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Rappenlochschlucht

Verfasst: 07.11.2006, 23:21
von riemsche
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rundum Knistern, Feuerschalen
an tierischen Instinkten rühren
brennen, leuchten, glühen, malen
Wege, die nach draußen führen

ich halte inne – will verweilen
schick meinen Höhlengeist auf Reisen
das Auge folgt den züngelnd steilen
Fingern, die nach oben weisen

da hin, wo sich der Halbmond leise
mit Rauch und Sternenlicht verbündet
und tief im Bach auf diese Weise
sein Spiegelbild vollendet findet

der Föhnsturm zaust die Flammenbäume
rund um den Kultplatz nach der Schlucht
schafft dem die kühlen Zwischenräume,
der nach und nach mehr Abstand sucht

erstaunlich, wie dieses Element
Wind, Fels und Wasser widersteht
und immer noch so fordernd brennt,
dass man halb rück- halb vorwärts geht

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Re: Rappenlochschlucht

Verfasst: 14.11.2006, 17:43
von rotfeder
tag, kasparov
hat mich beschäftigt, dein text, dritter vers sprachlich besonders schön.
obwohl ich sonst nicht reime, hier ein versuch, finde die thematik interessant und hatte sofort bilder vor mir:


war nochmal in der rappenlochschlucht

dunkle schatten treten näher
graue vorzeit ist ihr ort
und ganz plötzlich - altes wissen
lockt mich aus dem heute fort

helden, weise und dämone
sitzen mit erhab`nem sinn
mir im kreise gegenüber
weisen auf den anfang hin

funkenregen, donnergrollen
archetypen – wie im traum
und ich wandle durch die zeiten
fühl mich eins mit wind und raum

Re: Rappenlochschlucht

Verfasst: 14.11.2006, 19:54
von riemsche
hi rotfeder !
hatte ne wahnsinns-oma, die wunderbar gedichte rezitieren konnte. darum flutscht´s ohne jeglich anstrengung oder mühsam über nachdenk.
anderer ansatz, hm? danke für dein feedback und den selbstversuch.