Epigrammatisch wollte ich die Liebe ins Glück einfalten.
Doch glückte mir’s nicht, denn das Schema entglitt.
Epigramm über das Glück
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OmarChajjam
- Kerberos
- Beiträge: 2
- Registriert: 25.11.2004, 12:03
Re: Epigramm über das Glück
Hallo OmarChajjam,
auch nach mehrmaligem Lesen fällt mir der Genuss des Epigramms schwer..
Schon das erste Wort schlägt klänglich sehr aus der Reihe. Es drängt sich mir förmlich auf mit dem Hinweis: Hier soll ein Epigramm erstellt werden. (Es ist doch immer wieder erstaunlich, welche Wörter man im Deutschen neu schöpfen kann..) Dann gerate ich ins Straucheln.
Wie ist das Einfalten der Liebe ins Glück gemeint. Liebe ist doch nicht zwingend für Glück (wenn auch hilfreich)? Dieses Wortspiel mit dem glücken. Auch die Begründung mit dem "denn".
Das alles wirkt sehr aufgesetzt, nicht spontan, nicht leicht. Und das steht dann eben im Kontrast zu dem großen Wort "Epigrammatisch". Es verspricht mir groß ein Epigramm. Und dann stellt das Lyrische Ich fest, dass alles nicht geglückt ist - in einem Epigramm über das Glück.
Es stellt sich nun die Frage, warum es nicht glückte. Aus welchem Grund? Weil "das Schema entglitt". Ich habe versucht das Metrum zu zählen, aber ich gebe mich nach zig Anläufen geschlagen. Es handelt sich aber definitiv nicht um ein klassisches Distichon.
Und eben genau das erklärt, warum mir das Lesen recht schwer fällt.
Formal und inhaltlich gibt es zwar dementsprechend übereinstimmungen. Aber meine Erwartungen, die der Titel weckte (ein Epigramm zu lesen) werden nicht erfüllt. Zumal fonetisch unterschiedlich starke Worter immer wieder rausbrechen und meine Erwartungen nicht erfüllen / neu erwecken.
Dementsprechend komme ich nicht in Einklag mit dem Epigramm. Er ist zu aufgesetzt um das Nicht-gelingen eines stark formal orientieren Textes darzustellen und formal nicht fest genug um wirklich der Gattung des des Epigramms zu entsprechen.
Liebe Grüße,
yume
auch nach mehrmaligem Lesen fällt mir der Genuss des Epigramms schwer..
Schon das erste Wort schlägt klänglich sehr aus der Reihe. Es drängt sich mir förmlich auf mit dem Hinweis: Hier soll ein Epigramm erstellt werden. (Es ist doch immer wieder erstaunlich, welche Wörter man im Deutschen neu schöpfen kann..) Dann gerate ich ins Straucheln.
Wie ist das Einfalten der Liebe ins Glück gemeint. Liebe ist doch nicht zwingend für Glück (wenn auch hilfreich)? Dieses Wortspiel mit dem glücken. Auch die Begründung mit dem "denn".
Das alles wirkt sehr aufgesetzt, nicht spontan, nicht leicht. Und das steht dann eben im Kontrast zu dem großen Wort "Epigrammatisch". Es verspricht mir groß ein Epigramm. Und dann stellt das Lyrische Ich fest, dass alles nicht geglückt ist - in einem Epigramm über das Glück.
Es stellt sich nun die Frage, warum es nicht glückte. Aus welchem Grund? Weil "das Schema entglitt". Ich habe versucht das Metrum zu zählen, aber ich gebe mich nach zig Anläufen geschlagen. Es handelt sich aber definitiv nicht um ein klassisches Distichon.
Und eben genau das erklärt, warum mir das Lesen recht schwer fällt.
Formal und inhaltlich gibt es zwar dementsprechend übereinstimmungen. Aber meine Erwartungen, die der Titel weckte (ein Epigramm zu lesen) werden nicht erfüllt. Zumal fonetisch unterschiedlich starke Worter immer wieder rausbrechen und meine Erwartungen nicht erfüllen / neu erwecken.
Dementsprechend komme ich nicht in Einklag mit dem Epigramm. Er ist zu aufgesetzt um das Nicht-gelingen eines stark formal orientieren Textes darzustellen und formal nicht fest genug um wirklich der Gattung des des Epigramms zu entsprechen.
Liebe Grüße,
yume
koto ri-ga
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