durch die trümmerlandschaft geht
in meditation versunken
ein archetyp
das holz bricht fremd
für unsere ohren
innerhalb dieser
viel zu breiten geste
lauschen wir noch inbegriffen in das
und es vermengt sich
zu einem
und weil es in uns
noch wo anders zittert
ganz entfernt, in der erinnerung
fehlt es uns an fähigkeit zur angst
so also
staunen wir
staunen ob des epos
einer nicht erinnerbaren liebe
die sich in träume verschachtelt
und treibsand
die sich in träume verschachtelt
und treibsand
und weiter will es nicht gehen
und von vorne geht es
kollektion
Re: kollektion
Gefällt mir.
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: kollektion
servus shuya,
bin _wie könnts auch anders sein (:->))_ bei interessantem immer am grübeln
// lauschen wir noch inbegriffen in das //
was verstehst du unter inbegriffen? mit eingeschlossen? vor_eingenommen?
// und treibsand
die sich in träume verschachtelt
und treibsand //
ist das /die/ für die liebe in ihrer verschachtelten wiederholung (sonst wärs ja /der/ treibsand) ?
lGr
bin _wie könnts auch anders sein (:->))_ bei interessantem immer am grübeln
// lauschen wir noch inbegriffen in das //
was verstehst du unter inbegriffen? mit eingeschlossen? vor_eingenommen?
// und treibsand
die sich in träume verschachtelt
und treibsand //
ist das /die/ für die liebe in ihrer verschachtelten wiederholung (sonst wärs ja /der/ treibsand) ?
lGr
Re: kollektion
riemsche hat geschrieben:// lauschen wir noch inbegriffen in das //
was verstehst du unter inbegriffen? mit eingeschlossen? vor_eingenommen?
Eine viel zu breite Geste -> vereinnahmende Geste -> Geste die über den Körper hinaus Besitz ergreift -> Besitz vom Betrachter
riemsche hat geschrieben:// und treibsand
die sich in träume verschachtelt
und treibsand //
ist das /die/ für die liebe in ihrer verschachtelten wiederholung (sonst wärs ja /der/ treibsand) ?
Die unverständliche, weil unerinnerbare Liebe -> die Liebe ohne ausmachbaren Körper -> der ein neuer, ein abstrakter Körper zugewiesen wird -> wie eine Geschichte
Und während wir auf unser Unterbewusstsein reagieren, wie die Oberfläche eines Sees, in den ein Stein geworfen wird..
nämlich ohne verständnis oder wissen um/über den Stein, durchaus aber mit einer Impaktreaktion
Zentrische Kreise die eigene Körper haben, Körper die den Stein und das Wasser darstellen, darauf Verweisen, ohne aber den Stein oder das Wasser zu verstehen.
Wie verpackt in immer wieder kehrende Träume, eine Widerholung, eine serielle Verstandsleistung zum Verstehbarmachen des Unverständnis.
Wie man das lebendige malt, auf totem Papier. Die Bewegung darstellt, auf starrem Material.
Die Paradoxie in Kunst und Verstand.
Aber - unverstanden & unberührt - bleibt die Quelle, die Liebe, immer unbeweglich - bleibt still und hält uns in atem.
Unsere Innovationszyklen sind nichts als die sich immer wiederholende Umformulierung ein und des selben Gegenstands, der uns gefangen - zeitgleich in bewegung hält.
a rose is a rose is a rose is a rose.
Re: kollektion
Liebe als Endzeitstimmung, würde ich mal zusammenfassend resümieren.
Ein "langer" Text, deshalb will ich mich auf "besondere" Stellen beschränken.
"geht ... ein archetyp" -> schwierig bildlich umzusetzen. Ist eine Urfigur (Neandertaler etc.), ein Engel oder eine Sagengestalt gemeint?
"das holz bricht fremd" -> der Klang brechenden Holzes ist für menschliche Ohren alltäglich, deshalb fällt es schwer ihm einen "fremden" Klang beizumessen.
"lauschen wir" -> wer ist gemeint, ein lyrisches Wir (welches?) oder das verallgemeinernde Wir, das bekanntlich schwer unter einen Hut zu bringen ist.
"und weil es in uns
noch wo anders zittert" ->
dazu erübrigt sich wohl eine Interpretation
Das "treibsandige" am Schluss klingt interessant, hat aber eher was Albtraumhaftes, als was "Liebestraumverschleifendes."
Ich vermute, auch auf Grund deiner "verkopften" Erläuterung im Rekomm für riemsche, dass du "zuviel" wolltest und deshalb die Bilder etwas ins "Schlingern" geraten sind.
Soweit mein Eindruck.
LG
Perry
Ein "langer" Text, deshalb will ich mich auf "besondere" Stellen beschränken.
"geht ... ein archetyp" -> schwierig bildlich umzusetzen. Ist eine Urfigur (Neandertaler etc.), ein Engel oder eine Sagengestalt gemeint?
"das holz bricht fremd" -> der Klang brechenden Holzes ist für menschliche Ohren alltäglich, deshalb fällt es schwer ihm einen "fremden" Klang beizumessen.
"lauschen wir" -> wer ist gemeint, ein lyrisches Wir (welches?) oder das verallgemeinernde Wir, das bekanntlich schwer unter einen Hut zu bringen ist.
"und weil es in uns
noch wo anders zittert" ->
dazu erübrigt sich wohl eine Interpretation
Das "treibsandige" am Schluss klingt interessant, hat aber eher was Albtraumhaftes, als was "Liebestraumverschleifendes."
Ich vermute, auch auf Grund deiner "verkopften" Erläuterung im Rekomm für riemsche, dass du "zuviel" wolltest und deshalb die Bilder etwas ins "Schlingern" geraten sind.
Soweit mein Eindruck.
LG
Perry
Re: kollektion
ich hätte wahrscheinlich zu /ergriffen/ statt inbegriffen gegriffen (:->)) weils sowohl nah/fern emotionale berührung als auch sanft/vehemente inbeschlagnahme beinhaltet.
den hintergrund der treibsandwiederholung dachte ich mir schon in etwa denselben zyklen. deine ausführliche legende dazu bestätigt das. danke shuya.
den hintergrund der treibsandwiederholung dachte ich mir schon in etwa denselben zyklen. deine ausführliche legende dazu bestätigt das. danke shuya.
Re: kollektion
@perry
kann ich so nicht unterschreiben.
""und weil es in uns
noch wo anders zittert" ->
dazu erübrigt sich wohl eine Interpretation
" - ist dem so?
vielleicht solltest du noch einmal drüber schlafen & dann nochmal an den kompletten part gehen, so du denn möchtest.
es gibt darüber sicher viel zu sagen.
oder erkläre mir gerne, was du darunter verstanden hast.
""geht ... ein archetyp" -> schwierig bildlich umzusetzen. Ist eine Urfigur (Neandertaler etc.), ein Engel oder eine Sagengestalt gemeint?"
da es offen gelassen ist, ist es vermutlich austauschbar. es ist zumindest etwas unkomplexes (wie alles stellvertretende, verallgemeinernde) oder reduziertes.
eine gussform für etwas?
"der Klang brechenden Holzes ist für menschliche Ohren alltäglich, deshalb fällt es schwer ihm einen "fremden" Klang beizumessen."
mit sicherheit, warum sollte etwas ungehörtes auch einfach vorzustellen sein?
"wer ist gemeint, ein lyrisches Wir (welches?) oder das verallgemeinernde Wir, das bekanntlich schwer unter einen Hut zu bringen ist."
die in der geste mit inbegriffenen. wer das genau ist? wohl die, in denen noch etwas aus der vergangenheit zittert. sprich: die, die sich an eine angst aus der vergangenheit klammern
und damit an ein verängstigtes ich aus der vergangenheit.
vermutlich gehören wir beide dazu.
"Ich vermute, auch auf Grund deiner "verkopften" Erläuterung im Rekomm für riemsche, dass du "zuviel" wolltest und deshalb die Bilder etwas ins "Schlingern" geraten sind."
- nee, der rekomm mitsamt assoziationskette war für riemsche persönlich. das ist jetzt nicht zwanghaft das, was jeder rauslesen soll oder muss.
eher eine auslegung mit weiterführendem gedankengang an ihn, weil ich meine dass wir in der richtung ähnlich ticken und ihm so eine ausführung eher das verdeutlicht, was sowieso schon da war
(vielleicht in neuem zusammenhang).
@riemsche
ergriffenheit wäre mir glaube ich zu bewusst.
ergriffen sein ist etwas sehr aktives in dem die ergriffene person direkt auf das ergreifende starrt.
aber teil von etwas zu sein, ohne sich dessen wirklich gewahr zu werden, ist wesentlich unterbewusster.
inbegriffen sein, kann auch bedeuten, nach etwas, oder im sinne von etwas zu handeln, über das man noch nie einen gedanken "verschwendet" hat.
und mal abgesehen vom text:
oft will man das ja auch gar nicht. so genau wissen warum man welches produkt im supermarkt aus dem regal nimmt, welche ab- oder zuneigungen man hat, was werbung mit einem tut, warum man welchen job annimmt, die dinge, die man sagen möchte, nicht sagen kann, die dinge, die man nicht sagen möchte, sagt. will ich genau wissen worauf meine angst beruht, wie mein verdrängungsmechanismus funktioniert, warum ich vergesse, was ich vergesse, mir behalte, was ich behalte und welche erinnerungen ich aus welchem grund und auf welche weise in meinem kopf im nachhinein abändere (zum pos/negativen).
wir sind in diese gesten, in diese strukturen inbegriffen, sie leben von uns, durch uns, aber wir haben keine kontrolle über sie. wir sind ihr körper und damit ihre exekutive
aber sie sind nicht teil von uns, wir sind teil von ihnen. weil sie nicht wir sind, sondern etwas anderes, zu dem mir die worte fehlen - und das begreifen.
aber ja, daher das wort.
kann ich so nicht unterschreiben.
""und weil es in uns
noch wo anders zittert" ->
dazu erübrigt sich wohl eine Interpretation
" - ist dem so?vielleicht solltest du noch einmal drüber schlafen & dann nochmal an den kompletten part gehen, so du denn möchtest.
es gibt darüber sicher viel zu sagen.
oder erkläre mir gerne, was du darunter verstanden hast.
""geht ... ein archetyp" -> schwierig bildlich umzusetzen. Ist eine Urfigur (Neandertaler etc.), ein Engel oder eine Sagengestalt gemeint?"
da es offen gelassen ist, ist es vermutlich austauschbar. es ist zumindest etwas unkomplexes (wie alles stellvertretende, verallgemeinernde) oder reduziertes.
eine gussform für etwas?
"der Klang brechenden Holzes ist für menschliche Ohren alltäglich, deshalb fällt es schwer ihm einen "fremden" Klang beizumessen."
mit sicherheit, warum sollte etwas ungehörtes auch einfach vorzustellen sein?
"wer ist gemeint, ein lyrisches Wir (welches?) oder das verallgemeinernde Wir, das bekanntlich schwer unter einen Hut zu bringen ist."
die in der geste mit inbegriffenen. wer das genau ist? wohl die, in denen noch etwas aus der vergangenheit zittert. sprich: die, die sich an eine angst aus der vergangenheit klammern
und damit an ein verängstigtes ich aus der vergangenheit.
vermutlich gehören wir beide dazu.
"Ich vermute, auch auf Grund deiner "verkopften" Erläuterung im Rekomm für riemsche, dass du "zuviel" wolltest und deshalb die Bilder etwas ins "Schlingern" geraten sind."
- nee, der rekomm mitsamt assoziationskette war für riemsche persönlich. das ist jetzt nicht zwanghaft das, was jeder rauslesen soll oder muss.
eher eine auslegung mit weiterführendem gedankengang an ihn, weil ich meine dass wir in der richtung ähnlich ticken und ihm so eine ausführung eher das verdeutlicht, was sowieso schon da war
(vielleicht in neuem zusammenhang).
@riemsche
ergriffenheit wäre mir glaube ich zu bewusst.
ergriffen sein ist etwas sehr aktives in dem die ergriffene person direkt auf das ergreifende starrt.
aber teil von etwas zu sein, ohne sich dessen wirklich gewahr zu werden, ist wesentlich unterbewusster.
inbegriffen sein, kann auch bedeuten, nach etwas, oder im sinne von etwas zu handeln, über das man noch nie einen gedanken "verschwendet" hat.
und mal abgesehen vom text:
oft will man das ja auch gar nicht. so genau wissen warum man welches produkt im supermarkt aus dem regal nimmt, welche ab- oder zuneigungen man hat, was werbung mit einem tut, warum man welchen job annimmt, die dinge, die man sagen möchte, nicht sagen kann, die dinge, die man nicht sagen möchte, sagt. will ich genau wissen worauf meine angst beruht, wie mein verdrängungsmechanismus funktioniert, warum ich vergesse, was ich vergesse, mir behalte, was ich behalte und welche erinnerungen ich aus welchem grund und auf welche weise in meinem kopf im nachhinein abändere (zum pos/negativen).
wir sind in diese gesten, in diese strukturen inbegriffen, sie leben von uns, durch uns, aber wir haben keine kontrolle über sie. wir sind ihr körper und damit ihre exekutive
aber sie sind nicht teil von uns, wir sind teil von ihnen. weil sie nicht wir sind, sondern etwas anderes, zu dem mir die worte fehlen - und das begreifen.
aber ja, daher das wort.
Re: kollektion
ich hab nur meinen teil gelesen (:->)) und ja, da sind wir abiz verschieden vom ansatz her. ergriffenheit ist für mich auch ohne starren und entsprechender aktion aktion möglich. sie setzt dann später ein. zuweilen ohne vorwarnung und in momenten, die vom ambiente her nicht unbedingt dafür geeignet scheinen. aber das macht nichts. gesellschaft und umgebung nimmt man dann sowieso kaum bis gar nicht wahr. und ist man allein, kann man sich das entsprechende umfeld für diesen _wie ich finde_ sehr erhabenen emotionalen zustand selbst schaffen. oder findet ihn schon vor. manche nennen das daheim
lGr
lGr
Re: kollektion
daheim
das ist ein seltsames wort
es macht mich jeher traurig es zu hören. vielleicht aufgrund einer erwartungshaltung, die ich an mich stelle,
welche ich nicht erfüllen kann?
schwer zu sagen.
es gibt auch eine serie von mir darüber, aus bildern, die vielleicht ergänzend ganz gut funktionieren könnte.
sie wurde kürzlich ausgestellt, in einer gemeinschaftsausstellung, es waren über tausend menschen dort aus so vielen nationen, mit so vielen sprachen zwischen den backen, alle, mit einer definition von heimat und die vielen gespräche über meine stadt und mein empfinden von "daheim" oder "zuhause"
waren mitunter schwierig zu führen.
die begriffe fallen aber sie verwandeln sich auf dem weg zum zuhörer
insbesondere in unserem land - also deutschland - ist es ein so schwieriges an der aufladung mancher worte vorbei zu kommen.
worauf ich hinaus will ist: es ist mir persönlich ein schwieriges thema und ich finde es schön, dass der begriff im kontext dieses textes gefallen ist.
ist die eingangsbeschriebene trümmerlandschaft wohl mein bild von heimat
eine färbung die ich ihr verleihe, oder mein forcierter blick darauf
http://www.tiefflug.net/tagged/home
vielleicht sagen diese bilder ja etwas anschaulicher, was ich meine
auf mich wirkt alles im fallen, im bröckeln und zerbrechen
und doch wandelt durch alles schönheit und ruhe.
"i just can not contain this" - roisin murphy (moloko)
und begreifen auch nicht wirklich.
das ist ein seltsames wort
es macht mich jeher traurig es zu hören. vielleicht aufgrund einer erwartungshaltung, die ich an mich stelle,
welche ich nicht erfüllen kann?
schwer zu sagen.
es gibt auch eine serie von mir darüber, aus bildern, die vielleicht ergänzend ganz gut funktionieren könnte.
sie wurde kürzlich ausgestellt, in einer gemeinschaftsausstellung, es waren über tausend menschen dort aus so vielen nationen, mit so vielen sprachen zwischen den backen, alle, mit einer definition von heimat und die vielen gespräche über meine stadt und mein empfinden von "daheim" oder "zuhause"
waren mitunter schwierig zu führen.
die begriffe fallen aber sie verwandeln sich auf dem weg zum zuhörer
insbesondere in unserem land - also deutschland - ist es ein so schwieriges an der aufladung mancher worte vorbei zu kommen.
worauf ich hinaus will ist: es ist mir persönlich ein schwieriges thema und ich finde es schön, dass der begriff im kontext dieses textes gefallen ist.
ist die eingangsbeschriebene trümmerlandschaft wohl mein bild von heimat
eine färbung die ich ihr verleihe, oder mein forcierter blick darauf
http://www.tiefflug.net/tagged/home
vielleicht sagen diese bilder ja etwas anschaulicher, was ich meine
auf mich wirkt alles im fallen, im bröckeln und zerbrechen
und doch wandelt durch alles schönheit und ruhe.
"i just can not contain this" - roisin murphy (moloko)
und begreifen auch nicht wirklich.
Re: kollektion
s/w impressionen zum thema, wie ich sie mag. noch nie daran gedacht, zumindest eins davon dem thread zu schenken. wegen der verständigung (:-)) danke für den link!
und freut mich, dass wir zwischen all den zeilen später gemeinsam worte finden, die da sind aber nicht stehen, den background _der in foren mMn immer zu kurz kommt_ abiz lichter und für verständnis autor/leser durchlässiger machen.
lGr
und freut mich, dass wir zwischen all den zeilen später gemeinsam worte finden, die da sind aber nicht stehen, den background _der in foren mMn immer zu kurz kommt_ abiz lichter und für verständnis autor/leser durchlässiger machen.
lGr
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