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Auf die Welt gebracht
Verfasst: 30.10.2007, 00:59
von charis
Wie heißt denn du, wie
schaukle dich in den Armen
drück dich an meinen Busen
mit Armen weich wie der Fluss
aus dem du getrieben kamst
wie heißt denn du, wie
hast mich und ihn verbunden
vor namenlosen Wochen
in Laken mit Monogrammen
die bleicher als helle Nächte sind
wie heißt denn du, wie
wenn draußen der Schnee fällt
hast du mich der Kratzer beraubt
die meine Schlittschuhe zogen
in glänzende Männeraugen
wie heißt denn du, wie
wenn du mir wieder gebracht wirst
am Ende des langen Tages
mit meiner Mutter Gesetze im Ohr
Erinnern bleibt dann ein Wort
Re: Auf die Welt gebracht
Verfasst: 06.11.2007, 22:05
von buddhabrot
gelesen und gut gefunden,
b.b.
Re: Auf die Welt gebracht
Verfasst: 07.11.2007, 23:20
von riemsche
was wo fehlt, ist wo zuviel.
das näher auszuführen für den anfang zuviel und ohne ok deinerseits unnötig verwirrend. allerdings den schlußslogan würde ich an deiner stelle -bin ich ja nicht aber stells dir herzlich vor- nochmal in den lyrMixer werfen. den wortcocktail kenn sicher nicht nur ich schon in ermüdend mannigfachen versionen geringfügig anders.
Re: Auf die Welt gebracht
Verfasst: 08.11.2007, 23:13
von charis
danke fürs feedback!
tja, also das fehlen und zuviel hätt ich druchaus gern näher ausgeführt,
wenn du lust hast, kasparov.

Re: Auf die Welt gebracht
Verfasst: 09.11.2007, 00:18
von riemsche
hab ich, dauert nur noch ein bisserl
vonwegen workoholic und vollerKopf

Re: Auf die Welt gebracht
Verfasst: 08.12.2007, 21:05
von Herbert Eiter
Hat mich berührt, das zu lesen. Die Bilder sind eindringlich und überzeugend. Auch die Ehrlichkeit in und zwischen den Zeilen.
Re: Auf die Welt gebracht
Verfasst: 09.12.2007, 16:54
von Silentium
Schließe mich Kasparov an, der letzte Satz fällt leicht raus, weil zu... zu... direkt.
Ansonsten aber sehr, sehr schön.
Re: Auf die Welt gebracht
Verfasst: 19.12.2007, 00:13
von Herbert Eiter
Guten Abend.
allerdings den schlußslogan würde ich an deiner stelle -bin ich ja nicht aber stells dir herzlich vor- nochmal in den lyrMixer werfen. den wortcocktail kenn sicher nicht nur ich schon in ermüdend mannigfachen versionen geringfügig anders.
Mir ist aufgefallen, dass ich in einem meiner zuletzt hier veröffentlichten Gedichte eine ganz ähnlich-lautende Stelle habe:
und liebe ist ein wort
Da hat aber bisher niemand gemeckert. Formelle Beschwerde folgt.
Schließe mich Kasparov an, der letzte Satz fällt leicht raus, weil zu... zu... direkt.
Ich finde diesen Schluss okay, so wie er ist. Ich habe das zwar ebenfalls als direkt und dramaturgisch deutlich empfunden, als gewollt anschwellenden Schlussakkord, aber nicht als Slogan oder als abgedroschen. Ich finde es harmoniert auch inhaltlich mit den "Gesetzen im Ohr" im vorangehenden Vers und mir fällt spontan nicht ein, wie man das besser ausdrücken könnte. Für mich ist das der logische Kontrapunkt, nicht ohne eine gewisse Ironie, zu den berührenden Bildern, die vorher auftauchen und die nicht nur "ein Wort" sind.
Besten Gruß,
H. Eiter
Re: Auf die Welt gebracht
Verfasst: 19.12.2007, 14:41
von charis
danke euch für eure rückmeldungen!
Da hat aber bisher niemand gemeckert. Formelle Beschwerde folgt.
zeitlicher vorsprung vermutlich, da war das publikum noch nicht so ermüdet. von den mannigfachen versionen.
ich hab da auch nochmal drüber nachgedacht .. mir ist diese super-kitschige liedzeile aus disneys "bambi" im ohr... "liebe ist mehr als nur ein wort"...
ja doch, die ironie hat einen guten platz hier, es soll ja klar werden, dass das leben und sein fortbestand eben nicht die kitschige feelgood version sein muss, wenn man unbedarft, unvorbereitet hineinstolpert... und gleichsam filmrisse in der eigenen geschichte zeigen. erinnern bleibt ein wort im sinne von: da war doch was. das leben, das mir passiert ist, im spannungsfeld von äußeren zwängen und inneren bedürfnissen.

Re: Auf die Welt gebracht
Verfasst: 21.12.2007, 19:21
von Herbert Eiter
zeitlicher vorsprung vermutlich, da war das publikum noch nicht so ermüdet. von den mannigfachen versionen.
Wenn's nur so gewesen wäre! Aber da Ihr Gedicht vorher war, konnte sich das Publikum bei meinem nicht mehr beschweren: Ich verhalf ihm endgültig zu seligem Schlummer.
Tzzzzzzzz,
H. Eiter