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Elke erzählt so was

Verfasst: 05.12.2005, 20:29
von Hilbi
Elke erzählt

wie leicht es ist
zu lieben
das wort zu
sagen
fast leichter
als kerzenlicht ausblasen

wie eine gewitterwolke über etwas herfallen
das im dunklen gar nicht mehr aussieht
wie jener töpferjunge der er mal war

seine kreidezeichnungen hatte er mir gezeigt
hatte geglaubt :sie wird wieder gehen
aber ich bin nicht gegangen
ich habe nur den verstand nach draussen geschickt

wir sammelten worte ein
sie lagen auf der fensterbank
da waren schritte
sie gehörten uns

uns fielen eine menge städtenamen ein
und als du
sarajevo sagtest ohne an etwas anderes zu denken als mich zu umarmen
da war ich sicher das freizeichen manchmal die nacht bestimmen
dass sie leuchten wenn wir sie heimlich betrachten

die minuten die jeden klang verdienen
ein satz am rande der nacht
wie leicht es ist
die türe hinter der helligkeit zu schliessen
zu wissen
dass es einen morgen gibt
und ob man nun erwacht oder nicht
das spielt überhaupt keine rolle

Re: Elke erzählt so was

Verfasst: 05.12.2005, 23:05
von razorback
...und ich höre das jetzt mit der Stimme von Frau Kernke. :-)

Re: Elke erzählt so was

Verfasst: 06.12.2005, 00:44
von Edekire
ha, ich bald auch,

Hilbi, das Gedicht gefällt mir gut, auch wenn mir der alleranfangste Anfang nicht so gut gefällt.
Dafür finde ich den REst schön verträumt, dabei aber nicht vollkommen ungreifbar, sonder stimmig. Schön :-)

Re: Elke erzählt so was

Verfasst: 06.12.2005, 01:47
von razorback
Im Kopf. Mit der Stimme. Meine ich. ;-)