In einer Küche voller Zeit
Hocke ich
Ich bewohne ein belagertes Leben
Ich ziehe
Striche durch die Luft
Wann lebt ein Dichter
Und wann sind seine Worte tot
Ich denke an die
Langlebige Wolkendichte
Totgesagter Ohren
Orte und Satzteile
Und wenn der Sinn schwach ist
Schimmert der Ton laut
So eine Farbe die sich am Meer
Zwischen deine Wimpern setzt
Auf der Suche nach einer Stelle
Die feststeht wie ein Wort
Genauso beweglich
Die Schubkraft eines windstillen Nachdenkens
Der Mittagswind über dem Milchwald
Das einsame Austreten aus den Zusammenhängen
Etwas Zusammengesetztes das sich gerne verläuft
In weniger stichhaltige Farben
Zerbrechlich wie ein hellblaues Hemd
Ohne Knöpfe
Die redselig Beladenen auf ihrem Weg
Zur Erleuchtung
Etwas das wartet
Hinter dem Sinn
Das haltlose Donnern um zwei Karat
Re: Das haltlose Donnern um zwei Karat
Manchmal kommt es einem vor, als wären alle Gedichte bereits geschrieben und man bräuchte sich nur noch mit Schokolade eindecken und darauf warten dass einem irgendwer erklärt wie ungesund das ist, aber das stimmt nicht, man deckt sich zwar mit Schokolade ein und natürlich ist das ungesund, aber das schreiben kann nicht zu ende gehen, das ist einfach nicht möglich
Re: Das haltlose Donnern um zwei Karat
Wow! 

"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Das haltlose Donnern um zwei Karat
so schlimm? ich fand es gar nicht so schlecht
Re: Das haltlose Donnern um zwei Karat
so schlimm?
Ganz im Gegenteil. Ich find's ganz großartig.

"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
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