Die Sphinx

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Herbert Eiter
Orpheus
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Die Sphinx

Beitragvon Herbert Eiter » 07.10.2006, 17:42

Die Sphinx

Der Himmel ist ein blutiges Riff,
mein Herz ist eine Wüste.
Ihr trotzt nur eine Büste,
der gab der Sand den letzten Schliff.

Ich grabe an den weichen Rändern,
damit sie nicht versinkt.
Die Düne rollt. Es klingt,
als würde sie die Richtung ändern.

Ich fliehe den Dämonenrochen,
der Boden fließt und treibt.
Der Wind fragt mich, was bleibt,
und schmirgelt mir das Fleisch vom Knochen.

Ich spüre, wie mit kalten Krallen
die Nächte mich umkreisen,
wie mich mit glühend Eisen
die Furien des Tags befallen.

Da trohnt die Sphinx. Ich bin gestrandet,
zerrieben, mein Verstand:
Ein Ozean aus Sand,
der gegen ihren Sockel brandet.


© Herbert Eiter 2006
and all the lousy little poets coming round ...

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