Seite 1 von 1

Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 30.06.2003, 18:31
von Toni
Hi!
Hat jemand Infos über den telegrafischen Schreibstil von Stoker oder über die schwarze Romantik und die Verbindung von Erotik und Horror im Allgemeinen und speziell bei Dracula??? Würde mir sehr helfen. Muss nämlich ein Projekt über den Roman vorbereiten. Wer noch Vorschläge für einen außergewöhnliche Art dieses vorzustellen hat, kann mir dies doch bitte auch mitteilen. Würd mich freuen. DANKE im Vorraus. :-)
Toni.

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 01.07.2003, 17:49
von razorback
Hat jemand Infos über den telegrafischen Schreibstil von Stoker oder über die schwarze Romantik und die Verbindung von Erotik und Horror im Allgemeinen und speziell bei Dracula??? Würde mir sehr helfen. Muss nämlich ein Projekt über den Roman vorbereiten.


Hmmm.... es wäre sicher eine gute Idee, den Roman zu lesen. ;-) Tut man dies, erschliessen sich einige der Aspekte nach denen Du fragst von selbst. Hilfreich ist es sicher ausserdem, NACHDEM (!!!!!) man das Buch gelesen hat, die ausgezeichnete Verfilmung von Coppola anzusehen, er entschlüsselt mit seiner Bildsprache das Buch ganz gut.

"telegrafischer Stil"?????

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 04.07.2003, 20:01
von Toni
Tja, ich hab das Buch gelesen. Du scheinbar aber nicht, sonst wäre es dir wohl kaum entgangen, dass das gesamte buch in brief und tagebuchform geschrieben ist.
Meine Anfrage war einfach als kleine Unterstützung gedacht, da ich dachte, dass dieses Forum doch für so etwas richtig ist. Sorry, wenn ich zu offensichtliche Sachen gefragt habe. Aber dann braucht's dich ja nicht interessieren.
Und den Film schau ich mir morgen an. Obwohl der mir wohl in sachen schreibstil nicht sehr helfen wird.
Ciao.

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 04.07.2003, 22:19
von Hamburger
Hallo Toni!

Noch ein Einwand. Du schreibst...

Meine Anfrage war einfach als kleine Unterstützung gedacht, da ich dachte, dass dieses Forum doch für so etwas richtig ist.


und ich sage: Nö. Nö. Nö.

Hilfe gewähren wir nur gegen Bezahlung
:-D oder im Zusammenspiel mit dem Hilfesuchenden. Das können dann wiederum nur die machen, die sich in der Materie auskennen. Das ist klar. Aber einfach nur Hilfe wollen ohne zu schreiben, welche Ideen man selbst hat - da läuft man in unserem Forum leider immer mit 99,3 Sachen gegen die Mauer. :-))

MFG,

Hamburger

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 07.07.2003, 11:25
von razorback
Tja, ich hab das Buch gelesen. Du scheinbar aber nicht, sonst wäre es dir wohl kaum entgangen, dass das gesamte buch in brief und tagebuchform geschrieben ist.


Habe ich, keine Sorge, mehrmals auf Deutsch und Englisch (Protz :-p ). Mir ist nur entgangen, dass "telegrafischer Stil" ein Fachwort für Brief-, und Tagebuchform ist.

Ansonsten schliess ich mich Hamburger an: Wenn Du konkrete Fragen hast, Deine Meinung zum Buch diskutieren willst, etc. - gerne. Wenn Du aber erwartest, dass Dir jemand die Recherche zum Thema "Erotik und Horror" abnimmt - dafür ist mir zumindest meine Zeit zu schade.

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 11.07.2003, 04:50
von ruuchrinden
hallo. erster beitrag. test test. soviel ich mich erinnern kann gibt es, wenn überhaupt, sehr verhaltene erotische szenen im buch. das mit der erotik ist in diesem komischen h'wood-film total aufgebauscht worden.
ist doch logisch, die beiden jungen verlobten werden sich nicht gerade per brief alle seitensprünge beichten, oder liege ich da falsch?

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 11.07.2003, 10:57
von Sick Steve
Nein, da liegst Du richtig, die erotische Komponente ist im Buch wirklich sehr unterschwellig. Hab's gerade erst noch mal gelesen (im Mai), im Original, und war überrascht, wie zurückhaltend das Buch im Grunde ist - der Film war mir so präsent, daß Buch hatte ich jahrelang nicht gelesen. Es ist im Film wirklich ziemlich aufgebauscht. Trotzdem, die Coppola-Verfilmung ist dennoch brilliant.

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 11.07.2003, 11:27
von razorback
soviel ich mich erinnern kann gibt es, wenn überhaupt, sehr verhaltene erotische szenen im buch


und war überrascht, wie zurückhaltend das Buch im Grunde ist


Ihr habt sicher Recht, aber bedenkt, wann und wo das Buch geschrieben worden ist. Für die Verhältnisse des spätvictorianischen Englands ist dieses Buch mit hocherotischen Bildern nur so gespickt. Alleine die Figur des Vampirs, der am Hals einer unverheirateten (Jung)Frau saugt ist - für diese Zeit - ausgesprochen stark. Gut, heute ist das anders, klar.

Aber gerade deshalb ist Coppolas Umsetzung so gut. Er überträgt diese schwülerotische Atmosphäre auf unsere Sehgewohnheit, so dass wir vielleicht ähnlich empfinden wie seinerzeit die ersten Leser. Es gibt meines Erachtens im Film nur zwei Szenen (die mit den weiblichen Vampiren im Schloss und die auf dem Friedhof), wo es ihm ein wenig daneben geht. Aber sowas passiert auch in den besten Werken... :-D

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 11.07.2003, 12:45
von Sick Steve
"Es gibt meines Erachtens im Film nur zwei Szenen (die mit den weiblichen Vampiren im Schloss und die auf dem Friedhof), wo es ihm ein wenig daneben geht"

Nun, Razor, wenn ich mit den drei Mädels im Schloss einen Film hätte drehen müssen, wäre mir vielleicht auch was daneben gegangen....

:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 25.07.2003, 00:14
von ruuchrinden
Ehrlich gesagt müsste ich das Buch nochmals lesen, vielleicht sogar auf Englisch. Aber das mit der Erotik ist mir damals im zarten Alter von 16 total entgangen. Ich habe das Buch damals als Spannende Geschichte gelesen. Vielleicht bin ich jetzt soweit gereift, ich die erotischen Anspielungen verstehe.

Den Film find ich trotzdem nicht so doll, auch wenn ich ihn erst synchronisiert gesehen habe.
Dieses schwären für Aphrodisiaka Zitat: "Absinth ist das Aphrodisiakum des ichs...", find ich halt ein wenig aufschneiderisch. Ich kanns nur mit einem Vergleich sagen. Wie ein alter Lüstling der versucht eine junge Frau zu verführen. Das entspricht zwar dem Dracul im Film, aber sagt er das im Buch auch?

Re: Bram Stokers DRACULA

Verfasst: 25.07.2003, 10:30
von Sick Steve
Im Buch gibt es die ganze Szene nicht. Tatsächlich ist dies auch die Szene, die ich im gesamten Film für am überflüssigsten halte, und die, in der sich Coppola am weitesten von der Romanvorlage entfernt. Dennoch, der Film ist gut, ich bleibe dabei. Film muß Romanvorlagen interpretieren, da das Medium Film in aller Regel die Tiefe eines Romans nicht erreichen kann, und hier ist eine wirklich gute Interpretation mit starken Bildern (und einem phantastischen Soundtrack) gelungen.