(ihr brach ein nagel ab. sie begann zu bluten)
störfrequenz schaltjahr.
die uniformität bleifarben gestrichener schneemänner
das agentenroulette, die aushangketten
kein freiwilliger fingerzeig, mehr der zwingende moment
ein zu klein geratener eddison im nacken, flüche und kleine bröckchen mageninhalt, black russian, die zahl sieben.
treffsicher der trugschuss um jede korrelation,
die strichlinie für den scherenschnitt
ich könnte da noch ein konzept rausholen
meine schreiberlingsfinger sind ägypthische dräte
die den alkoholverseuchten nächten das gehirn aus der
nase ziehen. schneckenwanderung der neuronenfeuer, heizung und fenster:
diese lahmende koketterie.
charles d. ist ausserdem eine dumme petze.
für alle die mir lieb sind, hier eine antwort
das lichtsieb erinnerung:
eine idee aus öl.
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"humbug. ein wort meiner mutter humbug." - schrieb ich mal an anderer stelle.
ich mag das wort humbug, es ist unverfänglich, leistet sich kein gewicht. humbug zu sagen, zu schreiben, zu lesen ist für mich wie einen gummiball versehentlich fallen zu lassen
es ist schon eine emotion da - ein "es fällt" aber auch ein "nicht so schlimm, ist ja gummi".
anders geht es mir mit dem wort unsinn.
angeregt von der diskussion mit perry um das gedicht "nachtrauschnacht" von hg & einer überlegung (die sich wohl viele menschen machen) über sinn und unsinn in begrifflichkeit, die nämlichen muster die sich dahinter verbergen und ihre austauschbarkeit je nach politischer und soziodemographischer windrichtung
habe ich beschlossen mich wieder mehr dem vermeintlichen "unsinn" zu widmen.
aber vorab noch ein paar denkanstöße:
ich komme zu dem schluss (nach ein wenig überlegung)
zwischen sinn machen
und sinn ergeben
ist ein spürbarer unterschied zu verzeichnen.
während gemachter sinn sich an der "einigung auf ein gewisses muster in der gesellschaft" orientiert
ergibt sich sinn wiederum situativ für den einzelnen im jetzt.
so scheint vieles sinn zu ergeben, was keinen sinn macht.
vieles sinn zu machen, was keinen sinn ergibt.
(bsp: mülltrennung in städten in denen der müll dann wieder von den stadtwerken zusammen geworfen wird um ihn dann neu zu trennen.)
(oder: aus prinzip alle menschen zu sietzen, auch wenn sich situationen wo das "du" durchaus besser funktionieren würde, ergeben.)
(hand streift federkleid tropft farbe, lebendig in zeitschleifen - ein hau ruck am strang, der rost um die schaniere birst als die sanduhr sich dreht, ein berg beginnt sich in einen berg zu verwandeln, der pfau sich spreizt, die augen trumpfend über den eigenen kopf ein argus, tropft farbe auf den rücken, die knöchel/mein herz pumpt zieht, dreht macht dass der berg der zum berg wird, lebendig in zeitschleifen um farbe auf händen)
dieser unsinn hat bei unterschiedlicher betrachtung durchaus geschlossene, voneinander abgrenzbare bausteine, die sich irgendwie zusammenfügen, aus ihnen kann man etwas bauen, das irgendwie zusammen hält - sofern die eigene erfahrungswelt und vorstellungskraft das zulässt. es kann sich sinn ergeben. sinn macht das trotzdem nicht, weil kein gesamtgesellschaftlicher konsens darüber herrscht wie ein pfau farbe tropft, wie die menschheit durch einen wahnsinnigen gemeinschaftlichen kraftakt die zeit in gang hält (tut sie das? grobe behauptung!) um den prozess am laufen zu halten, der - wie die sanduhr suggeriert - doch nur eine schleife geht, sich dreht, windet, der selbe berg immer berg bleibt der berg wird, nie aufhört berg zu sein, nie anfängt berg zu sein, damit farbe auf den handrücken tropfen kann, der pfau sich selbst kontrollieren, immer sein persönliches blackberry, immer sein argusauge hinter sich, wenn er unfug plant - unfug wie: geil sein, auf die fresse treten, stress machen.
für mich persönlich und hier interessant wie viele diese meinung teilen, hinterfragen, für sich umformulieren oder negieren wollen
und ob das nicht insbesondere für gedichte eine enorm wichtige geschichte ist (so kann man über bereits gemachten sinn sich sinn ergeben lassen, kann auch selbst sinn machen im intro um später sicher zu stellen, dass sich sinn ergibt. rechtfertigungen der eigenen vorstellungskraft wie z.B. in der sci-fi literatur, die über geschickte einführungen einen sinn machen/vorsetzen, den der leser entweder akzeptiert und dann weiter liest oder negiert und das buch unmöglich verstehen kann.)
es würde mich freuen wenn hier vielleicht verschiedene gedichte und meinungen zu dem thema gepostet werden (gerne auch zitate)
und vielleicht eine ungefähre vorstellung darüber entstehen könnte, ob der von mir grob gemachte unterschied auch in der erfahrungswelt anderer vorhanden ist
und wenn ja, wie in sehr kurzen gedichten genau das geschickt verwendet werden kann.
(z.B. riemsche ist da eine spannende sache, da ist ein gemachter sinn dabei, der aber im gesamtwerk von riemsche gemacht wurde, also aus einem persönlichen konzept entsteht und oft nur über querlesen mehrerer texte sich auch ergibt - also keine türen die sich direkt und unmittelbar öffnen lassen, sondern eben nur durch verschiedene schlüssel, die an verschiedenen orten versteckt sind.)