f r a u
Verfasst: 24.02.2003, 21:35
f r a u
immer noch sehniges
doch längst gezähmtes kind
deine rotgelackten zehen
hinterließen einst
pfotenabdrücke im lehm
in honiggelben augen
glänzte deine lust
auf gefährtensuche
liefst du über steppen
eine mondgöttin in dir
dann legten sie fangeisen aus
verboten dein knurren
breiteten schriftrollen
über deine reißzähne
gesetze schwer wie blei
tausende von jahren
kratzten deine nägel
vergebens an den fensterläden
hinter denen sie deinesgleichen
unsichtbar gemacht
unter dem stoff des schleiers
den sie dir angelegt
verkümmerte dein fell
und dir wurde kalt
schließlich bliebst du kalt
sie spreizten deine beine
rammten nekrophile
machtgelüste in dein fleisch
bestanden steif und fest
auf längst ersticktes feuer
gebieterin der zyklen
in dir bebt eine sehnsucht
aus verbrannter erde gekrochen
die nach all den kriegen
beinahe ewig brachgelegen war
trotz des langen todes
schlägt dann in hellen nächten
erneut dein wildes herz
und du riechst frisches leben
das du frei gebären willst
morgen trägst du vielleicht wieder
deine dichte stolze rute
und dein lautes geheul umarmt
jene, die mit sehenden augen
als wolfsfrau dich begrüßen
immer noch sehniges
doch längst gezähmtes kind
deine rotgelackten zehen
hinterließen einst
pfotenabdrücke im lehm
in honiggelben augen
glänzte deine lust
auf gefährtensuche
liefst du über steppen
eine mondgöttin in dir
dann legten sie fangeisen aus
verboten dein knurren
breiteten schriftrollen
über deine reißzähne
gesetze schwer wie blei
tausende von jahren
kratzten deine nägel
vergebens an den fensterläden
hinter denen sie deinesgleichen
unsichtbar gemacht
unter dem stoff des schleiers
den sie dir angelegt
verkümmerte dein fell
und dir wurde kalt
schließlich bliebst du kalt
sie spreizten deine beine
rammten nekrophile
machtgelüste in dein fleisch
bestanden steif und fest
auf längst ersticktes feuer
gebieterin der zyklen
in dir bebt eine sehnsucht
aus verbrannter erde gekrochen
die nach all den kriegen
beinahe ewig brachgelegen war
trotz des langen todes
schlägt dann in hellen nächten
erneut dein wildes herz
und du riechst frisches leben
das du frei gebären willst
morgen trägst du vielleicht wieder
deine dichte stolze rute
und dein lautes geheul umarmt
jene, die mit sehenden augen
als wolfsfrau dich begrüßen