ich erwache aus tiefem Traum
das Kind ist schuldig
in der Küche raschelt Zeitungspapier
die Fenster sind nicht geöffnet
durch die Rolläden zucken Blitze
von der Ferne ein Donnern
mein Herz klopft
Schweiß rinnt mir über die Schläfen
ich muß das Kind umbringen
es stiehlt meinen Geist
ich denke an das Messer
eine Tür geht auf
der Donner jetzt über mir
das Rascheln erstirbt
das Kind ist auf dem Klo
ich gehe hinaus
Regen peitscht mich
die Blitze über mir
es ist fünf Uhr morgens
und ich lese die Blätter auf
November
Re: November
Hallo, Patina.
Hm, so aus dem Bauch raus kann ich nicht allzuviel damit anfangen. Vor allem, ich verbinde es nicht mit November. Im Prinzip beschreibst du eine stürmische gewittrige Nacht und die reißt auch im Sommer ein paar Blätter von den Bäumen und peitscht Regen und Blitze. Oder meinst du die Blätter der Zeitung?
Insgesamt liest es sich wie gerade aus dem Tiefschlaf erwacht und nun erstmal Gedanken sammeln. Wenn das Absicht war, dann ist es gut, hast du mich als Leser erwischt.
Aber woher weiß dein LI, dass gerade in der Küche das Papier raschelt? Und dass das Kind schuld ist? Woran? Hat es den Schläfer geweckt durch das Rascheln? Dann kann es kein tiefer Schlaf gewesen sein, das Gewitter draußen hat er ja auch nicht gehört...
Zwei kleine Anmerkungen noch:
"das Kind ist schuldig" - klingt mir ein bißchen gestelzt, du meinst sicher, es ist schuld, oder?
"von der Ferne ein Donnern" - würde hier eher sagen: "aus/in der Ferne ein Donnern" oder "von fern ein Donnern"
Hm, ansonsten noch immer etwas ratlos
Flocke
Hm, so aus dem Bauch raus kann ich nicht allzuviel damit anfangen. Vor allem, ich verbinde es nicht mit November. Im Prinzip beschreibst du eine stürmische gewittrige Nacht und die reißt auch im Sommer ein paar Blätter von den Bäumen und peitscht Regen und Blitze. Oder meinst du die Blätter der Zeitung?
Insgesamt liest es sich wie gerade aus dem Tiefschlaf erwacht und nun erstmal Gedanken sammeln. Wenn das Absicht war, dann ist es gut, hast du mich als Leser erwischt.
Aber woher weiß dein LI, dass gerade in der Küche das Papier raschelt? Und dass das Kind schuld ist? Woran? Hat es den Schläfer geweckt durch das Rascheln? Dann kann es kein tiefer Schlaf gewesen sein, das Gewitter draußen hat er ja auch nicht gehört...
Zwei kleine Anmerkungen noch:
"das Kind ist schuldig" - klingt mir ein bißchen gestelzt, du meinst sicher, es ist schuld, oder?
"von der Ferne ein Donnern" - würde hier eher sagen: "aus/in der Ferne ein Donnern" oder "von fern ein Donnern"
Hm, ansonsten noch immer etwas ratlos
Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...
Re: November
Hallo Flocke, habs nochmal geändert. Es ist ein Blizzard, der da wütet. Das gibts auch im Winger
ich erwache aus tiefem Traum
in der Küche raschelt Zeitungspapier
die Fenster sind geöffnet
durch die Rolläden zucken Blitze
von der Ferne ein Donnern
der Sturm heult
mein Herz klopft
Schweiß rinnt mir über die Schläfen
der Donner jetzt über mir
das Rascheln erstirbt nicht
ich gehe hinaus
Schneeflocken peitschen mich
Blitze über mir
es ist fünf Uhr morgens
und ich lese die Blätter auf
ich erwache aus tiefem Traum
in der Küche raschelt Zeitungspapier
die Fenster sind geöffnet
durch die Rolläden zucken Blitze
von der Ferne ein Donnern
der Sturm heult
mein Herz klopft
Schweiß rinnt mir über die Schläfen
der Donner jetzt über mir
das Rascheln erstirbt nicht
ich gehe hinaus
Schneeflocken peitschen mich
Blitze über mir
es ist fünf Uhr morgens
und ich lese die Blätter auf
Re: November
Ja, Variante zwei gefällt mir eindeutig besser. Scheint mir in sich stimmiger ohne das Kind.
Gut gemacht, solltest öfter mal einen Ausflug in die Lyrik machen...
Lieber Gruß
Flocke
Gut gemacht, solltest öfter mal einen Ausflug in die Lyrik machen...
Lieber Gruß
Flocke
...Der den Wind kennt / besser als alle Bücher / den Baum / frag nach Wahrheit...
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