"Elbsirenen: Morinos erster Fall" (erotischer Hamburg-Krimi)

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Jelka_Dieckens
Kerberos
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"Elbsirenen: Morinos erster Fall" (erotischer Hamburg-Krimi)

Beitragvon Jelka_Dieckens » 20.06.2016, 13:45

Hallo, Literaturforum! :D

Ich bin neu hier, habe aber vor kurzem meinen ersten Roman rausgebracht und wollte das gern mit gleichgesinnten Autoren teilen. Es handelt sich um "Elbsirenen: Morinos erster Fall", einen erotischen Regionalkrimi in Hamburg! Hier der Klappentext:

    Sex, Exzess & Fetenhits – Starmusiker Harry war eindeutig auf dem Schlagerolymp angekommen! Umso überraschender, als der Sänger tot in seinem Loft auf der Hamburger Schanze gefunden wird. Das Polizistenduo Francesco Morino und Bea Hinrichs beginnt mit den Ermittlungen. Doch was wie ein Routinefall aussieht, führt die Kommissare schon bald immer tiefer in einen Sumpf aus Lügen und Geheimnissen hinter den Kulissen der Musikszene. Es mangelt nicht an Verdächtigen. Denn wer die Charts stürmt wie die Herzen und Betten seiner Fans, kann nicht vermeiden, sich unterwegs ein paar Feinde zu machen.

    Ein Roman wie ein Ohrwurm – Jelka Dieckens’ Debut lässt den Leser so schnell nicht mehr los! Ein spannender Regionalkrimi mit Hamburger Charme und mehr als nur einem Hauch Erotik, der bereits auf eine Zugabe hoffen lässt, bevor der letzte Vorhang gefallen ist.
    (mehr dazu auf der offiziellen Homepage)

Und da es hier ja um Textproben und nicht Werbung geht, hier ein Einblick in den Prolog der Geschichte. Viel Spaß damit! :)

Francesco hörte als Erstes ihre Atemzüge im Dunkeln. Langsam und gleichmäßig waren sie nur deshalb zu hören, weil es sonst absolut still im Zimmer war. Er tastete nach seinem Smartphone, fand es neben dem Bett auf dem Boden. Kaltes blaues Licht erhellte das Display – kurz nach acht Uhr morgens. Vor gut drei Stunden waren sie knutschend zur Wohnungstür hereingekommen und hatten sich auf dem Weg durch den Flur und das Zimmer gegenseitig die Kleider vom Leib gerissen.
Ein wohliger Schauder überlief ihn beim Gedanken an ihre glatte Haut, von der er das grüne Kleid geschält hatte. Wie sehr es ihn erregt hatte, dass sie so selbstbewusst und völlig hemmungslos nackt im hellen Lampenlicht vor ihm gestanden hatte! Sie hatte ihn ebenso fordernd gemustert wie er sie, hatte seine Hände auf ihre prallen Brüste gezogen und ihn resolut in Richtung Bett gedrängt. Francesco spürte, wie sein Körper erwachte, als er an die leidenschaftliche Stunde dachte, während der sie sich durch das Bett gewälzt hatten. Keiner von beiden hatte dem anderen die Oberhand lassen wollen, und so hatten sie ihr hitziges Spiel bis zur völligen Erschöpfung getrieben.
Francescos Augen gewöhnten sich langsam an die Lichtverhältnisse im Raum. Ihre wilden Locken hoben sich dunkel vom Kissen ab. Rotbraun hatten sie gestern geleuchtet und einen aufregenden Kontrast zu ihrer hellen Haut geboten.
Francesco beugte sich zu ihr hinüber und strich ihr über das Haar. Sie bewegte sich ein wenig, drehte den Kopf mit geschlossenen Augen in seine Hand. Er senkte den Mund auf ihren, nahm die leichte Alkoholfahne wahr. Wahrscheinlich war sie fix und fertig, doch er hatte schon zu lange an den großartigen Sex von vorhin gedacht, um sie jetzt noch schlafen lassen zu können.
Sanft küsste er ihre Lippen und ihre Wangen, um dann den Mund zu ihrem Hals herabgleiten zu lassen. Er schob seine warmen Hände unter die Decke, um ihren Körper an seinen zu ziehen und ihre Kurven nachzufahren. Zufrieden registrierte er, wie ihre Atmung sich veränderte. Im Halbschlaf schlang sie die Arme um seine Schultern und seufzte leise, als er sich unter der Decke an sie presste. Sie fühlte sich anders an als vor drei Stunden noch, nachgiebig, süß und weich. Absolut ideal für einen großartigen Start in den Morgen. Francesco tastete auf dem Nachtschrank nach den Kondomen, die sie dort hatte liegen lassen. Dann drang er so behutsam und zärtlich in ihre feuchte Wärme, dass sie nur ein entzücktes, gutturales Stöhnen von sich gab. Im Gegensatz zu dem wilden Zweikampf der letzten Nacht war dies hier eine warme, versöhnliche Vereinigung, in der die Wellen der Lust sie nicht hin- und herwarfen, sondern sanft schaukelten. Francesco achtete genau darauf, dass ihr weicher Körper sich zuckend um ihn zusammenzog, ehe er sich selbst gehen ließ. Er gestattete sich einige Minuten zum Atemholen, dann küsste er sie, stand auf und zog sich an.
"Willst du 'nen Kaffee", murmelte sie, die Augen noch geschlossen. Er lächelte.
"Nein, danke. Ich muss jetzt ins Krankenhaus, ich hab Schicht."
"Besser du als ich", und damit drehte sie sich um und vergrub den Kopf im Kissen.
Francesco verließ das Zimmer, durchquerte den Flur und zog die Wohnungstür hinter sich ins Schloss. Kurz spürte er die Versuchung, ihren Namen auf dem Klingelschild zu lesen, um sich später noch einmal zu melden. Die Nacht war toll gewesen, und sie hatte gewirkt wie eine Frau, mit der man eine unkomplizierte Affäre führen könnte. Aber er wusste es besser. Affären blieben nie unkompliziert. Früher oder später würde es Probleme geben. Spätestens dann schon, wenn er ihr gestehen müsste, dass er gar kein Arzt war. Das behauptete er nur, wenn er ausging: Die meisten potenziellen Gespielinnen nahmen offenbar lieber einen Arzt mit zu sich nach Hause als einen Polizisten.


Über Meinungen und Anmerkungen würde ich mich natürlich sehr freuen!
Liebe Grüße aus Hamburg, eure Jelka ;)

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