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für aglaja veteranyi

Verfasst: 22.07.2007, 13:03
von DerBaum
manchmal sind zeilen so schwer wie briketts
du trägst ein zwei
da wirst du satt von
du trägst fünf sechs
schon wird es schwer
und satt wirst du davon auch nicht mehr

da sind engel
klar
und alle werden begnadigt
man hätte sie leicht erschiessen können
aber dann sagte man ihnen
es ist ganz leicht
und dann erschossen sie sich selber

so bleibt sie immer fern
für alle engel und dichter
die welt
die aus der türangel fällt
kreise umkreisen dich
die sicht wird unter den briketts versteckt
das ist schwer
so schwer

leichter ist das nichts auch nicht
selbst wenn man davon nichts weiß
verlegt man seinen schatten
vermißt man ihn
das ist hinterher doch auch so
oder?

wohin bringt uns der mond
der umriß eines schweigens
wohin verliert sich der letzte satz einer
dichterin

immer dasselbe
wenn die kreise aufhörren kreise zu sein
verlegt man sich aufs hören
und dann erst aufs verstehen

Re: für aglaja veteranyi

Verfasst: 31.07.2007, 22:20
von Flocke
Hallo, du Guter.

Mal wieder ein Gedicht, vor dem ich innerlich auf die Knie falle, weil es einfach so schön ist und ich beim Lesen das seltene Gefühl habe, genau zu wissen, was du meinst, es aber niemandem erklären könnte...

Abendgruß
Flocke