Hallo Archäopterix,
nicht, dass du mich falsch verstehst. Mir gefällt das Gedicht. Vielleicht sehe ich es mit anderen Augen. Bei mir ist es weniger der Inhalt, als die Form, die ich sehr spannend finde. Provokativ würde ich es nicht nennen, aber doch originell.
Leider habe ich ebenso oft (auch jetzt) das Gefühl für diesen Glauben belächelt zu werden - darum rede ich im Normalfall nicht darüber.
Das tut mir leid. Ich find es wichtig und immer wieder spannend auch über solche Fragen zu sprechen, selbst wenn "mein" Glaube nur mit Bruchstücken christlicher Überzeugungen Gemeinsamkeiten besitzt. Aber das ist ein Thema, das jetzt zu weit führt. Ich wollte nur sagen: ich finde, dass auch gerade für derartige Themen dieses Forum gedacht ist. Schließlich geht es in den Literatur auch häufig um Sinn- und Glaubensfragen. Also können, dürfen, sollten auch diese hier diskutiert werden. Und, wenn ich es recht betrachte, hatte ich mich ja auf deine "Provokation" schon eingelassen und das Thema weitergesponnen. Dass ich ein bißchen spöttisch an die Sache herangegangen bin, bedeutet indes nicht, dass ich dich wegen deines Glaubens belächle. Aber der Glaube ist doch ein seltsames anthropologisches Phänomen: ihn zu hinterfragen, vielleicht auch ironisch zu hinterfragen ist durchaus gesund. Denke ich. Ich bin halt ein Zweifler. Dass ich ein Zweifler bin, bedeutet aber nicht, dass ich an nichts glaube.
Hallo RZB!
Ah, komm Gelbsucht - Du weisst schon, dass das (leere) Kreuz ein Symbol für den besiegten Tod sein soll, oder?
Ich weiß es und es wundert mich trotzdem. Das Folterinstrument als Symbol für Auferstehung, für "Ich bin das Leben". Hat dich das noch nie gewundert? Bedeutsam ist sicherlich die Anschaulichkeit des Symbols - gerade in den Zeiten des Analphabetismus oder in der Zeit vor Luther, der ja so nett war das lateinische Kauderwelsch zu übersetzen und das dogmatische Monopol der Kirche aufzubrechen. Ich stelle es mir auch nicht so einfach vor, etwas so abstraktes und widernatürliches wie die Auferstehung möglichst prägnant und einfach darzustellen, sprich auf ein Zeichen zu reduzieren.

gelbe grüsse
