Das dehnbare Objekt meiner Begierde

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ralf
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Das dehnbare Objekt meiner Begierde

Beitragvon ralf » 06.12.2008, 00:42

Das dehnbare Objekt meiner Begierde

Voll Gier sperr ich das Postfach auf,
das Päcken ist ganz oben drauf.
Mit Zittern in der rechten Kralle,
fass ich die Post und nehm sie alle.

Seit Langem schon voll Ungeduld,
geb’ ich der Deutschen Post die Schuld,
weil dieses wichtige Paket,
seit Wochen durch die Lande geht.

Der Lift ist kaum im vierten Stock,
spür ich die Blase unterm’ Rock.
Ich muss mal schleunigst Wasser lassen,
ich könnte meine Blase hassen!

Ich rase durch das Küchentor,
seh nicht den Tisch, der knapp davor
und lande hart auf meiner Birne,
bunt glitzern Zodiacs’ Gestirne.

Jetzt piss’ ich neben das WeCe,
weil ich vor Geilheit kaum was seh.
Hab´ echt keinen Moment dafür,
flugs rückwärts durch die Häuseltür.

Den Umschlag reiß ich ungedulden,
möcht’ ruckzuck meiner Liebsten hulden.
Verpackung, meist des Öffners Qual,
rutscht durch die Finger wie ein Aal.

Doch jetzt bin ich dort ich angelangt,
wonach mein Herz so lange bangt:
der wunderschönen Gummidame,
(Moment – wie war doch gleich der Name?)

So schlank und kühl auf meinen Arm,
mir wird von Kopf bis Fuß gleich warm.
Nun gilts´ ihr Leben einzuhauchen,
die Pulmo kann ich da nicht brauchen.

Oh scheiß - die Pumpe ist im Keller,
mein Herz schlägt halswärts immer schneller.
So stürm’ ich flott ins Souterrain,
und in den Kohlenkeller rein.

Da steht des Fahrrads Lebenshauch,
genau der ist es, den ich brauch.
Der Lift besetzt, ich könnte toben,
ich hetze schweißgetränkt nach oben.

Am Arsch hat Sissy ein Ventil,
bebend steck ich den Schlauch ins Ziel,
tret’ rein, dass mir die Bronchien zischen,
hör ich da gar wo Luft entwischen?

Die Nutte wird kein Jota dicker,
so geht es mir als Puppenficker.
Mein Blutdruck knallt ins Dunkelrot,
ich kipp’ zu Boden – mausetot.
Ich der ich weiß, nichts zu wissen, weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)

Greta
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Re: Das dehnbare Objekt meiner Begierde

Beitragvon Greta » 06.12.2008, 14:21

das ist doch eine feine satirische Geschichte und noch dazu von vorne bis hinten gereimt und ich mag den sarkastischen Ton vom Titel bis zur letzten Zeile

[) i r k
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Re: Das dehnbare Objekt meiner Begierde

Beitragvon [) i r k » 10.12.2008, 23:04

das ist doch eine feine satirische Geschichte

mhh. unter "fein" verstehe ich was anderes und so richtig witzig finde ich es auch irgendwie nicht.

naja, technisch ist nix oder fast nix dran auszusetzen. nur eine kleinliche kleinigkeit:
So stürm’ ich flott ins Souterrain,
und in den Kohlenkeller rein.

das reimt sich nicht wirklich.

regards.
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)


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