Hallo ihrs, hallo Sehende(r),
mag mich eurer Kritik nicht ganz anschließen.
Gedicht und Titel gehen sehr wohl zusammen, allerdings müßte an dem Gedicht noch etwas gefeilt werden, denn Tuesday hat recht, der Titel weckt einiges an Erwartungen, die dann nicht erfüllt werden.
"Wenn der Hai zu früh gezeigt wird" ist idR die Spannung raus, man weiß dann, was kommt oder kommen muß. Genauso wie bei diesem blöden Krimi-Spruch "Der Mörder ist immer der Gärtner..."
Nun soll das Gedicht wohl eine Beziehung darstellen, aus der die Luft raus ist, denke ich.
Meine Arme sind leer von Dir und
mein Herz pocht Dir
klein-
laut,
leise
hinterher.
Du hast meine Finger nach
außen gebrochen,
Dieses erste Stück gefällt mir persönlich recht gut, vor allem das kleinlaute Herz und die gebrochenen Finger. Wobei man sich dann fragt, warum diese nach außen gebrochen wurden? Rabiate Form der Abweisung?
so kann ich Dir meine
Hand nicht
reichen
und wie arm
bin ich,
wenn ich
feststelle, dass
alles was mir
von Dir
bleibt
bereits gegangen
ist.
Ich denke, hier im zweiten Teil fällt die Spannung ab und es klingt alles irgendwie dahingesagt. Ich meine, woher will dein Protagonist wissen, dass er/sie arm sein wird, wenn alles vom anderen weg ist? Vielleicht bereichert es ja auch durch die Erfahrung dieser, wenn auch gescheiterten oder nie begonnenen, Beziehung.
Vielleicht käme es auch insgesamt besser, wenn man das kleinlaute Herz noch mal aufgreift und darstellt, warum es kleinlaut ist.
Denke, man kann was daraus machen, was dann mit dem doch originellen, vielversprechenden Titel konform geht.
Lieber Gruß
Flocke