Vom Kindsein
Verfasst: 23.10.2004, 20:18
Hm, ich hab's nochmal ungereimt versucht, aber irgendwie fühl ich mich da fremd. Ich weiß einfach net. Z'lang isses auch.
Vom Kindsein
Wenn wir am Abend zu lang auf warn
oder Schularbeit haben,
wenn es recht stürmt in der Früh -
dann bringt Mama uns zur Schule,
weil der Bus doch um sechs schon fährt.
Jo und ich, wir rennen dann,
drängeln am Weg zum Auto,
weil jeder vorn sitzen will.
Der Prinzipien halber.
Ich bin älter, Jo ist größer,
erwachsen wolln wir beide sein.
Seit vier Jahren darf ich vorne sitzen
und nütz dazu jede Gelegenheit.
Sich vom Kindsein distanzieren,
mit „Sie“ angesprochen werden
von Fremden, nimmer „du“
Ich werd vielleicht nicht groß,
aber alt will ich sein.
Weil ich, blöderweise,
nie Interesse hatte am Kindsein
hab ich auch keines am Jungsein.
Ließ mich ein, zweimal überreden,
zum Fortgehn …
hab schnell gemerkt, wie sehr
ich davon Kopfweh krieg -
Musik und Zigarettenrauch,
von der Diskussion
über fremde Liebesgschichtln
und Schauspielerhintern.
Alkohol hab ich verweigert –
weiß nicht, wie ich drauf reagier,
am Ende werd ich ehrlich davon.
War noch nie auf einem Ball,
trotz Bitteln und Betteln
von Mama und Freunden.
Weil man das als junger Mensch
doch normalerweise mag.
Man gesteht uns Exzentrik
nur widerwillig zu.
Drum will ich erwachsen sein,
damit ich nimmer jung sein muss
und dumm sein soll.
Nur neulich, nach dem Kino,
sind wir im Regen heimgefahren.
Der Papa, die Mama und ich.
Ich bin hinten gesessen, müd und dösig.
Draußen war Nebel und Aquarium,
im Auto war es warm und sicher.
Mama hat leise geredet,
Papa hat die Scheibenwischer eingeschaltet.
Da hat es mir leid getan,
dass mir nicht mehr viel bleibt,
von der Hinten-sitzen-zeit.
Vom Kindsein
Wenn wir am Abend zu lang auf warn
oder Schularbeit haben,
wenn es recht stürmt in der Früh -
dann bringt Mama uns zur Schule,
weil der Bus doch um sechs schon fährt.
Jo und ich, wir rennen dann,
drängeln am Weg zum Auto,
weil jeder vorn sitzen will.
Der Prinzipien halber.
Ich bin älter, Jo ist größer,
erwachsen wolln wir beide sein.
Seit vier Jahren darf ich vorne sitzen
und nütz dazu jede Gelegenheit.
Sich vom Kindsein distanzieren,
mit „Sie“ angesprochen werden
von Fremden, nimmer „du“
Ich werd vielleicht nicht groß,
aber alt will ich sein.
Weil ich, blöderweise,
nie Interesse hatte am Kindsein
hab ich auch keines am Jungsein.
Ließ mich ein, zweimal überreden,
zum Fortgehn …
hab schnell gemerkt, wie sehr
ich davon Kopfweh krieg -
Musik und Zigarettenrauch,
von der Diskussion
über fremde Liebesgschichtln
und Schauspielerhintern.
Alkohol hab ich verweigert –
weiß nicht, wie ich drauf reagier,
am Ende werd ich ehrlich davon.
War noch nie auf einem Ball,
trotz Bitteln und Betteln
von Mama und Freunden.
Weil man das als junger Mensch
doch normalerweise mag.
Man gesteht uns Exzentrik
nur widerwillig zu.
Drum will ich erwachsen sein,
damit ich nimmer jung sein muss
und dumm sein soll.
Nur neulich, nach dem Kino,
sind wir im Regen heimgefahren.
Der Papa, die Mama und ich.
Ich bin hinten gesessen, müd und dösig.
Draußen war Nebel und Aquarium,
im Auto war es warm und sicher.
Mama hat leise geredet,
Papa hat die Scheibenwischer eingeschaltet.
Da hat es mir leid getan,
dass mir nicht mehr viel bleibt,
von der Hinten-sitzen-zeit.