Der Vermisste
Verfasst: 27.09.2004, 21:04
Der Vermisste
Versteckt zuhinterst in Wald und Unterholz,
liegt in schwarzer Galle grausig gärend,
der Vermisste im Moos; sein Blick barst vor Stolz
- er schied noch jung, ein tiefes Loch gebärend.
Umrauscht von schwülem Harz und Duft der Föhren
schläft der Tote unter kahlen Stämmen tief.
Er kann das weite Rufen nicht gut hören,
seine Augen hängen im Gesichte schief.
Verklebte Haare sind schwer und weit verstreut,
herüber vom fernen Turm klingt viel Geläut,
und vergeht wahrhaft klagend in jenem Hain.
Bald herrscht hier der Dämmer feierlich und lau,
der Landschaft Leuchten geht unwirtlich und rau
- es bleibt nur der Kranz zur Nacht in einem Schein.
copyright (c) C. Schwarz
Versteckt zuhinterst in Wald und Unterholz,
liegt in schwarzer Galle grausig gärend,
der Vermisste im Moos; sein Blick barst vor Stolz
- er schied noch jung, ein tiefes Loch gebärend.
Umrauscht von schwülem Harz und Duft der Föhren
schläft der Tote unter kahlen Stämmen tief.
Er kann das weite Rufen nicht gut hören,
seine Augen hängen im Gesichte schief.
Verklebte Haare sind schwer und weit verstreut,
herüber vom fernen Turm klingt viel Geläut,
und vergeht wahrhaft klagend in jenem Hain.
Bald herrscht hier der Dämmer feierlich und lau,
der Landschaft Leuchten geht unwirtlich und rau
- es bleibt nur der Kranz zur Nacht in einem Schein.
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