Schreiben Trauen

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
Erman
Kerberos
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Schreiben Trauen

Beitragvon Erman » 27.10.2010, 19:09

Hallo an alle die dieses Schreiben Lesen oder noch nicht gelesen haben.

İch heiße Erman Yeniçare aus Istanbul,
İch versuche so manches in Deutsch zu schreiben, weiß aber nicht ob es einen
Literarischen wert hat . Könnte mir jemand seine Meinung
über die nachfolgenden Zeilen sagen, und seine Kritik darüber äußern .
ich bitte um Entschuldigung für meine grammatischen Fehler die sich
bestimmt eingeschlichen haben..

ich versuche zum ersten mal in meinem leben seit 5 Monaten etwas
nachdenkliches in deutsch zu schreiben, wie folgt;


1.Text

Jemand der sich selbst sucht


Etwas was ich nicht verstehe ist dass ich existiere, wo doch die Zeit mich zu stehen scheint, sondern fortlauft und alles mitnimmt.

Es ist Sommer. Die Wiesen sind voll von Blumen, die Bäume voller Früchte, die ab und zu von selbst herunterfallen, unwichtig warum.
Die Vögel hüpfen zwitschernd, von Ast zu Ast. Sie sind wieder da, sie bauen ihre Nester.
Als ob sie nie fort gewesen wären.
Das Gras ist gewachsen und wird schon trocken.

Meine Gedanken scheinen sich zu drehen, ja sich zu wiederholen.
Je mehr sich die Sonne von der Umgebung spiegelt desto mehr kehre ich in mich hinein.

Meine Gedanken sammeln sich.
ich Schaue hinauf zur Sonne, und es ist, Alls ob sie sich zu bestätigen versucht.
Sie scheint und scheint, ohne dass ich ihr antworten kann.
Je mehr ich sie spüre desto mehr fühle ich mich entfaltet.
ich Spüre ihre Wärme, ein angenehmes Gefühl überkommt mich.
Schiene sie ewig, ich denke, ich würde dahinschmelzen und in ihr aufgehen.

Wie verwandelt liege ich nun da, zwischen den Roten, Gelben, Weißen und Blauen Blumen,
die sich wie schreiende Münder aufgetan haben.
Und denke mir, ich wäre auch eine Blume.
Frei von Zwängen, frei von Gedanken, die sich langsam aus mir entziehen.

Und doch muss ich immer wieder die Wolken betrachten, sie sind groß,Weiß und flauschig.

Sie Ziehen dahin, so unendlich langsam, als ob sie wüsten dass sie niemand erwartet.
Wie würde es sein, wenn ich auf diese weichen Wolken läge? Denn auf mich wartet auch niemand.

Während sich meine Gedanken damit beschäftigen, höre ich plötzlich einen, Grashüpfer zwischen dem grünen Gras zirpend rauschen.
Dich würde ich mitnehmen da hinauf, denke ich.

Damit wir die Welt von oben betrachten, ohne uns darüber zu wunderen, dass sie so klein ist, so klein, so klein, unser Welt.

Unser Welt, die wir so lieben und gleichzeitig auch entstellen, so dass sie uns nicht mehr ertragen kann.
Manchmal hören wir ihren erbebenden Zorn, achten aber nicht darauf und bedecken ihre Haut mit Asphalt und Beton.
Sie erstickt beinahe, den sie will atmen und leben, um uns zu gebären .

ich sitze auf einer Bank in einem Park. Es wird bald Abend.
ich warte auf den Sonnenuntergang, den Augenblick der Trennung von Licht und Dunkel, von Sonne und einem sterblichen.
Die Sonne geht gleich unter, was bleibt ist der Rot gelbe Himmel,
der sich bald in einem trauriges Braun verwandelt.
Ein unvergleichliches Schauspiel, wie eine Mutter die ihr kleines Kind für einen Moment verlässt,
um wiederzukommen und ihre Wärme strahlen zu lassen.

Es ist Nacht, der ist Himmel voller Sterne, der Mond irgendwo dazwischen.
Kalt ist mir, und dennoch möchte ich noch nicht nach Hause.
Betrachten will ich den Himmel, vielleicht fällt eine Sternschnuppe, die ich noch nie fallen sah.

Dieser Augenblick der Schönheit, an der ich mich ergötze in dieser kristallklaren Nacht,
erfüllt mich mit tiefster Freude.
Die Sterne sind es die mich hier fesseln,sie sind wie ein Publikum,
das mir etwas sagen will, und gleichzeitig etwas von mir zu hören begehrt.

Was könnte ich euch Sterne den erzählen ohne dabei gleich zu verstummen.
ihr wisst doch so viel mehr als ich, den ihr seid die stummen zeugen der verwundeten Erde.
Mit Blut getränkt, verbrannt, gerodet, um ihr Unschuld gebracht,
haben wir Menschen sie. Und dennoch hoffen wir auf ein besseres morgen als ob nichts geschähen wäre.

ihr Sterne, ich habe euch nichts neues zu sagen, außer
vielleicht dass ich mich schäme, und aufgehört habe gutes zu Träumen.
Denn ich bin ein Mensch, statt zu Lieben und geliebt zu werden, haben wir Menschen alles getan um die Hölle auf Erden zu errichten.

ihr Sterne Sagt mir etwas was ich nicht weiß, oder was ich vergessen habe denn,
ich möchte wissen woher ich komme? und was ich hier auf Erden zu suchen habe?
Bin ich vielleicht einer von euch? oder soll ich den Mond fragen, aber der versteckt doch alles,
ist er vielleicht deshalb so kahl, traurig und deswegen Gelb?

ihr Sterne, gibt mir euer Geheimnis preis. ich kann euch nicht viel bieten außer, euch zu bewundern.

ist da jemand bei euch, der auch so wie ich, sich selbst sucht?
gibt es bei euch auch eine verbrannte Erde? Gibt es bei euch Menschen?
nein nicht wahr, sonst würdet ihr bestimmt nicht so schön leuchtend Scheinen,
oder doch?

Wenn es einen Zwilling von einen Menschen, bei euch gibt,
denkt und handelt er so wie wir? wenn nicht dann hätte ich ihm viel zu erzählen.

Auch fragen würde ich ihn, ob er auch träumt, und sich selbst gefunden hat.
wenn er tief in sich schaut was sieht er da?

Gibt es bei euch auch Spiegeln? wen sieht er darauf? sich selbst, seine Seele,
oder einen fremden? Und fragen würde ich ihn weiter,
was erzählt dir dein Spiegel? das was du sehen willst und wovon du träumst, oder das was du nicht, verstehst so wie ich auch?

Gibt es bei euch Sterne auch eine Uhr? Zu euch würde ich kommen um alle Uhren zu Zerstören!

ihr Sterne strahlt die Beständigkeit wie kaum etwas anders an das ich mich wenden kann. da ich auf dieser Erde,
was mich an die Ewigkeit erinnert, nichts finden kann, bleibt nur ihr Übrig.

ihr Sterne ich erzähle euch jetzt etwas von mir.

Gedanken über Gedanken überkommen mich stets, die ich nicht verstehe, da ich sie nicht rief.
ich denke dass ich mich an etwas Erinnern muss was mir sehr wichtig zu sein scheint.
Hätte ich nur einen Anhaltspunkt so käme ich weiter.
ich bin auf der suche nach meiner selbst, dabei kommt es mir vor, als gäbe es mich nicht.

ich weiß manchmal nicht einmal wie ich heiße, als ob das von Bedeutung wäre.
Denn ich muss nur eine Zeiterscheinung sein, denn die Zeit fragt mich nicht nach meiner Meinung.

Sieht da, ich bin so alleine mit den Gedanken eines Malers oder Bildhauers,
der etwas ewiges erschaffen will,das unnötige beiseite schaffend, um das liebende in Erscheinung träten zu lassen.
in der Verherrlichung seiner selbst ist der Mensch so großzügig dass er dabei alles schlechte und gute vergisst was ihn umgibt.
Dabei ist er so zerbrechlich und vergänglich wie ein Schmetterling, der ein Tag lang Lebt,
um seine Schönheit zu Bewunderung zu schau zu stellen. ich frage mich ist das Dasein des Schmetterlings,
um nur eine Sache zu dienen, bei seinem Anblick auf unserem gesiecht, ein lächeln zu zaubern,
oder uns zu erinnern dass wir auch vergänglich sind?

ich weiß es nicht, denn der Schmetterling ist nur da, ohne sich zu fragen, warum?

ihr Sterne sagt mir wer ich bin, und woher ich komme, antwortet mir aber behutsam, ich könnte die Antwort vielleicht nicht ertragen.
Die Antwort würde die leere füllen, die sich wie ein Geschwür in mich ausbreitet.

Es ist spät geworden und kälter.
ich muss nach Hause und weg von diesen Selbstgesprächen und lautem denken.
Ein letztes mal werfe ich einen blick gen Himmel, es fällt mir schwer von der rätselhaftem Schönheit dieser Sterne abzulassen.

Halsüberkopf beginne ich wegzurennen, verliere ich jetzt noch den verstand?
Wehrend ich mit laufenden schritten den großen Park überquere,
drehe ich meinen Kopf zurück um zu sehen ob mir jemand folgt.
Langsam dämmert es mir dass ich alleine auf der Bank saß und in der Umgebung gab es niemanden.

ich führe Selbstgespräche ohne es mir dessen bewusst zu sein,
bin ich vielleicht schizophren geworden? aber das sind wir alle ein bisschen oder?

Endlich zu Hause, in mein trauriges vier Wände reich, ein reich wie eine Oase des monotonem Daseins.
denn hier fühle ich mich wie in einem Goldenen Käfig.
Nur meine kleine Katze, erinnert mich daran dass ich noch gebraucht werde.
Meine Katze, es bedarf nur, dass sie ein kleines laut von sich gibt und den Rest muss ich mir denken.
Entweder ist sie hungrig oder sie will spielen.
Ob sie weiß dass sie eine Katze ist? oder genügt es dass ich es weiß.
Könnte sie sprechen was würde sie mir den alles erzählen? frage ich mich manchmal.

ich muss mich von meiner Katze trennen, nicht deswegen weil sie mir kosten verursacht,
vielmehr weil ich das recht nicht habe sie in eine Wohnung einzusperren.
Für meine Blumen kann ich das nicht sagen, den sie brauchen sich nicht zu bewegen.

Der Mensch ist am meisten im Einklang mit seinem innersten, wenn er sich von seinem allerliebsten Besitz trennen muss, da sieht man die Ernsthaftigkeit seiner selbst am besten.
in diesem Moment kommt das im inneren ruhende ich am deutlichsten zu Geltung.

ich denke jetzt nur noch an das schlafen.
so müde bin ich meine Augen schließen sich von selbst, wie von etwas unsichtbarem werde ich
zum Bett hingeführt, da erwartet mich ein anderes reich, ein Traumreich...

Bin so müde dass ich sogar den Fernseher nicht auszuschalten vermag,ich vernehme kaum noch die Musik aus der Zauberkiste.
gleich ist es soweit dass ich ins reich der träume, wie über den Jordan springe, wie jede Nacht auch.
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2.Text

Vater


Vater was hast du getan
Unser aller leben vertan
Getrunken hast du unser Geld
Bist für mich nicht mehr Held

Mutter weint weil auf dem Tisch kein essen
Zugelassen hast du die huren es fressen
Stolz lässt Nachbars Hilfe nicht zu
Und du kommst nachhause wozu

Statt zu arbeiten gehst du zocken
Deine Kinder laufen herum ohne Socken
Wir können keine Suppe schmecken
Willst du dass wir alle verrecken

Zu dir habe ich hinauf geschaut
Und mich vor dir nicht gebeugt
Meinen Vater habe ich geliebt wie verrückt
Siehst jetzt wie aus Dummenhaus entrückt

Komm nie wieder hierher ohne liebe und Brot
Sonst findet dich jemand im Dreck tot
Unser Vater was ist aus dir geworden
Deine uniform war voller Orden

Unser Hund wenn er dich sieht bellt
Weil er dich für ein Dieb hält
Du warst ein Soldat und Offizier mit Achtung
Heute bleibt dir nur die Verachtung

Komm nicht zurück du machst alle krank
Schlaffen kannst du im Park auf einer Bank
Dort bist du unter deinesgleichen
Denn sie können nichts erreichen

Großvater ist auf dich böse
Er hofft dass Gott ihn bald erlöse
Dich sehen will er nicht mehr
Doch so krank ist er sehr

Verlasse und gehe weit weg von uns
Lernen werden wir alleine wie man leben muss
Tausche deine Schwerter für ein Schnaps Glas
So mögest du finden nur elend und Hass

İn der schule bin ich der Klassen bester
Andere Kinder werden umarmt von Eltern fester
Geweint habe ich früher heute mehr nicht
Weil mein stolz nicht mehr bricht

Wenn man mich nach dir fragt
Murmele ich gestorben weil das Herz es sagt
İch sehe Mitleid auf Gesichter irgendwann
Hart bleiben muss ich dann

Mutter ist einzig unser Freund ohne Bestechung
Sie kämpft wie eine Löwin um ihre Stellung
Weist du warum sie nicht bricht unter dem last
Weil sie dich und uns nicht hasst

Wie lange noch willst du zusehen wie sie schwindet
Anderer würde alles geben dass er die gleiche findet
Eine andere würde schauen dass sie gleich verschwindet
Du aber siehst aus wie sehr erblindet

Wache auf sieh was dir das leben schönes schenkte
Wie mancher der sein leben in guter Richtung lenkte
Erfreue dich mit uns weil wir dich brauchen
Und schwöre unser leben nicht zu verbrauchen

Und ich schwöre dir ich werde brav sein immer
Und wenn du wie heute sein wirst nimmer
Niemand beschweren wird sich über mich
Und du deswegen nicht schämen musst dich
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Text 3

Der Bettler

dachte nie dass ich werde ein Bettler
von Menschen betrachtet wie ein schlechter
als wäre ich deren Schicksals Wächter
zu einander sind sie auch nicht gerechter

wie eine Maus sitze vor diesem Gotteshaus
ausgesetzt Mitleids blicken welch ein Graus
manche schreien weg von hier aber raus
wo sie doch leben in Saus und Braus

entledigen der Sünde mit Pfarrers Segen
aber die Almosen mir geben von wegen
nicht zu denken ihr gewissen zu bewegen
kein wunder heißer Sommer ohne Regen

den Becker erfasst Mitleid manch Zeit
das Brot esse von seinem laden etwas weit
in Verlegenheit ihn bringen nicht bereit
das er dann mit seiner Frau hat Streit

du der bist im Himmel etwas übrig Glück
hast du für mich genügt auch klein Stück
denn kalt ist es mir unter dieser Brücke
denke an die alten besser tage zurück

ein neuer Tag wo finde ich einen Almosen
die besser gekleideten sind immer böse
glücklich macht niemand diese pompöse
will nicht beten das Gott sie erlöse

ein laden verteilt den armen Suppe warm
wie sehr sehnt sich danach mein Darm
beeilend stoße jeden beiseite mit arm
entferne mich von diesem Menschenschwarm

lange her den Geschmack habe vergessen
eilig trinke die Suppe wie besessen
verschluckte einen mitgekochten Knopf
wie kamen es denn versehentlich im Topf

atmen kann jetzt durch die löcher zwei
im Hals geblieben kommt kein Schrei
nur ein unbekanntes pfeifen dabei
hoffe das mir jemand eilig kommt herbei

was tun laufe auf die noch wartende menge
in Hand den Suppentopf Riesen Gedränge
jemand schlug mir im Nacken und Hände
befreit musste laut sagen danke danke

eine Suppe bezahlte ich mit Schmerz
das leben voller nicht salzig Scherz
den Magen voll lief gerade wie eine Kerze
obwohl auf mich waren nur ein paar Fetzen

bei jedem Müllhaufen bleibe ich stehen
darin kann man den leid anderer sehen
als ob viele sich nach mir sehnen
da fühlt man sich nicht allein im leben

oft geworfen werden dinge des Lebens
die wert sind eines Monats Einkommens
keine Entwicklung des Mensch Werdens
erstaunlich verhalten des Mensch Wesens

das wegwerfen als national Spiel eindecken
geht weiter bis manche arten verrecken
angesehene bleiben auf der strecke stecken
als wollten sie eine Schande bedecken

werde bezeichnet als Begleiterscheinung
richtiger ist eher Wegseherscheinung
und bei Bestien unglaubliche Verwunderung
fehlt nur eine heimliche Säuberungsaktion

würde nie ein Ersatz suchen für mich
wenn das ein leben sein soll behalten
sie das Trinkgeld und Rest für sich
mein leben wünsche nicht dem feind ich
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İch verbleibe mfg.
Erman İstanbul

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