Naivschönsterben

Du schreibst Gedichte? Laß sie nicht in einer Schublade verschimmeln! Menschenbeifall wirst Du hier finden, aber auch Kritik und Rat.
deathflower
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Re: Naivschönsterben

Beitragvon deathflower » 22.09.2006, 19:42

entschuldige fitnat - das war flocke die es komisch fand hab eure namen verwechselt *tschuldigung sag*

C_some1_2_smile_4
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Re: Naivschönsterben

Beitragvon C_some1_2_smile_4 » 24.09.2006, 13:36

@alle...
danke erstmal für die viele Kritik,
dem Licht über den Schatten springen
und dem Meer in die See stechen sollte
nicht mit deutscher Genauigkeit auseinanderklabüstert werden. Das macht
es kaputt. Klar entstehen dadurch Fragen
aber die sollte man versuchen stehen zu lassen.-Ich glaube Fitnat hat mich als einzigster richtig verstanden.
Vielleicht bin ich Dichter im falschen
Land.
Vielleicht ist das alles aber auch Geschmacksache.
- Nein, bestimmt :-D

Hamburger
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Re: Naivschönsterben

Beitragvon Hamburger » 24.09.2006, 19:02

Deutsche Genauigkeitsfetischisierende auseinanderklabüsternde Kritik samt Fragen von meiner Seite immer wieder gerne...

Internationaler zustimmender Flair kostet allerdings extra :-D
"If it's a hit? - Yeah, that's me! If it's a miss? - Yeah, that's me!" (Robert Palmer)

Flocke
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Re: Naivschönsterben

Beitragvon Flocke » 24.09.2006, 23:27

Guten Abend nochmal.

@Sehende(r)

dem Licht über den Schatten springen
und dem Meer in die See stechen sollte
nicht mit deutscher Genauigkeit auseinanderklabüstert werden. Das macht
es kaputt. Klar entstehen dadurch Fragen
aber die sollte man versuchen stehen zu lassen.


Nein, sehe ich absolut nicht so. Dichten kommt von verdichten, d.h. die lyrischen Bilder, die du verwendest, sollten in knapper Form eine Aussage treffend und originell auf den Punkt bringen. Dazu müssen sie stimmig sein, damit das Gedicht als ganzes funktionieren kann. Und das ist bei diesen beiden nicht der Fall. Licht hat keinen Schatten, über den man ihm springen kann. Ich kann auch dem Meer nicht in die See stechen, denn das Meer ist die See. Wenigstens die erste Ebene eines Gedichtes sollte stimmen.

Sicher ist am Ende alles Geschmackssache, aber wenn du nur Lob heischen willst, bist du in diesem Forum fehl am Platze. Hier wird auch ab und an mal freundlich Kritik verteilt, weil wir immer noch davon ausgehen, dass jemand, der hier postet, auch ernstgemeinte Ratschläge zu seinem Text haben möchte. Aber genauso wie der Geschmack ist es am Ende Sache des Dichters, diese anzunehmen oder nicht.


einzigster
Aua! Diese Steigerungsform ist absoluter Quatsch, wenn auch fest verankert im deutschen Sprachgebrauch. Wie kann etwas einziger sein als einzig???

Ein wenig perfektionistisch für diese Tageszeit, aber keineswegs schuldbewußt grüßt

Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...

Fitnat
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Re: Naivschönsterben

Beitragvon Fitnat » 25.09.2006, 10:48

Okay, ich habe mal gesagt das ich bei keiner Kritik teilnähmen werde und kann, da meine Deutschkenntnisse dazu viel zu schwach ist. Ich verstehe zwar vieles und hoffe das ich richtig verstanden habe aber 100% kann ich nicht sagen ob ich es tue.

Nein, sehe ich absolut nicht so. Dichten kommt von verdichten, d.h. die lyrischen Bilder, die du verwendest, sollten in knapper Form eine Aussage treffend und originell auf den Punkt bringen. Dazu müssen sie stimmig sein, damit das Gedicht als ganzes funktionieren kann. Und das ist bei diesen beiden nicht der Fall. Licht hat keinen Schatten, über den man ihm springen kann. Ich kann auch dem Meer nicht in die See stechen, denn das Meer ist die See. Wenigstens die erste Ebene eines Gedichtes sollte stimmen.


Mir hat die Bilder gefallen die dieses Gedicht stimmlich mir gebracht hat, wenn ich einzelne Wörter eben in Türkisch übersetze bleibt die Bilder genau so schön, darum habe ich es vergleichen können mit die Gedichte meiner Heimat. Aber in Deutsch ob sie stimmig sind oder nicht weiss ich nicht, ins Detail gehen kann ich leider noch nicht.

Mir gefallen hier sehr gut die Gedichte von Dirk vor allem damals als Ichmonster :-) mein absolute Favorit "Scherben und Splitter" und "Der Speichellecker" die ich jetzt auf anhieb erinnere. Und
von Tolya mehrere Gedichte vor allem die die in Türkisch übersetzte, auch sehr gut von Flocke die Gedichte und paar andere Freunde die ich denke warum sie nicht etwas veröffentlichen obwohl sie das Zeug haben.

Hamburger sagte er wünscht sich ein paar sprachliche Finessen, wenn er das sagt dann weiss er auch was er sagt, ich sehe ihn als einer der wichtigsten O livros Deutschsprachenexperte :-)

Diese Kritiken sind alle für dich Goldwert glaube mir.

und zum Schluß was ich aus dieses Gedicht heraus verstanden habe vielleicht habe ich richtig gesehen und du kannst dies dann als Hilfe annähmen und dein Gedicht im sinne des Deutschensprache so ändern das alle diese Bilder sehen :-)


Liebe,

wenn ich Dich wiederfinde,


Eine/r der seine/ihre Liebe verloren hat, hofft auf wiedersehen.

springen wir dem Licht

über unseren Schatten,



Er/sie will mit der Geliebte sich dann an alle Welt zeigen, und glänzen, ihr Liebe nicht verheimlichen in dem sie über ihre Schatten springen.

ziehen uns einen Regenbogen an
und bringen den Schlaf um seine Nacht.


Das ist eine Bild die Hoffnungen mit sich trägt sie wollen alles versuchen um ihr Liebe so Bunt zu gestallten wie es geht damit es nicht ins Alltag Farblos verloren geht auch wenn sie dabei das ungewöhnliche machen müssen -Schlaf um seine Nacht- zu bringen heißt hier ganze Nacht nicht schlafen und sich Lieben. Er/sie will aus die Nächtliche Schlaf den Nacht stehlen was bleibt dann übrig? Wach sein, bewußt nur lieben.

Wir spazieren unter Regentropfen ungetroffen,


Das ist wieder so eine Bild der Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Sie entkommen mit ihre Glück aus dem Situationen raus wo kein zweifeln nicht zu entkommen ist. Das ist ein kleine Spiel mit dem Regentropfen, nicht weil Regentropfen schlecht ist sondern weil sie es schaffen darunter durchsichtig zu sein. Und das ist gewiß eine schöne Spiel für Liebende :-)

stechen dem Meer in die See


Hier bin ich nicht so ganz sicher, erstens habe ich verstanden: Er/sie will mit ihr das Salzige Meer ins Süßwasser See verwandeln, also das tun was unmöglich ist. Diese Stelle kann ich aber auch so verstehen: Große Probleme in kleine Sachen verwandeln, oder schlechte, ungenießbare ins genießbare (Salz: Schlecht) (Süß:Gut)

und
rauschen am Strand auf und ab.


Und dabei sich von der obengenannte verwandelte Wasser am Strand sich ausspülen lassen und mit die Wellen eins werden.

Der Mond läßt uns glänzen

in diesem Tanz


Da sie dann eins im ewige Liebe geworden sind feiert sogar der Mond.

und

in unseren Augen
strahlt lachende Sonne


Die Sonne ist hier das Leben und das Leben lacht in ihr weil sie unendlich verleibt sind :-)


Nun ja, diese Bilder habe ich empfangen als ich dieses Gedicht las. Jetzt werde ich bestimmt für verrückt erklärt, "lass die Finger von billigen Drogen, bringt nichts :-D

Ich glaube deine Gedicht hat etwas Positives und es sollte geklärt werden.



Liebe Grüße

Fitnate Hazretleri :thanx:
Wenn ich mein Schatten auf dem Asphalt sehe,
denke ich, "Du Armer Poet, bist schon wieder auf dem Boden!"

F.A. "Tanz des Todes"

deathflower
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Re: Naivschönsterben

Beitragvon deathflower » 25.09.2006, 17:53




springen wir dem Licht

über unseren Schatten,



Er/sie will mit der Geliebte sich dann an alle Welt zeigen, und glänzen, ihr Liebe nicht verheimlichen in dem sie über ihre Schatten springen.


tut mir leid aber es mag von der interpretation stimmen, aber nicht von der sprache wie gesagt das licht hat keinen schatten, ansonsten könnt ich mir nur sowas wie "springen wir dem licht über unseren Schatten ENTGEGEN" vorstellen.

ziehen uns einen Regenbogen an
und bringen den Schlaf um seine Nacht.


Das ist eine Bild die Hoffnungen mit sich trägt sie wollen alles versuchen um ihr Liebe so Bunt zu gestallten wie es geht damit es nicht ins Alltag Farblos verloren geht auch wenn sie dabei das ungewöhnliche machen müssen -Schlaf um seine Nacht- zu bringen heißt hier ganze Nacht nicht schlafen und sich Lieben. Er/sie will aus die Nächtliche Schlaf den Nacht stehlen was bleibt dann übrig? Wach sein, bewußt nur lieben.


hier stimm ich teils zu - den schladf um seine nacht bringen hmmm des erinnert mich so an mittagschlaf *grins*

Wir spazieren unter Regentropfen ungetroffen,


Das ist wieder so eine Bild der Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Sie entkommen mit ihre Glück aus dem Situationen raus wo kein zweifeln nicht zu entkommen ist. Das ist ein kleine Spiel mit dem Regentropfen, nicht weil Regentropfen schlecht ist sondern weil sie es schaffen darunter durchsichtig zu sein. Und das ist gewiß eine schöne Spiel für Liebende :-)


kommentar dazu siehe oben
stechen dem Meer in die See


Hier bin ich nicht so ganz sicher, erstens habe ich verstanden: Er/sie will mit ihr das Salzige Meer ins Süßwasser See verwandeln, also das tun was unmöglich ist. Diese Stelle kann ich aber auch so verstehen: Große Probleme in kleine Sachen verwandeln, oder schlechte, ungenießbare ins genießbare (Salz: Schlecht) (Süß:Gut)


mit dieser auslegung wäre aber dann mMn das verb "stechen" fehl am platz, so oder so eine ungereimtheit - entweder ist es doppelt durch see und meer oder eben das verb "falsch"

und
rauschen am Strand auf und ab.


Und dabei sich von der obengenannte verwandelte Wasser am Strand sich ausspülen lassen und mit die Wellen eins werden.

Der Mond läßt uns glänzen

in diesem Tanz


Da sie dann eins im ewige Liebe geworden sind feiert sogar der Mond.

und

in unseren Augen
strahlt lachende Sonne


Die Sonne ist hier das Leben und das Leben lacht in ihr weil sie unendlich verleibt sind :-)


kommentar s.o. bzw fällt mir teilweise nix dazu ein.


grüße deathflower

PS: ich hoffe das mit dem zitat hat alles geklappt und ich muss nich editieren :-D

Flocke
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Re: Naivschönsterben

Beitragvon Flocke » 25.09.2006, 21:22

@Fitnat

...und paar andere Freunde die ich denke warum sie nicht etwas veröffentlichen obwohl sie das Zeug haben.


Es ist schon schwer, als unbekannter Neuling einen Roman bei einem Verlag unterzubringen. Hast du eine Ahnung, wie das erst mit Lyrik aussieht? So düster ist keine andere Aussicht. Erst wenn wir alle pseudoprominent sind und unsere Lebensgeschichten in aufgepeppter Form unters Volk gebracht haben, hätten wir wohl soviel Narrenfreiheit erworben, dass man uns auch einen Lyrikband abkaufen würde. Aber in der jetzigen Situation habe ich nicht viel Hoffnung. ;-)

Sarkastische Grüße
Flocke
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Re: Naivschönsterben

Beitragvon Fitnat » 26.09.2006, 10:31

springen wir dem Licht

über unseren Schatten,



Er/sie will mit der Geliebte sich dann an alle Welt zeigen, und glänzen, ihr Liebe nicht verheimlichen in dem sie über ihre Schatten springen.


tut mir leid aber es mag von der interpretation stimmen, aber nicht von der sprache wie gesagt das licht hat keinen schatten, ansonsten könnt ich mir nur sowas wie "springen wir dem licht über unseren Schatten ENTGEGEN" vorstellen.




Tja, wie gesagt die Bilder stimmen, in meinem Kopf zu mindest :-)) wenn das Deutsch nicht stimmt, da kann ich leider nichts sagen, dafür brauche ich selbst noch Hilfe.


@ Flocke: Es gibt immer eine andere Weg. Wir können doch eine Sammelband in Selbstverlag veröffentlichen. Unsere Verlag könnten wir dann O livro nennen :-) wenn soweit ist und wir genügend Mut und Geld haben.

Liebe Grüße

Fitnat
Wenn ich mein Schatten auf dem Asphalt sehe,
denke ich, "Du Armer Poet, bist schon wieder auf dem Boden!"

F.A. "Tanz des Todes"


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