Naturgewalt

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nummer1plus
Kerberos
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Naturgewalt

Beitragvon nummer1plus » 21.01.2013, 14:50

Naturgewalt tobt wie wild geworden um den Planeten.
Das Meer stürzt sich aus den dunklen Wolken heraus,
über das fruchtbare Land, spült mit einer Woge alles hinweg.
Haus und Hof,
und Wald und Land, gewaltvoll losgelöst von allem.
Sinnflut des dummgelebten Göttergedanken.
Und alle sind schuldig, die gesamte Menschheitsbrut...,
Krone der Schöpfung, Herr der Nahrungskette,
Architekt des Wahnsinns, Tänzer ums goldene Kalb,
Geldkalb.
Babylon..., blickend herunter vom Turm zu Babel.
Das Wasser strömt durch die Straßen. Land unter.
Riesige Binnenseen in denen ganze Städte treiben.
Menschen schreien und weinen,
sterben mit staunenden Augen.
Machtvoll, Machtvoll „ Mutter Erde“.
Wie Armeisen spült es den Wohlstand aus seinen Häusern,
die Armen, mit Strohhütte hinweg.
Hab und Gut treiben ziellos, im nie endenden Wasser,
bis zum Horizont.
Häuser bis zum Dach in den Fluten. Versunken.
Atlantis der Endzeit.
Kulturen ersaufen von Land zu Land.
Keiner kommt davon.
Der Primat steht hüfthoch im Nass, seit Tagen,
die Füße aufgequollen.
Den meisten Vierbeinern steht das Wasser schon am Hals.
Ratten schwimmen umher.
Sie werden erst nach uns ertrinken... auf unseren
umhertreibenden Leichen sitzend,
ihr Rettungsboot verspeisen.

UN 2010

Perry
Melpomene
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Registriert: 26.02.2009, 21:48

hallo nummer1plus,

Beitragvon Perry » 29.01.2013, 16:11

ein wenig zuviel "plus" scheint auch in deinen Texten zu stecken, zumindest in den beiden, die ich bisher gelesen habe (Krieg und Naturgewalt).
Es ist sicher Geschmackssache wie man solche "große" Themen beschreibt, ich bin eher dafür "kleine" Worte zu verwenden. ;-)

Beispiel:
"Naturgewalt tobt wie wild geworden"
"tobt" und "wie wild geworden" sagen für mich das Gleiche aus.

Ich will zum Einstieg nicht gleich zu kritisch rüberkommen, aber ein Wort zur bildlichen Umsetzung sei noch erlaubt:

"Häuser bis zum Dach in den Fluten ...
Der Primat steht hüfthoch im Nass ...
Den meisten Vierbeinern steht das Wasser schon am Hals."

Da schwankt das beobachtende Auge aber doch erheblich und man fragt sich, ob das Wasser sich vielleicht dem Blick des Autors unterordnet. ;-)

LG
Perry

riemsche
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Re: Naturgewalt

Beitragvon riemsche » 06.02.2013, 20:42

beschreibt mir von anfang zU aufgesetzt geschwollen, was uns in je nach sender medial aufbereiteter dramaturgie empört. im kino läuft auch bald ein tsunamiblockbuster an. spezialeffektive realität für jene, welche sich damals fernsehtechnisch wegen emotionalem unvermögen aus der verantwortung zappten. sich ein haus an den strand zu stellen und _sonst wie wild auf sicherheit bedacht_ nieeeeee mit der bös überraschenden welle zu rechnen, wär in punkto blauäugigkeit wieder ne geschichte für sich. aber ich verzettel mich schon wieder. sorry. raffen auf´nPunkt bringen grübelAdjektive. hatten wir schon beim beitrag zuvor, ich weiß. aber mehr gibts mE auch nicht zu maunzen. will dir beileib nicht in die interessante sprachentwicklung funken. also - dranbleiben. bin schon gespannt, wie sich was fröhliches von dir liest :-)
lGriemsche


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