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Pucks Tanz

Verfasst: 18.03.2006, 16:41
von Sascha
Da! pirouettets hin und silberquirlt
der Lichtung Mondsee, spritzt den leichten Flug,
perlt blätterflüsternd unterm Busch, taulustig,
und zwirbelt kreiselfingrig Gräserschleifen,
hinfedernd übern Beerenzweig – geknickt
und tanzend angebissen!

Im weltengen Wald: die hölzerne Kulisse,
das schwarze Sterntuch, luftleicht hingehängt
darüber, flattert – lose wie der Himmel
und zugig – bald schon wehts den nachtbespielten
Horizont von Ost hinab [Elfknicks. Nebelvorhang.]
und Tag glotzt rein, schlafwach.

Re: Pucks Tanz

Verfasst: 18.03.2006, 22:22
von Silentium
Stell dir bitte vor, das Wort schön sei noch nicht abgenutzt und abgefingert, sondern noch frisch genug, um es zu einem Gedicht zu sagen und trotzdem nicht nichts gesagt zu haben. Schön [unter obiger Bedingugng] ist das Gedicht schon einmal deshalb, weil die beiden Orte so wunderbar verschmelzen. Ein Wald, der wie eine Bühne wirkt, wobei der Puck doch wissen müsste, dass er auf einer Bühne steht, die wie ein Wald ausschaut. Schön.