..... rufANedu .....

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
riemsche
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..... rufANedu .....

Beitragvon riemsche » 06.05.2012, 16:41

_____

sender schwerpunkt motorsport
fachmänner im geist vorort
sehen erst die dicken brummer
dann die frage mit der nummer
bitte jetzt zum hörer greifen
heute gehts um sommerreifen
zwei begriffe zu dem thema
A B I_diotenschema
A die harte mischung isses
B wär schneeketten - vergiss es
und willkommen bei den massen
die sich mit dem scheiss befassen

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hginsomnia
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Re: ..... rufANedu .....

Beitragvon hginsomnia » 09.05.2012, 03:11

hi riemsche,

ich versuche mich dann auch mal wieder an einem deiner texte und ich nehme den hier, weil ich hier recht schnell gedanken zu finde.

der text gefällt mir überhaupt nicht und ich versuche mal, meine meinung zu vermitteln.

1.) ich vermisse komplett ein brennen für das thema. hier scheint ganz klar der arbeitsvorgang durch, der in etwa lautet: sehen, assoziieren + schreiben, verpacken (mit verdichtung u.s.w.). das ist mir einfach vom vorgang her zu mechanisch. es verleiht dem ganzen keine seele, es steht da ohne die leidenschaft, sich für ein thema aufzugeben. mit leidenschaft meine ich nicht exklusiv die klassische, sondern auch die erweiterte geistige. es fehlt das flackern im auge des betrachters (ich (über-)dramatisiere, um es deutlich zu machen).

2.) (auch als anhang zu 1.) verstehbar) der text ist so unglaublich singulär. natürlich sind gedichte auszüge und keine abhandlungen. das heißt aber nicht, dass sie sich völlig in singuläre rhetorik flüchten müssen (gesehen - gedanken gemacht - fazit gezogen). ich schrieb an anderer stelle mal etwas zu meinem eindruck, kommentare zu gedichten erscheinen mir manchmal wie fließbandarbeit. hier drehe ich das jetzt um und sage, manchmal erscheinen mir auch gedichte wie fließbandprodukte, einfach wie verwertungserzeugnisse aus wahrnehmungen ohne die in 1.) beschriebenen seelenhaften inhalte. hier, bei deinem text, geht es mir so.

3.)
riemsche hat geschrieben:und willkommen bei den massen
die sich mit dem scheiss befassen


ich werte das mal als soetwas wie ein fazit und ich finde den tonfall schrecklich. im vulgären liegt hier auch die aufteilung: auf der einen seite die dummen massen, auf der anderen seite das lyr. ich, das sich über sie zu erheben weiß. im ganzen (also durch inhalt und stil) hat das fazit einen billigen versicherungsreflex zum ziel. der leser wird zustimmen, schließlich wird er es nicht anders sehen. das liegt aber auch daran, dass die masse sich halt gar nicht unbedingt damit beschäftigt, also näher, sondern durchaus die dummheit oder banalität der frage erkennt. das sich erheben über die masse ist aber natürlich das schönere gefühl und damit der sichere reflex, gerade bei lesern, die gebildet sind (oder sich dafür halten). das fazit ist somit auch gefühlspathos und kitsch: ich und du (lieber leser) gegen den rest der welt. der text gaukelt vor (im weiten sinne) politisch zu sein, ist aber nur polemisch.

lg
hginsomnia

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Re: ..... rufANedu .....

Beitragvon riemsche » 09.05.2012, 17:53

hallo HG
danke für die ausführliche. sehen assoziieren schreiben – für den einen in reihenfolge mechanisch, für mich ganz natürlich. dass ich für jedes thema, das meinen gedichten zugrunde liegt, unbedingt „brennen“ muss, reicht nicht. dass mir was extrem auf den keks geht, gehört auch dazu. das mit den massen hast du in den falschen hals bekommen. selbst (immer seltener) fernseher bin ich/lyrI senderübergreifend sinnloserweise auch beim wegschauen mit scheiss wie geschildert beschäftigt, ergo im selben moment ebenso teil der massen. die „dummen“ ist eine assoziazion – ich dachte eigentlich mehr an die „breiten“. das wort /scheiss/ find ich deshalb passend, weils genau den tonfall hat, ders auf den punkt bringt. du nennst ihn schrecklich – fein. das soll er in gewisser hinsicht auch sein. bestimmt sehen das viele leser wegen täglichem gebrauch etwas anders – auch gut. der text ist für gaukelei eigentlich viel zu simpel gestrickt. medien-politische sichtweise in sachen televisionärer volksverdummung ist nicht zwingender bestandteil, polemik ebenso. ich finds echt gut, das alles auch mal von deiner leser-seite seite beleuchtet zu bekommen. danke.
lGriemsche

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Re: ..... rufANedu .....

Beitragvon hginsomnia » 10.05.2012, 01:37

hallo riemsche,

riemsche hat geschrieben:danke.


naja, bitte, aber du verstehst mich halt vielfach nicht.

riemsche hat geschrieben:sehen assoziieren schreiben – für den einen in reihenfolge mechanisch, für mich ganz natürlich.


aber es darf nicht durchscheinen, also es darf alles, aber es wäre besser, wenn es nicht allzu deutlich durchscheint. die vorgangsweise als solche ist weder gut noch schlecht, und um die reihenfolge dieser vorgangsweise kann es doch gar nicht gehen. schreiben - sehen ??? müsste dir eigentlich klar sein, dass ich nicht die reihenfolge meine, wenn ich von mechanisch spreche, sondern die textausführung.

riemsche hat geschrieben:das mit den massen hast du in den falschen hals bekommen.


nö, überhaupt nicht. mir ist schon klar, dass jenes lyr. Ich teil der massen hinsichtlich des konsums der medien ist, aber über die beschäftigung damit, also: scheiße, warum schaue ich mir diesen scheiß an, warum schauen sich die massen das an, setzt der reflex (belanglos dabei, ob gewollt oder ungewollt) des sich erheben wollens ein, der sich auf den leser sehr gut überträgt, weil er eben eine abwertung der masse zur folge hat.

in diesem zusammenhang:

riemsche hat geschrieben:die „dummen“ ist eine assoziazion


ja, aber eben eine naheliegende, beinahe unvermeidliche, weil wie oben erklärt das sich erheben ein reflex des lesers ist, der sehr schnell eintritt und dessen inhalt der leser gerne für sich beansprucht.

auch in diesem zusammenhang:

riemsche hat geschrieben:das wort /scheiss/ find ich deshalb passend, weils genau den tonfall hat, ders auf den punkt bringt. du nennst ihn schrecklich


mit deiner ausführung hast du auch gleich erklärt, warum ich den tonfall schrecklich finde. mir geht es gar nicht um das vulgäre wort an sich (,welches in anderen verwendungen z.b. durch zeichnung einer mundart sinn macht), sondern mir geht es um die verstärkung der abwertung, die damit erreicht wird. m.e. sollte es vermieden werden, derart abgeschmackt und einfach darauf zu zielen. es ist auf den punkt, ja, aber eben auf den einfachen, den billigen, den oberflächlichen, den unpoetischen, den belanglosen punkt.

dazu:

riemsche hat geschrieben: du nennst ihn schrecklich – fein. das soll er in gewisser hinsicht auch sein. bestimmt sehen das viele leser wegen täglichem gebrauch etwas anders – auch gut


so, dann bleibe ich im duktus: es ist mir scheißegal, wieviele leser täglich scheiße sagen. es ist mir nicht scheißegal, wenn es jemandem, der schreibt, scheißegal ist, ob der leser abgeholt wird mit einem wort oder dieses wort anecken soll. man sollte sich dann schon mal entscheiden. man muss nicht. man muss gar nichts als schreiber, aber sich so gleichgültig zu zeigen gegenüber dem, was das geschriebene bewirken kann, finde ich scheiße.

sehe ich leider auch hier:

riemsche hat geschrieben:der text ist für gaukelei eigentlich viel zu simpel gestrickt. medien-politische sichtweise in sachen televisionärer volksverdummung ist nicht zwingender bestandteil, polemik ebenso.


also wirklich. natürlich ist das zwingender bestandteil. wenn nichtmal das ein zwingender bestandteil sein soll, warum wurde das dann überhaupt geschrieben. polemik lässt sich mit worten wie scheiße kaum vermeiden m.e.

das ist schon eine mich befremdende art, mit dem eigenen geschriebenen umzugehen, muss ich zugeben. auch weiß ich nicht, ob dir das wirklich was bringt, was ich hier schreibe. du siehst mich gerade irritiert und auch verzweifelt (mein gehirn bringt gerade kein weniger dramatisches wort zu stande - ich meine es weniger dramatisch).

lg
hginsomnia (der seele und feuer nachwievor vermisst, und zwar gänzlich)

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Re: ..... rufANedu .....

Beitragvon riemsche » 10.05.2012, 21:33

hallo HG
ich verstehe deine aufregung nicht. einerseits zeigst du selbst genau die möglichkeiten auf, die ich _ gut möglich schon genutzt habe_ und überlegst dir gleichzeitig alternativen. der zufall wills, dass das genau dAs neue welche ist, wo mir regelmäßige zuhörer flüsterten, dass ich auf dem besten weg wäre, mich wieder oldschoolzeiten anzunähern und da hurra auf anhieb verständnis vorhanden war. das thema mit schulterklopfer schien aber spätestens beim übernächsten text wieder vom tisch zu sein. was auch so formuliert wurde, ohne groll. feedback ist immer der bringer. ich finds irgendwie seltsam, dass genau das im rahmen eines litForums der knackpunkt sein soll, der wenns lange genug dauert, alle beteiligten gut aussehen lässt. eigene handschrift ist mE ein sehr geeignetes mittel, wie auch immer möglicher mechanik in sachen textausführung entscheidend gegenzusteuern. und wie ich finde, eine alles andere wie befremdete art, mit eigener wertung und wortung umzugehen. seele feuer ...... wie wärs mit abiz energie! :-)
lGriemsche (in erwartung der leider pünktlich aufs weekend angesagten eisheiligen)

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Re: ..... rufANedu .....

Beitragvon hginsomnia » 11.05.2012, 03:05

hallo riemsche,

riemsche hat geschrieben:ich verstehe deine aufregung nicht.


ich fange einfach mal so pathetisch an, wie ich aufgehört habe (seele und feuer halt):

literatur ist eine meiner großen leidenschaften und das leidenschaftliche diskutieren über texte gehört für mich dazu. eine monotonie der gedichtvorstellung und der gedichtkritik ist mir zuwider. die aufregung ist mein motor, so offen sage ich das. bei der beschäftigung mit kunstfeldern finde ich sie auch wichtig, weil eben die emotion dem geist doch dienbar zur hand gehen sollte.

soviel zum pathos.

warum die aufregung?

die gingst halt überhaupt nicht näher auf meinen ersten kommentar ein (womit ich nicht meine, dass du nicht auf ihn antwortetest), sondern schriebst so eine art beendigungskommentar in richtung: "danke fürs feedback. ich finde den tonfall passend und die einen leser denken dies, was gut ist, du etwas anderes, was auch okay ist." das ist eine form von gleichgültigkeit gegenüber den möglichkeiten von texten oder anders: die frage, welche gründe es geben könnte, ein gedicht wie obiges so nicht schreiben zu dürfen, stellt sich dir nicht.

vielleicht muss ich das dürfen erklären: es geht hier nicht um die frage, ob man etwas darf oder nicht darf (natürlich darf man fast alles schreiben). es geht hier um die innere aussage (des autors im selbstgespräch): "nein, so darf ich das nicht schreiben".


zurück zu deinem jetzigen kommentar:

riemsche hat geschrieben:der zufall wills, dass das genau dAs neue welche ist, wo mir regelmäßige zuhörer flüsterten, dass ich auf dem besten weg wäre, mich wieder oldschoolzeiten anzunähern und da hurra auf anhieb verständnis vorhanden war. das thema mit schulterklopfer schien aber spätestens beim übernächsten text wieder vom tisch zu sein. was auch so formuliert wurde, ohne groll. feedback ist immer der bringer. ich finds irgendwie seltsam, dass genau das im rahmen eines litForums der knackpunkt sein soll, der wenns lange genug dauert, alle beteiligten gut aussehen lässt.


sorry, ich akzeptiere prinzipiell deine neigung, deinen stil auch in deinen kommentaren fortsetzen und keinen geraden satz formulieren zu wollen (ich benutze halt fremdwörter, was einigen auch nicht gefällt).

hier aber mutest du mir dann doch zu viel kauderwelsch zu. ich habe zwar eine ahnung, was du sagen willst, aber jetzt wirklich keine lust mich da durch zu quälen, jeden satz mehrfach zu lesen und dann zu interpretieren, was du wohl gemeint haben könntest. wenn du willst, dass ich darauf eingehe, musst du es mir einfacher machen.


also gehe ich erstmal nur hierauf ein:

riemsche hat geschrieben:eigene handschrift ist mE ein sehr geeignetes mittel, wie auch immer möglicher mechanik in sachen textausführung entscheidend gegenzusteuern. und wie ich finde, eine alles andere wie befremdete art, mit eigener wertung und wortung umzugehen.


ich hatte es erwartet:

blabla, eigener stil, blabla.

sorry, aber es ist einfach witzlos, bei jeder kritik damit zu kommen, und es hat halt auch überhaupt nichts mit dem zu tun, was ich als mechanisch bezeichnete. eine mechanik stellt sich ein, sie kann sich also auch innerhalb eines eigenen stils einstellen.

lg
hginsomnia



editiert:

anmerkung zur selbstbeleuchtung:

ich merke es ja auch beim schreiben, dass ich das gleiche immer wieder anmahne und dass sich daher alle dialoge irgendwann wiederholen. ich muss mich also auch selbst kritisch hinterfragen, warum ich eigentlich noch kritisiere, wenn ich eh fast sicher weiß, dass das darauf hinauslaufen wird, dass jemand auf den eigenen stil verweist und meine form der kritik eigentlich wenig interessant findet, schließlich stehle ich dem anderen dann ja auch zeit, die er, wenn er höflich ist, in einige, kleine kommentare investiert.

ich muss mich dann also tatsächlich auch selbst fragen, warum ich das mache, wenn meine form des kommentierens und des diskutierens hier keinen anklang findet. die leidenschaft, für etwas zu streiten, von dem ich überzeugt bin, ist da sicher ein grund, nur bringt das halt nichts, wenn das gegenüber davon nichts hören will.

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Re: ..... rufANedu .....

Beitragvon riemsche » 11.05.2012, 21:43

hginsomnia hat geschrieben:das ist eine form von gleichgültigkeit gegenüber den möglichkeiten von texten oder anders: die frage, welche gründe es geben könnte, ein gedicht wie obiges so nicht schreiben zu dürfen, stellt sich dir nicht.

da hast du recht. die frage stellt sich mir nicht. denn beim dürfen bimmelt bei mir der allergische. sagt wer - und mit welchem recht? wenn jetzt wie aus der pistole geschossen /leser/ kommt, frage ich mich ob das wunschkonzert am ende mit dem original noch was zu tun hat. natürlich könnt ich mir anstatt scheiss alternativ quatsch oder schmarrn im kontext vorstellen. aber schon jetzt beim niederschreiben dünkt mich das eine viel zu dümmlich harmlos und das andere ist ohne schwäche für die untertöne schönböser dialektik nicht greifbar. also scheiss. den du im verbund mit dialektik akzeptabler findest. echt? für mich ist scheiss ein sehr deutsches wort. eins der wenigen außer das nettere uninteressant, um ein nicht von belang _und sei´s nur für einen selber und dem moment zuliebe_ vom tisch zu wischen. hat als selbstgespräch mit schimpf was selbstberuhigendes. selbstgepräch. klingelts? und dass du dich noch immer nicht daran gewöhnt hast, dass ich kommentierend auch nichts anderes tu als zu schreiben - was heißt, nicht anders schreiben wie sonst auch, wundert mich abiz. aber ich finds gut, dass du dich nicht einfach mit etwas dich störendem abfindest und reklamierst. nu das werden jetzt wahrscheinlich nicht gerade die hochlichter an praktizierter selbstkritik sein, die sehrrrr leidenschaftlich und im materiellen sinn fornothing engagierte _und das scheinst du mir zu sein_ mit in den halbschlaf nehmen wollen. eine deswegen nicht minder gute nacht wünscht Dir ein an deiner meinung (ohne scheiss (:->)) weiterhin sehr interessierter riemsche.

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Re: ..... rufANedu .....

Beitragvon hginsomnia » 12.05.2012, 10:06

riemsche hat geschrieben:denn beim dürfen bimmelt bei mir der allergische. sagt wer - und mit welchem recht? wenn jetzt wie aus der pistole geschossen /leser/ kommt, frage ich mich ob das wunschkonzert am ende mit dem original noch was zu tun hat.


ich habe das doch extra erklärt, dass es beim dürfen genau um das, was du hier sagst, nicht geht. niemand sagt mit irgendeinem recht irgendetwas. es geht um die phantasie, sich vorzustellen, was gegen den text sprechen könnte, also im gesamten. darüber ließe sich ein gespräch führen, auch mit gegenteiligen standpunkten, aber da das interesse nicht vorhanden ist, werde ich mich an dieser stelle vom kommentieren weitestgehend zurückziehen (einen weiteren grund wirst du gleich in deinem neuesten text finden).

riemsche hat geschrieben:und dass du dich noch immer nicht daran gewöhnt hast, dass ich kommentierend auch nichts anderes tu als zu schreiben - was heißt, nicht anders schreiben wie sonst auch, wundert mich abiz. aber ich finds gut, dass du dich nicht einfach mit etwas dich störendem abfindest und reklamierst.


es ist völlig egal, ob ich mich daran gewöhne oder nicht. vielleicht will ich mich daran auch nicht gewöhnen. spielt aber keine rolle. ich habe dir nur erklärt, dass ich an besagter stelle keine ahnung habe, was du eigentlich sagen willst, verbunden mit der erklärung, dass du, wenn du möchtest, dass ich darauf eingehe, es nochmal neu formulieren solltest. willst du nicht - auch gut.

mag ein zu hoher anspruch sein, meine vorstellung, man könne sich frei und tief über texte austauschen, auch über das wesen von texten, die seele halt. solche dialoge wären länger, m.e. befruchtender und bräuchten nicht abgewürgt werden.
klar würgst du die dialoge subtiler ab. du schreibst nicht sowas wie perry, also sowas: "da ich deine argumentation nicht teile, sind wir hier wohl an einem ende angelangt."
letztlich machst du aber das gleiche. ich frage mich dann, wer sagt, dass man alles teilen müsse, um einen dialog zu führen.

ich würde es nicht so wie derbaum machen und gedichte einfach löschen. ich kann seine empfindlichkeit nicht verstehen, wohl aber seinen ansatz, seinen wunsch nach tieferem gespräch.
ich lese dann so, was du hier so schreibst, wie oft und wieviel tiefe das hat, lese dann so sachen wie deinen neuesten text und sage jetzt meinerseits: "dann sind wir wohl an einem ende angelangt."

das ist nichts persönliches, nur ein unterschied in unserer vorstellung davon, wie über texte jenseit von einfacher fehlerkorrektur (die sich bei dir auch immer zu einer tortur entwickelt für den korrigierenden, jedenfalls habe ich diese erfahrung gemacht) geredet werden sollte.

ich lasse dir im anderen thread noch etwas stehen, was dir vielleicht auch sagt, warum ich mich lieber texten anderer autoren zuwenden sollte.

lg
hginsomnia

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Re: ..... rufANedu .....

Beitragvon riemsche » 12.05.2012, 14:27

hginsomnia hat geschrieben:ich habe das doch extra erklärt, dass es beim dürfen genau um das, was du hier sagst, nicht geht. niemand sagt mit irgendeinem recht irgendetwas. es geht um die phantasie, sich vorzustellen, was gegen den text sprechen könnte, also im gesamten. darüber ließe sich ein gespräch führen, auch mit gegenteiligen standpunkten, aber da das interesse nicht vorhanden ist, werde ich mich an dieser stelle vom kommentieren weitestgehend zurückziehen (einen weiteren grund wirst du gleich in deinem neuesten text finden)

wie wärs mit genug fantasie um sich vorzustellen, was fÜr einen text sprechen könnte? andersrum sind die spielregeln doch immer dieselben. ein leser, der _ob ernst gemeint oder nicht bleibt dahingestellt_ einen gegenteiligen standpunkt zu vertreten sucht. der autor selber kennt den text, hat seinen standpunkt sozusagen bereits schriftlich dargelegt und _auch wenn er sich auf die art streitkultur einläßt_ im grunde seines herzens immer noch denselben. gespräche auf dieser basis führen mE _außer dass die zeit vergeht und seele feuer leidenschaft sich in folge irgendwann mit dem unvermeidlichem drang nach selbstbestätigung mischen, manche nennen´s dann teilerfolg, andere nen guten kompromiss_ zu rein gar nichts. andererseits bekümmerts mich, dass meine kommentare oftmals zu noch mehr missverstehern führen, als unbedingt nötig. aber damit muß ich wohl leben, denn so red und schreib ich eben. und es geht mir ganz gut dabei, wenn dich das abiz beruhigt :-)
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