Dichterlein
oder: Der Dichter in jungen Jahren
Ich meißle Wörter in den Stein,
die sollen etwas seinseinsein,
die sollen was bedeuten –
und was weiß ich allein.
Ich baue ein Gedichteschrein,
da gaukelt euch der Scheinscheinschein.
Man müsste ihn nur häuten –
schon wüsst’ man, was ich mein’.
Ich fabuliere Verse, fein,
und lege alles reinreinrein,
doch ignoranten Leuten
fällt es partout nicht ein.
Das kann so schwer nicht sein!
Wie? Was? Aber neinneinnein!
Jetzt erklär ich euch zerstreuten
Hanswurstlehrertherapeuten
mal allgemein mein Weltbildelfenbein.
Bleib wie du bist (des pascht scho)
Bleib wie du bist (des pascht scho)
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
:rofl:
I would go to the Dark Side in a heartbeat if I thought they had better dialog over there.
- Ursula Vernon
- Ursula Vernon
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
ab und zu taktet´s mir da durcheinand. aber wurscht, is ja ein jungspundspringinsfeld, der protagonist
und sowas von leidend talentiert.
das nach "oder:" stimmt mich da optimistisch. bin anscheinend doch nicht so alt
wie man mir andichtet.
Lg vom kasparov
das nach "oder:" stimmt mich da optimistisch. bin anscheinend doch nicht so alt
Lg vom kasparov
„To hell with circumstances; I create opportunities.“ – Bruce Lee
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
ohoho... :rofl:
Mein Ich ist ein Pfogel aus Metall, doch Du hast ihn berührt und beschützt.
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
:ja:
O You who turn the wheel and look to windward,
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You
Consider Phlebas, who was once handsome and tall as You
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
:thanx:
(...geboren in Berlin, aber des pascht scho
...)
(...geboren in Berlin, aber des pascht scho
werden.
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
Nachtrag: Man denkt nur so tief wie man sich wühlt (Robert Gernhardt) :bang:
werden.
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
Möchtest du mir etwas sagen, andres? Nun, vielleicht probierst du es mit deinen eigenen Worten. Ich habe Nietzsche und Robert Gernhardt gelesen, auch Proudhon und einige andere. Ich denke, dafür brauche ich keine Wikipedia-Rezitatoren und Bauchredner - und ich hoffe inständig-anständig, dass du dich nicht zu letzterem entwickelst.
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
Kein Grund den Belesenen-Joker zu ziehen, ich halte dein Gernhardt-Zitat lediglich für einen passenden Nachtrag. Warum nicht die gute Vorarbeit anderer nutzen?
mfg
Metamorphose-Andres
(morgen vielleicht schon mit Kartentricks
)
mfg
Metamorphose-Andres
(morgen vielleicht schon mit Kartentricks
werden.
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
Ich habe Nietzsche und Robert Gernhardt gelesen ...
Das - mal dem Kontext freigestellt - klingt fast schon wie der Beginn einer faustischen Litanei ... nur noch komischer. Ich glaube, Gernhardt selbst hätte darüber gelacht.
Und Nietzsche?
Hätte Nietzsche denn Gernhardt gelesen?
Gemocht?
Ich habe übrigens neulich mal "Jenseits von G+B" gelesen. Anmaßung pur; aber hin und wieder glänzen auch superbrillante Gedanken auf.
Mhm, warum schreibe ich das hier?
Vielleicht aus sonntäglicher Langeweile.
Dein Gedicht haut mich nicht so vom Hocker, wenn ich ehrlich bin.
Muss da nicht ein Komma hin, "und was, weiß ich allein"?
Ohne Komma hats einen anderen Sinn.
Und, als Tipp:
Lies die letzten drei Zeilen mal laut.
Schöne Grüße,
T.
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
@kasparov
Stimmt, ein bisschen wild/verwildert. Werde bei Gelegenheit an einer flüssigeren Variante werkeln.
@glaukos
Hätte er, mit Sicherheit.
Bestimmt, das wäre ein guter Ausgleich zum Wagnerianischen Ernst gewesen. Allerdings fürchte ich, es wäre mit der Freundschaft aus gewesen, wenn er das gelesen hätte:
Goethe vor Nietzsche in dem Gedicht, also das geht schon mal gar nicht!
Mich auch nicht. Ich denke, das können wir unwidersprochen stehen lassen. Das ist eine Zehnminutenterrine, es hat seinen beschränkten Zweck erfüllt und das soll mir genügen.
Es muss, danke für den Hinweis.
Schmeiß den Rest des Gedichtes weg und lass mir nur diese drei Zeilen, an denen hänge ich wirklich ein bisschen.
@Metamorphose-Mimikry-Andres
Und meine Frage war: Warum hältst du es für einen passenden Nachtrag? Dass du meiner Frage ausgewichen bist, bestätigt eher meine Vermutung, dass du dir gar nichts dabei gedacht hast.
Sicher, wenn man selbst nichts zu erwidern hat, ist das ein bequemer Weg. Darf ich dir in ähnlicher Weise antworten und dich auf deine eigenen Worte verweisen:
MfG,
[) i r k
ab und zu taktet´s mir da durcheinand.
Stimmt, ein bisschen wild/verwildert. Werde bei Gelegenheit an einer flüssigeren Variante werkeln.
@glaukos
Ich glaube, Gernhardt selbst hätte darüber gelacht.
Hätte er, mit Sicherheit.
Hätte Nietzsche denn Gernhardt gelesen?
Gemocht?
Bestimmt, das wäre ein guter Ausgleich zum Wagnerianischen Ernst gewesen. Allerdings fürchte ich, es wäre mit der Freundschaft aus gewesen, wenn er das gelesen hätte:
Wenn Dichter einen Ausflug machen
Ein Couplet
Steigen und Schauen landab und landauf,
Folgend der Sonne herrlichen Lauf,
Grillen hinschmelzen, wenn Phoebus dir lacht -:
Was hätte ein Goethe daraus gemacht!
Mittagsstunde auf felsigen Stein.
Mensch mit dem Blau und dem Adler allein.
Ringsum September in südlicher Pracht-:
Was hätte Nietzsche daraus gemacht!
Sieh all das rot Dann sieh deine Hand.
Spüre in allem den nämlichen Brand
sehr grosse Flammen: Es sei vollbracht-:
Was hätte Rilke daraus gemacht!
Abstieg und Einkehr im schlichten Lokal.
»Prego, die carta! Dann gucken wir mal:
Ist das nun billig? Was hab ich gesacht?!«
Das hätte Piefke daraus gemacht!
Quelle: Robert Gernhardt: Was der Berg ruft. Das Buch der Gipfel und Abgründe.
Goethe vor Nietzsche in dem Gedicht, also das geht schon mal gar nicht!
Dein Gedicht haut mich nicht so vom Hocker, wenn ich ehrlich bin.
Mich auch nicht. Ich denke, das können wir unwidersprochen stehen lassen. Das ist eine Zehnminutenterrine, es hat seinen beschränkten Zweck erfüllt und das soll mir genügen.
Muss da nicht ein Komma hin, "und was, weiß ich allein"?
Es muss, danke für den Hinweis.
Lies die letzten drei Zeilen mal laut.
Schmeiß den Rest des Gedichtes weg und lass mir nur diese drei Zeilen, an denen hänge ich wirklich ein bisschen.
@Metamorphose-Mimikry-Andres
ich halte dein Gernhardt-Zitat lediglich für einen passenden Nachtrag.
Und meine Frage war: Warum hältst du es für einen passenden Nachtrag? Dass du meiner Frage ausgewichen bist, bestätigt eher meine Vermutung, dass du dir gar nichts dabei gedacht hast.
Warum nicht die gute Vorarbeit anderer nutzen?
Sicher, wenn man selbst nichts zu erwidern hat, ist das ein bequemer Weg. Darf ich dir in ähnlicher Weise antworten und dich auf deine eigenen Worte verweisen:
Natürlich möchte ich dir keine generelle Unfähigkeit zu konstruktiver Kritik unterstellen. Warum zeigst du diese Fähigkeit aber gerade hier nicht?
MfG,
[) i r k
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
-
Jack Swallow
- Sphinx
- Beiträge: 108
- Registriert: 18.11.2007, 14:15
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
Man schreibt nur so tief, wie man sich wühlt.
"Dem schauenden Auge das Wort lassen" (Edmund Husserl)
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
Dann wühl mal, Jack!
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
-
Jack Swallow
- Sphinx
- Beiträge: 108
- Registriert: 18.11.2007, 14:15
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
Circenses placent.
Sollen wir hier weiterspielen, Dirk?
Sollen wir hier weiterspielen, Dirk?
"Dem schauenden Auge das Wort lassen" (Edmund Husserl)
Re: Bleib wie du bist (des pascht scho)
Wenn dir in dem anderen Thread die Puste ausgeht (Stichwort: Eloquenz), müssen wir wohl. 
"du trittst da fast in die fußstapfen des unseligen dr goebbels und seiner zensur und verdammungsmaschine." (Ralfchen)
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