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Ich finde das Leben schade

Verfasst: 06.05.2007, 18:14
von DerBaum
irgendwie ist es traurig
dass man lebt
es wäre auch traurig
wenn man nicht lebt

wenn man aber lebt
erlebt man dass man lebt
und das ist traurig

lebt man nicht mehr
fällt es schwer
traurig zu sein

es sei denn
man ist buddhist
dann ist man
dauertraurig :-&

Re: Ich finde das Leben schade

Verfasst: 06.05.2007, 19:54
von Silentium
Bester Hut, habe soeben beschlossen, dieses Gedicht zu lieben.

Re: Ich finde das Leben schade

Verfasst: 06.05.2007, 22:07
von Flocke
Hallo, Behüteter.

es wäre auch traurig
wenn man nicht lebt


Meinst du? Man weiß doch dann nicht, dass man nicht lebt, warum wäre das traurig? Das würde ja voraussetzen, dass man sich seines Nicht-Lebens bewußt wäre. Oder interpretiere ich da jetzt zuviel hinein?

Und warum sind Buddhisten dauertraurig?

Fragende Grüße
Flocke

Re: Ich finde das Leben schade

Verfasst: 06.05.2007, 23:58
von riemsche
s.g. herr hut,
irgendwo ab der zweiten zeile dreht sichs mir im kreis. ein buddhist, zB ich, könnte genausogut sagen: passt doch, das rad der lehre. sag ich aber nicht. nicht mehr am leben, weiss ich vielleicht genaueres. kann noch dauern. und wem erzähle ich es dann? klammere daher bis dahin 3-7 aus. funktioniert.
liege ich mit - "alles leben ist leiden" plus reinkarnation mal x istgleich dauertraurig - richtig?

Lg
kasparov

Re: Ich finde das Leben schade

Verfasst: 07.05.2007, 13:20
von Edekire
dieses gedicht is ein paradoxon weil es irgendwie fröhlich macht und daher der eigenen aussage wiederspricht!
ich habe mich nämlich sher gefreut als ich es gelesen habe.

so jetzt mussw ich ganz schnell bundieren gehen

Re: Ich finde das Leben schade

Verfasst: 07.05.2007, 13:25
von yume
Also ich mag die ersten drei Strophen sehr. Nur mit der letzten hab ich so meine Problme. Zumal dort dieses Smiley ist..

Die ersten drei sind so wunderbar einfach formuliert. Fast wag ich sie gar nicht zu hinterfragen.

es wäre auch traurig
wenn man nicht lebt
Und was ist, wenn man stirbt gleich nach dem man geboren wurde? Wenn die Eltern um einen trauern.
Oder wenn man existiert, aber nichts aus seinem Leben macht? Keine eigene Meinung hat, nur für den Job lebt, eine Hobbies, keine Freunde, keine Liebe, keine Zeit? Das gehört doch auch alles zum Leben dazu, und nicht nur die Existens bzw. das blanke Dasein, oder?

es sei denn
man ist buddhist
dann ist man
dauertraurig
Ach HerrHut, das nimmt dem ganzen die Stimmung. Es ist zwar auch einfach, aber auf anderem Niveau. Dauertraurig.. Buddisten sind nicht Dauertraurig. Sie leben nur anders als wir. Einfach, zurückgezogen. Ich denke gerade an die in gelbgehüllten chinesischen Möche, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als den Boden in einem bestimmten Muster zu fegen und sich "zwischendurch" mal in Trance versetzten und das Herz anhalten. Ich mag diese Vorstellung.

Warum sind deiner Meinung nach die Buddisten Dauertraurig?

Liebe Grüße von yume :-)

Re: Ich finde das Leben schade

Verfasst: 07.05.2007, 13:36
von Patina
yume, vielleicht, weil die buddhisten wiedergeboren werden. so habs ich verstanden. ich mags auch, das gedicht. danke herr hut.

Re: Ich finde das Leben schade

Verfasst: 07.05.2007, 13:46
von yume
Hm...Sie gehen dann ja nicht ins Paradies ein, wenn sie wieder geboren werden.
In sofern stimmt das vielleicht.
Aber ich dachte immer, Buddisten sehen ihr Leben als Chance gutes zu tun, als Chance den Weg ins Paradies zu finden. Auch wenn er lang und erschwerlich ist? Ich denke da an Siddharta?
Ich glaube, da forsche ich mal was nach. Danke Patina :-)