er lebte für das geräusch
vorbeifahrender autos
erkannte sie am röhren
im tunnel des blicks
waren die scheinwerfer
für ihn sonne und mond
eines tages ging er
alle kennzeichen im kopf
ließ sein notizbuch zurück
am straßenrand
Re: am straßenrand
hallo perry, 
der text ist mir ein bisschen fern, irgendwie komme ich der person nicht recht nahe (mag auch daran liegen, das mir nichts ferner ist als autos)
sprachlich dachte ich in der zweiten strophe vll. lieber
"im tunnelblick" statt im "tunnel des blicks", das ist so ein bisschen hölzern und hat so ein hauch von kitsch, ich weiß es hebt die dopplung autotunnel, blicktunnel hervor, aber ich glaube das ist nicht notwendig, der leser denk das auch so mit.
nur mal so als gedanke
ansonsten stolpere ich über die letzt zeile. ich weiß einfach nicht recht was das notitzbuch da soll. schließlich lebt er für die gräusche, die sowieso unnotierbar sind und das öffnet so eine tür in eine richtung, die ich im text sonst nirgendwo finde. die zeile scheint einfach nicht dazu zu gehören. ich fände auch das ende
"eines tages ging er
alle kennzeichen im kopf"
irgendwie stärker. das ist mehr so als würde er die tür hinter sich offen lassen und dann fände ich es auch passend das dann die letzte strophe ein zeile weniger hat. so eine art leerzeile am ende zum etwas hindenken.
schöne grüße
edekire

der text ist mir ein bisschen fern, irgendwie komme ich der person nicht recht nahe (mag auch daran liegen, das mir nichts ferner ist als autos)
sprachlich dachte ich in der zweiten strophe vll. lieber
"im tunnelblick" statt im "tunnel des blicks", das ist so ein bisschen hölzern und hat so ein hauch von kitsch, ich weiß es hebt die dopplung autotunnel, blicktunnel hervor, aber ich glaube das ist nicht notwendig, der leser denk das auch so mit.
nur mal so als gedanke
ansonsten stolpere ich über die letzt zeile. ich weiß einfach nicht recht was das notitzbuch da soll. schließlich lebt er für die gräusche, die sowieso unnotierbar sind und das öffnet so eine tür in eine richtung, die ich im text sonst nirgendwo finde. die zeile scheint einfach nicht dazu zu gehören. ich fände auch das ende
"eines tages ging er
alle kennzeichen im kopf"
irgendwie stärker. das ist mehr so als würde er die tür hinter sich offen lassen und dann fände ich es auch passend das dann die letzte strophe ein zeile weniger hat. so eine art leerzeile am ende zum etwas hindenken.
schöne grüße
edekire
Re: am straßenrand
bei der ersten hab ich das bild vom inuit beim quattrospurenlesen. völlig andere baustelle. ich weiß. und ist _wenn man für das geräusch lebt_ da nicht viiiiiel mehr als /röhren/? den tunnelblick zu verbauen ist mir in der zweiten schon als intro zu viel der bemühung. alles andere wie immer eine frage der reihenfolge. die dritte strophe mag ich. hab sie in der umstellung /eines tages ließ er alle kennzeichen im kopf sein notizbuch zurück/ gespeichert. kein änderungsvorschlag. deine version hat ja auf ihre art auch das openEnd.
lGriemsche
lGriemsche
Re: am straßenrand
Hallo Edekire,
ich habe im Allgemeinen keine Hemmungen meine Texte zu erklären, aber wenn ich deinen Komm lese
"aber ich glaube das ist nicht notwendig, der leser denk das auch so mit."
dann lasse ich es dieses mal lieber.
Mit "hölzern" kann ich leben, mit einem "Hauch von Kitsch" nicht, weil der Protagonist eher Forrest Gump mäßig unterwegs ist.
Trotzdem danke für deinen Eindruck und die Anregungen.
LG
Perry
Hallo riemsche,
ein „inuit beim quattrospurenlesen“ ist wirklich ein wenig weit hergeholt.
Ansonsten sind wir wohl wieder beim Thema, dass wir lyrisch etwas unterschiedlich ticken.
Freut mich, dass du das Ende auch so als offen empfindest.
LG
Perry
ich habe im Allgemeinen keine Hemmungen meine Texte zu erklären, aber wenn ich deinen Komm lese
"aber ich glaube das ist nicht notwendig, der leser denk das auch so mit."
dann lasse ich es dieses mal lieber.
Mit "hölzern" kann ich leben, mit einem "Hauch von Kitsch" nicht, weil der Protagonist eher Forrest Gump mäßig unterwegs ist.
Trotzdem danke für deinen Eindruck und die Anregungen.
LG
Perry
Hallo riemsche,
ein „inuit beim quattrospurenlesen“ ist wirklich ein wenig weit hergeholt.
Ansonsten sind wir wohl wieder beim Thema, dass wir lyrisch etwas unterschiedlich ticken.
Freut mich, dass du das Ende auch so als offen empfindest.
LG
Perry
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