Das Sonett zur Seuche
Verfasst: 25.02.2006, 15:42
Hallo. Ich will auch mal wieder was von mir geben, immerhin leide ich unter Geltungssucht.
Das Vöglein auf dem Ast sieht traurig zu mir her
Und niest aus voller Brust das Virus sich heraus;
Sieht kränklich bis zum Tod, recht zu bedauern aus
Und spricht, mit letzter Kraft, mich an: "Ich leide sehr!"
Ich fühle seinen Schmerz, die Brust wird mir so schwer
Und mit gesenktem Blick geh schnell ich nun nach Haus,
Bring mich in Sicherheit und schau zum Fenster raus,
Zum Vöglein schau ich hin: Des' Blick wird langsam leer.
Viel Zeit geht nicht dahin, schon geht's auch mir nicht gut,
Ein Nebel, grau und dumpf, umwabert meine Seele
Und meinen schwachen Leib erfaßt die Fieberglut.
Ein Röcheln, rauh und stumpf, entsteigt aus meiner Kehle -
Das Fieber steigt leicht an! Und jetzt gerinnt mein Blut.
Wenn ihr euch morgen trefft, entschuldigt, daß ich fehle!
Das Vöglein auf dem Ast sieht traurig zu mir her
Und niest aus voller Brust das Virus sich heraus;
Sieht kränklich bis zum Tod, recht zu bedauern aus
Und spricht, mit letzter Kraft, mich an: "Ich leide sehr!"
Ich fühle seinen Schmerz, die Brust wird mir so schwer
Und mit gesenktem Blick geh schnell ich nun nach Haus,
Bring mich in Sicherheit und schau zum Fenster raus,
Zum Vöglein schau ich hin: Des' Blick wird langsam leer.
Viel Zeit geht nicht dahin, schon geht's auch mir nicht gut,
Ein Nebel, grau und dumpf, umwabert meine Seele
Und meinen schwachen Leib erfaßt die Fieberglut.
Ein Röcheln, rauh und stumpf, entsteigt aus meiner Kehle -
Das Fieber steigt leicht an! Und jetzt gerinnt mein Blut.
Wenn ihr euch morgen trefft, entschuldigt, daß ich fehle!