Hallo du,
ich werde mal ganz spontan meine ersten Eindrücke vermitteln und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt ins Detail gehen: die Adjektive sind bisweilen etwas aufdringlich, etwas häufig, das ist das erste, was ich GEDACHT habe.
vom aufdringlichen lärm
der dunkelheit
Das ist toll!
und mondgelüsten
einer strahlenden mitternacht
Sorry, aber das zerstört gleich wieder alles: das ist eine Romantik, die mir dann doch zu kitschig ist. Etwas dezenter, etwas selbstständiger sollte es schon sein.
gehetzt
von unbestimmten zielen
die nur im anhalten
zu erreichen sind
Das hat wieder einen eher philosophischen, nachdenklichen Touch, der sich in dieses Gedicht aber viel besser intergriert als in deinen Erstling. Diese vier Verse gefallen mir ganz besonders gut.
Die zweite Strophe erregt noch meinen Widerwillen: zuviel Adjektive, zuviel gewollte Stimmung, von der ich nicht angesteckt werde.
aber immerhin lebendig
Diesen Vers fand ich lustig, aber fürchte, daß er nicht so gemeint war.
MfG,
gelbsucht
"Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung." (Heinrich Heine)