(für T.P)
die erinnerung welkt
rutscht zur seite
alles wird farblos irgendwann
tage im schnee
fußspuren
deinen namen
eingeritzt in etwas dass man nie wieder vergisst
fallen aufgeschrieben
damit man hineinfällt
da sind zwei die nachts
unter den dächern besseres sahen
vom wind getragen flüstern sie sich zu:
trotzdem gut dass es vorbei ist
die geräuschlosen
die geräuschlosen
Wenn der Himmel so blau ist, warum wird es dann finster?
Re: die geräuschlosen
Klingt wahrscheinlich saublöd, Hilbi, aber: das ist das leiseste Gedicht, das ich von Dir kenne. Ich weiß, dass man Gedichte eigentlich nicht als leise bezeichnen soll, aber eigentlich will ich nur damit ausdrücken, dass es sich von der Stimmung und vom Tonfall her von vielen Deiner anderen Gedichten unterscheidet. Es ist auf den ersten Blick unscheinbar, wie das Mädchen, das man erst schön findet, wenn man ihm die Brille abnimmt. Es hat eine winterliche Blässe und es sagt einfach die Dinge so, als ginge es darum, der Wirklichkeit ein bescheidenes, aber anmutiges Kleid zu verpassen.
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Spider
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Die nette Lyrik-Spinne von nebenan!
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