Der Einhäuser(für Dirk)

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Hilbi
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Der Einhäuser(für Dirk)

Beitragvon Hilbi » 23.11.2006, 22:57

Der Einhäuser


ganz gelb ist der faden an
dem ich mich halte
ich möchte gerne erzählen
aber es ist etwas da
dass mich stört
vielleicht sind’s die lästigen
zeilen die
viel zu leicht
in einer anderen verschwinden

alles ist löslich
sagte der karl
und erzählte mir
er habe gerade
einen roman gelesen
dort sitze einer auf eine bank
und wartet auf ein geschenk

wo ist die bank
frage ich
und er betrachtet mich
als hätte er nur auf diese frage gewartet

wir gehen ganz nah ran
flüstern
ist er das
wir nicken gleichzeitig
er ist es

er zählt seine finger
er träumt
wir wissen wovon
er träumt vom
ersten heimsieg
von der halbzeitpause
die er zwischen
zwei bratwürstchen verbringt
vielleicht kommt petra mit
und dann verschwindet das
seufzen nie wieder
das seufzen der sätze
der ahnungen
du weißt es doch auch
du warst doch auch schon mal verliebt

da ist etwas dünn
dünn wie eis
da fehlt jemand
und alles fällt zusammen

die lustigen sätze sind
alle verschwunden

der einhäuser sitzt nicht mehr auf der bank
er hat sich auf dem weg zur brücke gemacht
wir gehen ihm nach
ich sage
was hat er vor
aber der karl nickt nur
und ich weiß was sein nicken zu bedeuten hat

kein setzen
kein fallen
nur irgendein müder tag im november
den ganzen tag hat’s geregnet

jeder versucht sein leben zu ordnen
die fallenden tun es nicht
wozu
sie sind fallende
sie brauchen es nicht ordnen

aber der einhäuser gehört nicht dazu
er gehört nirgendwo dazu
er sitzt in diesem lokal
wir setzen uns zu ihm
er schaut uns an
lächelt und fragt
wollt ihr mich einladen
Wenn der Himmel so blau ist, warum wird es dann finster?

[) i r k
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Re: Der Einhäuser(für Dirk)

Beitragvon [) i r k » 24.11.2006, 00:07

Danke, Herr H. :-)
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)


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