auf raub-tierjagd (mit oder ohne onkel heming) (eine paraphrase ohne minsk)
in der abenddämmerung
landen wir in nairobi,
mieten uns einen wüstenjeep,
stechen fährten in den sand.
die gewehre geschultert,
soldaten an den seiten,
pirschen wir durch die ödnis,
laden schnappend den heißen tod.
lassen das dunkle volk los,
legen die flinten an,
warten auf das signal
der einkommenden nacht.
blitzender patronenregen
schreckt die gruppe aus dem schlaf.
die wendigen dunklen tragen herbei
die gefallenen mörder.
früh steigt die novembersonne.
erste strahlen zischen überland.
im gegenlicht seh' ich sie kriechen,
tiefer noch einwärts ins neue feld ...
auf rebhuhnjagd
Re: auf rebhuhnjagd
Hallo Glaukos,
ja der Jagden gibt es viele.
Ansonsten halte ich von dererlei "Kopien" nicht viel.
LG
Perry
ja der Jagden gibt es viele.
Ansonsten halte ich von dererlei "Kopien" nicht viel.
LG
Perry
-
Hugo Homunkulus
- Minotauros
- Beiträge: 52
- Registriert: 04.03.2008, 00:00
- Wohnort: Glaskolben
Re: auf rebhuhnjagd
Wäre schön, wenn du auch was zur Textausführung schreiben könntest.
ich dachte, das hätte ich.
übrigens solltest du den hinweis bzgl. der juden-vernichtungs-assoziation etwas ernster nehmen. minsk - jagd - deutschsprachiges gedicht. man kann einen zusammenhang herstellen! und allein diese möglichkeit, sollte dir zu denken geben. gerade gedichte können ja auf einer sehr metaphorischen ebene gelesen werden und daher ist das, was derbaum da "reinliest" vielleicht gar nicht so abwegig. ich fand's persönlich nicht, aber wie gesagt: man kann. ich finde, du solltest diesen hinweis schon etwas ernster nehmen, denn er ist es.
und glaukos ging es sicherlich weniger um ein plagiat. er wollte dir augenzwinkernd / mit konstruktiven mitteln einen weg zeigen, wie schnell sich die problematik deines gedichtes entschärfen lässt, indem die "szenerie" kurzerhand in unproblematischere gefilde verlegt wird. ich verstehe das jedenfalls als beispiel und nicht als kopie. ich meine, schließlich ging es dir um den "globalisierten jagdtourismus" - also ist der schauplatz minsk doch nicht unbedingt notwendig?
grüße,
h.h.
Mit seltsamen Gebärden
Gibt man sich viele Pein,
Kein Mensch will etwas werden,
Ein Jeder will schon was sein.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Gibt man sich viele Pein,
Kein Mensch will etwas werden,
Ein Jeder will schon was sein.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Re: auf rebhuhnjagd
und glaukos ging es sicherlich weniger um ein plagiat. er wollte dir augenzwinkernd / mit konstruktiven mitteln einen weg zeigen, wie schnell sich die problematik deines gedichtes entschärfen lässt, indem die "szenerie" kurzerhand in unproblematischere gefilde verlegt wird. ich verstehe das jedenfalls als beispiel und nicht als kopie. ich meine, schließlich ging es dir um den "globalisierten jagdtourismus" - also ist der schauplatz minsk doch nicht unbedingt notwendig?
plagiat? das ist kein plagiat *smile.
perry, entschuldige. gewiss war es eine art spaß von mir. allerdings habe ich mich selbst dabei in die nesseln gesetzt, zum glück hat sich noch keiner über MEIN plagiat oder whatever beschwert. man könnte es schlimm rassistisch deuten?! tja.
die minsk-problematik kenne ich vom historischen fakt her nicht. eigentlich neige ich dazu, so etwas nicht unbedingt als verbot anzusehen. ähnlich, wie man ja "nach auschwitz auch wieder fleißig poeme schreibt", was zeitweise auch thema der debatte war, weil man die deutsche sprache besudelt wähnte ...
inwieweit sich heutige juden freiwillig mit rebhühnern identifizieren, keine ahnung. erscheint mir arg weit hergeholt. vielleicht missfällt der doch insgesamt auf mich sehr nach waidmanns-heile-welt wirkende tonfall, ein jagdkritisches gedicht würde ich hier nicht vermuten.
was für mich selbst kein problem ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass das einigen missfällt.
insgesamt finde ich es gut, gelungen, vom sprachlichen und bild-sprachlichen her. auch ein grund, es zu kolportieren ...
beste grüße,
tolya
Re: auf rebhuhnjagd
Hallo Gaukos,
kein Grund zur Entschuldigung. Ich sehe das durchaus locker. Danke für deine Einschätzung des Textes und LG
Perry
Hallo h.h.,
ich nehme grundsätzlich die übertragene Bedeutung von lyrischen Texten sehr Ernst, weil darin ja die eigentliche "Kunst" dieses Genres liegt.
Doch allein das Wort Jagd in Verbindung mit einem Ortsnamen dafür zu Grunde zu legen halte ich für überzogen, da würden vermutlich tausende Kombinationen zu ähnlichen Problemen führen.
Mein Text hat als Beispiel die Rebhuhnjagd, weil ich persönlich in meiner Umgebung noch das Glück habe eine geringe Population dieser Tiere beobachten zu können. Minsk ist in diesem Zusammenhang eben der populärste Zielflughafen, wenns um Jagdtourismus in dieser Sparte geht.
In diesem Sinne Danke für deinen Beitrag und LG
Perry
kein Grund zur Entschuldigung. Ich sehe das durchaus locker. Danke für deine Einschätzung des Textes und LG
Perry
Hallo h.h.,
ich nehme grundsätzlich die übertragene Bedeutung von lyrischen Texten sehr Ernst, weil darin ja die eigentliche "Kunst" dieses Genres liegt.
Doch allein das Wort Jagd in Verbindung mit einem Ortsnamen dafür zu Grunde zu legen halte ich für überzogen, da würden vermutlich tausende Kombinationen zu ähnlichen Problemen führen.
Mein Text hat als Beispiel die Rebhuhnjagd, weil ich persönlich in meiner Umgebung noch das Glück habe eine geringe Population dieser Tiere beobachten zu können. Minsk ist in diesem Zusammenhang eben der populärste Zielflughafen, wenns um Jagdtourismus in dieser Sparte geht.
In diesem Sinne Danke für deinen Beitrag und LG
Perry
Re: auf rebhuhnjagd
werbung ohne ton ist hier der zufall dens brauchte. bin zwar kein fan von halali in piekefeiner gesellschaft aber dein bild reisst das auf oldschool so schön ins malerische. das gefällt mir.
grübler:
hunde an der langen leine, (umstellung ist klanglich geschmackssache -/hunde/ zuletzt?
pirschten wir durchs öde, (ödland fänd ich da schon dem gewählten sprachbild zuliebe schöner (:->))
im gegenlicht sah ich sie aufsteigen, (reittiere klammer ich mal aus, darum vielleicht den leser das (auf)steigen lassen)
geisterhaft in eine bessere welt.(und hier wärs ohne dem /haft/ je nach gefühl möglicherweise sogar ne versteckte aufforderung)
lGriemsche
grübler:
hunde an der langen leine, (umstellung ist klanglich geschmackssache -/hunde/ zuletzt?
pirschten wir durchs öde, (ödland fänd ich da schon dem gewählten sprachbild zuliebe schöner (:->))
im gegenlicht sah ich sie aufsteigen, (reittiere klammer ich mal aus, darum vielleicht den leser das (auf)steigen lassen)
geisterhaft in eine bessere welt.(und hier wärs ohne dem /haft/ je nach gefühl möglicherweise sogar ne versteckte aufforderung)
lGriemsche
Re: auf rebhuhnjagd
Hallo riemsche,
danke fürs Interesse und die Anregungen. Da der Text mittlerweile bereits gedruckt wurde (und so quasi zu einem Zeitdokument meiner damaligen Schaffungskraft wurde
) macht eine Änderung keinen Sinn mehr.
LG
Perry
danke fürs Interesse und die Anregungen. Da der Text mittlerweile bereits gedruckt wurde (und so quasi zu einem Zeitdokument meiner damaligen Schaffungskraft wurde
) macht eine Änderung keinen Sinn mehr.LG
Perry
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