Die Prophetin von Luxor
Verfasst: 16.08.2002, 13:27
Dieses Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen.
Es handelt sich um einen Roman von Suzanne Frank, es gibt noch drei weitere, die zusammen eine Art Serie bilden ("Die Seherin von Knossos", "Die Hüterin von Jericho" und "Die Händlerin von Babylon").
Es geht dabei um Zeitreisen der besonderen Art: Eine Amerikanerin der Gegenwart wird durch einen Zufall während eines Aufenthaltes in Luxor in die Zeit von Hatschepsut "gebeamt". Nun muß sie herausfinden, wie das geschehen ist und wie sie wieder zurückkommt. Dabei trifft sie (natürlich?) ihre große Liebe.
Soweit so gut. Trivialliteratur zwar, aber was soll's? Auch sowas darf mal auf dem Speiseplan stehen!
Immerhin klingt die Geschichte ja ganz interessant - man nehme nur z.B. die Schwierigkeiten, die sich für eine moderne Frau im antiken Ägypten ergeben dürften.
Ich habe mir also dieses Buch gekauft und mich auch ziemlich schnell ans Lesen gemacht. Doch schon nach den ersten Zeilen (!) kamen mir Zweifel am Schreibstil der Autorin (einer Journalistin übrigens). So wurde für meinen persönlichen Geschmack doch ein bißchen viel auf Modewörtern herumgeritten ("Cool!"). Aber ich wollte ja etwas Triviales lesen. Also biß ich die Zähne zusammen und las weiter. Einige Seiten später stieß ich dann auf den nächsten Patzer: "Ein Blick in den Spiegel sagte mir, daß ich mal wieder umwerfend aussah. Mit meinem hellbraunen Teint, den schwarzen Haaren und den grünen Augen ..." An dieser Stelle übernehme ich übrigens keine Garantie auf wortgetreue Wiedergabe. Aber allein schon dieser Stil! Ich hatte das Gefühl, einen Groschenroman in Händen zu halten!
Trotzdem las ich weiter - um von einem Fehltritt zum nächsten zu stolpern. Als dann eine halb-pornographische Beschreibung der Kleidung der Priesterin in Luxor folgte (inklusive einer rektalen Untersuchung durch den Hofarzt!), gab ich auf!
Ich bin eigentlich nicht der Mensch, der Bücher halbfertig zur Seite legt. Aber hier habe ich diese Regel gebrochen - nach ungefähr 70 Seiten von etwa 650.
Ich bin noch nicht sicher, was ich mit diesem Buch mache. Fertiglesen werde ich es auf gar keinen Fall; und einen Platz in meinem Bücherregal hat es definitiv auch nicht verdient. Obwohl ich normalerweise davon Abstand halte, überlege ich ernsthaft, es dem Altpapier zuzuführen!
Aber wahrscheinlich werde ich es einer Bücherei spenden. Anonym!
Ich rate definitiv ab! Dieses "Werk" ist noch nicht mal als flache, platte Unterhaltungslektüre für den Strand geeignet!
Catlady
Es handelt sich um einen Roman von Suzanne Frank, es gibt noch drei weitere, die zusammen eine Art Serie bilden ("Die Seherin von Knossos", "Die Hüterin von Jericho" und "Die Händlerin von Babylon").
Es geht dabei um Zeitreisen der besonderen Art: Eine Amerikanerin der Gegenwart wird durch einen Zufall während eines Aufenthaltes in Luxor in die Zeit von Hatschepsut "gebeamt". Nun muß sie herausfinden, wie das geschehen ist und wie sie wieder zurückkommt. Dabei trifft sie (natürlich?) ihre große Liebe.
Soweit so gut. Trivialliteratur zwar, aber was soll's? Auch sowas darf mal auf dem Speiseplan stehen!
Immerhin klingt die Geschichte ja ganz interessant - man nehme nur z.B. die Schwierigkeiten, die sich für eine moderne Frau im antiken Ägypten ergeben dürften.
Ich habe mir also dieses Buch gekauft und mich auch ziemlich schnell ans Lesen gemacht. Doch schon nach den ersten Zeilen (!) kamen mir Zweifel am Schreibstil der Autorin (einer Journalistin übrigens). So wurde für meinen persönlichen Geschmack doch ein bißchen viel auf Modewörtern herumgeritten ("Cool!"). Aber ich wollte ja etwas Triviales lesen. Also biß ich die Zähne zusammen und las weiter. Einige Seiten später stieß ich dann auf den nächsten Patzer: "Ein Blick in den Spiegel sagte mir, daß ich mal wieder umwerfend aussah. Mit meinem hellbraunen Teint, den schwarzen Haaren und den grünen Augen ..." An dieser Stelle übernehme ich übrigens keine Garantie auf wortgetreue Wiedergabe. Aber allein schon dieser Stil! Ich hatte das Gefühl, einen Groschenroman in Händen zu halten!
Trotzdem las ich weiter - um von einem Fehltritt zum nächsten zu stolpern. Als dann eine halb-pornographische Beschreibung der Kleidung der Priesterin in Luxor folgte (inklusive einer rektalen Untersuchung durch den Hofarzt!), gab ich auf!
Ich bin eigentlich nicht der Mensch, der Bücher halbfertig zur Seite legt. Aber hier habe ich diese Regel gebrochen - nach ungefähr 70 Seiten von etwa 650.
Ich bin noch nicht sicher, was ich mit diesem Buch mache. Fertiglesen werde ich es auf gar keinen Fall; und einen Platz in meinem Bücherregal hat es definitiv auch nicht verdient. Obwohl ich normalerweise davon Abstand halte, überlege ich ernsthaft, es dem Altpapier zuzuführen!
Aber wahrscheinlich werde ich es einer Bücherei spenden. Anonym!
Ich rate definitiv ab! Dieses "Werk" ist noch nicht mal als flache, platte Unterhaltungslektüre für den Strand geeignet!
Catlady