@ Dirk:
Generell freue ich mich, wenn gebildete Personen auf meine Beiträge antworten und es dann zu einem Meinungsaustausch kommt. Leider (oder zum Glück?) habe ich keine Möglichkeit, den tatsächlichen Bildungsstand meines Gegenübers zu überprüfen (Jeder könnte sein Profil mit schönen Namen schmücken, ohne je ein Werk von dem Autor gelesen zu haben). Also bleibt mir als zuverlässiger Indikator nur das hier geschriebene Wort. Auf dieser Basis schätze ich meinen Gesprächspartner ein.
Mach ich so ähnlich..., Dirk.
Wobei ich mir noch anschaue, was jemand zitiert und hinterfrage, warum er es zitiert...
Nächstes Zitat:
Im Umgang mit Texten gibt es eine Art standardisierte Herangehensweise, die in ihren Grundzügen schon Schülern der 10. Klasse bekannt ist. Der Vorteil hierbei ist, dass wir mit dieser Methodik die Werke unbekannter Autoren sowie große Meisterwerke der Literatur gleichermaßen effektiv behandeln und verstehen können. Ein wichtiger Teil dieser Methodik ist die Untersuchung eventueller weiterer Bedeutungen.
Diese Grundregeln sind in einem Literatur-Forum natürlich bekannt, weshalb ich sie hier nicht „auszutreten“ brauche.
Aus diesem Grund kann ich meiner Meinung nach auch eine genauere Betrachtung verlangen.
Bei meinem Hinterfragen, warum du so viel zitierst, scheint sich in mir die Ahnung zu bilden, daß du etwas schüchtern bist...
Desweiteren solltest du wissen, und dazu muß man kein Freund der Weisheit sein, daß das Ergebnis einer Methode nicht mehr sein kann, als das, was diese Methode zuläßt...
Eben darum, muß man sich mit der obigen Einstellung tunlichst davor hüten, an Fachidiotie zu erkranken...
Nächstes Zitat:
Aus diesem Grund kann ich meiner Meinung nach auch eine genauere Betrachtung verlangen.
Ich hör wohl nicht recht...
du verlangst eine genauere Betrachtung? Kannst du nicht selber "genauer betrachten"? Na dann, fang mal bei Dirk an, Dirk...
Nächstes Zitat:
Im Allgemeinen ist es unmöglich die eigene Subjektivität zu eliminieren.
So ein schönes Gedicht ist doch selten reine (bewusste) Kopfgeburt.
Bringst mich zum Schmunzeln, Dirk...
Trotzdem ein kleiner taoistischer Einwand... in manchen fernöstlichen Theorien ist genau das das Ziel.
Mit einem Lebenslauf von mir kann ich dir nicht dienen. Mußt dich leider mit dem Begnügen, was du von mir bekommst...
Nächstes Zitat:
Sicherlich keine leichte Frage. Die alte Kante würde wahrscheinlich mit der Unterteilung des Menschen in ein empirisches (den Naturgesetzen unterworfenes) und transzendentes ( freies) Wesen argumentieren.
Hierzu zitier ich dich einfach mal:
standardisierte Herangehensweise, die in ihren Grundzügen schon Schülern der 10. Klasse bekannt ist.
Wobei ich jetzt mal davon ausgehe, daß du mit "transzendentes" wohl eher "transzendentale Freiheit" meinst,(Wollen ja nicht, daß sich der alte Sack im Grabe umdreht.)
Nächstes Zitat:
Aus einer kleinen Geschichte lässt sich sehr viel herausholen, was Kafka eindrucksvoll demonstriert hat.
Im Nachhinein kann das jeder behaupten...
Im Übrigen erinnerst du mich, um bei Kafka zu bleiben, an einen Käfig, der auszog einen Vogel zu suchen...
Nächstes Zitat:
Von anderen Autoren (z.B. Kafka) wissen wir aber, dass ein Text nicht notwendig auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen muss.
Hierzu zitiere ich jetzt mal mich:
Ich dachte schon, daß man hier vor lauter Sinnsuche, keinen Blick mehr für ein wenig Unsinn hat.
Nächstes Zitat:
Mein Handwerkszeug ist kein Selbstzweck, sondern es soll mir bei der Produktion helfen bzw. die Produktion ermöglichen. Ein Tischler möchte einen Tisch produzieren, also gebraucht er sein Werkzeug. Der Tisch wird nicht produziert, um die Werkzeuge zu gebrauchen. Natürlich sind die Werkzeuge sehr wichtig, denn ohne Werkzeug gibt’s keinen Tisch! Sind deshalb aber die Werkzeuge wichtiger als der Tisch?
Das beste Handwerkszeug hilft dem engagiertesten Tischler nur leider nicht, wenn er inkompetent ist.
Ziel des Tischlers ist es, wie du schon richtig angemerkt hast, ein Tisch zu zimmern, (um bei dieser Metapher zu bleiben...)
Kann der Tischler aus Unfähigkeit keinen Tisch zimmern, so wird er wahrscheinlich mit seinen Werkzeugen angeben. Würde mich interessieren wo dein metaphorischer Tisch steht, (ich laß mich gern überraschen...)
Ist er etwa bei dem Wurm mit dem Joint im Arsch zu finden?
Oder in der Kinderstube von andres, die deiner Meinung nach "saubergemacht" wurde?
Es tut mir leid, Dirk, aber du beeindruckst mich nicht im geringsten. Dir fehlt die nötige Eloquenz, die in deiner Persönlichkeit begründet sein müßte und da man seine "Subjektivität nicht eliminieren kann", mußte wohl damit leben. Oder wir finden gemeinsam eine andere Art um miteinander zu kommunizieren und voneinander zu lernen...
Anfangen könntest du damit, indem du mal etwas zu meinem Gedicht schreibst, und wenn es geht mit deinen eigenen Worten...
Meinen Teil habe ich nämlich schon gebracht und der ist ganz oben hinter deiner langen Zitatesammlung zu finden, (nur als Hinweis, falls du den Baum vor lauter Wald nicht mehr siehst).
Zu guter Letzt eine abschließende Bemerkung zu diesem Zitat.
gott zum gruße.
Willst aber hoch hinaus... bleib lieber noch etwas bei uns Menschen...