliche) etwas vor.

.... immer schema zu entnehmen

Auch ein schöner Vorschlag, passt aber nicht in meine Matrix, da diese Zeile mit "t" beginnen muss. ;-)

Ich schlaf nochmal drüber,
n.w.
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hginsomnia
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Re: realität

Beitragvon hginsomnia » 09.11.2011, 02:00

ich mag akrosticha, manchmal ;-)

... hier zum beispiel, weil auf mehreren ebenen gut umgesetzt, trochäus auch glatt durchgezogen. vielleicht im paarreim noch etwas unspannend und im endreim thematisch, also tematisch ;-) etwas weit gereimt, sind aber nur so kleine punkte (und beim paarreim persönlicher geschmack)

ich mag das immer, wenn man sich disziplinieren muss

lg
hginsomnia

editiert:

naja, ich will ja auch nicht päpstlicher als der papst sein was den endreim betrifft

alternative: trotz ich ihnen und zwar statisch (beschreibt natürlich nicht konkret das gleich - ist auch nur ein schuss aus der hüfte)

riemsche
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Re: realität

Beitragvon riemsche » 10.11.2011, 01:22

akrosti... danke für den fachmannwink. das hätt ich doch wirklich glatt übersehen. das /immer/ fällt dann natürlich flach.
ach dem glaubeN was man sieht ?? der buchstabe fehlt doch auf die grammatische oder? sieht dann gleich anders aus. ruNder. bedarf mE in folge eigentlich keiner änderung oder schlaflosen nacht (:->))
lGr

Näherungsweise
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Re: realität

Beitragvon Näherungsweise » 11.11.2011, 22:33

hallo.

hginsomnia hat geschrieben:ich mag akrosticha

so nennt man das. hätte ich jetzt nicht gewusst. interessant beim nachschlagen fand ich, dass dies ein stilmittel aus dem alten testament ist. :boah:

hginsomnia hat geschrieben:vielleicht im paarreim noch etwas unspannend

das stimmt, muss ich zugeben. aber es unterstützt meines erachtens auch ein bisschen den leicht ironischen ton.

hginsomnia hat geschrieben:und im endreim thematisch, also tematisch ;-) etwas weit gereimt

noch ein punkt für dich, hginsomnia, der endreim sollte sicherlich kräftiger sein. ich lass das hier erstmal so, werde dann in nächsten gedichten wieder etwas gewissenhafter sein, okay?

riemsche hat geschrieben:ach dem glaubeN was man sieht ?? der buchstabe fehlt doch auf die grammatische oder?

in der tat, ich hab das mal nachgebessert. danke, riemsche!

gruß in die runde,
n.w.
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Re: realität

Beitragvon hginsomnia » 12.11.2011, 03:21

ja, nw.,

wenn ich nichts kritisiere, bin ich nicht glücklich. ich mag solche einbettungen in strukturen, weil sie, wie schon gesagt, zur disziplin zwingen. da sind das akrostichon in der lyrik und das drabble in der prosa m.e. sehr geeignet.

Näherungsweise hat geschrieben:ist aus wandelbaren schemen
treues schema zu entnehmen


und diesen reim finde ich besonders gelungen, auch im paar ;-)

Kastell
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Re: realität

Beitragvon Kastell » 12.11.2011, 23:21

ein bisschen am "man" basteln:

ringt form mit lichteinfall
existiert ein intervall
auge nimmt den unterschied
lügt beim glauben was es sieht

Leider gibt es wenig, was sich nett auf "Differenz" reimt, und Silben gezählt habe ich nicht.

kastell
Nobody in the lane, and nothing, nothing but blackberries,/ Blackberries on either side, though on the right mainly, A blackberry alley, going down in hooks, and a sea/ Somewhere at the end of it, heaving...


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