Anne Blum liest mein Gedicht

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DerBaum
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Anne Blum liest mein Gedicht

Beitragvon DerBaum » 17.09.2008, 18:30

ich möchte es nicht sagen
aber einst saß ich draußen
im zug
ich schaute nach drinnen
dort stand sie
im dichten mantel sagte sie
mir später stand ich nicht dort
ich stand gar nicht dort
ich wartete draußen
ich fragte
wann kommt der zug
jemand der aus guten grund betrunken war
gab mir vier euro in die hand
er sagte
ich bin so voll dass
mir die ränder unter den augen anschwellen
oh dichter
klagte anna blum
schick mir doch jemand an den ich mich drücken kann
von dem ich meiner schwangeren freundin
alberta erzählen kann
damit die kringeln lacht und
mich für ihre königin hält
sie macht immer einen aufstand
und pfeift auf jede monarchie


aber ich
ich grase die wege ab
ich will sie alleine für mich
sie soll mich an ihren kastanienbraunen
augen erkennen
und das ist kein fehler im text
das ist diese unterwasserprosa
die jeder mensch daran erkennt dass man sie nicht erkennen kann
oh
anna blum
wie schön du bist und wenn du anfängst
im bezaubernden licht zu stehen
klingt es
als wärst du nicht mit diesem gefängnisbaron
kurt zweiters zusammen
dieser baron
der deinen namen so unflättig ausspricht
als würde er dir immer im nebel begegnen
du nackt außer deiner haut
die ist grün und du sitzt auf einem trompetenförmigen stuhl
natürlich hältst du eine gabel vors gesicht
damit man nicht sieht was du isst

ANNA BLUM was tut sie mit den resten
des vergnüglichen gedichtes...
sie schweigt wie im fieber
sie lebt auf einem dachstuhl
an ihren fingern kann sie erkennen wieviel sie hat
und abends sitzt sie oft vor dem telefon
sie wartet nicht auf ein gespräch
sie stellt sich nur vor
jemand versuche sie anzurufen und
wüsste nicht wie sie heißt
ach anna blum
Wenn jemand auf der Stelle tritt und tut dabei niemanden weh, das ist ein schlechter Dichter

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