schon wieder ich....

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Edekire
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schon wieder ich....

Beitragvon Edekire » 03.08.2004, 01:58

Ich weiß der letzte ist nicht lang her, aber ich habe doch so schrecklich Ferien, (die nur noch ganz schrecklicher kurz sind)

Das hier ist auch nicht sonderlich fertig. Es ist vermutlich ziemlich voller Fehler,....

Zu lange zur Decke gesehen

Kopfschmerzen und Sprenkellicht, beißt durchs Zugfenster. Über den Kopf gezogene Jacken erlauben das Atmen nicht und schlafen konnte ich nie in Zügen. Die Neben mir ließt Kochbücher für Kastanien und Kürbis, isst einen Apfel. frag sie nicht warum, lese auch. Sprenkellicht zittert über Schuldrucke, ich drehe mich zum Gang und Wünsche mir Wolken.

Das Bahnhofsgebäude ist schön über Augenhöhe, erinnere ich, wenn ich den Kopf heben würde, Jugendstil, blassblau, aber immer noch die Sonne über dem Dach. Der Antiquitätenladen ist Brettervernagelt, Betonboden und schließlich hindert mein Rucksack mich den Kopf in den Nacken zu legen. Wozu Antiquitäten am Bahnhof?

Draußen und der Bus kommt in 20 Minuten, Sonne im Nacken. Ich wünsche mir Musik oder eine Sonnenbrille, denn es sind nur rote Käfer in den Blumenkübeln. Ich würde gerne die Jacke ausziehen.
Feuerwanzen auf grauer Erde, hypnotisch.
Ich fahre schwarz, vielleicht werde ich wenigstens erwischt, aber hier ist sowieso keiner, es ist Sonntag. Geschäfte hinter Fensterläden, Jalousien gleiten entlang. Häuser, Spielplatz, aussteigen. Zumindest aus dem Fenster gesehnen, geschrumpft ist es.

Ich frag mich warum ich alles wiedererkenne, - arrogant bist du geworden - Warum hast du dich nicht abholen lassen?

Das Haus ist jetzt Hellgelb gestrichen., ich kann mein Fenster nicht sehen, die Rahmen seltsam blau, aber einzig tut weh, dass sie die Weide gefällt haben. Blauregen war in ihre hängende Krone gewachsen, vom Zaun aus, bildete im Sommer ein Dach aus Blütenreben.

Ich bleibe nicht stehen und klingele drei Häuser quer gegenüber.

Du öffnest und dann eine halbe Stunde Wiedersehen, der Geruch im Haus ist gleich geblieben. Dann sitzen wir auf deinem Bett, eine Woche für Erinnerung, hören Kompromissmusik.
„Du bist abgedriftet“ ich weiß, sie recht hat und bin irgendwie froh. –du bist wirklich arrogant- Hab ich mich immer schon so geärgert, dass sie nicht reinhören wollte, aber immer leise, wir haben keine Zeit zum streiten, kann ich sowieso nicht.
„Wollen wie ein Video sehn?“ als Thema, ich bin nicht wählerisch bei Filmen.

Spät, dunkel und ich höre zu, über Schule, Freunde, weißt du noch und kann mich nicht entscheiden ob ich lieber schlafen will.
„Erinnerst du dich wie wir den Steinbach gestaut haben? Eigentlich wollten wir nicht nass werden und am Ende sind wir in unseren Sachen geschwommen.“
Ja, nicke ich und merke verspätet, dass sie es nicht sehen kann, Ja
Ich habe verlernt Rückwärts zu leben, ich weiß nicht mal mehr ob sie das merkt.
„Wir haben ärger bekommen“ pflichtschuldig, ich.

„Hast du schon mal so lange geheult, dass du kotzen musstest?“ plötzlich, fragile Brücke,.
Das kann ich immer noch nicht, zu langsam: „Nein“
Dann: „bis mir schlecht war aber“
„Ich hab dich noch nie weinen sehen“, sagt sie,
Unsicher: „Doch, als Kind“. Ich suche eine Szene, aber eigentlich war es schon immer meine Schuld, wir kennen uns länger als ich mich erinnere.

Am morgen ist mein Arm eingeschlafen, wie betäubt, fast beruhigt mich das Kribbeln. Ein Buch aus der Tasche geangelt, ich zittere über die Seiten, bis sie aufwacht. Losgelöst, nehme ich es ihr übel, du wolltest nie das ich lese, „Du bist dann so weg“, obwohl sie nichts gesagt hat.

Wir machen Frühstück. Ich teste mein wiederentdecktes Talent ständig im Weg zu stehen, du bist gerader als ich. Also lass ich mich rumschieben, setze mich einfach auf das Fensterbrett.
Sie haben die Weide gefällt.
Morgen, morgen, ich fahre gerne Zug.
ich wünschte ich hätte musik, doch ich habe nur worte
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Re: schon wieder ich....

Beitragvon Surjaninov » 12.08.2004, 20:07

Hallo Ede

Ich steig gleich mal ein:

„Kopfschmerzen und Sprenkellicht, beißt durchs Zugfenster.“ – lieber „Kopfschmerzen, und Sprenkellicht beißt durchs Zugfenster.“ wobei Sprenkellicht vielleicht etwas unglücklich ist. Würde es „gesprenkeltes Licht“ auch tun?

„Jacken“ – zieht man sie wirklich mal mehrere Jacken über den Kopf.

„frag sie nicht“ – Frag

„Kochbücher für Kastanien und Kürbis“ – Das gefällt mir. Passt sehr gut zur Stimmung.

„Schuldrucke“ – Was sind Schuldrucke?

„frag sie nicht warum“ – Warum was? Warum sie liest? Oder warum sie einen Apfel ist? Was ist dabei?

„Brettervernagelt“ – lieber „mit Brettern vernagelt“.

„Ich wünsche mir Musik oder eine Sonnenbrille“ – Ha“, das gefällt mir auch.

„Ich würde gerne die Jacke ausziehen.“ – Machs doch einfach.

„Zumindest aus dem Fenster gesehnen“ – wieder so ein feiner Staz.

„Jalousien gleiten entlang“ Die Jalousien bewegen sich nicht, können nicht gleiten. Das LI tut es.

„aber einzig tut weh, dass sie die Weide gefällt haben“ – unglückliche Satzstellung.

„Blauregen“ „Blütenreben“ – ein ungewollter Reim. Liest sich nicht gut.

„Kompromissmusik“ – Jeder weiß was du meinst, ist es aber das richtige Wort. Klingt schon seltsam.

„weiß, sie recht“ - ,DAS

„Wir haben ärger“ – Ärger
Noch etwas: „wenn ich den Kopf heben würde“ also hat sie es nicht getan? Wie kann sie denn etwas gesehen haben? Wenn sie nicht den Kopf gehoben hat?


Du schaffst eine unwirkliche, aber zarte Stimmung. Alles ist ein bisschen wie von Sonne durchschienen. Ja, Unwirklich ist das richtige Wort. Die abgehackten Sätze haben ihren Beitrag daran. Diese abgehackten Sätze sehe ich aber teilweise / oft als Manko. Wie mit spitzer Klinge abgetrennt lieben einzelne Stücke einfach da.
Ich bin aber kein guter Taucher, deswegen bleib ich mal an der Oberfläche. Mir wird auch nicht klar wen dein LI besucht. Aber es scheint eine alte Freundin zu sein. Darauf verweist für mich der Staudamm im Bach. Mit den Elter hat man das glaub ich nicht so betrieben.

Was ich nicht verstehe ist dieser Satz: „Ich bleibe nicht stehen und klingele drei Häuser quer gegenüber.“ Steht sie nicht vor dem Garten in dem ehemals die Weide stand? Aber dann geht sie drei Häuser weiter. Im letzten Absatz liest es sich dann aber so als ob sie in dem Haus wäre, vor dem die Weide stand.

So weit erstmal
lg
Surja

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Re: schon wieder ich....

Beitragvon Khadija » 15.08.2004, 02:28

Okay, dann will ich's auch mal versuchen...

Mir gefällt der Text gut, ich kann das ganze richtig vor mir sehen. Die abgehackten Sätze stören mich nicht, dadurch wirkt es irgendwie unmittelbar.
Besonders schön find ich die Sätze:

Ich fahre schwarz, vielleicht werde ich wenigstens erwischt


Ich habe verlernt Rückwärts zu leben


Ich teste mein wiederentdecktes Talent ständig im Weg zu stehen, du bist gerader als ich.


Störend ist für mich, dass relativ viele Fehler drin sind, dadurch wirkt es so unmotiviert, als wäre es dir nicht sonderlich wichtig was der Leser davon hält. Und diese...abenteuerliche Groß/Kleinschreibung, ist die Absicht? Falls ja kann ich den Sinn dahinter nicht erkennen.

Sprenkellicht klingt seltsam, aber gesprenkeltes Licht? Vielleicht Lichtsprenkel?

"Die Neben mir ließt Kochbücher" - liest

"ich weiß, sie recht hat" - ich weiß, sie hat recht

Das war's erstmal von mir

lg Khadija
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Re: schon wieder ich....

Beitragvon Surjaninov » 15.08.2004, 14:13

Sprenkellicht klingt seltsam, aber gesprenkeltes Licht? Vielleicht Lichtsprenkel?


- Du hast völlig Recht Khadija! Wie bin ich nur auf gesprenkeltes Licht gekommen. Das Licht selbst ist ja nicht gesprenkelt. Lichtsprenkel passt hier am besten. (Erinnert mich immer an eine´n sommerlichen Waldboden. Schatten und Licht...)

lg
Surja

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Re: schon wieder ich....

Beitragvon Khadija » 16.08.2004, 04:09

Freut mich, dass wir uns einig sind. :-D
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Re: schon wieder ich....

Beitragvon razorback » 16.08.2004, 13:14

Frl. Ede... wie schön, Dich jetzt vor mir sehen und Deine Stimme hören zu können, während ich das lese!!! :-)

Also zunächst einmal:

"Sprenkellicht" ist, wenn mein Duden nicht täuscht, ein Neologismus. Und, wie ich finde, ein ziemlich gelungener, auch und gerade vom Klangbild. Das wird doch wohl noch erlaubt sein. ;-)

Ansonsten hatte ich beim Lesen genau diesen Eindruck:

Das hier ist auch nicht sonderlich fertig.


Viele gute Ansätze, aber noch unverbunden und ungeordnet, und ein wenig ziellos (trotz - um das gleich vorweg zu nehmen eines sehr guten Schlusses). Im Einzelnen:

Der Übergang Fahrt - Halten kommt dermassen unvermittelt, dass es einen Moment dauert, bis er einsickert. Da dies aber (wie ich glaube) keine besonders entscheidende Stelle im Text ist, ist der Bruch hier zu stark. Der Abschnitt ist so kurz, dass ich mich von der momentanen Verwirrung kaum erholt hatte, als er schon wieder vorbei war. Das hast Du im folgenden Abschnitt - durch die simple Verwendung von "draußen" - eindeutig besser gelöst. Da weiss ich sofort, wo Du mich mit hin nimmst - und unnötig viele Worte machst Du trotzdem nicht.

Eine kleine Zwischenfrage: brettervernagelt? Echt? Kenne ich anders, gerade in Bahnhöfen. So gesehen? Na gut...

Deine Beschreibungen sind sehr gut und eindringlich, auch die beschriebenen Bilder sind gut gewählt (Feuerwanzen, Haus, Weide, etc.). Dennoch wirken sie unverbunden und ziellos. Sicher, es sagt etwas Wichtiges, wenn sich diese, und gerade diese Momentaufnahmen so in die Wahrnehmung des LI brennen. Aber Du löst es nicht richtig auf. Für ein einfaches: "Ich will da nicht hin, ich will eigentlich jeden Moment in die Länge ziehen", sind die Bilder zu genau, zu atmosphärisch.

Das LI spricht über ihr Gegenüber zunächst in der zweiten, dann in der dritten Person. Wenn das Absicht ist (oder wenn zwei verschiedene Personen angesprochen werden) habe ich sie nicht verstanden.

Ganz zentral: Ich weiss nicht, wen das LI da besucht. Das ist aber in diesem Falle ausgesprochen wichtig, finde ich. Ich halte das LI mal spontan für eine Frau. Das tue ich automatisch, wenn ich in einem von einer Frau geschriebenen Text eine Ich-Perspektive vorfinde und keinen Hinweis auf das Gegenteil. Soviel ich weiss, geht es anderen Lesern ähnlich.

Es ist nun ein grosser Unterschied, ob LI bespielsweise eine Freundin, eine Geliebte oder ihre Grossmutter besucht, sie eine halbe Stunde begrüsst und dann mit Ihr Musik hört. Es sagt jeweils etwas völlig Anderes über die Beziehung aus. Die Hinweise (Surja hat ja einen gefunden) sind zu versteckt und zu ungenau. Du musste es nicht ausdrücklich hinschreiben, aber etwas mehr Klarheit wäre besser.

Der Schluss ist wieder sehr, sehr gut. Da holst Du mich mit ganz wenigen, gut gesetzten Worten zu Deiner Figur. Insgesamt aber macht der Text - wie eingangs zitiert - einen unfertigen und unentschlossenen Eindruck. Wofür nutzt Du all diese gelungenen, atmosphärischen Schilderungen, was genau erzählst Du mir hier?

Ganz kurz zu Surja:

„Kochbücher für Kastanien und Kürbis“ – Das gefällt mir.


Mir auch. :-D

„Jalousien gleiten entlang“ Die Jalousien bewegen sich nicht, können nicht gleiten. Das LI tut es.


Ja, klar - aber es ist eine Wahrnehmungsschilderung. Die, wie ich finde, gut die Distanz zwischen dem LI und seiner Umgebung zeigt - beziehungsweise, wie stark es sie empfindet.

Fazit: Gute Ansätze, die einen guten Text ergeben können, wenn Du noch Arbeit reinsteckst ;-) .

So long, süsse Sägefrau! :-D
O You who turn the wheel and look to windward,
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You

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Re: schon wieder ich....

Beitragvon Edekire » 18.08.2004, 16:57

So, jetzt antworte ich endlich mal. Zuanfang schon mal schönen DAnk fürs Kritisieren

@Surja:

Mit dem Komma im ersten Satz hast du recht, ja. Das Sprenkellicht lass ich, ich mag so Wörte und genauso lasse ich brettervernagelt.
Was sind Schuldrucke?

Naja, diese Schulausgaben mit Matrialien dran für dumme Schüler ;-)

„frag sie nicht warum“ – Warum was? Warum sie liest? Oder warum sie einen Apfel ist? Was ist dabei?

In dem fall das Lesen. Aber ich meinte eigenlich was sie liest. Hast du schon mal wen geshen der chronoglisch Kochbücher liest? Ich ja und es hatr mich echt irritiert. Und dann noch eins nach dem anderen...
„Ich würde gerne die Jacke ausziehen.“ – Machs doch einfach.

Stimmt schon, sollte eigentlich ein gewisses maß an passivität ausdrücken...

Das mit Jalousien sehe ich wie Razor. Sie sieht halt so.

„aber einzig tut weh, dass sie die Weide gefällt haben“ – unglückliche Satzstellung.

schmrzt wäre wohl besser, dann klingt das nciht so komisch.

„Blauregen“ „Blütenreben“ – ein ungewollter Reim. Liest sich nicht gut.

Stört das wirklich? Ist doch nicht so nahe beieinander und ausserdem ist der Reim, naja, ziemlich unrein. Ich schreibe nie Reime, deshalb kann ich das vielleicht nicht so richtig abschätzen. Mir ist das nciht mal aufgefallen.

Also ich muss sagen ich bin auf meine "Kompromissmusik" Wortschöpfung ziemlich stolz :-) ich finde das sehr treffen und sehr schön. Deshalb in dem Fall: Ja. Das ist das richtige Wort.

Noch etwas: „wenn ich den Kopf heben würde“ also hat sie es nicht getan? Wie kann sie denn etwas gesehen haben? Wenn sie nicht den Kopf gehoben hat?

Da steht doch :
Das Bahnhofsgebäude ist schön über Augenhöhe, erinnere ich, wenn ich den Kopf heben würde,


Sie war schon mal da und weiß wie es da aussieht. Das ist einer der Gründe warum das da steht.

Das man nicht ganz deutlich begreift wen sie besucht ist wirklich nicht gut. Das muss ich deutlicher machen. Gemeint war wirklich eine alte Freundin.

Im letzten Absatz liest es sich dann aber so als ob sie in dem Haus wäre, vor dem die Weide stand.


Nciht zwingend oder? Das andere Haus ist ja gegenüber.

@Khadija

Mir gefällt der Text gut, ich kann das ganze richtig vor mir sehen.


DAs freut mich :-))

Störend ist für mich, dass relativ viele Fehler drin sind, dadurch wirkt es so unmotiviert, als wäre es dir nicht sonderlich wichtig was der Leser davon hält. Und diese...abenteuerliche Groß/Kleinschreibung, ist die Absicht? Falls ja kann ich den Sinn dahinter nicht erkennen.


Das ist wirklcih nicht so gemeint, natürlich nicht! 'Ähm, meine GRoß-und kleinschreibung ist eigentlich immer so irre. Das ist weder absicht noch ignoranz, sonder schlichte unfähigkeit. Aber recht hast du trotzdem, schließlich könnte ich ja mal genauer suchen...ich überlese fehler aber auch mit ausgewachsener begeisterung....und jetzt schreib ich einfach klein ;-)
dann wirkt das zumindest wie absicht.

Sprenkellicht klingt seltsam

Stimmt.
Ich mag seltsame Wortschöpfungen :-)

So und jetzt der Razor :-)

Der Übergang Fahrt - Halten kommt dermaßen unvermittelt, dass es einen Moment dauert, bis er einsickert. Da dies aber (wie ich glaube) keine besonders entscheidende Stelle im Text ist, ist der Bruch hier zu stark.

Hm. Kann gut sein, muss ich mir mal was ausdenken um das etwas flüssiger zu machen..., vielleicht ein recht kurze zeit angeben, die der zug noch braucht oder so etwas...

brettervernagelt? Echt? Kenne ich anders, gerade in Bahnhöfen. So gesehen? Na gut..

Ja, so gesehen. Ich weiß das ist nicht gerade normal, aber schließlich schreib ich keine Bahnwerbung :-D

Für ein einfaches: "Ich will da nicht hin, ich will eigentlich jeden Moment in die Länge ziehen", sind die Bilder zu genau, zu atmosphärisch.


Ich dachte auch eine art verschobene wahrnehmnung eines ortes an dem man lange gewohnt hat, aber an dem man wiederum recht lange nicht mehr gewesen ist. das seltsame überdeutlich von kleinigkeiten...und vielleicht auch einfach meine art mit völlig selektivem blick durch die welt zu rennen und dann plötzlich festzustellen "wo bin ich hier eigentlich???"

Das LI spricht über ihr Gegenüber zunächst in der zweiten, dann in der dritten Person. Wenn das Absicht ist (oder wenn zwei verschiedene Personen angesprochen werden) habe ich sie nicht verstanden.


ups. Nee das ist eigentlich kein absicht. das rührt wie ich annehme daher, dass die einzelteile z..t zu sehr verschieden zeiten entstanden sind. vermutlich ist das auch die ursache dessen :
Viele gute Ansätze, aber noch unverbunden und ungeordnet, und ein wenig ziellos


Das muss wohl noch ein bisschen flüssiger werden.

Das mit der nicht feststellbaren anderen person hatte ich schon mal, ne? Das ist wirklich komisch...da wäre ich nie drauf gekommen, dass das so undeutlich sein könnte.
Ich weiß schließlich von wem ich rede :-D

Womit mal wieder bewiesen wäre wie wichtig ihr, meine geliebten Kritiker, seid

Vielen lieben Dank

von Frl. Ede, die bessser sägen kann als ihr alle :-D
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Re: schon wieder ich....

Beitragvon Khadija » 19.08.2004, 03:23

Also wen genau das LI besucht war mir auch nicht klar. Du schreibst: "wir kennen uns länger als ich mich erinnere." Zugegeben,ich hab auch Freunde auf die das zutrifft. Trotzdem denke ich dabei unwillkürlich an eine Verwandte.

Also wenn du möchtest, könnte ich dir deine Texte auf Fehler durchsehen, bevor du sie postest. Ist nur ein Angebot.

Lg
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Re: schon wieder ich....

Beitragvon Surjaninov » 19.08.2004, 19:17

Hallo Ede


"Stört das wirklich? Ist doch nicht so nahe beieinander und ausserdem ist der Reim, naja, ziemlich unrein. Ich schreibe nie Reime, deshalb kann ich das vielleicht nicht so richtig abschätzen. Mir ist das nciht mal aufgefallen."

- Aber "Reben" und "Regen" reimt sich doch! Also sie sind jedenfalls nah genug beieinander. Find ich. Das eine steht am Anfang des Satzes, das andere am Ende. Warscheinlich ist es aber nicht so tragisch. :-)


"Sie war schon mal da und weiß wie es da aussieht. Das ist einer der Gründe warum das da steht."

- Das sie schon mal da war - daran habe ich gar nicht gedacht. Da weiß sie natürlich wie es dort aussieht. Auch ohne den Kopf zu heben. Ich ziehe meinen Einwand zurück.


"Nciht zwingend oder? Das andere Haus ist ja gegenüber."

- Aber es ist 3 Häuser schräg gegenüber, wie du schreibst. Das kann schon etwas weiter sein. Ich kann mir die Straße, oder die Häuser jetzt nicht vorstellen. Ist mir nicht klar genug.


"Naja, diese Schulausgaben mit Matrialien dran für dumme Schüler"

- Bunte Bücher, wo hinten ganz viele Wörter erklährt werden, und mit der Enstehungsgeschichte???


lg
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Re: schon wieder ich....

Beitragvon Edekire » 19.08.2004, 23:52

Also wenn du möchtest, könnte ich dir deine Texte auf Fehler durchsehen, bevor du sie postest. Ist nur ein Angebot.


Stimmt. Aber ein sehr liebes. :-)
Vielein DAnk, vielleciht komm ich mal drauf zurück. ioch ann dir ja einfach schreiben oder?

@surja
- Bunte Bücher, wo hinten ganz viele Wörter erklährt werden, und mit der Enstehungsgeschichte???

ja die Dinger! Diese Worterlärungen sind manchmal echt kurios, da denk ich mir dann: wer weiß das denn nicht??? Und wer's nciht weiß kann sichs denken.....:-)
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Re: schon wieder ich....

Beitragvon Khadija » 20.08.2004, 03:24

ioch ann dir ja einfach schreiben oder?

Klar gerne, mach das. :-)
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