Seite 1 von 1

Statuen

Verfasst: 04.05.2005, 16:14
von Fitnat
Statuen

Hätte ich nur mehr Statuen aufgestellt
Ihr Gesicht zu Meer hinaus gewendet
Und ihr Händen die, die Möwen trugen,
nach Himmel gerichtet
Statuen
Die von Osten aufsteigende Licht frei begrüßen.

Hätte ich dich nur anders geliebt
Währe ich zwischen den gestrigen Leiden
doch noch zu dir gefunden
In meinem Mund,
Ein Lied von dem Trockenen Rosen,
die bereit sind zu grünen

Gott weiss!
Dann währe ich nicht so zerbrächlich wie die Ruinen meiner Stadt.

Ich lasse meine Freunde wissen,
ich sei bereits vergangen
niemand soll auf mich länger warten
denn von keinem Ausgrabungen mehr
werde ich je wieder auftauchen...

Re: Statuen

Verfasst: 04.05.2005, 23:13
von Silentium
Darf ich korrigieren?


----------------------------------------
Hätte ich nur mehr Statuen aufgestellt,
ihr Gesicht zum Meer hinaus gewendet
und ihre Hände, die, die Möwen trugen,
nach dem Himmel (oder: gen Himmel, aber das ist ein bissi antiquiert) gerichtet,
Statuen,
die das im Osten aufsteigende Licht frei begrüßen.

Hätte ich dich nur anders geliebt,
hätte ich zwischen den gestrigen Leiden
doch noch zu dir gefunden.
In meinem Mund
ein Lied von den trockenen Rosen,
die bereit sind zu grünen.

Gott weiß!
Dann wäre ich nicht so zerbrechlich [hier vielleicht Zeilenumbruch] die Ruinen meiner Stadt.

Ich lasse meine Freunde wissen:
ihr seid bereits vergangen,
niemand soll auf mich noch länger warten
denn bei keiner Ausgrabung mehr
werde ich je wieder auftauchen...

------------------------------------------

Hm... kennst du "Kassandra" von Christa Wolf? Nicht vom Stil, aber von der Stimmung erinnerts mich daran: die Koppelung vom privaten Vergehen und dem Vergehen einer Kultur, wo der zweite, viel größere Untergang nur noch Nebengeschehen neben dem ersten, an und für sich kleineren, ist. Traurig-schön, ein bisschen Patina, Antike und Atlantis.

Re: Statuen

Verfasst: 05.05.2005, 20:39
von Flocke
Hallo, Fitnat.

Ich möchte auch noch mal korrigieren, aber Surjas Text:

Hätte ich nur mehr Statuen aufgestellt,
ihr Gesicht zum Meer hinaus gewendet
und ihre Hände, die die Möwen trugen,
gen/zum Himmel gerichtet,
Statuen,
die das im Osten aufsteigende Licht frei begrüßen.

Hätte ich dich nur anders geliebt,
hätte ich zwischen den gestrigen Leiden
doch noch zu dir gefunden.
In meinem Mund
ein Lied von den trockenen Rosen,
die bereit sind zu grünen.

Gott weiß!
Dann wäre ich nicht so zerbrechlich [hier vielleicht Zeilenumbruch]wie die Ruinen meiner Stadt.

Ich lasse meine Freunde wissen:
ich sei bereits vergangen,
niemand soll noch länger auf mich warten
denn bei keiner Ausgrabung (mehr)
werde ich je wieder auftauchen...



"Gen Himmel" finde ich hier nun völlig in Ordnung, es scheint ja um Vergangenes zu gehen...

Brauchst du das "mehr" bei der Ausgrabung?
Das klingt, als wenn man schon öfter nach dir gegraben hätte, um dich wieder zu finden.

Die Stimmung ist sehr schön beschrieben, es geht mir durch und durch. Wow.

Lieber Gruß
Flocke

Re: Statuen

Verfasst: 06.05.2005, 00:19
von Silentium
aber Surjas Text:


Grrrr.... ehem.

Re: Statuen

Verfasst: 06.05.2005, 00:30
von Hamburger
Äh Flocke, das war doch nicht Surjas Text, das war doch ganz klar kleinervogels Text... :-D

Re: Statuen

Verfasst: 06.05.2005, 01:37
von Edekire
Also kleinervogel meint : Das war doch Edekire ^^


... wer bin ich eigentlich -- und wie viele ?! Und wer ist dieses Mädchen aus Berlin ? Und hat die Made pf°gelflügel :-D Oder war das zweite Glasweißwein zu viel ?!

Re: Statuen

Verfasst: 06.05.2005, 09:48
von Fitnat
Hallo ihr Lieben,

Nein "Kassandra" kenn ich Leider nicht von Patina ist mir auch nicht aufgefallen das sie in der richtung schreibt. Werde ich ihre Beiträge durchsuchen :-) Es war mir einfach danach, nach dem ich eine Bericht über die Ausgrabungen meiner Stadt gesehen hab. Dieses Gedicht habe ich erst ein Tag davor geschrieben an dem ich sie hier gepostet habe.

Vielen Dank ihr Lieben. Ihr habt mein Deutsch sehr gut überarbeitet. Danke Flocke, Silli für eure Lob :-)

Ich habe die bedürfnis einige unverständliche stellen die ich schrieb, jetzt verständlicher zu machen, damit ihr es noch mal durch gehen könnt.


"Brauchst du das "mehr" bei der Ausgrabung?
Das klingt, als wenn man schon öfter nach dir gegraben hätte, um dich wieder zu finden."

Das mehr brauche ich zwar nicht mehr ;-) Vielen Dank für die Amputation, den es klingt ohne viel besser, aber das man öfter nach mir gegraben hat, dass war das was ich meinte. Aber wie gesagt ohne diese "mehr" bleibt der sinn mit der "werde ich je wieder auftauchen..." eh gleich denke ich.


Hätte ich dich nur anders geliebt,
hätte ich zwischen den gestrigen Leiden

"Hätte" habt ihr zweimal aufgenommen das ist mir zu viel, zumindest in meiner sprache passe ich immer auf das ich mich nicht wiederhole, aber in Deutsch ist mir schwer zu finden welche Wörter ähnliche bedeutungen haben. Ich denke so wie ihr gemacht habts ist bestimmt vollkommen richtig aber zweimal gleiche Wort in einer Strophe?

Wie währs mit das? Geht das noch Grammatikmäsig?

"Hätte ich dich nur anders geliebt,
Konnte ich zwischen den gestrigen Leiden
doch noch zu dir finden.
In meinem Mund
ein Lied von den trockenen Rosen,
die bereit sind zu grünen."

oder,

"Hätte ich dich nur anders geliebt,
War ich zwischen den gestrigen Leiden
doch noch zu dir gefunden.
In meinem Mund
ein Lied von den trockenen Rosen,
die bereit sind zu grünen."

die das im Osten aufsteigende Licht frei begrüßen.

Diese "die das im" klingt zu lang und zu unesthätisch, "die das im Osten" so abgehackt und Unromantisch :-)) ich weiss nicht warum aber, mir kommt das zu mindest so. Gibt da auch kein möglichkeit die man aus "die das im" in einen "vom" oder so ähnlich daraus machen kann?


Liebe Grüße

Fitnat